Manuka Honig MGO 460 Wirkung und Erfahrungen

Was normaler Honig kann, kann Manuka Honig oft noch ein Stück intensiver. Der entscheidende Unterschied liegt im Gehalt an Methylglyoxal (MGO) - einem natürlichen Inhaltsstoff, der für die besondere antibakterielle Aktivität verantwortlich gemacht wird. Genau deshalb wird er gezielt bei unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt.

Was ist Manuka-Honig und woher kommt er?

Manuka-Honig stammt von dem neuseeländischen Manuka-Baum (Leptospermum scoparium), auch bekannt als Südseemyrthe. Der Manuka Strauch - ein Teebaumgewächs - ist im südöstlichen Australien, aber vor allem in Neuseeland beheimatet. Dort wird der Manuka-Honig auch hauptsächlich hergestellt. Als Manuka-Honig darf nur der Honig bezeichnet werden, der nachweislich aus der Manuka-Pflanze gewonnen wird.

Manuka-Strauch und Bienen

Wodurch zeichnet sich Manuka-Honig aus? MGO, DHA und Non-Peroxid-Aktivität

Die Hauptkomponente, die Manuka-Honig seine antibakteriellen und antimikrobiellen Eigenschaften verleiht, ist Methylglyoxal (MGO). MGO entsteht nicht direkt im Nektar der Manuka-Blüten, sondern nach der Honigbildung und -lagerung durch die Bienen, anhand einer chemischen Umwandlung. In den Blüten des Manuka-Baums ist im Nektar ungewöhnlich viel Dihydroxyaceton (DHA) enthalten, ein Zuckeralkohol. Dieser ist ein Vorläuferstoff, den die Bienen mit in den Honig einbringen. Nach der Honigproduktion wird das DHA durch nicht-enzymatische Reaktionen zu MGO umgewandelt.

Während Wasserstoffperoxid in normalem Honig ein zentraler Inhaltsstoff zur Bekämpfung von Mikroorganismen ist, punktet Manuka-Honig vor allem durch seinen hohen Anteil am antibakteriell wirkenden Methylglyoxal. Dieses ist durch seine molekularen Eigenschaften im Vergleich zu Wasserstoffperoxid sehr stabil. Das heißt, Manuka-Honig kann sogar erhitzt werden, ohne den Gehalt an Methylglyoxal zu beeinträchtigen.

MGO-Wert und Qualität

Die Wirkstärke des Manuka-Honigs wird mit einer Zahl angegeben, die den MGO-Wert (in Milligramm pro Kilogramm Honig) beziffert. Je höher dieser Wert ist, desto höher ist der Gehalt an Methylglyoxal. Und umso höher ist auch die antibakterielle Wirkweise des Manuka-Honigs. Der MGO-Wert von Manuka-Honig sollte mindestens 100 betragen. Herkömmliche Honigsorten haben im Vergleich dazu höchstens einen MGO-Gehalt von 20 Milligramm pro Kilogramm Honig. Bei Manuka-Honig sind es 300 bis 850+ mg MGO.

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In Neuseeland wird außerdem oft der UMF - Unique Manuka Factor - angegeben, welcher eine direkte Aussage über die antibakterielle Wirksamkeit treffen soll. UMF bewertet nicht nur den MGO-Gehalt, sondern zusätzlich noch andere Inhaltsstoffe und steht außerdem für Echtheit und Qualität.

Manuka Honig MGO 460: Produkt und Einsatzbereiche

Manuka Honig MGO 460+ ist unser zweitstärkster Manuka-Honig. Mit wissenschaftlich nachgewiesener Aktivität! Manuka Honig MGO 460+ von Manuka Health wird von neuseeländischen Bienen aus dem Nektar der Manukasträucher gewonnen. Dieser Honig schmeckt nicht nur wunderbar mild, sondern enthält den Wirkstoff Methylglyoxal (MGO) auch in einer sehr viel stärkeren Konzentration als herkömmliche Blütenhonige.

Als Brotaufstrich am Morgen oder als natürliches Süßungsmittel beim Kochen und Backen lässt sich der Manuka-Honig MGO 460+ ideal in den täglichen Bedarf einbinden. Wer Manuka-Honig gezielt einsetzen möchte, stellt sich schnell die Frage nach der richtigen Anwendung. Für die innere Nutzung greifen viele Menschen zu ein bis zwei Teelöffeln täglich. Bei empfindlichem Magen wird Manuka Honig häufig morgens oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen.

Anwendungsempfehlungen

  • Unterstützung bei Erkältungen: einen Teelöffel pur im Mund zergehen lassen oder in maximal 40 °C warmen Tee auflösen und trinken.
  • Bei Erkältungen und Infekten mit Husten und Halsschmerzen lässt man mindestens 3‑mal täglich einen Teelöffel des Honigs auf der Zunge zergehen. Den letzten Teelöffel nehmen Sie am besten direkt vor dem Schlafengehen.
  • Äußerlich: als Maske angewendet oder punktuell aufgetragen, kann er dazu beitragen, die Haut zu beruhigen und ihr ein ebenmäßigeres Erscheinungsbild zu verleihen. Bei Wundheilung: hierfür nur medizinisch zertifizierten Manuka-Honig, sogenannten Medihoney mit dem CE‑Siegel, verwenden.
Manuka Honig Glas auf Löffel

Wissenschaftliche Studien und belegte Effekte

Zur Wirkung von Manuka-Honig gibt es zahlreiche Studien - die meisten davon wurden jedoch in vitro, also in Laborexperimenten, oder an Tieren durchgeführt. In einer Studie konnten Forschende aus Southampton belegen, dass die antibakterielle Wirkung von Manuka-Honig Bakterien in einer Petrischale am Wachsen hindern kann. Auch gegen die Erreger von Nasennebenhöhlenentzündungen zeigte sich bei anderen Laborversuchen eine gute Wirksamkeit. Jedoch muss der Honig dafür mit der betroffenen Stelle in Kontakt kommen, weshalb beispielsweise die Anwendung im Mund- und Rachenraum effektiver sein dürfte als etwa die Behandlung von Husten, der aus den Bronchien kommt. Auch als Desinfektionsmittel für Flächen oder Medizingeräte könnte Manuka-Honig der Forschungsgruppe aus Southampton zufolge geeignet sein.

In einer weiteren Studie an Ratten konnte eine entzündungshemmende Wirkung bei Magengeschwüren nachgewiesen werden. Die Effekte als natürliches Antibiotikum könnte auch helfen, Infektionen nach einer Leistenbruch-OP vorzubeugen: Forschende beschichteten ein bei solchen Operationen eingesetztes Kunststoff-Netz mit einer dünnen Schicht Manuka-Honig, um eine antibakterielle Schutzschicht darum zu legen. Bei den anschließenden Tests in Zellkulturen wirkte die Honigbeschichtung sogar gegen den multiresistenten Krankenhauskeim MRSA.

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Zudem konnte der Honig bei Ratten den oxidativen Stress reduzieren und bei Pferden die Wundheilung fördern. Auch auf die Heilung oberflächlicher Wunden bei Menschen zeigte eine Studie einen positiven Effekt. Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass der Honig auch bei der Behandlung von Ekzemen (atopischer Dermatitis) wirksam sein könnte.

Zusammenfassung der Studienlage

  1. Viele Ergebnisse stammen aus Labor- und Tierstudien; humanmedizinische Belege in hoher Qualität sind begrenzt.
  2. Manuka-Honig zeigt konsistent antibakterielle und entzündungshemmende Effekte in vitro und in Tiermodellen.
  3. Bei Wundheilung gibt es Hinweise auf positive Wirkungen, allerdings sind medizinische Produkte (steril, CE‑zertifiziert) für die klinische Anwendung notwendig.
Forschungslabor Petrischale

Erfahrungen von Anwendern

Viele Anwender berichten, dass sich Hustenreiz und Trockenheitsgefühl spürbar verbessern können - besonders, wenn der Honig langsam im Mund zergeht. Wenn der Hals kratzt oder sich eine Erkältung ankündigt, gehört Manuka Honig für viele zur ersten Wahl. Auch bei einem empfindlichen Magen gewinnt Manuka Honig zunehmend an Bedeutung. Seine besondere Zusammensetzung kann dazu beitragen, die Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Gleichzeitig wird diskutiert, ob Manuka Honig das Gleichgewicht der Darmflora positiv beeinflussen kann.

Die Bandbreite der Anwendung ist groß. Viele Manuka Honig Erfahrungen zeigen, dass sich die positiven Effekte vor allem bei regelmäßiger Anwendung entfalten. Die besondere Kombination aus traditioneller Anwendung und moderner Forschung macht Manuka-Honig zu einem der spannendsten Naturprodukte unserer Zeit.

Sicherheit, Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Für Menschen mit einem intakten Immunsystem gilt der Verzehr von Manuka-Honig grundsätzlich als unbedenklich. Für Frauen in der Schwangerschaft ist Manuka-Honig genauso geeignet wie normaler Honig. Auch Kinder nach dem ersten Lebensjahr können von den positiven Eigenschaften des Manuka-Honigs profitieren. Jüngere Kinder beziehungsweise Säuglinge sollten ihn - ebenso wie herkömmlichen Honig - jedoch nicht zu sich nehmen. Denn Honig kann für Babys gefährlich werden, da ihre Darmflora noch nicht ausreichend entwickelt ist und den in dem Naturprodukt enthaltenen Bakterien nicht genug entgegenzusetzen hat. In der Folge kann Honig bei Säuglingen Botulismus auslösen.

Die Nebenwirkungen von Manuka-Honig gelten als noch nicht ausreichend erforscht. In einer Studie mit einer hochkonzentrierten Manuka-Lösung zur Anwendung am Mittelohr kam es zu Schäden am Gehör. Insbesondere bei hoher MGO-Konzentration sollte man daher Vorsicht mit eigenständigen Behandlungen walten lassen.

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Menschen mit Diabetes sollten Manuka-Honig nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden, da der Honig im Verdacht steht, die Krankheit begünstigen zu können und Methylglyoxal bei dieser Gruppe zudem negative Effekte auf die Wundheilung haben kann. Auch bei chronischen Wunden wird von der Anwendung abgeraten, da das Methylglyoxal die Schmerzentwicklung negativ beeinflussen kann. Als Naturprodukt kann Manuka-Honig zudem Allergien, Durchfall und andere Beschwerden auslösen.

Qualität, Prüfung und Lagerung

Beachten Sie bitte beim Kauf von Manuka-Honig, dass nicht alle angebotenen Sorten die gleiche Qualität aufweisen. MGO- oder UMF-Prüfsiegel helfen, echten Manuka-Honig von den zahlreichen gefälschten Produkten, die im Umlauf sind, zu unterscheiden. Sie erlauben jedoch auch keine eindeutige Aussage darüber, ob der Manuka-Honig mit solchem gestreckt wurde, der aus dem Nektar anderer Pflanzen gewonnen wurde. Daher empfehlen Fachleute, eher Produkte von großen, bekannten Anbietern zu kaufen.

Manuka-Honig ist relativ teuer: Preise von 70 Euro und mehr pro Kilogramm sind keine Seltenheit. Je höher der MGO-Gehalt, desto teurer: Beginnend bei 100+ für Einsteiger, finden sich zum Beispiel bei online Vergleichsplattformen Preise von etwa 53 Euro/kg. Steigt der MGO-Wert auf 550+ macht sich das an einem Preis von rund 200 Euro/kg bemerkbar. Für die sehr hohe MGO-Stufe von 850+ zahlt man gute 520 Euro/kg.

Der Honig sollte kühl, trocken und dunkel gelagert werden, allerdings sollte man ihn nicht im Kühlschrank aufbewahren. Manuka-Honig ist - wie jeder andere reine Bienenhonig - ein mit aktiven Enzymen ausgestattetes Naturprodukt und wasserliebend. Das bedeutet, dass er Feuchtigkeit aus der Luft zieht, sogar durch ein mit einem Deckel verschlossenes Glas oder einen fest verschlossenen Plastikeimer. Um seine Haltbarkeit zu verlängern und die gesunde beziehungsweise wohltuende Wirkung zu erhalten, lagert man Bienenhonig wie auch Manuka-Honig daher am besten an einem kühlen, trocknen und dunklen Ort.

Medizinische Anwendung und Produkte

Manuka-Honig wird in verzehrgeeigneten und medizinischen, sterilen Varianten angeboten. Medizinischer, steriler Manuka-Honig muss bestimmte Reinheits- und Sicherheitskriterien erfüllen. Er enthält die Wirkstoffe in den erforderlichen standardisierten Mengen, damit er direkt oder in Form anderer Zubereitungen zur Wundbehandlung verwendet werden kann. Nur der medizinische, sterile Honig darf zur Wundbehandlung verwendet werden. Medizinischem Manuka-Honig wird nachgesagt, dass er die Bildung von Biofilmen auf Wunden verhindert. Außerdem soll er bestehende Biofilme auflösen und somit die Wundheilung unterstützen.

Anwendung von medizinischem Manuka-Honig

Tipps zum Kauf und zur Auswahl

  • Achten Sie auf MGO- oder UMF-Angaben und auf unabhängige Laborprüfungen.
  • Bevorzugen Sie Produkte von großen, bekannten Anbietern oder Mitgliedern der Unique Manuka Factor Honey Association bzw. der Australian Manuka Honey Association.
  • Für medizinische Anwendungen nur sterile, zertifizierte Produkte (Medihoney) verwenden.
  • Bei Unsicherheit oder bestehenden Erkrankungen Rücksprache mit dem medizinischen Fachpersonal halten.

Weitere Hinweise zu Wirkung und Anwendung

Die psychische Wirkung von Manuka-Honig kann, wenn überhaupt, als indirekt bezeichnet werden. Wo Menschen unter Verdauungsproblemen oder entzündeter Haut leiden, und unter Absprache mit der Hausarztpraxis eine Anwendung mit Manuka-Honig möglicherweise wohltuend wundheilend hilft, wirkt sich das in der Folge positiv auf das Wohlbefinden und demnach die Psyche der Patienten aus.

Manuka-Honig ist mehr als nur eine süße Delikatesse - es ist ein bemerkenswert vielseitiges Naturprodukt, das eine Reihe wichtiger gesundheitlicher Vorteile bietet. Allerdings sind nicht alle Manuka-Honigprodukte gleich. Wie bei allen Nahrungsergänzungen ist es auch bei Manuka-Honig wichtig, das Produkt verantwortungsbewusst zu verwenden und auf mögliche Nebenwirkungen zu achten.

Aspekt Kurzbeschreibung
Hauptwirkstoff Methylglyoxal (MGO) - antibakteriell
Typische MGO-Werte 100 bis 850+ mg/kg (MGO 460+ = hohe Stärke)
Anwendungen Hals/Erkältung, Verdauung, Hautpflege, Wundheilung (steril)
Vorsicht Kein Honig für Säuglinge unter 1 Jahr; Diabetes und chronische Wunden nur nach Rücksprache
Lagerung Kühl, trocken, dunkel; nicht im Kühlschrank
Preis Relativ hoch, abhängig vom MGO-Wert und Zertifizierung

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