Manuka-Honig: Wirkung bei Rheuma und anderen Leiden

Manuka-Honig, die natürliche Medizin aus Neuseeland, hat in den letzten Jahren aufgrund seiner vielfältigen gesundheitlichen Vorteile immer mehr an Popularität gewonnen. Wissenschaftliche Studien aus Neuseeland, Australien, den USA und Europa, einschließlich deutscher klinischer Studien, haben die heilenden Eigenschaften von Manuka-Honig vielfach bestätigt. Ärzte, Heilpraktiker und Ernährungsexperten erkennen zunehmend sein Potenzial für die natürliche Gesundheitsförderung.

Was ist Manuka-Honig?

Manuka-Honig wird aus dem Nektar der Südseemyrthe (Leptospermum scoparium) gewonnen, einer widerstandsfähigen Pflanze, die hauptsächlich in Neuseeland und Teilen Australiens wächst. Diese Pflanze benötigt weder Dünger noch Pestizide und gedeiht wild in einer der reinsten Umgebungen der Erde. Dadurch liefert sie einen Nektar von außergewöhnlich hoher Qualität. Der Honig, den die Bienen daraus produzieren, enthält eine hohe Konzentration eines besonderen Wirkstoffs: Methylglyoxal (MGO). Dieser Stoff ist für die einzigartige antibakterielle Wirkung von Manuka-Honig verantwortlich.

Die Maori nutzen die verschiedenen Bestandteile der Manuka Pflanze traditionell als Heilmittel, seit der Einführung von Bienen in Neuseeland vor ungefähr 150 Jahren auch den Honig. Von den neuseeländischen Farmern wurde die Manuka Pflanze allerdings lange als ungewolltes Gestrüpp abgeholzt und an ihre Tiere verfüttert. In den 1980ern begann Prof. Dr. Molan an der Universität Waikato mit der Erforschung der antibakteriellen Wirkung von Manuka Honig und entdeckte den Unique Manuka Factor (UMF). 2006 konnte Prof. Henle an der TU Dresden den UMF auf den hohen Anteil an Methylglyoxal (MGO/MG) in Manuka Honig zurückführen. Manuka Honig ist der einzige Honig weltweit, der einen bis zu 100-fach höheren Anteil an Methylglyoxal enthalten kann als herkömmliche Honige. Methylglyoxal ist ein Zuckerabbauprodukt. Es entsteht (erst!) in der Honigwabe durch Dehydration des im Manuka-Nektar enthaltenen Kohlenhydrats Dihydroxyaceton (DHA). Entscheidend ist also der Anteil an DHA im Nektar der Manukablüte - und der schwankt von Strauch zu Strauch.

Warum ist Methylglyoxal (MGO) so wichtig?

Normaler Honig enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, darunter Enzyme und Antioxidantien. Beim Erhitzen über etwa 40 Grad Celsius verlieren diese Stoffe jedoch ihre Wirkung. Anders beim Manuka-Honig: Sein MGO-Gehalt bleibt auch in heißen Getränken stabil und aktiv. Daher kann Manuka-Honig bedenkenlos in Tee oder heißer Milch verwendet werden, ohne dass seine heilenden Eigenschaften verloren gehen. Dies unterscheidet ihn deutlich von herkömmlichem Honig aus der Region. Jeder Honig enthält sogenanntes Methylglyoxal, das durch Enzyme im Magen der Biene entsteht. Der Inhaltsstoff wirkt antibakteriell und taucht bei Manuka Honig in besonders konzentrierter Form auf. Bei der Angabe 300 + enthält Manuka also 300 mg Methylglyoxal pro Kilogramm Honig. Je höher die MGO-Konzentration desto wertvoller und teurer ist der Honig.

MGO ist keimtötend und desinfizierend.

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Die vielfältigen Anwendungsgebiete von Manuka-Honig

Manuka-Honig wird sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Hier einige der wichtigsten Anwendungsgebiete:

  • Entzündliche, degenerative Gelenkerkrankungen (z. B. Arthrose, Rheuma)
  • Blasen- und Prostataentzündungen
  • Entzündungen des Magen-Darm-Trakts, wie Gastritis oder Darmentzündungen
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum, z. B. bei Aphten, Herpes oder Halsschmerzen
  • Erkältungen und Infektionen
  • Wundheilung bei äußerlichen Verletzungen
  • Stärkung des Immunsystems

Manuka-Honig unterstützt nicht nur die Linderung von Symptomen, sondern wirkt auch direkt gegen die Ursachen - nämlich Entzündungen und bakterielle Infektionen.

Manuka-Honig soll eine desinfizierende Wirkung haben. Sie können damit Wunden, Sonnenbrände, behandeln. Auch bei Halsweh wirkt Tee mit Manukahonig. Für offene Wunden gibt es medizinischen Manukahonig.

Manuka-Honig als natürliche Alternative zu Antibiotika

Einer der spannendsten Aspekte von Manuka-Honig ist seine antibakterielle Wirkung, ohne die gefürchteten Resistenzen hervorzurufen, die bei Antibiotika oft auftreten. Studien haben gezeigt, dass Manuka sogar aggressive, multiresistente Keime bekämpfen kann. Dies macht ihn zu einer vielversprechenden Option im Kampf gegen Krankenhauskeime. Ein weiterer Vorteil ist die gute Verträglichkeit von Manuka-Honig. Während Antibiotika oft Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall oder Pilzinfektionen verursachen, ist der natürliche Honig frei von solchen Belastungen.

Manuka-Honig und chronische Schmerzzustände

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen, insbesondere solchen, die auf entzündlichen Prozessen beruhen, können Empfehlungen für eine entzündungshemmende Ernährung gezielt integriert werden. Manuka-Honig kann hier ein wichtiger Bestandteil sein:

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  • Bei Arthrose lindert er Gelenkentzündungen.
  • Bei Rheuma unterstützt er die natürliche Immunmodulation.
  • Bei chronischen Darmentzündungen wirkt er beruhigend auf die Schleimhaut.

Eine entzündungshemmende Ernährung ist ratsam bei Rheuma. Pflanzliche Stoffe aus Gemüse und Gewürzen sowie Omega-3-reiche Lebensmittel können helfen, schmerzhafte Schübe zu unterdrücken.

Manuka-Honig bei Rheuma

Die rheumatoide Arthritis, oft kurz "Rheuma" genannt, ist eine fortschreitende Gelenkentzündung, die die Innenhaut von Gelenken, Sehnenscheiden oder Schleimbeuteln angreift. Es handelt sich um einen Autoimmunprozess: Das Immunsystem der Betroffenen bekämpft durch eine Fehlsteuerung körpereigenes Gewebe. Die Erkrankung muss mit immunsuppressiven Medikamenten behandelt werden. Grundsätzlich gibt es bei Rheuma keine absolut "verbotenen" Lebensmittel, die stets Schübe auslösen und vor deren Verzehr alle Betroffenen gewarnt werden müssten. Dennoch haben manche Betroffene den Eindruck, auf den Genuss bestimmter Lebensmittel mit einem Schub zu reagieren. Häufiger ist dies bei den allgemein als entzündungsfördernd bekannten Lebensmitteln wie Fleisch, Zucker, Weißmehl/Weizen der Fall, vereinzelt aber auch bei Lebensmitteln mit Allergiepotenzial wie Milch, Eiern, Erdnüssen, Soja.

Entzündungshemmend wirken außerdem die Omega-3-Fettsäuren ALA, EPA und DHA. ALA findet man insbesondere in Leinöl (wichtig: schonende Verarbeitung: omega-safe oder Oxyguard), die beiden anderen in fettem Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele sowie in Algenöl und Krillöl. Algenöl ist normalerweise anderen Produkten zugesetzt und gekennzeichnet: "Enthält DHA-reiches Öl aus der Mikroalge Schizochytrium sp." (bzw. Mahlzeitenbeispiele: Frühstück: Quark mit Früchten und Leinöl/Weizenkeimöl oder Vollkornbrot mit Frischkäse und Rohkost; oder grüner (Gemüse-)Smoothie. Mittagessen: Mischkost, z. B. zwei Handvoll Dinkel-Pasta oder Naturreis mit drei Handvoll Gemüse nach Wahl. Abendessen: z. B. Gemüsesuppe oder gedünsteter Fisch mit Gemüse. Rheumatikern fehlen häufig B-Vitamine, vor allem B1 und B6, sowie Vitamin E und die Mineralstoffe Magnesium, Kupfer und Selen. Diese Vitalstoffe stecken in grünem Tee, Nüssen, Weizenkeimen, Vollkorngetreide, Linsen und Cashewkernen.

Schmerzende Gelenke, weil das Immunsystem verrücktspielt. Entzündliches Rheuma entsteht, wenn die Abwehrzellen fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreifen. Daneben gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Krankheitsbilder, die unter dem Begriff „Rheuma“ zusammengefasst werden. Sie entstehen durch Abnutzungen, Entzündungen oder Stoffwechselstörungen und verursachen unter anderem Schmerzen und Schwellungen an den Gelenken, aber auch an Muskeln und Sehnen. Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung sind oft ein Leben lang auf Medikamente angewiesen. Doch Sie können selbst viel dazu beitragen, um die Beschwerden zu lindern und den Alltag gut zu meistern. Auf der einen Seite spielt Bewegung eine große Rolle, aber auch die Ernährung kann die Entzündung beeinflussen. Kürzlich haben deutsche Wissenschaftler festgestellt, dass Ballaststoffe dabei eine große Rolle spielen. Ballaststoffe sind Faser- und Quellstoffe aus Pflanzen, also jene Bestandteile unserer Nahrung, die der Körper nicht abbaut. Verdauen wir Ballaststoffe, bildet unser Darm unter anderem die kurzkettigen Fettsäuren Propionat und Butyrat. Sie wirken - vereinfacht gesagt - entzündungshemmend. Ein Plus für alle Patienten mit rheumatoider Arthritis, bei der die Entzündung die Gelenke angreift. Kurzkettige Fettsäuren sind außerdem in der Gelenkflüssigkeit enthalten, die für eine schmerzfreie Bewegung sorgt und die Gelenke ernährt. Außerdem konnten die Forscher nachweisen, dass die kurzkettigen Fettsäuren den Knochenabbau verringern können. Doch Ballaststoffe haben noch deutlich mehr zu bieten: Sie machen lange satt, fördern die Verdauung, wirken sich positiv aufs Gewicht aus und senken das Diabetes-Risiko. Wer reichlich gesunde Ballaststoffe mit der Ernährung zu sich nimmt, tut seinem Körper also viel Gutes. Mit einer abwechslungsreichen, ausgewogenen, vorzugsweise vegetarischen Ernährung ist man immer auf der guten Seite, denn vor allem im Gemüse stecken viele gesunde Ballaststoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass Erwachsene mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag verzehren sollten. Zur Einordnung: In 150 Gramm - also etwa drei Scheiben - Vollkornbrot stecken rund 12 Gramm Ballaststoffe. Fisch etwa enthält eine Omega-3-Fettsäure, die Eicosapentaensäure, die sich ebenfalls positiv bei Entzündungen auswirkt. Auch Lein-, Raps-, Weizenkeim-, Soja- und Walnussöl sind zu empfehlen. Einige Lebensmittel sollten bei entzündlichem Rheuma eher selten auf dem Speiseplan stehen. Besonders rotes Fleisch, etwa von Rind und Schwein, wird für Rheumapatienten maximal zweimal pro Woche empfohlen. Auch bei Wurstwaren, Milch, Eiern - vor allem Eigelb - und Sahne ist weniger mehr. Neben der rheumatoiden Arthritis, also dem entzündlichen Gelenkrheuma, gibt es zahlreiche andere Rheumaformen, die individuell sehr unterschiedlich verlaufen können. Dazu zählen auch die Gicht oder Osteoporose. Entsprechend unterschiedlich können die Ernährungsempfehlungen sein. So geht es bei Gicht darum, zu viel Harnsäure aus der Nahrung zu vermeiden, bei Osteoporose kommt es dagegen unter anderem auf eine gute Kalziumversorgung an. Vermeiden Sie in jedem Fall Radikalkuren und besprechen Sie am besten im Rahmen der ärztlichen Behandlung, wie Sie Ihre Ernährung für Ihre Gesundheit nutzen können. Gerade bei einer chronischen Erkrankung wie rheumatoide Arthritis ist eine gute Nährstoffversorgung wichtig. In unserem Beitrag „Alles über Vitamine und Mineralstoffe“ erfahren Sie, welche Rolle die einzelnen Nährstoffe für die Gesundheit spielen. Sprechen Sie uns gerne an, ob eine Nahrungsergänzung sinnvoll ist. Eine gesunde Ernährung allein kann Rheuma nicht heilen. Sie kann aber die Behandlung unterstützen und trägt insgesamt zum Wohlbefinden bei. Daneben ist regelmäßige Bewegung wie zum Beispiel Schwimmen, Radfahren und Walken ebenso wichtig wie eine angemessene medikamentöse Therapie.

Viele chronische Schmerzerkrankungen stehen eng mit einem anhaltenden Entzündungsprozess im Körper in Zusammenhang. Bestimmte Faktoren erhöhen das Entzündungsrisiko, dazu zählt besonders die Ernährung. Heute sind Nährstoffe, die das Risiko für chronische Entzündungen erhöhen können, reichlich in unseren Nahrungsmitteln enthalten. Da sich das Erbgut des Menschen in den letzten Jahrzehnten nicht verändert hat, gehen Forschende davon aus, dass die heutige westliche Ernährungsweise mitverantwortlich für den Anstieg chronischer Entzündungserkrankungen ist. Als wesentliche Faktoren gelten: Das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren in unserer Ernährung hat sich verändert - von 3:1 zu 20:1 oder sogar höher. Eine hohe Konzentration Omega-6-Fettsäuren im Blut geht allerdings auch mit einer erhöhten Entzündungsaktivität einher. Zusätzlich ist der Konsum von Lebensmitteln, die viele gesättigte Fettsäuren, raffinierte Kohlenhydrate und Transfette enthalten, gestiegen. Während zu wenig Ballaststoffe, entzündungshemmende Nährstoffe wie Vitamin D oder Vitamin K und Antioxidantien aufgenommen werden.

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Um einer Rheuma-Erkrankung die Stirn bieten zu können, ist es notwendig, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt ist. Aus diesem Grund sollten Betroffene in erster Linie auf eine ausgewogene Ernährung achten. Zudem können bestimmte Lebensmittel rheumatische Beschwerden lindern sowie Begleiterscheinungen vorbeugen. Sie können Entzündungsprozesse abschwächen und eine medikamentöse Therapie ergänzen. Andere wiederum können rheumatische Leiden zusätzlich verschlimmern.

Für Rheuma-Betroffene ist eine anti-entzündlich wirkende Ernährung vorteilhaft. Vereinfacht gesagt bedeutet das, sich an der mediterranen Küche zu orientieren und diese zu optimieren. Das funktioniert in erster Linie durch das Setzen auf eine pflanzenbetonte Kost mit viel frischem Gemüse, Kräutern, Salat, Obst, Nüssen und Fisch.

Vor allem der Verzehr von Fisch scheint sich positiv auf rheumatische Erkrankungen auszuwirken: Mehrere Studien der letzten Jahre haben ergeben, dass die in Fischöl enthaltene Eicosapentaensäure (EPA) entzündungshemmende Eigenschaften hat. Durch die Fettsäure können Schmerzen gelindert und die Anzahl der geschwollenen Gelenke verringert werden. EPA kommt jedoch nicht nur in Fischöl vor, sondern entsteht auch aus alpha-Linolensäure. Daher können Lein-, Raps-, Soja- und Walnussöl ähnliche Effekte erzielen. Lein- und Wallnussöl eignen sich vor allem für kalte Gerichte, Raps- und Olivenöl für die Zubereitung warmer Speisen.

Durch den regelmäßigen Verzehr von fettreichen Fischen wird dem Körper genügend EPA zugeführt. Ausreichend Eicosapentaensäure kann über zwei fettreiche Fischmahlzeiten pro Woche aufgenommen werden, wobei Kaltwasserfische bevorzugt werden sollten. Zu den fettreichen Kaltwasserfischen gehören unter anderem Hering, Lachs, Makrele, Heilbutt und Sardine. Sie können EPA auch in Form von Fischölkapseln zu sich nehmen. Sprechen Sie hierzu am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Durch die Entzündungen im Körper entstehen vermehrt bestimmte aggressive Verbindungen (sogenannte Sauerstoffradikale), die die Bildung entzündungsauslösender Stoffe weiter fördern. Antioxidantien - wie etwa Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin, Kupfer, Zink und sekundäre Pflanzenstoffe - machen diese Verbindungen unschädlich. Daher sollten Patientinnen und Patienten unter anderem täglich mehrere Portionen Obst und Gemüse in die Ernährung integrieren. Um möglichst viele sekundäre Pflanzenstoffe zuzuführen, sollte die Auswahl hier bunt sein. Aus dieser bilden sich gewisse Botenstoffe, die Entzündungen der Gelenke begünstigen. Arachidonsäure ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Aus diesem Grund ist es für Rheuma-Betroffene ratsam, so gut es geht auf Fleisch, Wurstwaren, Eier, Milch und Milchprodukte zu verzichten. Wer die tierischen Produkte nicht vollkommen vom Speiseplan streichen möchte, sollte zwei Punkte beachten: Reduzieren Sie den Konsum von Schweinefleisch und daraus hergestellten Wurstwaren so gut wie möglich. Bevorzugen Sie stattdessen Hühner- und Putenfleisch sowie Wildgeflügel. Greifen Sie bei Milchprodukten zu fettarmen Varianten. Auch im Hinblick auf Lebensmittel, die aus einfachen Kohlenhydraten bestehen, ist Zurückhaltung geboten. Hierzu zählen beispielsweise Weißbrot, Nudeln oder Reis. Alle Vollkornformen dieser Nahrungsmittel hingegen sind geeignet.

Ob der Genuss von Alkohol den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann, ist von der Art der rheumatischen Erkrankung abhängig. So kann Alkohol bei Gicht oder Osteoporose schaden. Auf rheumatoide Arthritis hingegen scheint ein moderater Konsum keine negativen Auswirkungen zu haben. Eine britische Studie aus dem Jahr 2010 deutet sogar darauf hin, dass Alkohol sowohl das Risiko für eine Erkrankung senken als auch den Schweregrad des Verlaufs abmildern kann. Die Ergebnisse sind jedoch, wie auch der Alkohol selbst, mit Vorsicht zu genießen: Während mäßiger Konsum positive Effekte erzielen kann, fördert starkes Trinken das schnellere Fortschreiten der Gelenkzerstörung. Betroffene Frauen sollten täglich nicht mehr als 10 Gramm Alkohol zu sich nehmen, Männer nicht mehr als 20 Gramm. Auf ein Standardglas gerechnet bedeutet das: 100 Milliliter Sekt enthalten 9,6 Gramm Alkohol, 125 Milliliter Wein oder 300 Milliliter Bier jeweils 12 Gramm Alkohol.

Während sich einige Studien mit Übergewicht und Ernährung als Risikofaktoren für rheumatische Krankheiten beschäftigt haben, hat die Forschung dem Kaffeekonsum in diesem Zusammenhang bisher wenig Beachtung geschenkt. Eine finnische Studie zeigte, dass Kaffeetrinker bei vier Tassen pro Tag ein etwa 2,2-mal so hohes Risiko für die Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis hatten als die Studienteilnehmenden, die keinen Kaffee tranken. Die aktuelle Forschungslage reicht jedoch nicht aus, um eindeutige Schlüsse ziehen zu können.

Präbiotika sind unverdauliche Lebensmittelbestandteile wie Ballaststoffe, die unsere Darmbakterien brauchen, um reichlich gesunde Fettsäuren herzustellen. Diese wirken sich positiv auf entzündliche Erkrankungen aus.

Wie unterscheidet sich Manuka-Honig von herkömmlichem Honig?

Das Besondere am Manuka-Honig ist nicht nur der höhere Gehalt an MGO, sondern auch seine außergewöhnlich stabile und langanhaltende Wirkung. Um die Qualität besser beurteilen zu können, wird Manuka-Honig in unterschiedliche MGO-Stufen eingeteilt:

  • MGO 100+: Geringere Konzentration, gut für äußerliche Anwendungen (z. B. bei Wunden oder Hautirritationen)
  • MGO 250+: Für leichte innere Beschwerden und zur allgemeinen Immunstärkung
  • MGO 400+: Stärker wirksam, gut geeignet bei akuten Infektionen oder starken Entzündungen
  • MGO 550+: Sehr hohe Konzentration, ideal bei schweren Entzündungen, hartnäckigen Infekten und zur inneren Kur

Je höher der MGO-Gehalt, desto kräftiger die Wirkung - aber auch desto höher der Preis. Für therapeutische Zwecke wird meist ein MGO von 400+ oder 550+ empfohlen.

Anwendungsempfehlungen für Manuka-Honig

  • Innerlich: 1-2 Teelöffel täglich pur oder in Tee eingerührt (nicht über 40 Grad heiß).
  • Äußerlich: Direkt auf Wunden, Hautentzündungen oder Ekzeme auftragen.
  • Mundspülung: 1 TL Manuka-Honig in lauwarmem Wasser auflösen und gurgeln bei Halsschmerzen oder Mundgeschwüren.

Hinweis: Diabetiker sollten auf den Zuckergehalt achten und Manuka-Honig in Absprache mit ihrem Arzt verwenden.

Qualitätskriterien beim Kauf von Manuka-Honig

Leider gibt es auf dem Markt auch viele Produkte, die als Manuka-Honig deklariert werden, aber nicht die entsprechende Qualität besitzen. Achte daher unbedingt auf:

  • MGO- oder UMF-Angabe (Unique Manuka Factor)
  • Herkunftszertifikat aus Neuseeland
  • Seriöse Hersteller und Anbieter

Billige „Manuka“-Angebote ohne echte MGO-Auszeichnung sollten gemieden werden. Wenn Sie sich über eine der vorgestellten Therapien nicht sicher sind, sprechen Sie mich an, oder schreiben Sie mir.

Manuka Honig mit dem Siegel der Unique Mānuka Factor Honey Association (UMFHA) erfüllt in der Regel alle Qualitätsstandards. Da man Methylglyoxals auch künstlich herstellen kann, wird Manuka Honig oft gefälscht. Jedes Jahr gewinnen Hersteller in Neuseeland rund 2000 Tonnen Honig, während man weltweit 10.000 Tonnen verkauft. Manuka Honig gibt es in begrenzter Menge, da man das Naturprodukt nur in Neuseeland und Australien gewinnen kann.

Hohe Preise locken Betrüger an, die gefälschten Manuka-Honig verdächtig billig anbieten. Solche Angebote sind oft nicht authentisch oder enthalten nicht die angegebenen MGO-Mengen. So viel Manuka-Honig wie verkauft wird gibt es gar nicht. Kaufe ihn am besten in der Apotheke, im Reformhaus oder im Drogeriemarkt Deines Vertrauens.

Bei Allergie gegen Pollen oder Bienengift sollte man lieber auf Manuka-Honig verzichten. Der neuseeländische Honig wirkt dank MGO antiseptisch und antioxidativ; zugleich ist er entzündungshemmend und wundheilend.

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