Mais aus der Dose ohne Zuckerzusatz: Qualität, Sicherheit und Alternativen

Mais aus der Dose ohne Zuckerzusatz gehört zu den am häufigsten gekauften Konserven in deutschen Haushalten, da sie sich vielseitig einsetzen lassen und eine lange Haltbarkeit besitzen. Doch rund 200 Jahre nach ihrer Erfindung geht es gewaltig bergab mit dem Ansehen der Konservendose - insbesondere wenn es um gesundheitliche Risiken, Konservierungsstoffe und Inhaltsstoffe geht.

Maiskörner, Konserven und Gläser mit Mais nebeneinander

Inhaltsstoffe von Dosenmais ohne Zuckerzusatz

Eine typische Zutatenliste für Mais aus der Dose ohne zugesetzten Zucker ist: Mais, Wasser und Salz. Der Mais wird sterilisiert, wodurch Konservierungsstoffe laut Gesetz nicht zugesetzt werden müssen - weshalb viele Hersteller mit "ohne Konservierungsstoffe lt. Gesetz" werben. Dieser Hinweis ist zwar zulässig, jedoch hat eine Umfrage unter den Nutzern des Portals Lebensmittelklarheit gezeigt, dass viele Verbraucher den Hinweis "ohne Konservierungsstoffe laut Gesetz" missverstehen. Daher stellt er aus Sicht der Verbraucherzentralen eine problematische Werbeaussage dar.

Trocken, bei Raumtemperatur aufbewahren. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verzehren.

Wie viel Salz enthält Dosenmais?

Die meisten Menügläser haben Salz zugesetzt und das nicht wenig, also schadet mal ein bisschen Salz nicht. Salz in Maßen ist ok. Ob das Salz nach dem Kochen raus ist, hängt vom Abgießen und Spülen des Maises ab - viele spülen den Doseninhalt, um den Salzgehalt zu reduzieren. Mais aus dem Glas oder aus der Dose ist praktisch und passt zu zahlreichen Speisen.

Tabelle mit Nährwerten von Dosenmais ohne Zuckerzusatz

BPA in Konservendosen: Ein unterschätztes Risiko

Die Zeitschrift Ökotest hat in zwei Tests Tomaten in Dosen und Mais in Dosen überprüft. Bei den Tomaten fanden sich in allen getesteten Produkten aus der Dose BPA, die auch getesteten Gläser waren BPA-frei. In allen 21 Maiskonserven aus der Dose hat das beauftragte Labor Mengen von Bisphenol A (BPA) gemessen, die als "stark erhöht" bewertet wurden. Und das, obwohl BPA seit 2024 per EU-Verordnung für die Innenseiten von Konservendosen nicht mehr eingesetzt werden darf.

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Ein ähnliches Bild ergab auch der Test von Mais: In allen 21 getesteten Dosen fand man BPA, in den fünf Gläsern keines. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stellte 2018 in einer Studie fest: Während der ersten 20 Minuten migriert ein Großteil des im Dosenlack vorhandenen Bisphenol A ins Lebensmittel - je höher die Temperatur, desto mehr.

Solche so genannten "BPA-non-intent"-Dosen setzen auch alle Anbieter in unserem Test ein, wie sie uns auf Nachfrage mitteilen. Und ein Hersteller schreibt uns, dass bei der Dosenherstellung "kleine Mengen von BPA aus den äußeren Beschichtungen durch Kreuzkontamination auf die inneren BPA-ni-Beschichtungen übertragen werden können". Das lasse sich derzeit selbst bei Einhaltung der besten Herstellungspraxis nicht vermeiden.

Schema: Weg von BPA aus Dosenlack in Maiskonserve

Die Auswirkungen von Bisphenol A

BPA beeinflusst unter anderem unser Hormon- und unser Immunsystem und wirkt sich wahrscheinlich auf unsere Fruchtbarkeit aus. Bisphenol A - das ist eine Massenchemikalie, von der man seit Langem weiß, dass sie eine hormonelle Wirkung hat und die in der EU offiziell als wahrscheinlich reproduktionstoxisch eingestuft ist. Mit einem neuen Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) rückte im vergangenen Jahr jedoch ein Risiko von Bisphenol A in den Vordergrund, das bisher keiner so recht auf dem Schirm hatte: Die Verbindung könnte bereits in winzigen Mengen Auswirkungen auf unser Immunsystem haben, befand die EFSA nach Sichtung der aktuellen Studienlage.

Auch wenn das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) diesen TDI für zu streng hält und nicht unterstützt: Wir orientieren uns aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes am TDI der EFSA. Und diese tolerable Tagesdosis schöpft eine 60 Kilo schwere Person mit allen 21 Dosen-Maiskonserven im Test um ein Vielfaches aus, wenn sie davon nur 50 Gramm pro Tag isst. Mit dem am höchsten belasteten Produkt sogar um mehr als das 400-Fache.

Risiko von Bisphenol A in Konserven und Tipps zur Vermeidung

Glas oder Dose: Was ist besser für Maiskonserven?

Die haben wir fast alle im Lebensmittelvorrat: Dosen oder Gläser mit Mais, Tomaten oder Kichererbsen. Doch was kauft man besser - Konservendosen oder Konserven im Glas?

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Konserven im Glas sind hier eindeutig die bessere Wahl. Bei den Tomaten fanden sich in allen getesteten Produkten aus der Dose BPA, die auch getesteten Gläser waren BPA-frei.

  • Gläser enthalten nachweislich kein BPA.
  • Dosen (Stand 2024) enthalten sehr häufig Bisphenol A, trotz gesetzlicher Vorgaben.
  • Eine Maiskonserve stammt laut Anbieter nicht aus Europa, sondern aus China - als einziges Produkt im Test. Dieses Produkt enthält im Vergleich zum Rest ein Zigfaches der Chemikalie.

Wenn es gut läuft, könnte Dosenware ohnehin bald weniger belastet sein: Die EU-Kommission treibt derzeit ein Verbot von BPA für die Verwendung in Lebensmittelkontaktmaterialien voran.

Vergleich: Glasmäßig und Dosenmais - Infografik zu Vor- und Nachteilen

Alternative: Tiefkühl-Mais (TK-Mais)

Ich würde keinen Mais aus der Dose nehmen, besser TK-Mais. Wir kaufen nur eingefroren Mais. Es kommt auf die Menge an!

Tiefkühlgemüse wie TK-Mais ist praktisch, muss nicht konserviert oder sterilisiert werden und enthält keine Rückstände aus Verpackungslacken.

Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher

  • Eine Dose Mais findet sich immer in einer Ecke des Vorratsschranks, wenn schnell noch ein wenig Gemüse ins Chili oder auf die Pizza soll.
  • Bei Unsicherheit über den Zucker- oder Salzgehalt lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle auf der Verpackung.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt lieber Mais im Glas oder TK-Mais.
  • Wenn die Angaben nicht mit den Informationen auf der Verpackung übereinstimmen, können Sie sie ergänzen oder korrigieren.

Produktbeschreibung: Polnischer Mais konserviert ist ein hervorragender Zusatz für Salate und Mittagsmesserichte. Probieren Sie süßer, knuspriger und goldener Mais in Dose.

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Zubereitete Gerichte mit Mais aus Dose, Glas und TK-Mais im Vergleich

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