Magic Mushrooms und Trüffel: Ein umfassender Vergleich
Der Herbst bringt nicht nur farbenprächtige Blätter, sondern auch eine Fülle von Pilzen hervor. Während einige als delikate Speisepilze gelten, suchen andere nach Pilzen, die für ihre psychoaktiven Eigenschaften bekannt sind. Diese sogenannten "Magic Mushrooms" oder Zauberpilze sind jedoch nicht harmlos und können zu schweren psychischen Ausnahmezuständen führen.
Die Welt der halluzinogenen Pilze
Halluzinogene Pilze sind seit langem bekannt und werden in verschiedenen Kulturen für rituelle und spirituelle Zwecke verwendet. Zu den bekanntesten Vertretern gehören der Fliegenpilz und der Pantherpilz, die beide psychoaktive Wirkstoffe enthalten. Weitaus häufiger werden jedoch Psilocybin-haltige Pilze konsumiert, die den halluzinogenen Wirkstoff Psilocybin enthalten.
Fliegenpilz und Pantherpilz: Vorsicht ist geboten
Der Fliegenpilz, mit seinem markanten roten Hut und weißen Tupfen, ist leicht zu erkennen. Er enthält wie der Pantherpilz die psychoaktiven Wirkstoffe Muscimol und Ibotensäure. Der Konsum dieser Pilze kann zu einem Fliegenpilz-Pantherpilz-Syndrom führen, das durch eine alkoholähnliche Wirkung mit halluzinogenen Effekten gekennzeichnet ist. Konsumenten fühlen sich schläfrig, ihre Raumwahrnehmung und ihr Zeitgefühl sind gestört. Es kann zu farbigen Scheinbildern, erhöhter Geräuschempfindlichkeit, Euphorie und einem Gefühl der Schwerelosigkeit kommen. Allerdings können auch Angst- und Panikgefühle auftreten.
Neben den halluzinogenen Wirkungen können Fliegen- und Pantherpilze auch gefährliche Vergiftungserscheinungen verursachen, wie Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Durchfall. In größeren Mengen kann es zu Muskelzuckungen, Verwirrtheit, Bauchschmerzen, Erregungszuständen, Bewusstlosigkeit oder Koma kommen. Tödliche Vergiftungen sind selten, werden aber meist durch den Pantherpilz verursacht.
Psilocybin-haltige Pilze: Mystische Erfahrungen und Risiken
Psilocybin-haltige Pilze, wie der Spitzkegelige Kahlkopf (Psilocybe semilanceata), sind in Deutschland weit verbreitet. Sie enthalten den halluzinogenen Wirkstoff Psilocybin, der im Körper zu Psilocin umgewandelt wird. Psilocin ähnelt dem körpereigenen Botenstoff Serotonin und ist für die halluzinogene Wirkung verantwortlich.
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Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Psilocybin mystische Erfahrungen hervorrufen kann. In einer Doppelblind-Studie berichteten 22 von 36 Personen nach der Einnahme von Psilocybin von einer "vollkommenen" mystischen Erfahrung. Allerdings traten bei einigen Testpersonen auch unangenehme Effekte wie Angstgefühle auf. Ein Horrortrip kann sich entwickeln, wenn die Angst überhandnimmt, und akute psychotische Episoden können die Folge sein. In Einzelfällen können die Probleme andauern oder wiederkehren. Auch Flashbacks sind möglich.
Die Intensität der Wirkung von Zauberpilzen hängt von der eingenommenen Dosis ab. Der Wirkstoffanteil in den Psilocybin-haltigen Pilzen ist jedoch ungewiss und kann stark schwanken.
Magische Trüffel: Eine legale Alternative?
Im Jahr 2008 wurden Zauberpilze in den Niederlanden verboten. Zaubertrüffel sind jedoch nicht verboten, da sie nach dem Gesetz und den Vorschriften nicht als Zauberpilze gelten. Zaubertrüffel sind unterirdisch wachsende Myzelverdickungen von Psilocybe-Pilzen und enthalten Psilocybin, Psilocin und Baeocystin/Norbaeocystin.
Unterschiede zwischen Zauberpilzen und Zaubertrüffeln
Der Hauptunterschied zwischen Zauberpilzen und Zaubertrüffeln liegt in ihrem Aussehen. Zaubertrüffel haben eine gleichbleibende Menge an psychoaktiven Substanzen, während dieser Gehalt bei Zauberpilzen von Ernte zu Ernte variieren kann. Dadurch sind Trüffel einfacher zu dosieren.
Die Wirkung von Zaubertrüffeln
Die Wirkung von Zaubertrüffeln ähnelt der von Magic Mushrooms. Der Trip, den man von Zaubertrüffeln bekommt, ist ähnlich wie der von Pilzen. Trüffeln enthalten psychoaktive Substanzen, die das Gehirn auf andere Weise arbeiten lassen. Die Realität verändert sich und man sieht die Welt mit anderen Augen. Raum, Zeit, Umgebung, Gefühle und Wahrnehmung werden anders erlebt.
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Ein Trip mit magischen Trüffeln dauert zwischen 4 und 6 Stunden. Nach dem Verzehr von 5 bis 15 Gramm Zaubertrüffeln verspürt man nach etwa 45 Minuten die ersten Wirkungen. Diese beginnen oft mit visuellen und auditiven Halluzinationen in Wellen. Nach 2 Stunden erlebt man den Höhepunkt des Trips. Die Wirkung von Zaubertrüffeln tritt in Wellen auf, die von einem Moment auf den anderen intensiver sind.
Arten von Zaubertrüffeln
Es gibt verschiedene Arten von Zaubertrüffeln, die sich in ihrer Wirkung unterscheiden:
- Psilocybe Mexicana: Eignet sich hervorragend für Anfänger und ruft leichte visuelle Reisen hervor.
- Mushrocks: Sehr intensiv und sorgt für das stärkste visuelle Erlebnis.
- Psilocybe Tampelandia: Die visuellste magische Trüffel, die kaleidoskopische Visionen ermöglicht.
- Atlantis: Bietet einen durchschnittlichen Trip mit starken visuellen Eindrücken und einem guten, euphorischen Gefühl.
- Dutch Dragon: Geeignet für erfahrene Trüffler und sorgt für einen starken bis sehr starken Trip mit lang anhaltender Wirkung.
Lagerung und Dosierung von Zaubertrüffeln
Frische Zaubertrüffeln sind einen Monat lang haltbar und sollten im Kühlschrank bei einer Temperatur zwischen 4 und 6 Grad Celsius aufbewahrt werden. Getrocknete Trüffel sind bis zu 6 Monate haltbar, wenn sie feuchtigkeits- und luftfrei verpackt werden.
Magische Trüffel bestehen zu etwa 50 % aus Wasser. Wenn man sie trocknet, nimmt dieses Gewicht um 50 % ab. 10 Gramm frische Trüffel entsprechen also 5 Gramm getrockneten Trüffeln.
Für Anfänger wird empfohlen, mit 7 bis 10 Gramm zu beginnen.
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Risiken und Nebenwirkungen von Zaubertrüffeln
Magische Trüffel können eine sehr starke Wirkung haben. Musik kann besser klingen, Farben können viel schöner sein. Aber die Dinge können auch sehr viel intensiver werden. Visionen, spirituelle Erfahrungen, Halluzinationen sind möglich.
Neben der Menge und der Art der Trüffel, die man zu sich nimmt, gibt es noch andere Einflüsse, die bestimmen, wie der Trip verläuft. Mit leerem Magen erzielt man die bestmögliche Wirkung. Gut kauen ist wichtig für einen optimalen Trip. Die Stimmung des Konsumenten und die Umgebung können ebenfalls einen Einfluss haben.
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass alle Gefühle vorübergehend sind. Sorgen Sie dafür, dass während Ihrer Reise eine nüchterne Person anwesend ist. Verwenden Sie keine Trüffel, wenn Sie an einer Psychose oder Schizophrenie leiden oder Medikamente wie MAO-i, SSRI usw. einnehmen.
Konsumformen von Zaubertrüffeln
Zaubertrüffel werden meist roh gegessen. Man kann aber auch einen Tee aus ihnen zubereiten. Wenn man Tee aus magischen Trüffeln zubereitet, wirkt er schneller und intensiver. Es ist jedoch nicht möglich, Trüffel zu rauchen.
Schlechte Trips und wie man damit umgeht
Die Einnahme von Zaubertrüffeln ist vor allem eine lustige und positive Erfahrung, die einen die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Obwohl selten, sind manche Trips auch etwas weniger positiv. Das hängt mit der Stimmung des Benutzers und der Umgebung zusammen, in der er sich befindet. Nehmen Sie also nur dann Zaubertrüffel zu sich, wenn Sie sich wohl fühlen. Denn Zaubertrüffel verstärken die Gefühle, die Sie haben. Sind diese negativ, werden sie nach der Einnahme von Zaubertrüffeln noch stärker zum Ausdruck kommen.
Wenn Sie einen schlechten Trip erleben, können Sie sich selbst davon überzeugen, dass der Trip bald zu Ende sein wird. Sie können das Gefühl umarmen und erforschen, woher dieses Gefühl kommt, oder Sie können sich ablenken. Fernsehen, Musik und andere Formen der Ablenkung können dabei enorm helfen.
Magic Mushrooms vs. Magische Trüffel: Was ist der Unterschied?
Magic Mushrooms und magische Trüffel enthalten beide Psilocybin und Psilocin sowie andere psychoaktive Alkaloide in verschiedenen Konzentrationen. Der Unterschied in ihren Wirkungen beruht darauf, wie Trüffel und Shrooms wachsen. Shrooms erreichen den Höhepunkt ihrer Wirkungsstärke normalerweise während ihrer letzten Wachstumsphase, während Trüffel dagegen eine beständigere Potenz aufweisen. Deshalb sind sie im Vergleich zu Shrooms einfacher und genauer zu dosieren.
Rechtliche Aspekte
Magic Mushrooms sind in vielen Ländern illegal, während magische Trüffel in den Niederlanden legal verkauft werden dürfen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind sowohl Pilze als auch Trüffel in der Regel verboten.
Microdosing mit Trüffeln
Microdosing - also die Einnahme extrem kleiner Mengen psychedelischer Substanzen - hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Da sie legal in niederländischen Smartshops verkauft werden, sind magische Trüffel besonders beliebt für Microdosing-Kits.
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