Schokolade essen beim Stillen: Auswirkungen auf Baby und Blähungen
Das Thema Ernährung während der Stillzeit ist für viele Mütter eine zentrale Frage - insbesondere, wenn es um den Genuss von Schokolade und die mögliche Entstehung von Blähungen beim Baby geht. Immer wieder berichten Mamas, dass ihr Kind nach dem Stillen an Bauchschmerzen oder Blähungen leidet und suchen die Ursache oft in der eigenen Ernährung. Doch was ist wissenschaftlich belegbar und wie wirkt sich Schokolade tatsächlich auf das Wohlbefinden stillender Babys aus?
Schokolade in der Stillzeit: Erlaubt oder tabu?
Gegen ein Stück Schokolade ist während der Stillzeit absolut nichts einzuwenden. Wenn du dich sonst gesund und ausgewogen ernährst, sind Süßigkeiten bzw. zuckerhaltige Lebensmittel für stillende Mütter weitestgehend unproblematisch. Du darfst auch in der Stillzeit Schokolade genießen, ohne auf den kompletten Verzicht angewiesen zu sein. Tatsächlich kann der Genuss von Schokolade, natürlich in Maßen, sogar den Cholesterinspiegel senken und beim Abnehmen helfen. Auch dunkle Schokolade gilt während der Stillzeit als unproblematisch. Hier ist lediglich zu berücksichtigen, dass der Theobromin-Gehalt in Zartbitterschokolade höher ist als in anderen Sorten - Theobromin wirkt ähnlich wie Koffein und kann sich auf besonders empfindliche Babys auswirken.
Alkoholhaltige Schokolade in der Stillzeit ist (in einer moderaten Menge) ebenfalls gestattet. Solange du diese nicht kiloweise isst, dürfte sich der Genuss nicht auf das Stillen auswirken. Wichtig ist jedoch, dass dein gesamter Bedarf an Koffein pro Tag keine 300 mg überschreiten sollte - hierzu zählt auch der Genuss von Schokolade.
Wie viel Schokolade ist in Ordnung?
Bei Schokolade handelt es sich um ein Genussmittel, das du grundsätzlich nur in Maßen essen solltest. Gerade in der Stillzeit solltest du darauf achten, dass du nicht zu viel davon isst. Du solltest nur nicht jeden Tag direkt eine ganze Tafel essen. Richtig schnell gemacht sind die Energy Bites mit Schokolade und Erdnüssen - kleine Snacks, die perfekt für die Stillzeit geeignet sind.
- Eine Tasse Kakao enthält ca. 2-8 mg Koffein.
- Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt in der Stillzeit maximal 200-300 mg Koffein pro Tag.
- Mehrere große Becher Kakao oder Schokolade plus Kaffee können diesen Wert schnell überschreiten.
Dass du während der Stillzeit vielleicht häufiger Lust auf Schokolade hast, ist nicht ungewöhnlich. Durch den Milchbedarf deines Babys verändert sich oft deine Gehirnaktivität, was dein Verlangen nach Süßem bzw. fettreichen Lebensmitteln verstärken kann.
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Schokolade und Blähungen beim Baby: Was sagt die Wissenschaft?
Babys können mit Blähungen auf Schokolade reagieren. Teilweise können Babys mit Blähungen auf Schokolade in der Stillzeit reagieren. Dies liegt dann vermutlich an der in Schokolade enthaltenen Kuhmilch. Grundsätzlich ist nicht auszuschließen, dass der Konsum von Schokolade zu Verstopfungen führen kann. Doch auch hier kommt es auf die Menge an. Es kann tatsächlich passieren, dass dein Baby nach dem Stillen mit Unruhe reagiert, wenn du vorher Schokolade in großer Menge gegessen hast. Ursächlich dafür ist in der Regel das in der Schokolade enthaltene Theobromin, das eine ähnliche Wirkung wie Koffein hat.
Beobachte dein Baby nach dem Verzehr einer kleinen Menge Schokolade sorgfältig auf Hautreaktionen, Verstopfung, Koliken, Blähungen und Unruhe. Wenn nichts dergleichen auftritt, kannst du deinen Schokoladengenuss weiter genießen. Die enthaltenen Stimulanzien (Theobromin, Koffein) gelangen in geringen Mengen in die Muttermilch. Sehr empfindliche Babys könnten darauf mit Unruhe oder leichtem Bauchgrummeln reagieren. Wenn Du den Verdacht hast: Beobachte Dein Baby und reduziere ggf.
Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die bestätigen, dass Babys direkt Blähungen bekommen, wenn die stillende Mama Lebensmittel wie Schokolade, Brokkoli oder Knoblauch isst. Darmgase entstehen bei der Verarbeitung von Faserstoffen (Ballaststoffen) durch die Darmbakterien im Verdauungstrakt. Weder Verdauungsgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über, auch nicht, wenn die Mutter unter extremen Blähungen leidet. Genau so wenig verändern stark säurehaltige Nahrungsmittel den pH Wert der Muttermilch. Wissenschaftliche Belege dafür, dass die Ernährung der Mutter Blähungen beim Baby auslöst, gibt es bisher nicht. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen.
Individuelle Empfindlichkeit und Ausprobieren
Ob Dein Baby bestimmte Lebensmittel verträgt, die Du in der Stillzeit isst, ist sehr individuell. Letztlich bleibt nur auszuprobieren, ob ein Kind auf etwas reagiert, was die Mutter isst. Leidet Dein Kleines unter Blähungen, probiere zunächst eine kleine Portion des blähenden Lebensmittels und warte die nächsten Stillmahlzeiten ab. Verhält sich Dein Baby danach ganz normal, kannst Du die Menge langsam erhöhen.
Stellst Du fest, dass sowohl Du als auch Dein Nachwuchs nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel von Gasen geplagt werden, dann streiche diese Nahrungsmittel für 1-2 Wochen von Deinem Speiseplan und beobachte. Werden die Bauchschmerzen bei Deinem Säugling daraufhin weniger, lass dieses Nahrungsmittel einfach weg. Hilfreich ist ein Ernährungstagebuch, um Zusammenhänge besser erkennen zu können.
Weitere Ursachen für Babyblähungen
Blähungen sind bei kleinen Babys relativ häufig. Ein Grund könnte sein: Das Baby leidet unter den sogenannten Dreimonatskoliken, die vor allem in den ersten drei Monaten nach der Geburt auftreten. Der Magen-Darmtrakt ist bei fast allen Säuglingen noch nicht ausgereift, häufig bildet er zu wenige Verdauungsenzyme. Zum einen ist die Darmflora noch nicht stabil. Zum anderen muss der Darm lernen, mit eigenen Bewegungen die Nahrung weiter zu transportieren.
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Das Kind schluckt beim Trinken - an der Brust oder aus dem Fläschchen - zu viel Luft. Das ist gerade bei Kleinen, die immer sehr entschieden Hunger haben, ganz normal. Auch die Haltung während des Trinkens kann dazu führen, dass das Baby vermehrt Luft schluckt. Kopf, Rumpf und Becken des Kleinen sollten eine Linie bilden. Leg dein Kind bei der Stillmahlzeit gut (Bauch an Bauch) und in Ruhe an, damit es möglichst wenig Luft schluckt.
Kuhmilch, Allergien und Unverträglichkeiten
Milch, Kakao, Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Nüsse und Honig sowie Eigelb gehören zu den häufigsten Allergenen. Es besteht jedoch kein Grund, sie vorsichtshalber zu meiden, außer du hast den konkreten Verdacht auf eine Unverträglichkeit oder Allergie. Viele Babys reagieren so oder so auf die Ernährung der Mutter, die Bauchschmerzen ihres Kindes lassen sich jedoch nicht immer darauf zurückführen.
- Eine Eliminationsdiät ist eine Methode zur Diagnose und Behandlung von Allergien - dabei werden bestimmte Lebensmittel, die beim Baby Verdauungsprobleme verursachen, für einige Zeit weggelassen.
- Experten empfehlen, die Ernährung nur bei konkreten Verdachtsmomenten zu ändern und ansonsten auf eine ausgewogene Ernährungsweise zu achten.
Tipps zum Umgang mit Blähungen beim Baby
Blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Schokolade, Kohl oder Hülsenfrüchte gehen bei Stillenden in die Muttermilch über und sorgen beim Baby für einen Blähbauch. Die Ernährung der Mutter kann bei Stillkindern also eine Ursache sein und zu Verdauungsproblemen führen. Speisen mit Bläh-Verdacht weglassen und schauen, ob sich das Kleine dann weniger quält. Es gibt jedoch keine Lebensmittel, die während der Stillzeit grundsätzlich verboten sind. Auch gegen eine Scheibe Salami oder Sushi spricht nichts.
- Eine ruhige und entspannte Atmosphäre beim Stillen reduziert Luftschlucken.
- Lass dein Kind nach jeder Mahlzeit aufstoßen.
- Babymassage, vorgewärmtes Kirschkernkissen, Tragen im Fliegergriff und Pucken können helfen.
- Kümmel, Fenchel oder Windsalbe können unterstützend wirken - bei dauerhaften Beschwerden solltest du einen Kinderarzt konsultieren.
Nicht alles muss an der Ernährung der Mutter liegen. Fast alle Babys weinen viel - Schuldgefühle machen das Ganze nicht besser. Denn die Kleinen reagieren empfindlich auf die Stimmungslage der Eltern. Ganz verhindern kann man Bauchschmerzen nie, aber sie werden von Woche zu Woche weniger, versprochen.
Wichtige Hinweise für eine gesunde Ernährung beim Stillen
Stillende Mamas und ihre Babys brauchen Jod, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Folsäure und hochwertige Proteine, um gesund zu bleiben. Beide Nährstoffe stecken beispielsweise in Fisch; dazu empfiehlt die BZgA Stillenden sogar explizit, zweimal pro Woche Fisch zu essen. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse - möglichst roh oder gedünstet -, Milchprodukte oder Alternativen, ausgewählte Fleischsorten und gesunde Fette unterstützen deinen Körper und deine Milchproduktion.
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| Nahrungsmittel | Beispielhafte Wirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Schokolade | Glückshormone, Magnesium | In Maßen, auf Qualität achten |
| Kuhmilch | Kalzium, Allergen | Achtung bei Unverträglichkeit! |
| Kaffee | Koffein | Max. 2 Tassen am Tag |
| Fisch | Omega-3, Jod | 2x/Woche, Bio bevorzugen |
| Obst (z. B. Zitrus) | Vitamine, Fruchtsäure | Bei Verdacht auf Unverträglichkeit reduzieren |
Fazit zur Schokolade in der Stillzeit
Von Ausnahmefällen abgesehen macht die Mehrheit der stillenden Mütter die Erfahrung, dass sie alles, was sie mögen, in Maßen essen können - auch Schokolade - ohne dass sich dies negativ auf ihre Babys auswirkt. Viele kleine Babys haben Blähungen ganz gleich, was ihre Mütter essen. Ein Expertenrat macht Sinn, wenn Unsicherheiten oder familiäre Allergien vorliegen.
Kakao ist kein Tabu - sondern ein stillfreundlicher Begleiter mit sanfter Wirkung, nährstoffreichem Profil und dem Potenzial, deinen Tag ein bisschen schöner zu machen.
Was du während der Stillzeit isst, dringt nur teilweise in deine Milch ein und gelangt damit in den Körper des Babys, der zarter und empfindlicher ist als bei Erwachsenen. Trotzdem gilt: Genieße die Stillzeit und ernähre dich abwechslungsreich und energiereich. Mach dich aber nicht zu verrückt wegen der Bauchschmerzen - nicht alles muss an der Ernährung der Mutter liegen.
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