Lübecker Marzipan Makronen: Rezept und faszinierende Geschichte

Die Lübecker Marzipan Makronen vereinen kulinarische Raffinesse mit einer jahrhundertealten Tradition. Von ihrer Herkunft bis zur modernen Zubereitung, begegnen wir einer Süßigkeit, die weit über die Weihnachtszeit hinaus fasziniert und begeistert. Diese Köstlichkeit, deren Hauptbestandteil Marzipan ist, wird in Lübeck und ganz Deutschland gleichermaßen geschätzt und geliebt.

Die Geschichte des Marzipans und seiner Verbindung zu Lübeck

Auf Marzipans Spuren begegnet uns die Frage: Woher kommt das Marzipan? Wie kam das Marzipan vom Orient, wo Mandeln und Zucker gehandelt wurden, nach Lübeck? Oder haben es die Lübecker gar selbst erfunden? Stammt der Begriff von Marci Panis ab oder von byzantinischen Münzen namens Mauthaban? Legende oder Tatsachen? Man kann es nicht mit Gewissheit sagen. Aber das macht die Geschichte des Marzipans auch so spannend.

Glaubt man der lokalen Legende, wurde das Marzipan sogar in Lübeck erfunden. Als 1407 eine Hungersnot drohte, weil die Lübecker Kornspeicher leer standen, soll der Senat der Stadt die Bäcker beauftragt haben, ihr Brot aus Mandeln zu backen: Marci-panis (Mandelbrot) - die Entstehung des heute berühmten Marzipanbrotes? Wahrscheinlich reiste das Geheimnis der Marzipanherstellung tatsächlich im Gepäck der Kreuzritter nach Europa und gelangte schließlich in die Backstuben der Lübecker Zuckerbäcker.

Historische Karte von Handelsrouten Marzipan

Schon um 900 erwähnte es der persische Arzt Rhazes in arabischen Medizinschriften. In mittelalterlichen Rezeptbüchern wurde seine wohltuende Wirkung erwähnt. Auf Magen, Darm und auch auf die Potenz sollte Marzipan eine positive Wirkung haben. Im Orient erlangte die süße Mandelmasse als „Haremskonfekt“ Berühmtheit. Der Sage nach wurde auf jedes Stück Naschwerk das Abbild eines Herrschers geprägt. „Mauthaban“, bedeutet im Arabischen so viel wie „sitzender König“ - der Ursprung des Wortes Marzipan?

Nachdem das Marzipan im Mittelalter Einzug in die Lübecker Apotheken gehalten hatte, entdeckte die neue Zunft der Zuckerbäcker es für sich. Zucker war zwar noch immer ein überaus teurer Rohstoff, durfte aber nun frei gehandelt werden. Jedoch kamen vorerst nur der Adel und wohlhabende Bürger:innen in den Genuss der süßen Nascherei. Mit echtem Blattgold überzogen wurde das Marzipan den höchsten Würdenträgern des Reiches überreicht. Marzipan durfte auf den königlichen und festlichen Tafeln der Renaissance als Dessert nicht fehlen.

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Damals war die Herstellung noch anstrengend und zeitraubend. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts konnte auch die restliche Bevölkerung feinstes Marzipan genießen, da die Herstellung der Süßigkeit mit Zucker aus der Zuckerrübe erschwinglicher wurde.

Marzipan-Museum Lübeck: Geschichte & Herstellung

Lübecker Makronen: Eine Tradition über Generationen

Diese Leckerei ist ein kleines Gebäck aus Makronenmasse, das ohne Mehl hergestellt wird. Die Kokosmakronen werden mindestens seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland hergestellt. Für Marzipanliebhaber ist dies eine absolute Köstlichkeit, denn neben Eiweiß ist Marzipan der Hauptbestandteil dieses Gebäcks. Üblicherweise wird Marzipan meist mit Weihnachten in Verbindung gebracht, doch Marzipan kann man das ganze Jahr über kaufen und es schmeckt unserer Meinung nach auch zu jeder Jahreszeit gleich gut. Genauso ist es auch mit diesen Lübecker Kokosmakronen. Lübecker Kokosmakronen gehören nicht nur auf jeden weihnachtlichen Keksteller. Die süße Leckerei schmeckt auch zu jeder anderen Jahreszeit.

Marzipan Makronen auf einem weihnachtlichen Plätzchenteller

Ich liebe Kokos und ich liebe Marzipan. Deshalb gehören Lübecker Kokosmakronen zu meinen liebsten Weihnachtsplätzchen. Und dabei sind sie super einfach zu machen und bestehen aus gerade einmal 4 Zutaten. Ich habe schon viele Rezepte für Kokosmakronen ausprobiert, doch diese Rezept mit Marzipan ist mein absoluter Favorit.

Das Rezept: Lübecker Marzipan Makronen

Zutaten (ca. 60 Stück)

  • 170 g Kokosraspel
  • 5 Eiweiß
  • 250 g Puderzucker
  • 400 g Marzipan-Rohmasse
  • 0.5 Zitrone (abgeriebene Schale)
  • 2 EL Rum
  • 0.5 Tasse Zucker
  • 100 g Kuchenglasur (Schokoladen-Fettglasur)
Marzipan Makronen Zutaten: Kokosraspeln, Marzipan, Eiweiß

Nährwerte pro Portion

Nährwert Schätzung pro Portion
Kalorien Durchschnittliche Schätzung
Fett Berechnung anhand Hauptzutaten
Kohlenhydrate Durchschnittswerte für Makronen

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die Menge ergibt ca. 60 Stück.
  2. Die Eiweiße zu steifem Schnee schlagen. Die Kokosraspeln und den restlichen Puderzucker, die Zitronenschale und den Rum hinzufügen und alles zu einem grobflockigen, zähflüssigen Teig verarbeiten.
  3. Die Eier trennen. Gebe die Eiweiße und die Hälfte des Puderzuckers in ein ausreichend große und trockene Schüssel und schlage das Eiweiß mit einem Handrührgerät sehr steif.
  4. Nun kannst du die Marzipanrohmasse in kleine Stücke schneiden und zu dem Eischnee geben. Mit dem Handrührgerät einige Minuten verrühren bis sich das Marzipan komplett aufgelöst hat.
  5. Die Kokosraspeln und den restlichen Puderzucker zu der Eischnee-Masse geben und kurz mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe verrühren bis sich die Zutaten zu einem zähen, grobflockigen Teig verbunden haben.
  6. Aus der Masse formst du mit 2 Teelöffel deine Kokosmakronen und legst diese direkt nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Alternativ kann auch ein Spritzbeutel mit Locktülle verwendet werden, und etwa walnussgroße Häufchen auf ein Backblech spritzen.
  7. Die Teighäufchen mit Zucker bestreuen.
  8. Den Backofen vorheizen: 140 Grad bei Umluft und 150 Grad bei Ober-/Unterhitze.
  9. Das Backblech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens geben und die Makronen ca. 20 Minuten lang bzw. so lange backen bis die Makronen eine goldgelbe Farbe angenommen haben.
  10. Nun die Kuchenglasur oder Schokoladen-Fettglasur über die fertigen Makronen geben und dekorieren (nach Belieben auch mit Haselnüssen oder Zartbitterkuvertüre).
Zubereitung Lübecker Makronen Schritt für Schritt

Back-Tipps und Hinweise zur Aufbewahrung

Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Alternativ die Kokosraspeln für ca. ... Du kannst die Lübecker Makronen ca. 2-3 Wochen problemlos aufbewahren. Verwende für die Aufbewahrung der Plätzchen am besten gut verschließbare Behälter wie z.B. Tupperdosen.

Manchmal weiß man gar nicht wohin mit all den vielen Eiweiß. Perfekt, dass ein Hauptbestandteil für die leckeren Kokosmakronen Eischnee ist. Somit lassen sich die übriggebliebenen Eiweiße hervorragend verwerten.

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Makronen in Vorratsdosen - perfekte Aufbewahrung

Bewertungen und Beliebtheit

Durchschnittliche Bewertung: 4,5 von 5 Sternen aus 136 Bewertungen.

Rezept und Varianten: Marzipan-Haselnuss Makronen

Für die Masse die Zutaten der Reihe nach in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer (Rührstäbe) gut verrühren (nicht schaumig schlagen). Die Masse in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle (13 mm) geben, kleine Taler auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen und mit Haselnüssen bestreuen. Das Blech in die Mitte des vorgeheizten Rohres schieben. Backzeit: etwa 12 Min., Ober- und Unterhitze: 180 °C, Heißluft: 160 °C. Die Kuvertüre über Dampf (Wasserbad) unter Rühren bei schwacher Hitze schmelzen (30 Grad).

Haselnuss-Marzipan-Makronen mit Kuvertüre

Rezeptkartei zum Ausdrucken und Abspeichern

Die Rezeptkartei zum Ausdrucken oder Abspeichern mit allen Zutaten und zusammengefassten Arbeitsschritten kannst du in der Rezeptkartei weiter unten finden. Ausführliche Arbeitsschritte, Bilder, Tipps, Hinweise und Rezeptanregungen bekommst du, wenn du an dieser Stelle einfach weiterliest.

Ich hoffe, dir hat dieses Rezept gefallen und wünsche dir viel Spaß beim Nachbacken. Hat dir das Rezept gefallen? Du möchtest Feedback geben oder deine Gedanken mit anderen teilen? Find ich super.

Lübecker Marzipan Makronen: Serviert auf einer festlichen Tafel

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