Linzer Torte mit Walnüssen: Rezept und Zubereitung

Linzer Torte, das berühmte österreichische Traditionsgebäck, wird aus aromatisch-nussigem Mürbeteig und fruchtiger Marmelade zubereitet. Das ist vor allem bei tierischen Produkten wichtig. Verwende für die Linzer Torte Lebensmittel mit Bio-Siegel: Sie enthalten keine chemisch-synthetischen Pestizide und stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Für Bäuer*innen, deren Produkte das EU-Bio-Siegel tragen, gelten strengere Richtlinien als für konventionelle Betriebe. Die Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter achten sogar noch strenger aufs Tierwohl.

Typisch für die Linzer Torte ist das Gittermuster aus Mürbeteig sowie die rote Marmelade, die mitgebacken wird. Per Definition ist Linzer Torte in Österreich ein Kuchen aus einem besonders schweren Mürbeteig mit Gewürzen (Zimt, Nelken, manchmal auch Kardamom, Vanille oder Tonkabohne) und geriebenen Nüssen, der mit einer roten Marmelade bestrichen und anschließend mit einem Gitter aus Mürbeteig dekoriert wird. Neben der Mürbeteig-Variante kann man auch Linzer Torte aus Rührteig herstellen.

Linzer Torte mit Gitter und Johannisbeermarmelade

Zutaten (Beispiel für 1 Torte, Variation mit Walnüssen)

  • 250-400 g Mehl (z. B. Weizenmehl Type 405)
  • 200-250 g Zucker oder Puderzucker (gesiebt)
  • 200-250 g gemahlene Nüsse, evtl. gemischt mit Walnüssen (keine Mandeln! bzw. alternativ Haselnüsse oder Mischung)
  • 150-200 g Butter oder Margarine (je nach Rezeptangabe)
  • 1-2 Eier
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • 1 EL Kakaopulver (nicht gehäuft, optional)
  • 0,5 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 0,5 Glas Konfitüre (Himbeer-, Johannisbeer- oder Aprikosenkonfitüre)
  • evtl. 2 EL Mandelblättchen zum Bestreuen
  • Mehl und gemahlene Nüsse für die Arbeitsfläche

Hinweis zu Nüssen, Zimt und Eiern

Wichtig ist, dass eure Nüsse noch nicht zu alt sind. Je frischer desto aromatischer! Bei der Wahl der Nüsse solltest du auf das Herkunftsland achten. Im Handel findest du Walnüsse aus Chile oder Amerika, Cashewnüsse aus Indien oder Brasilien und Mandeln aus Kalifornien. Am besten solltest du Nüsse aus regionalem Anbau kaufen. Auch Zimt hat meist lange Transportwege hinter sich, bevor er in den Regalen unserer Supermärkte landet. Verwende ihn deshalb am besten nur gelegentlich zum Kochen und Backen. Um sicherzugehen, dass der Zimt eine gute Qualität hat und aus fairem Handel stammt, achte beim Einkauf auf Bio- und Fairtrade-Siegel. Achte insbesondere beim Kauf der Eier nicht nur auf Bio-Qualität und Freilandhaltung, sondern auch darauf, wie die Produzent*innen mit den Hühnerküken umgehen.

Vorbereitung

Die gemahlenen Haselnüsse trocken in der Pfanne rösten, bis sie zu duften beginnen. (Alternativ auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 15 Min. bei 160 °C Umluft rösten.) Abkühlen lassen. Inzwischen eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen. Die Butter (ganz normale, mildgesalzene Butter) sollte Raumtemperatur haben.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Gib das Mehl, den Puderzucker, die geriebenen Walnüsse, die geriebene Schokolade und den Zimt auf die Arbeitsfläche.
  2. Lege die kalte Butter dazu und schneide sie mit dem Messer in kleine Stücke. Vermenge die Butter dabei mit den trockenen Zutaten.
  3. Nimm nun deine Hände zu Hilfe und brösle die Butter ab. Verreibe sie dazu mit den trockenen Zutaten zwischen den Fingern. Dadurch entstehen kleine Krümel, die noch nicht gut zusammenhalten.
  4. Alle Zutaten bis auf die Konfitüren gut durcharbeiten, bis der Teig eine geschmeidige Konsistenz hat. Dann noch mal zwei Minuten weiterkneten.
  5. Mache zwischen den Teigbröseln eine Mulde und schlage das Ei hinein. Knete die Zutaten mit kalten Händen so leicht und kurz wie möglich. Sonst beginnt der Teig zu kleben.
  6. Forme den Nussmürbeteig zu einer Kugel und lass ihn abgedeckt für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. Den durchgekneteten Teig für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, dann den Ofen auf 175-190°C vorheizen (Ober-/Unterhitze).
  7. Befette die Backform mit Butter, während der Teig im Kühlschrank ruht. Bestreue die befetteten Stellen mit etwas Mehl. Das ist zur Vorbereitung wichtig, damit sich die Linzer Torte später gut aus der Form lösen lässt.
  8. Teile den kalten Mürbeteig in zwei Hälften, rolle die erste Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Tortenboden aus und lege den Boden in die Backform. Den Rest Teig für das Gitter zur Seite legen.
  9. Bestreiche den rohen Tortenboden mit roter Johannisbeermarmelade oder Himbeerkonfitüre. Die Konfitüre nach Geschmack dicker oder weniger dick auf den Boden streichen; wer die Körnchen nicht mag, nimmt Gelee.
  10. Forme aus der zweiten Hälfte des Teiges mehrere dünne Teigwürste bzw. ca. 1-1,5 cm breite Streifen. Aus zwei bis drei besonders langen Teigwürsten einen Rand um die Linzer Torte herum formen und aus den restlichen Teigwürsten ein Gitter legen.
  11. Das beiseite gestellte Eigelb mit ein paar Tropfen Wasser verquirlen und das Teiggitter damit bestreichen, dann den Kuchenrand mit Mandelblättchen bestreuen. Dadurch erhält sie eine glänzende Oberfläche nach dem Backen.
  12. Backe die Linzer Torte für ca. 35-60 Minuten bei 175-190 Grad Celsius (je nach Rezeptangabe und Ofen; üblicherweise 35-40 Minuten bei 175-190°C oder 60 Minuten bei 180°C) auf der mittleren Schiene.
  13. Lass die Linzer Torte auf einem Kuchengitter vollständig erkalten, bevor du sie aus der Form löst. Die Linzer Torte nicht gleich anschneiden, sondern 1-2 Tage warten und durchziehen lassen, dann schmeckt sie am allerbesten.
Gittermuster aus Mürbeteig vorbereiten

Tipps für das beste Ergebnis

  • Röste die Haselnüsse oder Mandeln, bevor sie im Teig untergemengt werden. Durch das Rösten intensiviert sich der Geschmack.
  • Verrühre die Teig-Zutaten nur kurz, bis sie sich gerade so verbunden haben, damit der Mürbeteig nicht zäh wird. Dann muss der Teig noch 1-2 Stunden kühl gestellt werden.
  • Wem die Körnchen nichts ausmachen der nimmt am Besten Himbeerkonfitüre, ansonsten Gelee.
  • Bestreiche das Teig-Gitter vor dem Backen mit verquirltem Eigelb und bestreue den Rand mit Mandelblättchen. Das sieht nicht nur hübsch aus, damit kann man auch kleine Unregelmäßigkeiten kaschieren.
  • Anstelle eines Teiggitters kannst du auch Sterne oder andere Motive ausstechen und auf die Marmelade legen.
  • Die Linzer Torte hält sich an einem kühlen Ort bis zu 2 Wochen lang frisch. Früher wurde die Linzer Torte oft für besondere Anlässe gebacken und durfte bis zu einer Woche lagern, was den Geschmack noch intensiver machte.
  • Die Linzer Torte wird aus aromatischem Nuss-Mürbeteig gebacken, der mit Zimt und Nelken verfeinert wird. Gefüllt wird sie mit fruchtiger, roter Marmelade - eine wunderbare Kombination.

Variationen und persönliche Hinweise

Keine Linzer Torte ohne das charakteristische Nussaroma! Ob die Original Linzer Torte allerdings traditionell mit gemahlenen Haselnüssen oder Mandeln gemacht wird, ist und bleibt bei vielen Bäckern ein Streitgespräch. Lasst also eure eigenen Vorlieben entscheiden: Mandeln verleihen der Linzer Torte ein mildes Nussaroma, während Haselnüsse die Linzer Torte kräftiger und vollmundiger machen. Wer sich so gar nicht entscheiden kann, dem bleibt nur eines: eine Mischung aus beiden!

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Wenn man das Ganze dagegen mit Walnüssen mischt (ich nehme immer ca. 50 g), wird das Ganze etwas kräftiger! Wenn du eine besonders weihnachtliche Note möchtest, kannst du zusätzlich ein wenig Muskatnuss oder Kardamom in den Teig geben.

Demonstration: Linzer Torte mit Nussmürbeteig Schritt für Schritt

Kurze Nährwertangabe und Bewertungen

Für dieses Rezept liegen uns keine exakten Nährwertangaben vor. Durchschnittliche Bewertung: 4,3 von 5 Sternen (3 Bewertungen). Das Rezept druckbar und gut zum Vorbereiten: Die Linzer Torte wird sogar jeden Tag besser und eignet sich gut zum Einfrieren.

Praktische Backdaten (Beispielrezept)

Vorbereitung15-30 Minuten + Kühlzeit 30-60 Minuten
Zubereitung35-60 Minuten Backzeit
Portionen1 Torte (Springform 26 cm)

Die Linzer Torte ist das "MUSS" für die Weihnachten bei uns. Das Rezept gibt es schon sehr lange in der Familie, doch dieses Jahr habe ich ein wenig verändert. Und der Teig wurde dünner ausgerollt und noch eine 2. kleine "Linzer" gemacht und die ist mit meiner eigenen Rosenblüten-Marmelade gefüllt. Die Linzer Torte sieht aus wie ein riesengroßes Plätzchen und duftet im Advent herrlich nach Zimt und Nelken.

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