Anleitung: Lilien aus Fondant herstellen – Schritt für Schritt zum perfekten Blumenschmuck für Torten
Ob für Hochzeiten, Geburtstage oder besondere Anlässe - Lilien aus Fondant setzen beeindruckende Akzente auf jeder Torte und stehen für reine Schönheit, Würde und Eleganz. In dieser ausführlichen Anleitung zeige ich, wie detailgetreue Lilien aus Fondant oder Blütenpaste entstehen und wie Sie Schritt für Schritt zum perfekten Tortenblumenschmuck gelangen.
Materialien und Vorbereitung
- Weißen Modellierfondant oder Fondant + CMC Pulver (ca. 1 TL pro 200 g Fondant)
- Pastenfarben für individuelle Gestaltung
- Palmin soft (optional, für bessere Knetbarkeit der Blütenpaste)
- Blumen-Ausstechformen - am besten Lilien-Ausstecher
- Blumen-Modellierplatte, Balltool, Cone Tool, blade tool
- Zuckerkleber
- Floristenband, Draht (ca. 5 cm Länge, dünn)
- Veiner oder zusammengefaltete Alufolie als Trocknungsform
- Puderfarben, Buffer (Fingernagelbedarf), Speisestärke
- Schaumboard
- Schablonen aus Papier (alternativ zu Ausstechformen)
Blütenpaste vorbereiten und einfärben
Im ersten Schritt die Blütenpaste mit einem Hauch Palmin soft weich kneten. Ihr könnt sie weiß lassen oder ganz nach Herzenslust mit Pastenfarben einfärben. Schöne Farbbeispiele echter Blüten findet ihr, wenn ihr im Internet nach Lilien sucht.
Ausstechform oder DIY-Schablone
Für Lilien gibt es spezielle Ausstechformen, mit denen Sie äußerst elegante Torten-Dekorationen erschaffen. Die Lilie setzt auch mit einem Fondant-Ausstecher wahre Highlights auf Ihre Gebäckkreationen, ob als weiße Lilie oder in Rosa, Pink, Gelb oder mit roten Akzenten.
Falls keine Ausstecher vorhanden sind, basteln Sie sich eine Schablone und schneiden Sie die Blütenblätter frei Hand aus. Die Schablonen aus 160 g Papier ausschneiden und auf die leicht mit Bäckerstärke bepuderte Blütenpaste legen, damit sie nicht kleben.
Schritt-für-Schritt: Lilienblüten aus Fondant herstellen
- Weißen Fondant sehr dünn (ca. 1-2 mm) ausrollen.
- Mit dem Lilienaustecher die Blütenblätter ausstechen oder mit Schablone längliche Blätter ausschneiden.
- Die ausgeschnittenen Blätter mittig mit dem Cone Tool länglich einritzen.
- Mit Balltool auf Schaumboard die Ränder der Blätter gut ausdünnen.
- Leicht mit Speisestärke bepudern.
- Den Draht in Zuckerkleber tauchen und in die Blätter einführen.
- Die Blätter wellig trocknen lassen, am besten in einer Trocknungsform, z.B. Veiner oder gefaltete Alufolie.
- Mit Buffer vorsichtig über die Ränder gehen, um perfekte Kanten zu erzeugen.
- Die fertigen größeren Blumen z.B. in einer Pralinenschachtel trocknen, damit ihre Form erhalten bleibt.
Herstellung der Pollen
Zuerst habe ich die Pollen hergestellt. Dafür kleine ca. 2-3 mm dicke Kügelchen formen, in welche der hauchdünn in Zuckerkleber getauchte Draht eingeführt wird. Dann spindelförmig formen. Eine ca. 3 mm dicke Kugel formen und einen leicht mit Zuckerkleber benetzten Draht einführen. Zwischen Daumen und Zeigefinger einen Teil der Masse am Draht entlang auslaufen lassen und fest drücken. Das dickere Ende mit einem blade tool dreieckartig markieren.
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Blätter gestalten und bemalen
Die Blütenpaste mit grüner Pastenfarbe einfärben. Frei Hand (oder mit einem Ausstecher) längliche Blätter ausschneiden und diese mittig mit dem Cone Tool länglich einritzen. Den Draht einführen und die Blätter leicht wellig trocknen lassen.
Mit dem grünen Floristenband umwickeln, und mit dunkelgrüner Puderfarbe abpudern. Wie schon oben geschrieben, empfehle ich euch entweder echte Blüten als Beispiele auf den Tisch zu legen oder euch entsprechende Fotos im Internet anzuschauen und die Blüten dementsprechend zu bemalen.
Bemalung der Blütenblätter
- Den später nach innen liegenden Teil der Blütenblätter mit einer Mischung der Farbtöne „Orchid Purple“, „Cyclamen“, „Maroon“ und „Baby Rosa“ mit einem großen, weichen Pinsel abpudern. In Richtung Draht intensiver, sprich dunkler werden.
- Anschließend die dunkleren Farbtöne mit ein paar Tropfen klarem Alkohol mischen und winzige Pünktchen setzen.
- Alles gut trocknen lassen.
Bei den Puderfarben kann ich euch ganz besonders die Farbtöne der Firma Fractal empfehlen, sie haben eine unglaubliche Ergiebigkeit und intensive Farbekraft.
Zusammenfügen der Lilienblüte
- In der Mitte ein Pollensträuschen nehmen und je mit 3 kleineren Blütenblättern zusammen binden.
- Dann 3 größere Blütenblätter immer versetzt dazu binden.
- Das so entstandene Sträußchen komplett mit grünem Floristenband umwickeln.
Schon jetzt wirken die Lilien sehr realistisch und eignen sich perfekt als Torten-Dekoration für Hochzeiten oder besondere Anlässe.
Blüten auf Torte anbringen
- Die vollständig vorbereitete Torte (gefüllt und mit weißem Rollfondant überzogen und gestapelt) unten mit etwas Zuckerkleber bestreichen.
- Die erste Reihe Blütenblätter auf die Torte kleben.
- Dann die zweite Reihe mit Zuckerkleber einstreichen und die Blütenblätter, leicht überlappend mit der unteren Reihe, ankleben.
- Diesen Vorgang wiederholen, bis du am oberen Tortenrand angekommen bist.
- Anschließend die leere Tortenoberfläche der unteren Etage ebenfalls mit Blütenblättern bekleben.
Tipps & Tricks für perfekte Fondantblumen
- Bei der Herstellung von Fondantblumen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und sie können mit unterschiedlichen Hilfsmitteln hergestellt werden.
- Mit Modellierwerkzeug und Blumen-Modellierplatte können Blumen unterschiedlich geformt werden, um ein realistisches Aussehen zu erhalten.
- Wenn kein Modellierfondant vorliegt, kann man normalen Fondant mit etwas CMC Pulver verstärken.
- Für die Trocknung von Blumen eignen sich Pralinenschachteln oder spezielle Formen besonders gut.
Die Symbolik der Lilie und kreative Ideen
Die Lilie steht für Weiblichkeit, für reine Schönheit und Würde. Für Hochzeiten empfehlen wir daher weiße Lilien mithilfe von Fondant-Ausstechformen für die Hochzeitstorte.
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Ob als weiße Lilie oder in Rosa, Pink, Gelb oder mit roten Akzenten, die Lilie setzt wahrhaftige Highlights auf Ihre Gebäckkreationen.
Lilien aus Papier falten - eine Alternative
Wer die zarte Lilien-Optik für den gedeckten Tisch oder als Bastelprojekt wünscht, kann mit Origamipapier filigrane Lilien falten. Mit etwas Übung sind die Blüten leicht nachzuarbeiten. Die Anleitung zum Papierfalten ist eine schöne Alternative zur Fondantblume.
| Material | Schritte |
|---|---|
| 1 Bogen Origamipapier 15 x 15 cm | Diagonal und in der Mitte falten, wenden und mit verschiedenen Techniken die Blätter formen |
| Kreative Werkzeuge | Zarte Blätter mit Schablonen oder frei Hand formen, Spitzen herausziehen |
Mit Fondant-Lilien erschaffen Sie kunstvolle Blumen, die sowohl auf Hochzeitstorten als auch auf anderen Gebäckkreationen elegant und hochwertig aussehen. Mit der richtigen Technik und etwas Übung gelingen detailgetreue Blütendekorationen, die echten Lilien zum Verwechseln ähnlich sehen.
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