Leckere Schokoladensorten und Süßigkeiten-Arten
Es gibt viele verschiedene Arten von Schokolade. Schokolade kann in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, je nach Farbe, Zusammensetzung, Verwendungszweck, Geschmack, Preis usw. Lesen Sie weiter, um die verschiedenen Arten von Schokolade zu entdecken.
Was nennt man Schokolade?
Die Bezeichnung „Schokolade“ ist reglementiert. Damit ein Lebensmittel als Schokolade bezeichnet werden darf, muss es einen Kakaoanteil von mindestens 35 % haben. Die Europäische Richtlinie 2000/36/EG über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse legt die Erwartungen an die Zusammensetzung von Schokolade fest. Die Kakaoverordnung gibt Schokolade produzierenden Unternehmen Leitplanken vor, in denen sie ihre Schokoladen entwickeln, herstellen und benennen können.
Um der Schokolade eine geschmeidige Konsistenz zu verleihen, kann ein Emulgator hinzugefügt werden. Außerdem erlaubt die Gesetzgebung einen Zusatz von bis zu 5 % pflanzlichen Fetten, bei denen es sich nicht um Kakaobutter handelt. Es sind nur die folgenden Fremdfette erlaubt: Mangokernöl, Palmöl, Sheanussöl, Illipeöl, Kokum-gurgi-Öl und Salöl.
Hauptkategorien: dunkel, Vollmilch, weiß und Sonderformen
Schwarz, hellbraun und weiß - alle Sorten werden ebenfalls als Kuvertüre angeboten. Je nach Mischverhältnis werden drei große Schokoladenkategorien unterschieden: die dunkle Bitterschokolade, die hellbraune Vollmilchschokolade und die weiße Schokolade. Neben der dunklen, der weißen und der Milchschokolade können Naschkatzen seit einigen Jahren eine vierte Sorte genießen: Ruby.
Dunkle Schokolade (Bitterschokolade, Zartbitter)
Die dunkle Schokolade besitzt einen intensiven, vollen Geschmack, der auf den hohen Kakaogehalt zurückzuführen ist. Sie besteht aus Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker. Bitterschokolade hat einen besonders hohen Kakaoanteil von 70 Prozent und mehr, bei Zartbitterschokolade sind es etwa 55 Prozent. Bitterschokolade enthält kaum oder gar keine Milch und weniger Zucker als Milchschokolade. Gute Bitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist keine Süßigkeit, sondern ein Genussmittel wie guter Wein.
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Je höher die Prozentzahl, desto „edler“ (und teurer) ist die Schokolade. Für eine dunkle Schokolade als fein oder hochwertig zu bezeichnen, schreibt der Gesetzgeber einen Kakaogehalt von mindestens 43 % vor, davon 26 % Kakaobutter und 14 % Kakao. Die Aromen einer dunklen Schokolade werden stark vom Anbaugebiet der verwendeten Kakaobohnen beeinflusst.
Vollmilch- und Milchschokolade
Vollmilchschokolade enthält genau wie dunkle Schokolade Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker. Der Unterschied zu dunkler Schokolade ergibt sich aus der Zugabe von Milchpulver zu den Grundzutaten. Milchschokolade muss mindestens 25 % Gesamtkakaotrockenmasse enthalten. Sie enthält einen Milchanteil von mindestens 18 %. Sie besteht zu 25 % aus Fett (einschließlich Kakaobutter) und enthält mindestens 3,5 % Milchfett.
Dadurch, dass Milchschokolade aus einer erheblichen Menge Milch, Sahne, Milchpulver u.ä. besteht, hat sie den typischen „Schmelz“. Milchschokolade enthält außerdem eine große Menge Zucker, die die Schokolade süß macht. Milch- bzw. Vollmilchschokolade ist mit Abstand die beliebteste Schokoladensorte der Deutschen.
Weiße Schokolade
Weiße Schokolade enthält laut Kakaoverordnung mindestens 20 Prozent Kakaobutter sowie 14 Prozent Trockenmilchanteil. Weiße Schokolade ist genau genommen keine Schokolade, da sie keinen Kakao enthält, sondern lediglich Kakaobutter, deren hellgelbe Farbe charakteristisch für weiße Schokolade ist. Weiße Schokolade besteht aus: Kakaobutter (mindestens 20 %), Zucker (ca. 60 %), Milch (mindestens 14 %).
Weiße Schokolade ist ein wertvoller Verbündeter beim Backen. Kakaobutter fängt nämlich die Aromen ein und kann mit einer Vielzahl an Geschmacksrichtungen kombiniert werden. Eine spezielle Unterart der weißen Schokolade ist die „blonde Schokolade“. Sie entsteht durch den gerösteten Milchzucker, der der eigentlich weißen Schoki einen appetitlichen Gelbstich verpasst.
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Ruby-Schokolade: die rosafarbene Neuheit
Seit einigen Jahren gibt es auch rosarote Schokolade: die Ruby. Manche Kakaobäume tragen vereinzelt diese speziellen Ruby-Früchte. Sie werden auf besondere Weise verarbeitet. Ruby ist nicht in der Kakaoverordnung erfasst. Streng genommen ist sie auch kein Kakaoerzeugnis, weil die Bohnen nicht geröstet werden (So entsteht Schokolade). Ruby-Schokolade schmeckt fruchtig-säuerlich, weniger nach Kakao, eher nach weißer Schokolade. Sie hat auch einen hohen Zuckergehalt, um die 50 Prozent. Der einzige Kakaobestandteil in dieser Schokoladensorte ist Kakaobutter.
Formen und Verwendungszwecke von Schokolade
Unabhängig davon, welche Art von Schokolade vom Handel und im Lebensmittelhandwerk zum Verkauf angeboten wird: Sie hat zwei Hauptfunktionen. Schokolade kann entweder als solche genossen oder als Zutat beim Backen verwendet werden. Schokolade zum Genießen: Ideal zum Kaffee, als Snack oder als Dessert - Schokolade für den sofortigen Verzehr hat auf der ganzen Welt viele Anhänger.
Tafelschokolade, Pralinen und Plättchen
Schokoladentafeln sind sicherlich die Form, in der man Schokolade am häufigsten findet. Sie sind überall erhältlich und existieren in allen Schokoladenfarben. Pralinen sind eine der typischen Formen von Schokoladensüßwaren. Sie können auf unterschiedliche Weise verpackt werden (in Tüten, lose, in Schachteln). Wenn Sie sich nicht zwischen den vielen verschiedenen Schokoladensorten entscheiden können, sollten Sie sich für eine Pralinenschachtel entscheiden.
Schokoladenplättchen sind kleine Schokoladenpastillen, die für die Herstellung ausgefeilter Rezepte bestimmt sind. Sie haben den Vorteil, dass sie gleichmäßiger schmelzen als Tafelschokolade und nicht zerkleinert werden müssen.
Kuvertüre, Glasur, Kakaopulver und Kakaobutter
Kuvertüre ist eine Schokolade, die wegen ihrer Fließfähigkeit geschätzt wird. Diese Schokoladen bestehen zu mindestens 32 % aus Kakaobutter, die häufig zusätzlich zu der in den Bohnen natürlich vorkommenden Kakaobutter hinzugefügt wird, wodurch sie geschmeidiger und einfacher zu verarbeiten sind. Laut Kakaoverordnung enthält Kuvertüre mit mindestens 31 Prozent Kakaobutter fast doppelt so viel Fett wie Schokolade (mind. 14 % Kakaobutter). Dadurch glänzt Kuvertüre mehr und lässt sich besser schmelzen.
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Glasur, auch unter dem Namen Kuchenglasur bekannt, enthält anstelle von Kakaobutter Palm- oder Kokosfett und ist in verschiedenen Geschmacksvarianten erhältlich. Das Kakaopulver ist 100 % rein und ohne Zuckerzusatz. Es wird häufig bei der Herstellung von Gebäck und Desserts oder für die Fertigstellung von Trüffeln verwendet. Kakaobutter ist das pflanzliche Fett, das aus den Kakaobohnen gewonnen wird. Die Kakaobutter dient unter anderem dazu, der Schokolade Schmelz, Glanz und Fließfähigkeit zu verleihen.
Herstellung, Herkunft und Nachhaltigkeit
Wichtigster Bestandteil von Schokolade ist Kakao. Er wächst in den tropischen Regionen Afrikas, Südostasiens und Mittel- und Südamerikas. Etwa 70 Prozent des weltweit geernteten Kakaos kommt aus Westafrika - und wird dort vielfach unter ökologisch und sozial bedenklichen Bedingungen produziert, teilweise sogar durch Kinderarbeit. Es empfiehlt sich deshalb, beim Kauf von Schokolade oder Kakao genau hinzuschauen und auf zertifizierte Ware mit Gütesiegeln wie Fairtrade, Naturland Fair, Hand in Hand sowie UTZ und Rainforest Alliance zurückzugreifen. Auch die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt, zu Bio- und Fairtrade-Siegel zu greifen, wenn man Wert auf faire Produktionsbedingungen und auf eine Tierwohl-orientierte Milchwirtschaft legt.
Gleich nach der Ernte werden die Kakaofrüchte geöffnet, die Bohnen von Hand entnommen und fermentiert - ein Gärprozess, bei dem sie sich braun färben und erste Vorstufen der späteren Aromastoffe entwickeln. Die Kakaobohnen werden geröstet, geschält und gemahlen. So entsteht eine zähe Masse, die je nach Rezeptur mit anderen Zutaten wie Zucker und Milch vermengt wird. Das Conchieren sorgt für den typischen zarten Schmelz und einen herrlich milden Geschmack. Damit sich kein unschöner Fettreif als weißer Belag auf der Schokolade absetzt, muss sie vor dem Abkühlen professionell temperiert und „geimpft“ werden.
Geschmack, Gesundheit und Verbrauchertipps
Schokolade ist nicht gleich Schokolade - je nach Kakaoanteil schmeckt sie von kräftig-herb bis sehr süß. Bitterschokolade hat einen besonders hohen Kakaoanteil und enthält nur wenig oder gar keine Milch. Auch weil dunkle Schokolade weniger Zucker als Milchschokolade enthält, gilt sie als die gesündere Schokolade. In Schokolade kommen neben Fett und Zucker auch Magnesium und Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe vor, die als Antioxidantien wirken können.
Schokolade gilt nicht gerade als gesundes Lebensmittel, vor allem weil sie meist viel Zucker enthält und damit sehr kalorienreich ist. Ernährungswissenschaftler raten zu einem bewussten Umgang mit Schokolade. Verspüren wir Appetit auf Schokolade, sollten wir ein oder zwei Stücke essen - zuerst riechen, dann lutschen und genießen. In Maßen (nicht Massen) - also maximal 20 g täglich - können wir die süße Versuchung guten Gewissens als Energielieferanten einsetzen.
Vorsicht: Für Haustiere ist Schokolade giftig. Schuld ist das Alkaloid Theobromin. Durch den hohen Anteil an Kakaomasse ist gerade dunkle Schokolade gefährlich für die Vierbeiner. Bei Vergiftungsanzeichen direkt den Tierarzt aufsuchen.
Tipps zum Kauf und zur Lagerung
Die Qualität von Schokolade lässt sich schon an der Zutatenliste erkennen: Je weniger Zutaten die Schokolade enthält und je höher der Kakaoanteil, desto hochwertiger ist das Produkt. Wer „reine“ Schokolade wünscht, sollte deshalb beim Kauf die Zutatenliste checken. Je kürzer diese ist, umso besser die Qualität der Schokolade. Neben der Inhaltsliste solltet ihr auch auf Fair-Trade-Siegel achten, die einen nachhaltigen Kakao-Anbau sowie soziale Bedingungen für die Arbeiter versprechen.
Schokolade ist verschlossen und bei kühler, trockener und dunkler Lagerung oft über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus haltbar. Ideal sind Temperaturen von 12 bis 18 Grad. Bei höheren Temperaturen kann sich ein dünner weißer Film bilden, wenn Kakaobutter austritt. Ebenso kann bei Feuchtigkeit eine weiße Zuckerschicht entstehen. Die Schokolade ist deshalb nicht schlecht, aber die Qualität lässt nach.
Beliebte Marken, Tests und Preisentwicklung
Welche die beste Schokolade ist, muss natürlich jede*r für sich selbst entscheiden - denn Geschmäcker sind bekanntlich immer und überall verschieden. Unabhängig davon werden die tollen Tafeln jedoch regelmäßig unter die Lupe genommen und ausgezeichnet oder abgestraft. Das Vorzeigemagazin im Produkttestbereich ist bekanntlich hierzulande Stiftung Warentest. Und das Medium hat erst 2022 einige Marken positiv aus der Masse hervorgehoben.
Die Preise für Schokolade sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Gründe dafür sind unter anderem hohe Kakaopreise, schwierige Erntebedingungen in den Anbauländern und steigende Produktions- sowie Energiekosten. Vor allem hochwertige Sorten mit Bio-Zutaten, fairem Handel oder innovativen Rezepturen kosten im Moment deutlich mehr. Viele Händler bieten jedoch regelmäßig Schokoladen-Angebote - auch für bekannte Premium-Marken.
Beliebte Tafeln und Empfehlungen
Unsere Empfehlung: Lindt Vollmilch. Der edle Evergreen in der 100-Gramm-Tafel schmeckt einfach immer himmlisch und zergeht wie gute Butter im Mund. Kakaobohnen aus nachhaltigem Anbau und ein Anteil von mindestens 33 Prozent davon sorgen bei der Traditionsschokolade für einen vollmundigen Geschmack. Eine weitere beliebte Marke ist Ritter Sport Marzipan, die mit einem relativ hohen Kakaogehalt punktet. Bei Stiftung Warentest schnitt die „Die gute Schokolade“ von Plant for the Planet in Tests gut ab und überzeugte durch sehr gute Zutaten sowie ein Fairtrade-Siegel.
Food Pairing und Genuss
Wie Kaffee oder Käse bringt Kakao eine riesige Aromenvielfalt mit, sodass sich Schokolade unterschiedlich kombinieren lässt. Je dunkler die Schoki, umso größer das Geschmacksspektrum. Selbst weiße Schokolade hat ungeahnte Vorteile, wenn es um ausgefallene Food Pairings mit Obst und Gemüse geht. Schokolade harmoniert perfekt mit Karamell, Kaffee, Haselnüssen, Früchten (Orange, rote Beeren, Aprikose, Banane, Birne usw.), Minze und vielen weiteren Zutaten.
Wussten Sie, dass Schokolade Raumtemperatur haben sollte? Verspüren wir Appetit auf Schokolade, sollten wir ein oder zwei Stücke essen - zuerst riechen, dann lutschen und genießen. Snap ist ein Fachbegriff, den man sich merken muss: Er bezeichnet das Geräusch, das beim Brechen von Schokolade entsteht. Eines der Kriterien für eine professionelle Schokoladenverkostung ist neben dem Schmelz auf der Zunge auch die Optik mit Glanz und „Schlieren“.
Arten von Schokoladensüßwaren
Neben der Farbe (dunkel, weiß, Vollmilchschokolade oder blondfarben) kann Schokolade in zahlreichen Formen daherkommen, wenn sie für den direkten Verzehr bestimmt ist: Tafeln, Schokoladeneier, Schoko-Häppchen, Pralinenschachteln etc. Außerdem wird sie oft mit anderen Zutaten kombiniert, um verschiedene Aromen und Geschmacksrichtungen zu vereinen. Gefüllte Schokoladen wie Nugat, Marzipan, Frucht- oder Joghurtfüllungen haben ihren festen Platz im Regal.
| Schokoladentyp | Typische Zutaten / Merkmale | Min. Kakaoanteil (je nach Regel) |
|---|---|---|
| Dunkle Schokolade / Bitterschokolade | Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker; wenig bis keine Milch | ab ca. 35 % (fein: ≥43 %, Edelbitterschokolade oft ≥60 %) |
| Milchschokolade / Vollmilch | Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker, Milchpulver | mind. 25-30 % |
| Weiße Schokolade | Kakaobutter, Zucker, Milch; keine Kakaomasse | kein Kakaotrockenmasse-Anteil, Kakaobutter ≥20 % |
| Ruby | Ruby-Kakaobohne/-verfahren; fruchtig-beerig, rosa | nicht in Kakaoverordnung erfasst |
Die Vielfalt der erhältlichen Schokolade lässt viel Raum für Kreativität. Von der Kakaobohne zur Schokolade ist es ein langer Weg. Die Liste der Formen, die Schokolade annehmen kann, ist lang und Schokolade ist die beliebteste Süßigkeit vieler Menschen.
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