Leckere Pralinen selbst gemacht: Rezepte und Tipps für den süßen Genuss

Pralinen sind mehr als nur Süßigkeiten; sie sind kleine Kunstwerke, die Freude bereiten und als ideales Geschenk dienen. Ob für Feiertage, Geburtstage oder einfach als liebevolle Aufmerksamkeit zwischendurch, selbstgemachte Pralinen sind immer eine besondere Geste. Die Herstellung mag zunächst aufwendig erscheinen, doch mit den richtigen Rezepten und Tipps wird das Pralinen selber machen zu einem überraschend einfachen und kreativen Erlebnis.

Warum Pralinen selber machen?

Pralinen selber zu machen bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen wissen Sie genau, welche Zutaten verwendet werden und können so auf hochwertige und natürliche Produkte setzen. Zum anderen sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sie können die Füllungen und Dekorationen ganz nach Ihrem Geschmack und den Vorlieben der Beschenkten gestalten. Zudem ist die gemeinsame Herstellung von Pralinen mit Familie und Freunden eine schöne Aktivität, die Spaß macht und die Gemeinschaft stärkt.

Was macht eine gute Praline aus?

Eine gute Praline zeichnet sich durch mehrere Faktoren aus. Zunächst ist die Qualität der Zutaten entscheidend. Erlesene Schokolade, frische Nüsse und natürliche Aromen sind die Basis für ein gelungenes Geschmackserlebnis. Typisch für Pralinen ist ihre mundgerechte Größe, eine zartschmelzende Schokomasse bzw. ein Überzug aus Schokolade (Ganache) sowie eine köstliche Füllung, die je nach Sorte z.B. aus Nüssen, Nougat, Fruchtgelee, Marzipan oder auch Spirituosen bestehen kann. Durch weitere geschmacksgebende Zugaben wie Gewürze, Kaffee und Fruchtextrakte lässt sich die Rezeptur nach Wunsch verfeinern. Eine harmonische Kombination aus Textur und Geschmack, von der knackigen Schokoladenhülle bis zur cremigen Füllung, macht eine Praline zu einem wahren Genuss. Wichtig ist auch die Optik: Eine schön verzierte Praline ist nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus.

Überblick: Pralinen Sorten & Herstellungsverfahren

Pralinen gibt es in unzähligen Varianten und Erscheinungsformen. Hier ein kleiner Überblick über unterschiedliche Herstellungsverfahren:

  • Überzugsverfahren: Bei diesem Verfahren wird das Innere der Praline - die Füllung - geformt. Je nach Pralinensorte kommen hierfür ganze Nüsse, Nuss-Krokant-Mischungen, Nougat, Marzipan, aber auch flüssige Komponenten wie z.B. Alkohol oder fruchtiges Gelee zum Einsatz. Der „Kern“ wird im Anschluss von einer zartschmelzenden Schokoladenschicht, der Ganache, überzogen. Entweder geschieht dies mittels maschineller Technik oder von Hand durch das Eintauchen in ein flüssiges Schokoladenbad.
  • Schicht- und Schneideverfahren: Mit dem Schicht- und Schneideverfahren entstehen Pralinen, die aus verschiedenen, geschmacklich fein aufeinander abgestimmten Schichten bzw. Komponenten zusammengesetzt sind. Die einzelnen Lagen werden gleichmäßig übereinander geschichtet und nach dem Erkalten in mundgerechte Stücke, z.B. kleine Quader geschnitten. Anschließend können sie noch schokoliert und verziert werden. Viele Schichtpralinen werden jedoch nicht extra überzogen, da die Schichtung bereits einen sehr dekorativen optischen Effekt erzeugt.
  • Hohlkörperverfahren: Beim Hohlkörperverfahren wird mit verschiedenen Formen gearbeitet. Zunächst werden diese gleichmäßig und dünn mit flüssiger Schokolade ausgegossen. Dann werden die Süßigkeiten mit ihrer Füllung versehen und anschließend mit einer Schokoladenschicht verschlossen. Nach dem Herauslösen aus der Form können die Hohlkörperpralinen dann noch dekoriert werden.
  • Spritztechnik: Die Spritztechnik ist ein Herstellungsverfahren, das für Pralinen eher seltener zum Einsatz kommt. Mittels einer Spritztülle wird die Masse entweder direkt auf einen stabilen Untergrund gespritzt, von dem sie sich nach dem Erkalten gut ablösen lässt. Alternativ dienen als Grundlage auch kleine Schokoladenplättchen, Waffeln o.ä.
  • Trüffelpralinen: Die sogenannten Trüffelpralinen gelten als besonders erlesene Pralinenspezialität. Typisch ist ihr kugelartiges Aussehen, welches eine optische Ähnlichkeit zu Trüffelpilzen aufweist und ihnen ihren Namen einbrachte. Trüffelpralinen bestehen typischerweise aus einer Ganache, die aus Kuvertüre, Sahne und Butter cremig gerührt wird. Je nach Trüffelsorte kommen weitere geschmacksgebende Zutaten wie z.B. Gewürze oder Spirituosen hinzu. Die Trüffelmasse kann z.B. mithilfe eines Spritzbeutels auf einen festen Untergrund gespritzt oder auch von Hand geformt werden. Nach dem Erkalten können die Trüffel mit Schokolade überzogen oder z.B. in Kakao, Krokantstreuseln oder Puderzucker gewälzt werden. Auch das Wälzen von Trüffeln in Kuvertüre ist eine Möglichkeit, bei der eine „igelige“ Oberflächenstruktur entsteht.

Zu den bekanntesten Sorten zählen:

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  • Trüffel: Die klassischen Trüffel sind Kugeln aus Schokolade mit einer Füllung aus Schokolade, Sahne und Aromen, wie Kaffee oder Vanille. Der Name kommt von der optischen Ähnlichkeit zu den gleichnamigen Pilzen.
  • Meeresfrüchte: Die belgischen Meeresfrüchte bestehen aus einer Mischung aus dunkler und heller Schokolade und sind mit Nougat gefüllt. Auf die Idee für die namensgebende Form kam die Confiserie Guylian in den 1960er Jahren.
  • Mozartkugeln: Die altehrwürdige Salzburger Spezialität wurde 1890 vom Konditor Paul Fürst erfunden und besteht neben der Schokolade aus Pistazien, Marzipan und Nougat.

Was braucht man alles, um Pralinen selber zu machen?

Für ganz einfache Pralinenrezepte brauchst du kein spezielles Equipment. Hier reichen Teelöffel, eine kleinen Gabel und manchmal allein deine Hände. Hilfreich für aufwendige Pralinen sind eine Pralinentauchgabel, eine Pralinentauchspirale und ein Abtropfgitter. Wenn du kein Gitter griffbereit hast, nimm stattdessen ein sauberes Ofenrost. Es gibt außerdem praktische Pralinen-Sets, die dir bei der Pralinenherstellung unter die Arme greifen. Dann noch die Lebensmittel wie Schokolade aus dem Supermarkt und schon kann es ans Werk gehen!

  • Grundausstattung:
    • Schüsseln
    • Töpfe
    • Backpapier
    • Teelöffel
    • Kleine Gabel
  • Optionales Zubehör:
    • Pralinenformen (Polycarbonat oder Silikon)
    • Pralinengabel
    • Pralinentauchspirale
    • Abtropfgitter
    • Spritzbeutel mit verschiedenen Tüllen
    • Thermometer (zur Temperaturkontrolle der Schokolade)

Welche Schokolade eignet sich am besten für Pralinen?

Der Anteil an Kakaobutter macht den Unterschied zwischen Kuvertüre und Schokolade: Laut Kakaoverordnung muss Kuvertüre aus mindestens 31 Prozent Kakaobutter bestehen, Schokolade aus mindestens 18 Prozent. Der höhere Fettgehalt in der Kuvertüre sorgt dafür, dass sie bei richtigem Temperieren glänzender, flüssiger und geschmeidiger wird und sich so besser verarbeiten lässt.

Pralinen-Grundmasse - Rezept

Dieses Rezept ist eine Basis, die nach Belieben verfeinert werden kann.

Zutaten für 30 Stück:

  • 200 g Zartbitterkuvertüre
  • 100 g Vollmilchkuvertüre
  • 100 g Sahne
  • 20 g Kokosfett

Und so geht’s:

  1. Zartbitter- und Vollmilchkuvertüre grob hacken.
  2. Sahne erhitzen, Kuvertüre und Kokosfett darin schmelzen.
  3. Ganache in einen hohen Rührbecher geben, mit Folie bedecken und für 2-3 Stunden kühl stellen.
  4. Anschließend mit dem Schneebesen kurz aufschlagen.

Die Grundmasse kannst du mit löslichem Espressopulver, getrockneten Früchten, Spirituosen oder gerösteten Nüssen verfeinern und zwischen den Händen zu Kugeln formen. Anschließend die Pralinen pudern (in Kakaopulver wälzen) oder mit gehackten Nüssen garnieren.

Rezept-Ideen für leckere Pralinen

Hier sind einige Rezeptideen, die Sie ausprobieren können:

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Salzbutterkaramell Pralinen

Diese Pralinen sind eine perfekte Kombination aus süß und salzig. Das Rezept ist einfach und schnell umzusetzen, ideal für spontane Geschenkideen.

Tannenbaum Pralinen

Besonders hübsch und perfekt als kleines Geschenk oder als Dekoration für die Torte oder den Weihnachts-Bûche.

Schokoladentafel mit bretonischem Geschmack

Eine Hommage an die berühmte Schokoladentafel mit Pistazien aus Dubai, jedoch mit bretonischem Touch.

"Escargots de Lanvin" Pralinen

Inspiriert von den kleinen Pralinen in Schneckenform, gefüllt mit Nuss-Nougat-Creme und umhüllt von Zartbitterschokolade oder Milchschokolade, die jedes Jahr zu Weihnachten verschenkt werden.

Weiße Trüffel

Eine einfache und pure Variante mit guter weißer Schokolade (Opalys von Valrhona) und Kokosraspeln. Optional kann eine geröstete Haselnuss in der Mitte versteckt werden.

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Truffes au piment d’Espelette

Eine scharfe Variante mit Piment d’Espelette, ideal für Liebhaber pikanter Aromen.

Bitterschokoladen Trüffeln mit Matcha Tee

Eine Kombination aus Matcha und weißer Schokoladen-Ganache, die oft für Macarons verwendet wird.

Mandel-Aprikosen-Pralinen:

2-3 EL fein gehackte Mandeln, sowie 5-6 fein gewürfelte, getrocknete Aprikosen unter die Grundmasse geben.

Salty-Peanut-Pralinen:

2-3 EL fein gehackte und gesalzene Erdnüsse unter die Masse geben. In dunklem Kakaopulver wälzen.

Schoko-Keks-Pralinen:

2-3 Butterkekse fein hacken und zur Schokoladenmasse geben.

Erdbeer-Kokos-Pralinen:

2-3 EL gefriergetrocknete Erdbeeren (fein gehackt) unter die Schokomasse geben.

Kaffee-Pralinen:

1 EL Espresso-Pulver (löslich) unter die Masse geben und die Pralinen in dunklem Kakaopulver wälzen.

Weihnachts-Pralinen:

1 EL Spekulatius- oder Lebkuchengewürz zur Schokomasse geben und die Pralinen in dunklem Kakaopulver wälzen.

Pralinen mit Fruchtfüllung

Himbeer Pralinen

Zutaten:

  • Himbeeren
  • Gelierzucker
  • Rosenwasser
  • Kuvertüre
  • Butter
  • Zucker

Zubereitung:

  1. Himbeerpüree herstellen: Himbeeren auftauen und in einem Topf etwa 2 Minuten einkochen lassen. Anschließend durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.
  2. Fruchtfüllung zubereiten: Himbeerpüree mit Gelierzucker verrühren und nach Packungsanleitung einige Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen und Rosenwasser hinzufügen. In eine Dosierflasche füllen und abkühlen lassen.
  3. Fruchtganache zubereiten: Himbeerpüree und Zucker in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und Kuvertüre unterrühren, bis sie geschmolzen ist. Butter hinzufügen und mit einem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten. In einen Spritzbeutel füllen und abkühlen lassen.
  4. Pralinen füllen: Die Pralinen mit der Fruchtganache auffüllen und darauf achten, keine Luft einzuschließen. Für 6-8 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Pralinen verschließen und dekorieren

  1. Kuvertüre temperieren: Zwei Drittel der Kuvertüre über einem warmen, aber nicht kochenden Wasserbad schmelzen. Vom Wasserbad nehmen und das restliche Drittel zum Herunterkühlen hineinrühren. Bei Bedarf kurz über das Wasserbad geben oder mit einem Heißluftföhn erwärmen. Eine Glanzprobe machen: Eine Teigkarte in die Kuvertüre tauchen und bei Raumtemperatur liegen lassen. Nach etwa einer Minute sollte die Kuvertüre am Rand anziehen und glatt werden.
  2. Pralinen verschließen: Einen kleinen Teil der Kuvertüre in einen Spritzbeutel füllen, die Pralinen damit verschließen und kurz aushärten lassen.
  3. Pralinen dekorieren: Handschuhe tragen und die Pralinen in Kuvertüre wälzen, bis sie vollständig ummantelt sind. Auf eine Backfolie setzen und mit gefriergetrockneten Himbeeren bestreuen. Bei Raumtemperatur fest werden lassen.

Pralinen verpacken & verschenken

Selbstgemachte Pralinen sind ein ideales Geschenk für viele Anlässe. Hier sind einige Ideen, wie Sie Ihre Pralinen liebevoll verpacken können:

  • Pralinenmanschetten: Um die Pralinen beim Einpacken sauber voneinander zu trennen, können Sie die einzelnen Pralinen in sogenannte Manschetten (auch Pralinenkapseln genannt) geben.
  • Pralinen im Glas verschenken: Diese Möglichkeit ist praktisch und hübsch zugleich. Sie benötigen ein großes (Einmach-) Glas, in das Sie die Pralinen gut hineinschichten können. Damit nichts anhaftet, geben Sie die Pralinen vorher am besten in Manschetten. Anschließend können Sie das Glas noch mit Geschenkband verzieren. Auch ein Etikett, auf das Sie die Pralinensorte oder eine liebe Botschaft schreiben, können Sie aufkleben.
  • Pralinen in der Tasse verschenken: Eine weitere Idee ist es, eine schöne Tasse auszuwählen, die als "Verpackung" dient. Die Pralinen geben Sie zunächst in Pralinenmanschetten und dann in ein Klarsichttütchen, das Sie mit Geschenkband verschließen. Das Tütchen stellen Sie in die Tasse und übergeben sie an die beschenkte Person. Passenderweise können Sie noch einen leckeren Tee oder hochwertigen Kaffee dazu schenken.
  • Pralinen in der Schachtel verschenken: In Geschenkläden oder Bastelshops finden Sie zudem schöne, vorgefaltete Geschenkschachteln, die sich sehr gut als Verpackung für Pralinen eignen. Auch hier bietet es sich an, die Pralinen vorher in Pralinenkapseln zu stellen. Die Schachtel können Sie mit Geschenkband verzieren und zum Veredeln noch mit ein paar Trockenblumen oder einem Tannenzweig dekorieren (je nach Anlass).

Konfekt & Pralinen selber machen: Weitere Rezept-Ideen

Neben selbstgemachten Pralinen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, köstliches Konfekt herzustellen!

  • Haselnuss-Dattel-Pralinen à la Azafran: Nussig, süß und schokoladig - diese besonderen Pralinen erhalten durch geröstete Haselnüsse, Datteln, Kakao und Kokosblütenzucker ein unwiderstehliches Aroma!
  • Matcha-Kirsch-Konfekt: Kleines Konfekt mit asiatischem Flair! Hier verbinden sich hochwertiger Matcha-Grüntee, süße Kirschen und cremige Kokosmilch zu einer köstlichen Nascherei!
  • Energie-Kugeln: Energie-Kugeln - auch Energy-Balls genannt - sind der perfekte Kompromiss für alle, die gerne gesund naschen und einfache Rezepte lieben. Die Grundmasse enthält zwar keine Schokolade, dafür aber jede Menge natürliche Zutaten Nüsse, Trockenfrüchte und Gewürze.
  • Superfood-Riegel: Mit verschiedenen Rezepten für köstliche Superfood-Riegel haben Sie schnell nussig-fruchtiges und Konfekt zur Hand! Gesund naschen kann so einfach sein!
  • Eiskonfekt: Eiskonfekt ist besonders zur Weihnachtszeit eine beliebte Nascherei, die regelrecht auf der Zunge zergeht!
  • Rumkugeln: Wie wäre es mit selbstgemachten Rumkugeln!
  • Weihnachtliches Stollenkonfekt mit Pistazien & Cranberries: Die weihnachtlichen Happen schmecken wirklich himmlisch und eignen sich auch perfekt zum Verschenken!

Tipps und Tricks für die perfekte Praline

  • Temperierung der Kuvertüre: Die richtige Temperatur der Kuvertüre ist entscheidend für den Glanz und die Stabilität der Pralinen. Verwenden Sie ein Thermometer, um die Temperatur genau zu kontrollieren.
  • Haltbarkeit: Selbstgemachte Pralinen sollten kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Die Haltbarkeit hängt von den verwendeten Zutaten ab, beträgt aber in der Regel etwa 2 Wochen.
  • Kreativität: Seien Sie mutig und experimentieren Sie mit verschiedenen Zutaten und Aromen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und kreieren Sie Ihre eigenen Pralinen-Spezialitäten.

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