Lebkuchen Rezept ohne Mehl – Elisenlebkuchen nur mit Nüssen
Elisenlebkuchen gehören zu den besonders feinen Weihnachtsklassikern. Aromatisch und würzig - und weil jedes Original Elisenlebkuchenrezept ohne Mehl ist, auch herrlich weich und saftig!
Warum Elisenlebkuchen ohne Mehl?
Doch was viele nicht wissen: Elisenlebkuchen werden traditionell ohne Mehl hergestellt. Stattdessen bestehen sie hauptsächlich aus Nüssen, Honig und Aromaten wie Zimt. Diese Zutaten verleihen den Lebkuchen ihren typischen, unwiderstehlichen Geschmack. Elisenlebkuchen sind die Königinnen unter den Lebkuchen! 👑 Ganz ohne Mehl, dafür mit vielen Nüssen, saftiger Textur und himmlischen Gewürzen - so schmecken echte Nürnberger Elisenlebkuchen.
Was gehört in den Teig?
In den Elisen-Lebkuchen steckt eigentlich nichts Ungewöhnliches und für Lebkuchen ist es vermutlich ein schon fast “langweiliges” Rezept, weil so wenige spezielle Zutaten enthalten sind. Eigentlich bestehen die Lebkuchen fast nur aus Nüssen und Mandeln mit etwas Lebkuchengewürz, Puderzucker und Eiern.
- Gemahlene Mandeln und Haselnüsse ersetzen hier das Mehl und geben dem Teig Stabilität. Mandeln sind klassisch, weil sie mild und süß sind. Haselnüsse bringen ein kräftigeres Aroma und funktionieren ebenfalls hervorragend. Gerne kannst du auch beide Sorten kombinieren, um die perfekte Balance zu schaffen.
- Orangeat und Zitronat sowie kandierter Ingwer sorgen für das typische Lebkuchenaroma. Orangeat und Zitronat steuern einen tollen, fruchtigen Geschmack zu den Elisenlebkuchen bei und gehören traditionell in Lebkuchen.
- Gewürze wie Zimt, Koriander, Piment, Gewürznelke, Kardamom und Muskatblüte ergeben den warmen Lebkuchenduft.
- Eier und Zucker (teilweise Puderzucker oder Muskovado) sorgen für Bindung und Volumen; Honig macht die Masse geschmeidig und sorgt dafür, dass die Lebkuchen beim Backen nicht austrocknen.
- Backoblaten erleichtern die Verarbeitung und geben das traditionelle Lebkuchen-Gefühl.
Typische Zutaten (Beispiel-Mengen für ca. 20 Stück)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Gemahlene Mandeln | 200 g |
| Gemahlene Haselnüsse | 150-200 g |
| Orangeat | 50-95 g |
| Zitronat | 50-95 g |
| Zucker | 80-200 g (nach Rezeptvariante) |
| Eier | 3-4 Stück (Größe M) |
| Lebkuchengewürz & Zimt | 1-2 TL bzw. nach Geschmack |
| Backoblaten (Ø 70 mm) | 16-20 Stück |
| Kuvertüre oder Zuckerguss | ca. 80-200 g |
Schritt-für-Schritt Zubereitung (klassische Variante)
- Orangeat und Zitronat sehr fein hacken.
- Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen.
- Honig sowie alle weiteren Zutaten zugeben und kurz zu einer homogenen Masse vermengen.
- Orangeat und Zitronat unterheben. Sollte der Teig extrem feucht sein, noch 1 EL mehr Mandeln / Nüsse verwenden.
- Wer mag, kann den Teig noch kühlstellen und durchziehen lassen, das ist aber eigentlich nicht nötig.
- Lebkuchenteig mit einer Lebkuchenglocke auf ca. 25 kleine Oblaten mit 5 cm Durchmesser oder 15 Oblaten mit 7 cm Durchmesser geben; alternativ den Teig mit einer kleinen Winkelpalette leicht kuppelförmig aufstreichen.
- Lebkuchen je nach Größe ca. 18-20 Minuten backen.
- Lebkuchen abkühlen lassen und nach Belieben mit flüssiger Kuvertüre oder Zuckerguss bestreichen.
Die Eier werden mit Zucker und Honig für mehrere Minuten mit der Küchenmaschine weißschaumig aufgeschlagen, sodass der Teig an Volumen zunimmt. Anschließend Nüsse, Zitronat, Orangeat, Zimt und Lebkuchengewürz dazu geben und alles vermengen.
Alternative Ruhezeit-Methode (intensiveres Aroma)
Wenn die Lebkuchenmasse vorbereitet ist, stellst du die Schüssel einen Tag in einen kühlen Raum, bevor du sie auf die Oblaten streichst. Während der Ruhezeit wird die Masse etwas fester und lässt sich dann leichter verarbeiten. Abgedeckt an einem kühlen Ort 24 Stunden ruhen lassen!
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Backen und Glasieren
Backofen auf 170-180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Oblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und jeweils einen Esslöffel Teig daraufsetzen (ca. 30-35 g pro Portion). Mit einem feuchten Messer glatt streichen, aber nicht ganz bis zum Rand; lass 1-2 mm frei, denn die Lebkuchen laufen beim Backen ein wenig auseinander. Etwa 15-18 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind - sie sollen aber innen noch etwas weich sein, sie ziehen beim Trocknen noch nach.
Die Lebkuchen abkühlen lassen. Die Kuchenglasur im heißen Wasserbad nach Anleitung schmelzen und die Oberseiten damit bestreichen oder sie darin eintauchen. Ich habe ein paar Lebkuchen ohne Glasur gelassen, denn so mag ich sie besonders gerne.
Kuvertüre temperieren - Kurz-Anleitung
Damit die Kuvertüre schön glänzend wird, muss sie temperiert werden. Hacke die Zartbitter-Kuvertüre in sehr kleine Stücke. Erwärme etwa 2/3 davon langsam über dem Wasserbad, dabei regelmäßig umrühren. Wichtig: Das Wasser darf nicht heißer als 60-65 °C sein und es dürfen keine Wassertropfen oder Wasserdampf in die Schokolade gelangen. Wenn die Kuvertüre eine Temperatur von 55-60 °C erreicht hat (nicht wärmer!) dann muss sie runtergekühlt werden. Ich mache das mit der "Impf-Methode". Rühre nach und nach so viel von der restlichen, sehr fein gehackten Kuvertüre unter, bis sie auf 28-30 °C runtergekühlt ist. Zum Verarbeiten erwärmst du sie wieder langsam auf 30-33 °C - das ist die ideale Verarbeitungstemperatur.
Tipps für perfekt saftige Lebkuchen ohne Mehl
- Nüsse extrem fein mahlen, denn das ist der Schlüssel für Struktur und Saftigkeit.
- Orangeat und Zitronat sehr klein hacken, damit sie sich gleichmäßig verteilen.
- Teig vor dem Backen kurz ruhen lassen, damit er bindet; über Nacht zieht er besonders gut durch.
- Lebkuchen nicht zu lange backen. Sie sollen in der Mitte weich bleiben.
- Schokolade oder Zuckerguss erst auftragen, wenn die Lebkuchen vollkommen ausgekühlt sind.
- Bei zu feuchtem Teig: esslöffelweise mehr gemahlene Haselnüsse oder Mandeln zugeben. Sind die Eier größer als Größe M, kannst du auch ggf. ein Ei weglassen oder halbieren.
- Oblaten verwenden: Sie geben dem Gebäck das originale Lebkuchen-Feeling und verhindern das Kleben am Backpapier.
- Zum Aufstreichen der Masse nehme ich meine Lebkuchenglocke oder eine kleine Winkelpalette. So wird es sauber und gleichmäßig.
Aufbewahrung und Serviervorschläge
Bewahre die Lebkuchen am besten in einer Blechdose auf, dann bleiben sie eine ganze Zeit lang saftig und frisch. Evtl. mit einem Stück Apfel oder etwas Orangenschale, damit sie schön saftig bleiben. Nicht vergessen: Nach ein paar Tagen den Apfel entfernen oder austauschen. Die Elisenlebkuchen schmecken pur, mit Zuckerguss oder weißer bzw. Zartbitter-Kuvertüre sehr fein.
Varianten und Ideen
- Mit Mandeln, Haselnüssen oder einer Mischung backen - je nachdem, wie nussig du es magst.
- Teilweise mit Kuvertüre überziehen, die andere Hälfte pur lassen.
- Wer lieber etwas zum Ausstechen will, sollte mal Lebkuchenkekse testen; für klassische Elisenlebkuchen bleiben Oblaten und Häufchenform ideal.
- Mit kandiertem Ingwer weitere Aromen setzen oder die Reste zu Ingwer-Mandel-Splittern verarbeiten.
Wissenswertes und Geschichte
Damals wie heute frage ich mich, warum Elisenlebkuchen Elisenlebkuchen heißen. Gefunden habe ich nur diese Legende. Demnach gab es vor langer Zeit einen Lebküchner, dessen Tochter Elisabeth schwer erkrankte. Sie war seine einzig Tochter und so scheute er keine Kosten und Mühen, damit sie wieder gesund wurde. Also kreierte er einen ganz besonderen Lebkuchen mit vielen Gewürzen. Sie aß davon und - richtig, ihr ahnt es - wurde wieder gesund. Der Elisenlebkuchen war geboren.
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Nährwertangabe (Orientierung)
| Gesamt (≈ 960 g) | pro Lebkuchen (≈ 60 g) |
|---|---|
| Energie ≈ 4 300 kcal | ≈ 270 kcal |
| Fett ≈ 290 g | ≈ 18 g |
| Kohlenhydrate ≈ 300 g | ≈ 19 g |
| Eiweiß ≈ 105 g | ≈ 6,5 g |
| Ballaststoffe ≈ 45 g | ≈ 2,8 g |
| Salz ≈ 0,7 g | ≈ 0,04 g |
Die Elisenlebkuchen schmecken frisch schon gut - aber nach ein paar Tagen sind sie noch besser! Ein einfaches, gelingsicheres Rezept für eure Weihnachtsbäckerei.
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