Lebkuchen mit Zuckerglasur – Rezept und Zubereitung
Lebkuchen sind absolute Klassiker auf dem Plätzchenteller im Advent. Die bekanntesten Lebkuchen kommen wohl aus Nürnberg, deshalb nennt sie auch fast jeder Nürnberger Lebkuchen. Diese oft handgroßen Leckereien haben eine lange Tradition und sind ab Herbst in jedem Supermarkt erhältlich. Selbst gebacken schmecken die Dinger aber natürlich um einiges besser.
Zutaten für klassische Lebkuchen (etwa 40 Stück)
- 1/4 TL Hirschhornsalz*
- 1 EL Milch (1,5% Fett), kalt
- 350 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 6 Eier (M)
- 1 TL Vanille Extrakt
- 380 g Mehl (Type 550)
- 150 g Mandelblättchen
- 15 g Lebkuchengewürz*
- 75 g Orangeat, fein gehackt
- 75 g Zitronat, fein gehackt
- etwa 40 runde Backoblaten (Ø 70 mm)
Für die Dekoration / Glasuren
- 250 g Zartbitter Kuvertüre (70% Kakao), grob gehackt
- 25 g Kokosfett
- 150 g Puderzucker
- 1 EL Milch
- 1-2 EL Zitronensaft
- einige halbierte (blanchierte) Mandeln (optional)
Alternative Rezeptvarianten (Elisenlebkuchen, mehlfreie Variante)
Elisenlebkuchen sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck, das seinen Ursprung im Nürnberger Raum hat. Die Elisenlebkuchen-Variante enthält oft keine Mehlzugabe und wird stattdessen mit Mandeln, Zitronat, Haselnüssen und Eiern zubereitet. Für den Zuckerguss benötigt man Puderzucker und Wasser. Auf je eine Oblate werden je 2 EL Teig gesetzt und kuppelförmig verstreicht, gebacken bei 140 °C Ober-Unterhitze für 25-30 Minuten und nach dem Abkühlen mit Zuckerguss bestrichen.
Zubereitung - Schritt für Schritt (klassische Variante mit Oblaten)
- Das Orangeat und Zitronat sehr fein hacken und zur Seite stellen. Das Hirschhornsalz in der Milch auflösen. Zucker, Salz, Eier und Vanille Extrakt in eine große Schüssel geben und mehrere Minuten auf höchster Stufe hell und luftig aufschlagen.
- Mehl, Mandelblättchen, Lebkuchengewürz, Orangeat und Zitronat vermischen und dann zusammen mit dem Hirschhornsalz-Milch-Mix zur Schüssel dazugeben und alles gut verrühren. Der Teig wird sehr weich und klebrig sein - eher eine dickflüssige Masse. Die Schüssel abdecken und an einem kühlen Ort für 24 Stunden ruhen lassen.
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Jeweils eine kleine Portion Teig auf eine Oblate aufsetzen und dann mit einem Spatel, einer Backpalette o.ä. verstreichen. Ein 1/2 cm sollte rundum auf der Oblate frei bleiben. Nicht zu viel Teig auf eine Oblate geben, da der Teig etwas auseinander läuft.
- Die Lebkuchen mit genügend Abstand zueinander auf die Backbleche setzen. Die Bleche nacheinander für etwa 20-22 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und die Lebkuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
- Für die Glasuren die Kuvertüre grob hacken und mit dem Kokosfett in einer Schüssel über einem Topf mit köchelndem Wasser schmelzen (kann man auch in der Mikrowelle erledigen). Für die Zuckerglasur den Puderzucker mit der Milch verrühren und dann nach und nach Zitronensaft dazugeben, bis eine dickflüssige Glasur entstanden ist.
- Die Hälfte der Lebkuchen mit der Schokolade überziehen, den Rest mit der Zuckerglasur bestreichen. Wer mag, kann noch halbierte Mandeln in die Schokolade bzw. den Zuckerguss drücken und dann alles abkühlen bzw. trocknen lassen. Die Lebkuchen in gut schließende Blechdosen mit Butterbrotpapier zwischen den Lagen füllen und dann an einem kühlen Ort lagern. Die Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie einige Zeit ruhen und ziehen konnten.
Kurzversion: Schnelles Lebkuchen-Backverfahren
Die Butter zusammen mit dem Zucker und dem Honig in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen lassen. Dabei rühren, damit sich der Zucker auflöst. Das Mehl zusammen mit dem Lebkuchengewürz, Backpulver und Kakaopulver in eine Schüssel geben und vermischen. Die abgekühlte Butter-Honigmischung sowie das Ei hinzugeben und mithilfe der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät (Knethaken) zu einem festen Teig verarbeiten.
30 Minuten vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und anschließend von Hand nochmals durchkneten. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier bereitstellen. Den Teig dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 5 mm stark ausrollen und die gewünschten Formen ausstechen. Die Lebkuchen auf die Backbleche geben und nacheinander auf mittlerer Stufe ca. 12-15 Minuten backen. Nach dem Backen kurz auf dem Backblech abkühlen lassen und anschließend auf Kuchengitter geben.
Zuckerguss: Grundlagen, Konsistenzen und Tipps
Zuckerguss ist eine absolute Basis-Zutat beim Backen. Der klassische Zuckerguss besteht aus 2 Zutaten: gesiebtem Puderzucker und Wasser. Je nachdem, wie viel Flüssigkeit ihr verwendet, wird das Ergebnis dünner und durchsichtiger oder fester, zäher und deckender. Und so funktioniert es: Gebt den gesiebten Puderzucker in ein Schüsselchen oder großes Glas. Danach kommt löffelweise Wasser hinzu. Alles sehr gut mit einem Schneebesen verrühren - fertig.
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- Eher fester Zuckerguss zum Verzieren von Plätzchen: 250 g Puderzucker und 3 EL Flüssigkeit.
- Fast durchsichtiger Zuckerguss eignet sich für Glasuren, die dünn verlaufen sollen.
- Zuckerguss mit Zitrone: Einen Teil des Wassers mit Zitronensaft ersetzen.
- Bunter Guss: Bei pulvriger Lebensmittelfarbe diese unter den Zucker mischen, flüssige (Gel-)Farben zum Wasser geben.
- Wichtig: Puderzucker sieben und Flüssigkeit sehr langsam zugeben, damit keine Klümpchen entstehen.
- Für Eischnee-Glasur: Den Puderzucker zunächst zweimal durch ein feines Sieb sieben und erst dann unter den Eischnee rühren. Zur Vermeidung von Klümpchen im Guss unbedingt die Hagelschnur (dicker Faden im Eiweiß) entfernen.
Tipps, Varianten und Lagerung
- Man kann die Lebkuchen prima nach Belieben anpassen: z. B. nur Orangeat verwenden oder einen Teil davon mit kandierten Kirschen austauschen, Dinkelmehl statt Weizenmehl verwenden oder zusätzliche gehackte Nüsse hinzugeben.
- Gleiches gilt für die Dekoration: mit etwas Fantasie geht hier natürlich noch einiges mehr. Ich bin ja eher für schlicht und einfach und am liebsten nur mit Zuckerguss.
- Die Lebkuchen in gut schließende Blechdosen mit Butterbrotpapier zwischen den Lagen füllen und dann an einem kühlen Ort lagern. Richtig gelagert, können sie mehrere Wochen lang genossen werden.
- Kurzfristig: Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie einige Zeit ruhen und ziehen konnten.
FAQ (Kurzantworten)
- Woher stammt der Name „Lebkuchen“? Der Begriff leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „lebbe“ (Leben) und „kuoch“ (Kuchen) ab.
- Sind Nürnberger Lebkuchen glutenfrei? Klassische enthalten Mehl und sind somit nicht glutenfrei; es gibt aber glutenfreie Varianten wie Elisenlebkuchen.
- Gibt es vegane Varianten? Ja, es gibt auch vegane Lebkuchen ohne tierische Produkte.
- Kein Lebkuchengewürz im Laden? Einfach selbst mischen: z. B. 4 EL Zimt, 1 EL Nelken, 1 TL Piment, 1 TL Kardamom, 1 TL Ingwer, 1/2 TL Muskatnuss, 1/2 TL Koriander, 1/2 TL Muskatblüten.
Praktische Tabelle: Backzeiten und Temperaturen
| Zubereitungsart | Temperatur | Backzeit |
|---|---|---|
| Lebkuchen auf Oblaten | 180 °C Ober-/Unterhitze | 20-22 Minuten |
| Ausgerollter Teig (5 mm) | 180 °C Ober-/Unterhitze | 12-15 Minuten |
| Elisenlebkuchen (kuppelförmig) | 140 °C Ober-/Unterhitze | 25-30 Minuten |
Viel Spaß beim Backen! Habt ihr das Rezept nachgebacken? Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf diesem Weg austauschen können.
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