Kurkuma mit Honig trinken: Wirkung und Anwendung

Seid ihr ständig krank und nichts hilft? Die Kombination aus Kurkuma und Honig, auch bekannt als "Golden Honey", erfreut sich wachsender Beliebtheit als natürliches Heilmittel. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Wirkungen dieser Mischung, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und traditionellen Anwendungen.

Was ist Golden Honey?

Golden Honey ist eine einfache Mischung aus Honig und Kurkuma. Honig, insbesondere naturbelassener Bio-Honig, ist reich an Vitaminen, Mineralien und Enzymen, die das Immunsystem unterstützen können. Kurkuma, ein Gewürz aus der Familie der Ingwergewächse, enthält den Wirkstoff Curcumin, der für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt ist. In der ayurvedischen Medizin wird diese Kombination seit langem als natürliches Antibiotikum gegen Erkältungen und Entzündungen eingesetzt.

Die potenziellen Vorteile von Kurkuma und Honig

Sowohl Kurkuma als auch Honig werden traditionell für ihre gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Hier ein Überblick über die potenziellen Wirkungen:

  • Entzündungshemmende Wirkung: Curcumin in Kurkuma kann Entzündungen im Körper reduzieren. Studien deuten darauf hin, dass Curcumin bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose helfen kann.
  • Antioxidative Wirkung: Curcumin ist ein starkes Antioxidans, das freie Radikale neutralisieren und Zellschäden verhindern kann.
  • Antibakterielle Wirkung: Honig besitzt antibakterielle Eigenschaften und kann bei der Bekämpfung von Infektionen helfen.
  • Verdauungsfördernde Wirkung: Kurkuma kann die Verdauung anregen und bei Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl helfen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Kurkuma-Pulver als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden anerkannt.
  • Immunstärkende Wirkung: Sowohl Honig als auch Kurkuma können das Immunsystem unterstützen und die Abwehrkräfte stärken.
  • Wundheilung: Honig wird traditionell zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen eingesetzt.

Die wissenschaftliche Evidenz

Es ist wichtig zu beachten, dass die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Kurkuma und Honig, insbesondere in Kombination, noch begrenzt ist. Viele Studien wurden in Zellkulturen oder an Tieren durchgeführt, und die Ergebnisse sind nicht immer auf den Menschen übertragbar.

Kurkuma: Curcumin wurde in Hunderten von wissenschaftlichen Untersuchungen getestet, und einige Studien deuten auf positive Effekte hin, z. B. wachstumshemmende Wirkung auf Krebszellen in der Petrischale und verbesserte Hirnleistung in Tierversuchen. Klinische Studien am Menschen haben antientzündliche, knorpelschützende und cholesterinsenkende Eigenschaften gezeigt. Allerdings sind viele Studien aufgrund geringer Teilnehmerzahlen oder fehlender Kontrollgruppen nicht aussagekräftig.

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Honig: Studien haben gezeigt, dass Honig antibakterielle Eigenschaften besitzt und bei der Wundheilung helfen kann. Einige Studien deuten auch darauf hin, dass Honig antioxidative Wirkungen hat und möglicherweise bei der Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs helfen kann.

Anwendung von Kurkuma mit Honig

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kurkuma mit Honig zu konsumieren:

  • Golden Honey Paste: Mischen Sie Kurkumapulver und Honig zu einer Paste. Diese Paste kann pur eingenommen, in warme Milch eingerührt oder als Zutat in verschiedenen Gerichten verwendet werden.
  • Goldene Milch: Erwärmen Sie Milch (Kuhmilch oder Pflanzenmilch) mit Kurkuma, Ingwer, Zimt und Pfeffer. Süßen Sie die Milch nach Bedarf mit Honig.
  • Kurkuma-Tee: Übergießen Sie Kurkumapulver oder eine Kurkuma-Teebeutel mit heißem Wasser. Fügen Sie Honig und Zitrone hinzu, um den Geschmack zu verbessern.
  • Als Gewürz: Verwenden Sie Kurkuma als Gewürz in verschiedenen Gerichten, z. B. Currys, Suppen, Gemüsegerichten und Smoothies.

Rezept für Golden Honey Paste:

  • 1 Esslöffel Kurkumapulver
  • 3 Esslöffel Honig (am besten Bio-Honig)
  • Eine Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (optional)

Mischen Sie alle Zutaten in einem Glas und bewahren Sie die Paste im Kühlschrank auf. Bei Erkältungen kann man mehrmals täglich einen halben Teelöffel einnehmen. Die Paste kann auch in warmer Milch oder Tee eingerührt werden.

Worauf sollte man achten?

  • Dosierung: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, täglich nicht mehr als zwei Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht zu verzehren. Eine Überdosierung kann zu Nebenwirkungen wie Blähungen, Durchfall, Übelkeit oder Schmerzen im Verdauungstrakt führen.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Curcumin kann die Wirkung bestimmter Medikamente verändern. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie vor der Einnahme von Kurkuma-Präparaten oder größeren Mengen Kurkuma Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren.
  • Bioverfügbarkeit: Curcumin wird vom Körper schlecht aufgenommen. Die Zugabe von schwarzem Pfeffer (Piperin) kann die Bioverfügbarkeit von Curcumin erhöhen.
  • Qualität: Achten Sie beim Kauf von Kurkuma und Honig auf eine gute Qualität. Wählen Sie am besten Bio-Produkte von regionalen Anbietern.
  • Allergien und Unverträglichkeiten: Personen mit bekannter Allergie gegen Curcumin oder andere Inhaltsstoffe sollten Golden Honey meiden.

Wer sollte vorsichtig sein?

  • Schwangere und Stillende: Obwohl Kurkuma als Gewürz in der Regel unbedenklich ist, sollten Schwangere und Stillende größere Mengen Kurkuma oder Curcumin-Präparate vermeiden.
  • Personen mit Gallensteinen: Curcumin kann die Bildung und Sekretion von Gallensaft fördern, was eine Gallenkolik auslösen kann.
  • Personen mit Lebererkrankungen: Kurkuma kann die Leberwerte beeinflussen. Personen mit Lebererkrankungen sollten vor der Einnahme von Kurkuma ihren Arzt konsultieren.
  • Kinder: Es gibt keine ausreichenden Daten zur Sicherheit von Kurkuma und Honig bei Kindern.

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