Kürbis Kekse zum Ausstechen – ausführliches Rezept und Tipps
Herbstzeit ist Kürbiszeit: Die wunderbaren Farben der Bäume inspirieren und überall gibt es jetzt tolles Saisonobst und -gemüse wie Maroni, Feigen und vor allem Kürbis. Kürbis schmeckt so toll egal ob in Käsekuchen, als lauwarmer Salat, als Suppe oder in Keksen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Kürbisse kann man auch bei der Zubereitung von Keksen verwenden.
Warum Kürbiskekse?
Sie sehen nicht nur bezaubernd aus, sondern schmecken auch ganz vorzüglich. Die feine Kürbisnote sorgt für das besondere Etwas! Und wenn sie also schon herbstlich angehaucht sind, dann doch gleich auch noch ein paar Gewürze dazugeben, so wie beim Pumpkin Spice Latte, der nicht umsonst „Spice“ enthält.
Zutaten - Grundrezept (für ca. 24 Ausstechkekse, je nach Größe)
- 400 g Kürbisfleisch (oder 150-200 g je nach Variante im Text beschrieben)
- 250-370 g Mehl (je nach Rezeptvariante; beginnt man z.B. mit 370 g, kann weniger ausreichen)
- 50-200 g Butter (je nach Rezeptvariante: 50 g bis 200 g)
- 50 g Schmand oder 1 Ei (einige Varianten nutzen Schmand, andere Ei)
- 50 ml Milch oder nach Bedarf
- 4 EL Zucker + Vanillezucker oder 100 g Diamant Feinster Zucker (je nach Rezept)
- 1 Prise Salz
- 0,5-1 TL Backpulver (je nach Rezept)
- Gewürze: Zimt, Muskatnuss, ggf. Kardamom (nach Geschmack)
- Orangenschale (optional, fein abgerieben) für frische Noten
Kürbispüree herstellen (Basis)
Falls ihr keinen Kürbispüree habt, ist das kein Problem. Denn kann man einfach selber herstellen. Dafür braucht ihr 400 g Kürbisfleisch. Dieses in Würfel schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen und bei 180°C Grad für 50 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und pürieren.
Alternativ: 150 g Kürbis mit Wasser in einem Topf mit Deckel 10-15 Minuten weich kochen, dann abtropfen lassen und pürieren. Oder den Kürbis entkernen, in Würfel schneiden und mit ca. 3 EL Wasser 15-20 Minuten weich kochen und anschließend fein pürieren.
Teigzubereitung - Mürbeteig-Variante mit Kürbis
Für den Teig Mehl, Zucker, Vanillezucker, Muskatnuss, Zimt, Salz, Ei, Orangenschale und 100 g Kürbispüree in eine Schüssel geben. Butter in Stückchen dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig ca. 7 mm dick ausrollen und mit einem Kürbis-Ausstecher Kekse ausstechen.
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Oder nach anderer Variante: Kürbispüree, Milch, Zucker und Butter in eine Schüssel geben und vermengen. In eine zweite Schüssel vermischen wir das Mehl mit den geriebenen Mandeln, dem Backpulver und dem Zimt. Kürbispüree zur Mehlmischung geben und alles gut kneten bis man einen Teig (ähnlich dem Mürbeteig) erhält. Falls der Teig zu klebrig ist, einfach noch etwas mehr Mehl dazugeben, bis die Konsistenz passt.
Wichtige Hinweise zum Teig
- Der Teig ist ziemlich klebrig, deshalb kann es schwierig sein, die Ausstecher sauber anzuwenden. Falls nötig, noch etwas Mehl dazugeben, bis der Teig sich gut ausrollen lässt.
- Den gekneteten Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten (besser 1 Stunde) in den Kühlschrank geben. Besonders wichtig: immer schön kühlen, vor dem Ausrollen, aber dann nochmal vor dem Backen.
- Den gekühlten Teig in vier Stücke teilen, damit er sich leichter weiterverarbeiten und ausrollen lässt.
Ausrollen, Ausstechen und Backen
Arbeitsfläche bemehlen und den Teig dünn ausrollen (ca. 4-7 mm je nach Rezept; manche Varianten mögen 1-1,5 cm dicke Plätzchen). Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die ausgestochenen Plätzchen nochmal für mindestens 15 Minuten im Kühlschrank kühlen bevor man sie backt. Es ist sehr wichtig, dass die Plätzchen gekühlt sind, sonst zerlaufen sie.
Backofen auf 170-180°C Ober-/Unterhitze (Umluft ~160°C) vorheizen. Die Plätzchen ca. 8-15 Minuten backen, je nach Dicke: dünnere Ausstecher 8-10 Minuten, dickere 10-12 oder bis 12-15 Minuten für 7 mm dicke Kekse. Sie sollten leicht golden aussehen, aber nicht zu dunkel werden, sonst werden sie trocken.
Glasur und Dekoration
Für die Glasur Puderzucker (Diamant Glasurzucker) mit Orangensaft oder Wasser zu einer glatten Glasur anrühren. ¼ der Glasur abnehmen und grün einfärben, den Rest orange einfärben. Die Glasur sollte wie Honig langsam fließend sein. Dann per Spritztülle die Plätzchen mit der Glasur verzieren und trocknen lassen. Die Schokolade bei niedriger Temperatur schmelzen und die Plätzchen weiter verzieren.
Achte für eine stabile Glasur darauf, dass alle Küchenutensilien fettfrei sind. Siebe den Puderzucker und rühre ihn zusammen mit Zitronensaft, Lebensmittelfarbe und Eiweiß (bei Royal-Icing-Variante: 30 g Eiweiß, 150 g Puderzucker, 3-4 Tropfen Zitronensaft) für ca. 10 Minuten auf niedriger Stufe glänzend. Wenn die Glasur zu fest ist, tröpfchenweise Zitronensaft oder Wasser hinzufügen.
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Beginne damit, die Konturen der Kürbis Kekse mit der Glasur nachzuziehen. Fülle anschließend das Innere aus, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erhalten. Für farbliche Akzente grüne Dekostreusel auf den Strunk geben. Für gruselige Motive Zuckeraugen oder schwarze Glasur für Gesichter nutzen.
Varianten und Tipps
- Herzhafte Variante: Einige Leser haben die Kekse ohne süße Zutaten mit Kräutern und Chili und danach Hagelsalz bestreut. Mit Kräuterquark als Dip sind sie sehr lecker.
- Gewürze: Zimt, Muskatnuss und optional Kardamom ergänzen den Herbstgeschmack.
- Formvorlagen: Wenn kein Ausstecher vorhanden ist, kann man eine Vorlage aus Pappe ausschneiden und Kekse per Messer ausstechen - das ist etwas mehr Arbeit, funktioniert aber.
- Einfrieren: Wie alle Mürbeteigkekse lassen sie sich ganz wunderbar einfrieren, egal, ob mit oder ohne Zuckerglasur. Die Kürbisplätzchen lassen sich wunderbar einfrieren, egal, ob mit oder ohne Glasur.
- Glasur-Farbton: Um die Glasur zart-orange zu bekommen, kann man sie auch mit Möhrensaft anrühren.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange halten sich die Kekse?
Unverzierte, trocken gelagerte Mürbeteigkekse halten mehrere Wochen in einer luftdichten Dose. Mit Glasur sind sie mindestens einige Tage haltbar, am besten kühl und trocken lagern. Für längere Haltbarkeit einfrieren - sie lassen sich wunderbar einfrieren, egal, ob mit oder ohne Glasur.
Kann ich die Kekse eine Woche vor einer Halloweenparty zubereiten?
Ja: Du kannst sie ruhig eine Woche vorher backen und trocken lagern oder einfrieren. Wenn du Glasur aufträgst, empfiehlt es sich, die Glasur spätestens 1-2 Tage vorher aufzubringen, damit sie vollständig trocknen kann; eingefroren lassen sich die Kekse dann wieder auftauen und bei Bedarf nachdekorieren.
Kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung (kompakt)
- Kürbis putzen, in Stücke schneiden und weich garen (backen 180°C 50 min oder kochen 10-20 min). Pürieren.
- Mehl, Zucker, Gewürze, Orangenschale, Ei und Kürbispüree mit Butter zu einem glatten Teig verkneten. Falls nötig mehr Mehl zugeben.
- Teig mindestens 30-60 Minuten kühl stellen.
- Teig dünn ausrollen, Kürbis-Kekse ausstechen, erneut kühlen (mind. 15 min).
- Bei 170-180°C 8-15 Minuten backen, abkühlen lassen.
- Glasur anrühren, konturieren, ausfüllen, trocknen lassen und nach Belieben mit Schokolade verzieren.
Basis-Glasur-Rezept
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Puder- oder Glasurzucker | 150-200 g |
| Wasser/Orangensaft oder Zitronensaft | 3-4 EL (nach Konsistenz) |
| Eiweiß (optional für Royal Icing) | 30 g |
| Lebensmittelfarbe | nach Bedarf |
Die Glausur sollte wie Honig langsam fließend sein; ggf. mehr Wasser oder Zucker hinzufügen, um die richtige Konsistenz zu erhalten.
Persönliche Erfahrung und Motivation
Ich bin eigentlich ein Sommer-Mensch. Ich liebe den Sommer und wenn es nach mir ginge, würde es 12 Monate per Jahr Sommer sein. Aber auch die anderen Jahreszeiten haben ihren Charme. Am Herbst mag ich am meisten die wunderbaren Farben der Bäume. So ein Farbenspiel…ich könnte mir die Bäume mit ihren wundervoll gefärbten Blätter den ganzen Tag anschauen und ich würde mich nicht langweilen. Deswegen habe ich mir gedacht, wenn Pinterest mir immer wieder Bilder von Kürbis-Plätzchen zeigt, muss ich doch auch mal welche machen. Gesagt, getan. Ich habe am Ende bei diesen Kürbis-Plätzchen angekommen - sie schmecken sehr, sehr lecker. Werde sie bestimmt jetzt öfters machen.
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