Rezepte für Kuchen aus Plätzchenteig: Nachhaltige Resteverwertung für leckeren Genuss
Nach den Feiertagen oder in der Adventszeit bleiben in fast jedem Haushalt verschiedene Sorten Plätzchen übrig. Anfänglich werden sie zum Kaffee gereicht, zwischendurch genascht und hübsch verpackt verschenkt - und plötzlich hat nach Weihnachten keiner mehr Lust auf die liebevoll hergestellten Kekse. Doch anstatt sie einzufrieren oder sogar wegzuwerfen, kannst du aus übrig gebliebenen Plätzchen einen herrlich aromatischen Kuchen zaubern, der individuell und wandelbar ist - und ganz ohne Lebensmittelverschwendung auskommt.
Warum Kuchen aus Plätzchenteig?
Plätzchenkuchen ist nicht nur lecker, sondern auch praktisch. Er ist die perfekte Resteverwertung, die auf köstliche Weise dem typischen „Keksüberschuss“ nach Weihnachten entgegenwirkt. Mit dem Plätzchenkuchen hast du also nicht nur eine köstliche Alternative zu klassischen Kuchen, sondern auch eine nachhaltige Lösung gegen Lebensmittelverschwendung. Dabei kannst du selbst bestimmen, welche Plätzchensorten du verwenden möchtest, um den Geschmack nach deinem persönlichen Geschmack zu gestalten. Ob Spritzgebäck, Spekulatius, Kipferl, Zimtsterne oder Vanillekipferl: Alles kommt rein!
Aus Keksresten können auch wunderbare Desserts gezaubert werden - etwa ein Plätzchendessert mit Cranberry-Kompott und Mascarpone oder Cakepops aus zerbröselten Plätzchen und Frischkäse. Aber der Klassiker unter der Resteverwertung bleibt der Rührkuchen, der jedes Mal anders schmeckt und individuell angepasst werden kann.
Welche Plätzchen eignen sich?
- Trockene Plätzchen wie Butterplätzchen, Spekulatius, American Cookies, Zimtsterne oder Makronen.
- Gefüllte Plätzchen, z. B. mit Nougat oder Marmelade (Terrassenplätzchen o. ä.), funktionieren ebenfalls.
- Kein Trüffel, Rumkugeln oder sehr nasse Gebäcke - sie machen den Teig zu feucht.
- Sogar Lebkuchen, Dominosteine und festgewordene Schokoglasuren können verwertet werden - einfach grob hacken und einarbeiten.
Grundprinzip: Plätzchen als „Mehlersatz“ im Teig
Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Plätzchen ersetzen im Grunde das Mehl, einen Teil vom Zucker und das Fett. Du musst die Plätzchen nur fein hacken oder mahlen und mit wenigen weiteren Zutaten zu einem cremigen Teig verarbeiten. Mandeln, Nüsse, Schokostreusel oder zerkleinerte Schokoladenoster- oder Nikolausfiguren sorgen für das gewisse Extra.
Plätzchenkuchen: Basisrezept für den Rührteig
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Plätzchen (verschiedenste Sorten) | 300 - 500 g |
| Zucker | 50 - 100 g |
| Mehl | 50 - 200 g (je nach Rezept) |
| Eier | 2 - 4 Stk. |
| Milch oder Schokomilch | 50 - 250 ml (ggf. pflanzlich) |
| Margarine oder Butter | 50 - 200 g |
| Schokolade (optional, auch als Glasur oder Stückchen im Teig) | nach Geschmack |
| Mandeln, Nüsse, Backpulver, Gewürze, Zitronen-/Orangenabrieb, Salz | nach Geschmack |
Schritt-für-Schritt Zubereitung
- Plätzchen in einem Mixer fein mahlen oder mit dem Nudelholz zerbröseln. Je feiner, desto gleichmäßiger wird der Teig. Wechsel zwischen grob und fein gibt dem späteren Kuchen besondere Textur.
- Die fein gemahlenen Plätzchen mit Milch (und je nach Belieben einem Schuss Likör oder Eierlikör) übergießen und 15-30 Minuten quellen lassen. Bei manchen Rezepten werden weiche Bestandteile (z.B. Lebkuchen) nur grob zerkleinert.
- Eier und Zucker in einer Schüssel 5-8 Minuten hellcremig aufschlagen.
- Mehl, Backpulver (oder Natron mit Zitronensaft) sowie Mandeln und Gewürze mischen und vorsichtig zu den Eiern geben. Teig gut verrühren.
- Die Keks-Milch-Masse dazugeben und mit einem Teigschaber oder Mixer unterrühren.
- Pflanzenmargarine oder weiche Butter zufügen und nochmals cremig mixen. Der Teig sollte dickflüssig wie Rührteig sein; ggf. noch etwas Milch oder Kekskrümel zugeben.
- Kuchenform sorgfältig einfetten und mit Mehl/ Paniermehl oder gemahlenen Nüssen ausstreuen.
- Teig einfüllen, glatt streichen und im vorgeheizten Backofen (170-180°C Ober-/Unterhitze) für 35-60 Minuten backen. Stäbchenprobe empfiehlt sich am Ende der Backzeit!
- Kuchen nach dem Backen kurz in der Form, dann auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Wichtige Tipps für perfekten Plätzchenkuchen
- Variiere Mehlmenge: Wenn nicht genug Plätzchenreste vorhanden sind, einfach mit Butterkeksen oder Mehl auffüllen.
- Feuchtigkeit kontrollieren: Trockene Kekse brauchen meist mehr Milch oder Butter im Teig; kräftige, fettreiche Plätzchen weniger.
- Für besondere Saftigkeit sorgt Schokomilch oder ein Schluck Likör (Amaretto, Rum, Eierlikör etc.).
- Für eine intensive Schokoladennote Schokostückchen und/oder Kakaopulver in den Teig einarbeiten.
Dekorationsideen und Varianten
- Mit Puderzucker bestäuben für eine klassische Optik.
- Mit Schokoladen- oder Zuckerguss überziehen - hier kann auch Schokoreste von Weihnachtsmännern geschmolzen und verteilt werden.
- Bunte Streusel, gehackte Nüsse, kleine Plätzchenstückchen oder Belegkirschen auf der noch flüssigen Glasur verteilen.
- Auch Mini-Versionen im Muffinförmchen sind möglich!
- Wer mag, kann Trockenfrüchte oder Apfelstückchen für besondere Frische und ein fruchtiges Aroma ergänzen.
Weitere geniale Möglichkeiten, Keksreste zu verwerten
Keksreste sind neben der Verarbeitung zu einem Rührkuchen auch wunderbar dafür geeignet, einen schnellen Tortenboden ohne Backen zu zaubern. Für einen Tortenboden (26 cm Durchmesser) werden 200-250 g Kekskrümel und 80-100 ml geschmolzenes Fett wie Butter, Kokosöl oder Kakaobutter benötigt.
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Ganz einfach lassen sich Plätzchen oder Kekse auch in ein leckeres Schichtdessert verwandeln. Einfach mit Creme, Kompott und Sahne schichten.
Mit Keksresten können auch Cakepops gemacht werden. Dafür einfach die Plätzchen fein mahlen/zerbröseln und mit Ganache, Frischkäse oder Mascarpone vermengen. Kugeln formen und wie üblich mit Schokolade und Streuseln überziehen.
Rezept: Klassischer Keksreste-Kuchen (für 1 Kastenform)
- 300 g Plätzchen (Mix aus trockenen und gefüllten Sorten)
- 100 g Mandeln, gemahlen
- 30 g Mandeln, gehackt
- 150 g Zartbitterschokolade
- 100 g Zucker
- 100 g Butter (oder Margarine)
- 3 Eier (Größe M)
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Zimt, 1 Prise Salz
- 1 TL Zitronen- oder Orangenabrieb
- 50 ml Milch
- Puderzucker oder Schokoladenglasur zum Dekorieren
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Form fetten und mehlen. Plätzchen und Schokoreste grob hacken/mahlen, Schokolade schmelzen. Weiche Butter mit Zucker cremig rühren, Eier einzeln dazugeben. Dann geschmolzene Schokolade zugeben, Mandeln, Backpulver, Zimt, Salz, Abtrieb und Milch hinzufügen. Plätzchen- und Schokobrösel unterheben. In die Form füllen, ca. 60 Minuten backen (Stäbchenprobe). Abkühlen lassen, dekorieren und genießen!
Fazit: Vielfältig, köstlich und nachhaltig
Der Plätzchenkuchen ist ein echtes Multitalent, das sich ganz einfach nach deinem Geschmack variieren lässt. Eine beliebte Variante ist, gehackte Nüsse oder Mandeln in den Teig zu geben - sie sorgen für eine feine Crunch-Note, die perfekt mit der zarten Kuchenstruktur harmoniert. Für den besonderen Touch kannst du den Kuchen nach dem Backen mit Puderzucker bestäuben oder mit einer Glasur aus Schokolade oder Zuckerguss überziehen.
Wer jetzt noch Plätzchenreste hat, kann direkt loslegen: Aus altbackenen Plätzchen wird im Handumdrehen ein köstlicher Kuchen, der beim Nachmittagskaffee, als Mitbringsel oder zum Verschenken punktet!
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