Nährwerte und Kalorien von Kreppel mit Marmeladenfüllung

Der Krapfen (auch Berliner, Pfannkuchen oder Ballen genannt) ist besonders während der Faschingszeit ein wahrer Genuss. Vor der Fastenzeit wird am Faschingsdienstag nochmal samt unseren Lieblings-Backwaren richtig aufgetankt! Historisch gesehen musste man vor dem Aschermittwoch, an dem die siebenwöchige Fastenzeit beginnt, an Hand der köstlichen Backwaren ordentlich Kalorien „tanken“ und bei der Gelegenheit auch alle Schmalz und Eier Vorräte des Haushaltes aufbrauchen.

Kalorienreiches, aber traditionelles Festgebäck

Der Klassiker enthält je nach Rezeptur rund 200 bis 400 Kilokalorien pro Stück. Stolze 200 bis 400 Kalorien bringt ein durchschnittlicher Krapfen mit 60 bis 100 Gramm Gewicht und klassischer Marmeladenfüllung mit. Im Durchschnitt enthält ein Krapfen ungefähr 220 Kalorien, dies kann aber ganz nach Back-Art verschieden sein, und je nach Fülle und Zuckerzusatz sogar bis 400 Kalorien steigen. Je nach Fruchtfüllung enthält der klassische Berliner mit Marmeladenfüllung zwischen 200 bis 350 kcal pro Stück.

Gewicht und Portionsgröße

Das Gewicht eines Berliners kann variieren, liegt aber meistens zwischen 70 und 100 Gramm; Exemplare vom Bäcker können sogar bis zu 120 Gramm wiegen. 55-75 g ist bei uns Berliner-Durchschnittsgröße (gibt allerdings auch welche, die fast doppelt so groß sind...). Für 58 g Berliner (mit dunkler Marmeladenfüllung und Puderzuckerbestäubung) wurden z. B. 2 BE berechnet; ein grober Richtwert für 65 g liegt bei etwa 3 BE.

Woraus bestehen Krapfen? Zutaten und Herstellungsvarianten

Das Gebäck besteht hauptsächlich aus Mehl, Zucker, Fett und Eiern. Mehl, Germ (Hefe), Zucker, Milch, Butter, Eier, Marmelade - das sind Zutaten, die Sie in einem Krapfen vermuten würden. Das Gebäck wird aus einem süßen Hefeteig hergestellt. Der hohe Anteil an Kohlenhydraten stammt aus Mehl und Zucker. Außerdem kommt es darauf an, wozu wir greifen, denn Füllung und Überzug machen für die Fett- und Kalorienbilanz durchaus einen Unterschied.

Wer einen flaumigen Krapfen, verpackt in Kunststoff-Folie aus dem Supermarktregal erwartet, muss ein paar Extra-Zusatzstoffe in Kauf nehmen. So sorgen Emulgatoren (sogenannte „Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren“) durch eine Reaktion mit Stärke dafür, dass diese das Wasser länger binden kann. Der Konservierungsstoff Kaliumsorbat kommt bei fast allen Marmeladefüllungen zum Einsatz. Fairerweise muss man zugeben, dass zahlreiche Hersteller in der Fruchtfülle wie auch im Teig Aromastoffe einsetzen.

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Aufgeschnittener Krapfen mit Marmeladenfüllung

Frittieren vs. Backofen

Ob Berliner aus dem Ofen das Gleiche sind wie aus dem Fett? Nachdem im Netz zahlreiche Rezepte für Krapfen aus dem Backrohr kursieren, stellt sich die Frage: Schmecken Marillen-Krapfen aus dem Ofen so gut wie jene aus dem Fettbad? Geschmacklich war ein Krapfen aus dem Backofen am selben Tag wirklich ein Genuss. Die Konsistenz ist etwas anders. Nachdem ein Backofen-Krapfen kalorientechnisch pro 100 g kaum Vorteile bringt, habe ich für mich entschieden, dass sich der Aufwand kaum lohnt.

Unterschiede nach Füllung: Welche Variante ist „kalorienärmer“?

Die Durchschnittswerte zeigen: der kalorienärmste Krapfen ist tatsächlich einer mit Apfelmusfülle. Danach folgt ein Marmelade-Krapfen, zum Beispiel Marille. Krapfen mit Apfelmusfüllung: nur ca. (deutlich niedriger als Sahne- oder Schokofüllungen). Krapfen mit Marmelade: ca. (klassischer Bereich 200-350 kcal). Krapfen mit Cremepudding, Eierlikör oder Schokolade können deutlich höher im Kaloriengehalt liegen.

Füllung Kalorien (ca. pro Stück) Kommentar
Apfelmus unterer Bereich (kalorienärmste Variante) Fruchtig und leichter als Cremefüllungen
Marmelade (z. B. Marille) 200-350 kcal Klassischer Favorit, moderater Kaloriengehalt
Cremepudding / Vanille oberer Bereich Stärker zucker- und fetthaltig
Eierlikör / Nougat / Schokolade bis 400 kcal oder mehr reichhaltigste Varianten, echte Kalorienbomben

Fettanteil

10 bis 20 Gramm davon sind Fett, je nach Sorte und Bäckerei. Bei einem großen Nougatkrapfen kann es sogar noch mehr sein. Sofern man allen Nährwertangaben der Krapfenhersteller Glauben schenken kann, dürfte die im Krapfen zurückbleibende Fettmenge vom Frittieren nicht mehr als ein Kaffeelöfferl betragen. Wahrscheinlich punkten die Fritteusen der Großbäcker durch exakte Temperaturführung, so dass so wenig Fett wie nur möglich am Krapfen verbleibt.

Krapfen in der Fritteuse

Vegane Krapfen: Zutaten, Nährwerte und Geschmack

Vegane Krapfen sind offensichtlich nicht so einfach zu backen. Gilt es doch Eier, Milch und Butter zu ersetzen. Ich habe nur drei Produkte gefunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten - sich aber alle als „vegane“ Krapfen ausgeben.

  • Veganer Krapfen von Ankerbrot: 90 g-Stück mit 271 kcal, 7 g Fett und 17 g Zucker. Die knapp 30 (!) Zutaten lesen sich wie das Who-is-who der E-Nummern-Liste. Statt Butter kommen Sonnenblumen- und Rapsöl (teils gehärtet) sowie Kokosfett zum Zug.
  • Vrapfen (Billa / Kuchen-Peter): 70 g-Stück mit 228 kcal, 7 g Fett und 18 g Zucker. Flaumigkeit und Geschmack erreicht man u. a. mit Kartoffelflocken, Weizenmalz, -gluten und -fasern. Wenn man es nicht wüsste, könnte dieser vegane Krapfen fast als Original durchgehen.
  • Veganer Bio-Krapfen von Waldherr: zu diesem größten Exemplar sind leider keine Nährwerte ausgewiesen. Der Krapfen punktet mit der kürzesten Zutatenliste und schmeckt herrlich flaumig; die Marmelade schmeckte nach ehrlicher Marille.

Veganer Krapfen schneiden nicht wirklich besser ab als ihre klassischen Brüder. Welche Zusatzstoffe man dafür in Kauf nehmen muss, hängt vom Produkt ab.

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Herstellung und Befüllen von Krapfen (Kurzvideo)

Tipps zum Genuss und zum Selberbacken

Der COOKING-Schlank-Tipp: Lassen Sie sich Krapfen am besten in Maßen schmecken, und greifen Sie eher zu Versionen mit Fruchtfüllung. Ein Berliner ist eine köstliche Süßspeise, sollte aber aufgrund seines hohen Kalorien- und Zuckeranteils in Maßen gegessen werden. Berliner sollten aufgrund der weniger gesunden Nährwerte nur in Maßen verzehrt werden.

Wem das zu gehaltvoll ist, kann sich ruhig selbst an die Leckerei wagen und kleinere oder weniger üppig gefüllte Exemplare herstellen - und zwar nicht nur zur Faschingszeit. Die Krapfengröße und damit die Kalorien pro Stück hat man beim Selberbacken selbst in der Hand.

Ein einfaches Grundrezept (für ca. 12 Krapfen)

  1. 500 g Mehl (Weizen oder Dinkel), 30 g Hefe, 1/4 Liter Milch, 4 Eigelb, 60 g Zucker, 60 g Butter, 1 Prise Salz.
  2. Puderzucker, Zuckerguss oder Streusel für die Dekoration; Kokos- oder Erdnussfett zum Frittieren; für die Füllung: Marmelade.
  3. Aus Mehl, Hefe, Milch, Eigelb, Zucker, Butter und Salz einen Hefeteig herstellen. Den aufgegangenen Teig so lange schlagen, bis er sich vom Rand des Gefäßes und vom Knethaken löst. Den Teig an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.
  4. 12 gleichgroße Stücke abstechen und diese mit bemehlten Händen zu Bällchen formen. Nochmals etwa 20 Minuten gehen lassen.
  5. Frittierfett auf 160°C erhitzen. Die Bällchen mit der oberen Seite zuerst vorsichtig ins Fett gleiten lassen. Nach drei Minuten wenden und bei offenem Topf weitere drei Minuten ausbacken. Abkühlen lassen und mit Marmelade füllen.

Alternativ: Backofen-Krapfen (z. B. 200°C Ober-/Unterhitze 12-15 Minuten bis goldbraun). Aus dem Teig 8-11 Krapfen formen, rundwirken. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C 12-15 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und mit Marmelade füllen. Am besten schmecken die Krapfen ganz frisch aus dem Ofen.

Praktische Hinweise und Verbrauchertipps

  • Wenn Sie am 11.11. (11:11 Uhr) in die Krapfenzeit starten: genießen Sie bewusst ein Exemplar statt mehrere.
  • Massive Unterschiede bei Krapfen gibt es vor allem in der Größe; der Grundteig unterscheidet sich nur unwesentlich von Krapfen zu Krapfen.
  • Seit heuer ist auch bei einigen Herstellern Palmfett enthalten; leider verwenden immer noch etliche Hersteller Palmfett.
  • Als willkommene Auszeit im Bürostress darf ein Marmelade-Krapfen mit gutem Gewissen ab und zu auf den Teller - am besten nach einer leichten Suppe statt als Hauptgericht plus Dessert.

Ja, ein Krapfen ist beileibe kein Diätessen. Genießen Sie 1 (!) Krapfen nach einer winterlichen Suppe statt Hauptspeise/Dessert. Dient alles nur Genusszwecken - und mal beherzt zulangen ist zur Faschingszeit Teil der Tradition.

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