Gesunde Weihnachtsplätzchen: einfache Rezepte und praktische Tipps
Die Weihnachtszeit hat längst begonnen und an jeder Ecke lauern köstliche Versuchungen mit allerlei Zucker und Kalorien. Du möchtest dich auch in den Feiertagen gut ernähren und gesunde Plätzchen backen in der Weihnachtszeit? Dann bist du hier genau richtig!
Warum „gesunde“ Plätzchen nicht automatisch kalorienfrei bedeuten
Bevor ich weiterschreibe, muss ich etwas loswerden. Es geht um das Wort „gesund“. Bei jedem meiner süßen Rezepte, auch in meinem Buch, ergänze ich jedes Mal, dass „gesund“ und „süß“ schwer zu kombinieren ist. Ja, ich backe mit gesünderen Zutaten als die herkömmliche Weihnachtsbäckerei es vorsieht. Allerdings enthält jedes Gebäck - ob traditionell oder modern gesund - einen hohen Anteil an Fett, Zucker und Mehl. Nur weil die folgenden Plätzchen und Kekse also mit gesünderen Alternativen hergestellt werden, bedeutet es nicht, dass man sich daran sattessen kann.
Für mich sind meine Plätzchenalternativen dennoch reuelos, weil sie absolut gut schmecken und weil wirklich nur gute Zutaten drin stecken. Und weil ich sie zusammen mit den Liebsten genieße. Mir ist ebenfalls wichtig, dass ihr wisst, dass es OK ist, an Weihnachten normale Plätzchen zu essen. Gesund Leben bedeutet nicht, auf alles zu verzichten, was euch Freude bereitet.
Grundprinzipien: Zutaten tauschen, nicht Geschmack verlieren
Die Basis der meisten Weihnachtsplätzchen sind Zucker, Butter und Weizenmehl. Diese Zutaten stehen für viele Kalorien, viel Fett und leere Kohlenhydrate (d. h. ohne viele Ballaststoffe). In Maßen gar kein Problem. Plätzchen können aber auch gesund UND lecker sein. Zum Beispiel, indem du einfach weniger Zucker, Butter und Weizenmehl verwendest. Oder du nutzt unsere Tauschbörse und ersetzt einige Zutaten.
- Vollkornmehl statt Weißmehl
- Pflanzenmargarine statt Butter (Anmerkung: Margarine ist nicht für alle eine gesunde Alternative; siehe Hinweise weiter unten)
- Süßes Obst oder Agavendick statt zugesetztem Zucker
- Echter Vanille statt Vanillezucker
- Zartbitterschokolade statt Vollmilchschokolade
- Leinsamen, gehackte Nüsse, Pistazien und Mandeln statt Streuseln
Zur weihnachtlichen Aromatik dürfen Gewürze nicht fehlen: Zimt, Vanille, Muskatnuss, Kardamom, Nelken, Piment, geriebene Zitronenschale oder Kakao sorgen für den typischen Plätzchenduft.
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Einfache, erprobte Rezepte
Low-Carb Bananen-Weihnachtsplätzchen
Entdecke unser köstliches Rezept für Low-Carb Bananen-Weihnachtsplätzchen - deine gesunde Nascherei mit winterlichem Flair. Perfekt für die festliche Zeit.
Schlage die Butter mit dem Zuckerersatz auf, sodass die Masse schön cremig wird. Vermenge dann die Eier mit der Banane im Mixer und gib die Mischung zur Buttermasse. Füge das Mandelmehl und eine Prise Salz hinzu, sodass ein sämiger Teig entsteht. Heize in der Zwischenzeit den Backofen auf ca. Lege ein Blech mit Backpapier aus. Forme mit einem Löffel kleine Kleckse und verteile sie gleichmäßig auf dem Blech. Achte darauf, dass die Kekse nicht zu dicht beieinander liegen, da sie beim Backen aufgehen. Ab in den Backofen damit!
Haferflockenplätzchen
Entdecke unser einfaches Rezept für Haferflockenplätzchen - dein gesunder Snack.
Gib alle Zutaten in eine Schüssel, vermenge sie und knete sie gut durch. Streue nun etwas Mehl auf die Arbeitsfläche und rolle den Teig mit einem Nudelholz aus. Heize in der Zwischenzeit den Backofen auf ca. Plätzchen ausstechen und ab damit auf ein Blech mit Backpapier. Gib die Kekse nun für ca. 10 min in den Ofen.
Müsli-Plätzchen ohne Zucker
Suchst du gesunde Plätzchen ohne Zucker? Dann haben wir hier genau das richtige Rezept für dich: Unsere Müsli Plätzchen werden nämlich mit Honig und Ahornsirup gemacht und ersetzen mit ihrem süßen Geschmack den Zucker.
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Heize deinen Backofen auf 160 Grad vor. Erhitze den Honig zusammen mit dem Sirup und dem Spekulatiusgewürz in einem Topf. Danach vermischst du das Müsli darunter und verteilst die Masse auf einem Backblech. Vergiss nicht, das Blech mit Backpapier zu belegen. Röste die Mischung für etwa 10 Minten im heißen Ofen und lasse sie danach außen abkühlen. Zerhacke die Zartbitter-Kuvertüre und lasse sie in einer kleinen Schüssel in einem warmen Wasser schmelzen. Danach vermischt du sie mit dem Müsli gut. Jetzt kannst du nach Belieben aus der Masse verschiedene Formen bilden. Lass deiner Fantasie freien Lauf: Sterne, Monde, Tannenbäume oder Kreise. Erlaubt ist, was dir gefällt. Stelle deine Kreationen in deinen Kühlschrank und lass sie fest werden.
Gesunde Ausstechplätzchen (zuckerfrei möglich)
Entdecke unser zuckerfreies Rezept für klassische Ausstechplätzchen - dein kreativer Backspaß mit natürlichen Zutaten.
Mische alle Zutaten und verknete sie ordentlich. Wickle den Teig in Folie ein und stelle ihn für 20 bis 30 Minuten kalt. Heize in der Zwischenzeit den Backofen auf ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Rolle den Teig mit einem Nudelholz auf Folie oder einer Dauerbackmatte aus. Steche mit weihnachtlichen Ausstechformen deiner Wahl Plätzchen aus. Lege ein Backblech mit Backpapier aus und verteile die Plätzchen gleichmäßig darauf. Je nachdem, wie dick du den Teig ausgerollt hast, solltest du ca. 50 bis 60 Plätzchen rausbekommen. Nach ca. 10 bis 15 Minuten sind die gesunden Weihnachtsplätzchen ohne Zucker fertig!
Kokosmakronen (glutenfrei, vegan möglich)
Die Kokosmakronen die ich heute gebacken habe, kommen sogar ganz ohne herkömmliches Mehl aus. Sie bestehen lediglich aus Kokosraspeln und 3 Esslöffeln Mandelmehl. Dadurch sind sie glutenfrei und auch vegan. Wenn du dich in der Weihnachtszeit gesünder ernähren möchtest, aber nicht auf leckere Vanillekipferl verzichten möchtest, dann ist dieses Rezept perfekt für dich.
Trenne Eiweiß und Eigelb voneinander und schlage das Ei zu Eischnee auf. Mixe den Zuckerersatz kurz (!) unter das Eischnee. Nun kannst du die restlichen Zutaten vorsichtig unter das Eischnee heben. Vermenge alle Zutaten nicht zu lang miteinander, da der Schnee sonst einfällt und die Kokosmakronen so weniger saftig werden. Forme aus der Masse nun einzelne Kokosmakronen und gib sie auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech. Ich habe hier pro Esslöffel eine Kokosmakrone geformt, so werden sie sehr groß (20 Stk.). Du kannst auch mit einem Teelöffel arbeiten, dann werden sie entsprechend kleiner (40 Stk.). Backe die Kokosmakronen bei 160°C Umluft und mittlerer Backschiene für 15-20 Minuten aus.
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Traditionell, aber leichter: Zimtsterne und Spekulatius
Zimtsterne sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck und eine Möglichkeit, wenn du gesunde Plätzchen backen möchtest. Ein Plätzchen in unserer vegetarischen Form hat nur 65 Kalorien und wenig Kohlenhydrate und Fette.
Trenne die drei Eier: Für das Rezept benötigst du nur die Eiweiße, das Fett und die Kalorien der Eigelbe sparen wir uns. Schlage die Eiweiße mit Hilfe eines Rührers zu einem festen Schnee. Durchsiebe den Puderzucker mit einem Mehlsieb und hebe ihn löffelweise unter den Schnee. Stelle drei EL davon zur Seite, die brauchen wir am Schluss zum Bestreichen deiner gesunden Plätzchen. Den restlichen Schnee vermischt du dann mit dem Kaffeepulver, dem Vanillezucker, Zimt und den gemahlenen Mandeln, bis der Teig fast nicht mehr klebt. Damit der Teig nicht an deiner Arbeitsplatte und deinen Arbeitsgeräten klebt, lege ihn auf eine Frischhaltefolie und rolle ihn etwa einen Zentimeter dick aus. Lege den ausgerollten Teig für gute zwei Stunden in den Kühlschrank zum kühlen. Heize deinen Backofen auf 125 Grad vor. Steche aus dem Teig mit Hilfe der Ausstechform so viele Sterne wie möglich aus. Damit der Teig nicht an der Form kleben bleibt, tauche diese immer wieder in Puderzucker ein. Belege ein Backblech mit Backpapier und positioniere die Sterne darauf. Bestreiche mit einem Backpinsel deine gesunden Plätzchen mit dem übrig gebliebenen Schnee und backe sie im Herd für etwa 15 Minuten. Reduziere dann die Temperatur auf etwa 100 Grad und backe die Sterne weitere 10 bis 15 Minuten. Achte darauf, dass der Schnee hell bleibt.
Rezeptidee: Cranberry-Ausstecher mit Amaretto
Dieses gesunde Plätzchen Rezept stammt ursprünglich aus England: Dort werden sie wunderschön mit einem begossenen weißen Deckel garniert. Zuerst musst du die Cranberrys sehr fein schnippeln. Cranberrys sind in den letzten Jahren auch bei uns nach und nach begehrter geworden. Sie wachsen ursprünglich in Nordamerika an einem immergrünen Strauch, sind viel größer als Preiselbeeren und stecken voller gesunder Nährstoffe. Unter anderem stärken sie das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem.
Wenn du sie richtig schön fein gehackt hast, vermischt du sie mit dem Amaretto. Anschließend vermischt du das Mehl mit der Haferkleie und dem Vanillezucker. Auf Wunsch kannst du noch eine Prise Salz und Zimt untermischen, das verstärkt den Geschmack. Die Butter schneidest du in kleine Würfel und vermischt sie mit dem Ei, Ahornsirup und dem Cranberrys-Mix. Das Ganze gibst du dann zu der Mehl-Masse und verknetest es zu einem glatten Teig. Nutze hierzu den Knethaken deines Handrührers und deine Hände. Den homogegen Teig rollst du anschließend zwischen zwei Reihen Frischhaltefolie auf eine Dicke von etwa einem halben Zentimeter aus. Stelle ihn für eine Stunde in deinen Kühlschrank. Heize deinen Backofen auf 180 Grad vor. Wähle einen oder mehrere schöne Keksausstecher: Herz- oder Sternformen sind sehr beliebt. Steche die Formen aus und verteile sie auf ein mit Backpapier belegtes Bachblech. Kleiner Tipp: verreibe auf deine Ausstecher etwas Mehl. Dadurch löst sich der Teig leichter von deiner Ausstechform. Falls dein Teig zu weich wird, kannst du ihn während des Vorganges immer wieder im Kühlschrank kühlen. Die gesunden Plätzchen im vorgeizten Ofen backen, etwa 8-12 Minuten bis sie eine schöne goldbraune Farbe bekommen. Lasse sie komplett abkühlen. Zum Schluss kommt die Kuvertüre: Zuerst zerhäckselst du sie klein. Dann lässt du sie in einem Topf mit warmem Wasser langsam schmelzen. Achte darauf, dass die Mischung nicht zu heiß und dünnflüssig wird. Tauche deine gesunden Plätzchen mit einer flachen Seite ganz leicht in die Kuvertüre, hebe sie wieder ab und drehe sie um zum Trocknen. Wenn sie bei Zimmertemperatur getrocknet sind, kannst du sie luftdicht verpacken und verschenken.
Gesunde Alternativen, Süßungsmittel und Mehltypen
Kokosblütenzucker: zu verwenden wie normaler Zucker, aber mit leicht karamelligen Geschmack. Ich verwende ihn, weil ich erstens den Geschmack mag und weil er den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen lassen soll. Ahornsirup: Ahornsirup enthält nicht unbedingt weniger Zucker, aber zumindest ein paar mehr Mineralstoffe. Seine kräftig-karamellige Note ist z.B. Birkenzucker: prima als Puderzuckerersatz (z.B. zur Deko). Allerdings wirkt er in größeren Mengen abführend und wird auch nicht von allen Menschen vertragen. Banane oder Apfelmark: für mich die gesündesten Zuckerersatzmittel, da sie so in ihrer natürlichen Form auch in der Natur existieren und nicht industriell extrahiert werden müssen. Honig: nicht vegan, aber ich liebe den Geschmack von Honig einfach. Er enthält zwar ebensoviel Zucker wie normaler Haushaltszucker, aber auch gute Enzyme und er wirkt antibakteriell.
Mandelmehl und Kokosmehl: Achtung. Mandelmehl ist nicht das gleiche wie gemahlene Mandeln. Mandelmehl ist ebenso wie Kokosmehl trockener als gemahlene Mandeln. Beide benötigen deshalb etwas mehr Flüssigkeit beim Backen. Buchweizenmehl: Nicht alle mögen den Geschmack, aber ich liebe ihn! Buchweizenmehl ist glutenfrei, schmeckt leicht nussig und enthält diverse Nährstoffe und lässt sich prima verarbeiten. Ich benutze am liebsten Pfeilwurzelstärke, weil diese nicht so stark verarbeitet ist wie Mais- oder Kartoffelstärke.
Praktische Tipps und Tricks für die Weihnachtsbäckerei
- Heize den Backofen immer vor - z. B. Heize den Backofen auf 160 Grad vor, wenn das Rezept es verlangt.
- Wenn ein Teig zu weich wird, kühle ihn zwischendurch im Kühlschrank.
- Kleiner Tipp: verreibe auf deine Ausstecher etwas Mehl. Dadurch löst sich der Teig leichter von deiner Ausstechform.
- Bei Ausstechplätzchen hilft das Kühlen (20-30 Minuten) für formstabile Kekse.
- Rohschokolade oder Zartbitter-Kuvertüre in einem Wasserbad vorsichtig schmelzen; nicht zu heiß werden lassen.
Weitere Rezeptideen und Inspiration
Bis zum fertigen Rezept habe ich einige Zeit gebraucht. Eigentlich wollte ich Bananenkekse mit Mandelmus backen. Die sind aber leider weder optisch noch geschmacklich gelungen... Also habe ich mit anderen Zutaten experimentiert. Mein cleanes Rezept für Plätzchen ist so gut gelungen, dass ich „normale“ gerne mal links liegen lasse. Für das Rezept benötigt ihr Zutaten, die auch in den Low Carb Vanillekipferln oder den Low Carb Chocolate Cookies stecken. Zum einen ist das natives Kokosöl, ein hochwertiges pflanzliches Fett, das ich extrem gerne verwende. Wie der Kokosblütenzucker und das entölte Mandelmehl gehört es zu meinen Basics fürs gesündere Backen. Außerdem stecken in den cleanen Weihnachtsplätzchen Vanilleschoten, Schokolade mit mindestens 75% Kakaoanteil sowie gemahlene Mandeln.
Wenn du Lust auf weitere vollwertige Backrezepte hast, lass dich doch in meinem Buch „Clean Baking - Natürlich backen“ oder unserer Clean-Baking-Kategorie inspirieren. Vollwertig, gesund, gut: Diese Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen passen perfekt ins Clean Baking Konzept.
Zum Schluss: Genuss mit Maß
Es ist wieder Weihnachtszeit und mit ihr beginnt in vielen Haushalten die Weihnachtsbäckerei. Ich liebe es einfach, Weihnachtsmusik anzumachen, Plätzchenteig vorzubereiten und ihn bei einer Tasse warmem Rote Bete-Apfelpunsch zu auszustechen. Gesund backen macht definitiv glücklich und liefert gleichzeitig jede Menge wertvolle Nährstoffe. Am Ende kommt das dir und deiner Gesundheit zugute. Und das Beste: geschmacklich bleibt nichts auf der Strecke. Probiere meine einfachen und schnellen Rezepte am besten gleich aus.
| Rezept | Eigenschaft | Backzeit (ca.) |
|---|---|---|
| Low-Carb Bananenplätzchen | Low-Carb, nussig | 10-15 min |
| Haferflockenplätzchen | Einfach, ballaststoffreich | 10 min |
| Müsli-Plätzchen | Zucker reduziert, knusprig | 10 min (Rösten) |
| Kokosmakronen | Glutenfrei, vegan möglich | 15-20 min |
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