Kekse von der Rolle – 1 Teig, 5 Sorten: Grundrezept und viele Varianten
Spätestens mit einer gemeinsamen Backaktion wird auch der letzte Weihnachtsmuffel in süße Stimmung gebracht. Damit die häusliche Weihnachtsbäckerei aber nicht in Stress ausartet, ist ein einfaches Plätzchen-Rezept die beste Lösung.
Mit einem einfachen gelingsicheren Grundteig lassen sich viele unterschiedliche Kekssorten herstellen, die uns je nach Aromen und Gewürzen nicht nur zu Weihnachten schmecken. Das ist super! Langwieriges In-Form-Bringen und geduldiges Dekorieren entfällt. Somit sind diese Kekse von der Rolle absolut das Richtige für alle, die es schnell, einfach, aber dennoch geschmackvoll mögen.
Das Prinzip: Ein Grundteig, fünf Sorten
So einfach sind Kekse von der Rolle gemacht: Mit 1 Teig macht ihr ganz schnell 5 völlig unterschiedliche Sorten Plätzchen. Aus dem Rezept lassen sich fünf verschiedene Plätzchenarten backen. Der Plätzchenteig wird zu länglichen Rollen geformt, die dann gut gekühlt kurzerhand in Scheiben geschnitten werden. Es empfiehlt sich sehr, ein paar dieser leckeren Keksrollen in der Gefriertruhe vorrätig zu haben.
Grundrezept: Basisteig für etwa 26-170 Kekse (variabel)
Alle Zutaten in der Schüssel zu einem glatten Teig verkneten und eine Stunde oder über Nacht kühlen. Den Teig in fünf Teile unterteilen und wie unten stehend ergänzen. Den Teig in 5 Teile teilen, je nach Rezept verfeinern, in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Der Teig muss eine Weile im Kühlschrank ruhen, weswegen es sinnvoll ist, sie bereits am Vortag zuzubereiten. Das spart am eigentlichen Backtag viel Zeit.
| Zutaten (Basis, Beispielmengen) | Menge |
|---|---|
| Butter | 125-600 g (je nach Rezept) |
| Zucker / Vanillezucker / Puderzucker | 125-400 g + Vanille |
| Mehl | 250-1000 g |
| Eier | 1-4 |
| Prise Salz, Backpulver optional | nach Bedarf |
Butter in Würfel schneiden. 900 g Mehl, 300 g Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butterwürfel zugeben und mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten. Eier zugeben und alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf den Teig bis zur Weiterverwendung in Frischhaltefolie packen und kühlstellen.
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Grundtechnik: Rollen formen, kühlen, schneiden
Den Teig in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 5 cm formen. Die beiden Rollen je in ein Stück Folie oder Backpapier wickeln. Die beiden Enden der Folie fest verzwirbeln, so dass die Rolle schön rund und richtig fest wird. Mindestens 1 Stunde kalt stellen. Zum Ende der Kühlzeit den Backofen auf 160-200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Teigrolle aus dem Kühlschrank nehmen und aus der Folie wickeln. Mit einem scharfen Messer auf einem Brett in etwa 7 mm dicke Scheiben schneiden. Diese mit etwas Abstand auf das Backblech legen. Im heißen Ofen für etwa 12-15 Minuten backen. Die Plätzchen sollten eine hellgoldene Farbe annehmen, aber nicht dunkel werden. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die Plätzchen sind nach dem Backen noch sehr weich und härten nach dem Auskühlen nach.
Variante 1: Spitzbuben / Linzer Plätzchen
Für die Spitzbuben: 100 g gemahlene Haselnüsse unterkneten. Plätzchen und Kringel ausstechen und backen. Kringel mit Puderzucker bestäuben, Himbeerkonfitüre erwärmen, durch ein Sieb streichen und jeweils einen Kringel und ein Plätzchen damit zusammensetzen. Den Deckel mit Puderzucker bestreuen und das Unterteil mit Marmelade versehen. Die Keksdecke auf die mit Marmelade bestrichenen Böden absetzen und leicht andrücken.
Variante 2: Schokoladen-Herzen / Schwarzwälder-Kirsch-Variation
Für die Schokoladen-Herzen: 2/3 vom restlichen Grundteig mit dem Kakaopulver und der Milch in eine Schüssel geben und streifenfrei verkneten. Danach den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 5-8 mm Dicke ausrollen. Aus dem Teig Herzen ausstechen und direkt auf ein mit Backpapier belegte Blech legen. Nach dem Backen die Kekse auf einem Gitter gut auskühlen lassen. Die gut ausgekühlten Kekse etwa bis zur Hälfte in temperierte Kuvertüre tunken, etwas abstreifen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech absetzen. Die Kuvertüre gut anziehen lassen.
Für eine Schwarzwälder-Kirsch-Variante: Den Teig mit Backkakao vermengen und ausrollen. Die Sahne zum Kochen bringen und mit der zerkleinerten weißen Schokolade sowie Vanillepaste glatt rühren. Einen Ring mit der Ganache auf einen Keks spritzen, den Deckel drauf setzen und die erwärmte Kirschmarmelade einfüllen.
Variante 3: Zimtrollen-Kekse
Für die Zimtbäumchen: 2 TL Zimt und 1 Vanillinzucker unterkneten. 2 TL Zimt und 2 EL Zucker mischen. Kekse mit verquirltem Eigelb bestreichen, mit Zimtzucker bestreuen und backen. Den Teig rechteckig ausrollen und mit dem flüssigen Butter-Zucker-Zimtgemisch bestreichen. Von der langen Seite her einrollen und in Frischhaltefolie gewickelt für mindestens eine Stunde kühlen. Ca. 1 cm breite Taler von der Rolle schneiden und backen.
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Variante 4: Nougatherzen / Schoko-Pistazien etc.
Für die Nougatherzen: 50 g Nuss-Nougat-Creme und 1-2 EL Mehl unterkneten. Herzen ausstechen und backen. Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, in eine kleine Papier-Spritztüte füllen und die Herzen damit verzieren, trocknen lassen. Alternativ lassen sich Schokochips, gehackte Pistazien oder weiße Schokolade und Cranberries in den Teig einarbeiten, um weitere Varianten wie weiße Schokolade & Cranberries oder Schoko-Pfefferminz zu backen.
Variante 5: Walnuss- oder Haselnuss-Taler
Für die Walnusstaler: 50 g fein gemahlene Walnüsse unterkneten. Plätzchen ausstechen, backen und abkühlen lassen. Aprikosenkonfitüre erwärmen, durch ein Sieb streichen und je 2 Plätzchen damit zusammen setzen. Etwas von der restlichen Schokolade auf die Plätzchen spritzen und je eine Walnusshälfte darauf setzen. Für Haselnuss-Taler den Teig mit gemahlenen Haselnüssen ergänzen und mit Haselnusscreme und Krokant füllen.
Weitere Ideen, Anpassungen und Tipps
- Das einfache Plätzchen-Rezept lässt sich mit beliebigen Zutaten abwandeln: 40-60 g gehackte Nüsse oder Kerne wie Mandeln, Walnüsse, Cashewkerne, Pistazien, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Kürbiskerne, Mohn oder Amaranth-Pops - viele dieser Zutaten eignen sich auch zum Ummanteln der Keksrolle.
- 2-4 EL Rote-Bete-Saft (rot) oder andere bunte Säfte für eine kräftige Teigfarbe.
- Mit weihnachtlichen Gewürzen zur Adventszeit und sonst auch gern zum Tee und Kaffee. Walnüsse an Stelle von Haselnüssen, Spekulatiusgewürz statt Zimt oder Zitrone statt Orange.
- Wenn ihr z. B. zwei unterschiedliche Sorten machen möchtet, dann halbiert den Teig und verwendet je die Hälfte der optionalen Zutaten. Oder aber ihr verdoppelt die Teigmenge und verwendet die gesamten optionalen Zutaten.
- Der Teig wird durch das lange Kneten schön weich und klebt nicht. Habt ihr keine Küchenmaschine zur Verfügung, könnt ihr auch von Hand kneten.
- Tipp: Sollte der Teig zum Schneiden zu weich sein, kannst du die Rollen vor dem Einschneiden kurz in den Tiefkühler geben.
- Die Backzeit kann leicht variieren, da nicht immer alle Herde gleich sind. Beobachte die Plätzchen im Ofen und nimm sie heraus, sobald sie goldgelb sind.
- Luftdicht verpackt, kühl und trocken lagern; die Plätzchen könnt ihr luftdicht verpackt mehrere Wochen lagern. Bitte nicht im Kühlschrank lagern.
Schnelle Dekorationsideen
Wer es richtig schnell mag, aber auf eine besondere Optik nicht verzichten möchte, sollte sich mal unsere Schoko Crossies und Pistazientaler oder unser einfaches Spritzgebäck ohne Fleischwolf anschauen. Als kleines Mitbringsel aus der Küche könnt ihr die Kekse von der Rolle mit den Lieblingszutaten eurer Liebsten zubereiten. Mit unserem Universal-Keks-Etikett habt ihr Ruck-Zuck ein hübsches kleines Geschenk für Weihnachten oder die nächste Einladung zur Hand. Einfach auf einer Klebefolie und/oder einem Fotopapier ausdrucken, aufkleben oder mit einer schönen Schnur am Glas befestigen.
Wem das Befüllen zu anstrengend ist oder wer nicht so viel Zeit hat, kann den Schritt mit der Mulde und dem Befüllen weglassen. Stattdessen kannst du die fertig gebackenen Kekse mit Schokolade besprenkeln und mit Streuseln oder gehackten Nüssen dekorieren.
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