Rezept: Kekse mit Pinienkernen – nussige Pignoli, Orangen-Noten und himmlische Knusperideen

Jetzt ist der Herbst endgültig da. Wunderschön, wenn sich die Blätter färben und die Sonne scheint. Nun beginnt bei uns die Kamin- und Kerzenzeit, denn es wird ja abends doch viel früher dunkel und damit auch schnell kalt. Was gibt es da Schöneres als sich mit einer Tasse Tee, ein paar leckeren Keksen und vielleicht noch einem tollen Buch auf dem Sofa unter die Decke zu kuscheln?

Ich liebe klassische Keks-Rezepte wie Vanillekipferl oder Schmalznüsse! Aber manchmal darf es auch ein ungewöhnliches Rezept sein! Ungewöhnliche Keksrezepte liebe ich! Genau deswegen würde mich sehr interessieren, welche Kekse eure Favoriten sind, wenn es einmal nicht um die Klassiker geht.

stimmungsvolles herbstliches stillleben mit tee kerzen und keksen

Pignoli - italienische Pinienkern-Plätzchen mit Geschichte

für mein heute geplantes Weihnachtsgebäck möchte ich Euch wieder einmal kulinarisch nach Italien entführen. Habt Ihr schon einmal von Perugia gehört? Das ist eine wunderschöne Stadt in der Region Umbrien. Vor einigen Jahren habe ich mich nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung in Perugias ältestem Café ausgeruht. Dort genoss ich einen Espresso und wunderbare, makronenähnliche Pignoli. Ich war von diesen aromatischen Plätzchen absolut begeistert und habe mir natürlich für zu Hause eine mit Pignoli-Plätzchen gefüllte Tüte einpacken lassen.

Später im Hotel freute sich unsere italienische Reiseleiterin über mein Interesse an dieser Gebäckspezialität. Zum Glück kannte sie das Rezept! Sie verriet mir die wenigen Zutaten und die absolut unkomplizierte Zubereitung. Zu Hause habe ich das Rezept nach meinen Vorstellungen etwas modifiziert. Die im Original enthaltene Marzipanrohmasse habe ich durch gemahlene Mandeln und Eiweiß ersetzt.

kurzes video: pignoli-teig anrühren, häufchen setzen, pinienkerne eindrücken, backen

Zutaten und Vorbereitung für Pignoli

  • 100g Pinienkerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
  • Gehackte Pinienkerne, gemahlene Mandeln, Speisestärke, Zucker und Zitronenabrieb in einer Schüssel vermischen.
  • Den Backofen auf 160°C Umluft oder 180°C O.-/U.-hitze vorheizen.
  • Das oder die Backbleche mit Backtrennpapier bedecken.
  • Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu halbfesten Schnee schlagen.

Zubereitung der Pignoli

  1. Den Schnee unter die Mandel-Pinienkernmischung heben.
  2. Mit Hilfe von zwei Teelöffeln walnussgroße Teighäufchen auf das Backblech setzen. Zwischen den Plätzchen etwas Abstand lassen.
  3. Die restlichen ungerösteten Pinienkerne in die Pignoli drücken. Ca. 3-4 pro Plätzchen.
  4. Die Pignoli ca. 10 Minuten unter Aufsicht goldbraun backen.
  5. Die gebackenen Pignoli auf einem Backgitter abkühlen lassen und später luftdicht verpackt lagern.

Bei uns sind die Pignoli sehr, sehr beliebt, deshalb kann ich nicht genau angeben, wie lange sie halten. Doch ich denke, dass sie mindestens einen Monat Aroma, Konsistenz und Geschmack bewahren können.

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nahaufnahme italienische pignoli plätzchen mit pinienkernen

Orangen-Kekse mit Pinienkernen - fruchtig, nussig, zum Tee

Heute zum Beispiel habe ich das Rezept von Orangen-Keksen mit Pinienkernen. Hört sich lecker an? Zuerst kocht ihr den Saft einer Orange mit Zucker zu einem Sirup. Den Saft der Orange mit 50 g Zucker unter Rühren aufkochen lassen, bis sich der Zucker völlig aufgelöst hat. Dann bereitet ihr den Teig zu, in den neben 2 EL des Orangen-Sirups auch Orangenabrieb kommt. Aus dem Teig werden kleine Kugeln gerollt, in deren Mitte ihr eine Mulde drückt. So ungefähr 😉 . Dann kommen die kleinen Leckerlis für 12-15 Minuten in den Backofen. Backzeit ca. 12-15 Minuten, danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Backtipps für die Orangen-Pinienkekse

  • Achtung! Die Kekse zunächst leicht auskühlen lassen!
  • Ich bewahre die Pinienküsse in einer Dose auf. Allerdings kann ich mich immer kaum beherrschen und sie halten nicht lange.
  • Wer keine Pinienkerne mag, der kann auch Walnüsse verwenden.
grafik: orangen-sirup schrittfolge und keks-kugeln mit mulde

Glutenfreie Pinienküsse - nussig und ohne Mehl

Der Teig für die Pinienküsse ist bei diesem Rezept in fünf Minuten zusammengerührt. Hier wird aber nicht gezaubert! Diese Kekse sind glutenfrei und werden ohne Mehl gebacken. Hauptbestandteil sind Mandeln und Pinienkerne und das macht so herrlich nussig!

Du findest auf herzelieb noch viele Keks-Rezepte! Ich bewahre die Pinienküsse in einer Dose auf. Allerdings kann ich mich immer kaum beherrschen und sie halten nicht lange.

Kurzanleitung für die glutenfreie Variante

  • Röste 100 g Pinienkerne in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett goldbraun an. Lasse sie abkühlen und mahle sie anschließend fein.
  • Für den Baiser schlägst Du das Eiweiß zu Schnee und siebst dann den Puderzucker dazu.
  • Backe die Pinienkern-Plätzchen ca. 15-20 Minuten. Lasse sie abkühlen.
schema: glutenfreie zutaten mandeln pinienkerne eiweiß baiser

Butterige Pinienkern-Cookies - schnell gerollt, fein gewürzt

Die Butter mit Puderzucker, Salz und gemahlener Vanille mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig rühren. Mit den Händen nach und nach einige Teigbrösel abnehmen und mit ausreichend Abstand als walnussgroße Häufchen auf die Bleche setzen. Die Teighäufchen mit dem Zucker bestreuen und mit dem Boden eines Glases leicht flach drücken. Die Pinienkerne daraufstreuen und die Plätzchen mit dem Glas auf ca.

Die Bleche nacheinander in den Ofen (Mitte) schieben und die Plätzchen in ca. 12 Min. goldbraun backen. Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

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Alternative: Zimtige Pinienkern-Cookies mit Eigelb

Schön weich im Biss, ergibt ca. Rezeptautor:in

Zutat Menge
Rohrzucker brauner (fein gemahlen) 100 g
Puderzucker 40 g
Eigelb verquirlt 1
Butter weich 225 g
Vanilleschote(n) ausgekratzt 1
Mehl 280 g
Salz 1 Prise
Zimt 1 TL, gehäuft
Pinienkerne gehackt 200 g

Aus den oberen Zutaten (bis auf die Pinienkerne) einen schön geschmeidigen Teig kneten. Diesen dann für ca. 30 Min. im Kühlschrank kalt stellen. Pinienkerne grob hacken. Danach habe ich ca. 16 g schwere Teigkugeln gerollt und diese dann in die gehackten Pinienkerne gedrückt. Anschließend habe ich die Kugeln auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und leicht flach gedrückt. Im auf 185°C vorgeheizten (O./U.) Backofen die Cookies dann für ca. 12-15 Min. leicht golbgelb backen. Ratifiziert waren alle aufgegessen!

schrittbilder: teigkugeln in pinienkernen wälzen und flachdrücken

Formen, Ausrollen, Baiser-Haube: feine Deko-Ideen

Rolle den Teig ca. 3 mm dick aus - das klappt am besten zwischen zwei Bögen Backpapier - steche die Plätzchen aus und bugsiere diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Das ist der friemelige Teil, zumindest bei meinen Sternschnuppen. Der Teig ist recht weich und bröselt schnell auseinander. Für den Baiser schlägst Du das Eiweiß zu Schnee und siebst dann den Puderzucker dazu. Backe die Pinienkern-Plätzchen ca. 15-20 Minuten. Lasse sie abkühlen. Ich glaube, ich werde sie in den nächsten Tagen doch noch backen. Denn jetzt habe ich den Geschmack förmlich wieder auf der Zunge.

Aufbewahrung, Austausch und Varianten

  • Ich bewahre die Pinienküsse in einer Dose auf. Allerdings kann ich mich immer kaum beherrschen und sie halten nicht lange.
  • Wer keine Pinienkerne mag, der kann auch Walnüsse verwenden.
  • Diese Kekse sind glutenfrei und werden ohne Mehl gebacken.
infografik: aufbewahrung von plätzchen in dose und varianten mit nüssen

Kleine Weihnachtsbäckerei-Gedanken - zwischen Tradition und Lieblingsrezept

Falls Du jetzt denkst, ich hätte Weihnachtsplätzchen gebacken, irrst Du Dich! Das ist ein Bild von 2017 und es scheint so, als hätte ich in dem Jahr zuletzt Weihnachtsplätzchen gebacken. *Räusper*. Aber da diese Pinienkern-Plätzchen die Lieblingsplätzchen der Lieblingstochter sind, und sie jedes Jahr darauf hofft, dass ich bitte wenigstens nur diese eine Sorte backe, haben diese Plätzchen definitiv einen Platz im Blog verdient. Und wer weiß, vielleicht backe ich sie dieses Jahr ja doch noch.

Ich finde, mit Weihnachtsplätzchen ist das so eine Sache. Eigentlich ist das eine super schöne Tradition. Wer hat nicht als Kind schon beim Backen geholfen und mit Feuereifer Plätzchen ausgestochen? Backen mit Kindern in der Vorweihnachtszeit gehört doch irgendwie zur Sozialisation und zur guten Erziehung.

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Nun, meine Kinder haben die Begeisterung immer relativ schnell verloren und wollten dann doch lieber fernsehen oder spielen. Dann versucht man (also ich), eine gute Hausfrau und Mutter zu sein und backt Weihnachtsplätzchen, weil man (also alle anderen) das so macht. Und da schwingt ja auch immer so ein Hauch Romantik und Gemütlichkeit mit: Knisterndes Kaminfeuer (wir haben leider keinen Kamin, ich meine das nur so gedanklich), Schnee draußen (im Rheinland eher eine Seltenheit), brennende Kerzen (da bin ich dabei!) und der Duft nach Zimt und Koriander.

Und weil man ja nicht nur eine Sorte Plätzchen backt, sondern es mindestens drei, vier, fünf Sorten sein müssen, bis alle Dosen gut gefüllt sind, sitzt man dann also auf einem Berg von Plätzchen, die aber eigentlich keiner essen will. Der beste Mann von allen hat es nicht so mit Zimt. Außerdem isst er bestenfalls jeden Tag 2 Kekse zum Kaffee. Die Lieblingstochter will eigentlich nur die Pinienkern-Plätzchen. Der Lieblingssohn kommt entweder zum Frühstück oder zum Abendessen, aber niemals zum Kaffeetrinken. Und ich selbst bin immer noch auf dem „Ich-vermeide-Zucker-Trip“ und da sind Weihnachtsplätzchen nicht förderlich.

Denn sind wir doch mal ehrlich: Vermutlich kann man auch zuckerfreie Weihnachtsplätzchen backen. Vermutlich könnte ich auch bei den Pinienkern-Plätzchen den Zucker durch Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit oder Xylit ersetzen (dazu erzähle ich Dir ein andermal mehr). Aber am zweiten Advent ist es ja noch nicht völlig zu spät, um zumindest eine Sorte Plätzchen zu backen. Und wenn Du ähnlich backfaul bist wie ich, und Du - wenn es schon nur eine Sorte Plätzchen gibt - dann aber bitte das ultimative Rezept dafür haben möchtest, dann mach bitte diese Pinienkern-Plätzchen! Es ist vielleicht nicht das allergünstigste Rezept (reichlich Pinienkerne) und auch ein kleines bisschen friemelig zu machen, aber das Ergebnis lohnt sich.

Und wer weiß, vielleicht backt die Lieblingstochter ja doch irgendwann mal selber, wenn ich zu alt und klapprig bin und diese Plätzchen nicht mehr heil vom Blech kriege! Dann hat sie jetzt hier das Rezept.

stimmungsfoto: weihnachtsplätzchen mit pinienkernen auf gitter auskühlen

Noch mehr Keksfreude

Du findest auf herzelieb noch viele Keks-Rezepte! Hast Du dieses Rezept oder eines der vielen anderen aus dem Blog zubereitet? Dann folge mir doch einfach hier im Blog oder den Social Media, damit Du immer auf dem Laufenden bist und - schnapp Dir ein Bild für deine Pinterest-Pinnwand. Ich freue mich drauf!

Wer hat nicht als Kind schon beim Backen geholfen und mit Feuereifer Plätzchen ausgestochen?

collage: verschiedene pinienkern-keks-varianten pignoli orange cookies buttercookies

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