Kekse mit Marmelade in der Mitte: Name, Geschichte und Rezepte
Kekse mit Marmelade in der Mitte gehören zu den beliebtesten Gebäcksorten und sind ein absoluter Klassiker auf der Kaffeetafel, besonders in der Adventszeit. Sie sind unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Engelsaugen und Terrassenplätzchen. Jede dieser Varianten zeichnet sich durch ihre eigene Optik und Zubereitungsweise aus, aber eines verbindet sie alle: die fruchtig-süße Füllung aus Marmelade, Konfitüre oder Gelee.
Bekannte Namen und regionale Unterschiede
- Spitzbuben - Zwei mürbe Plätzchenschichten, die untere ohne, die obere mit einem ausgestanzten Loch in der Mitte. Gefüllt mit Marmelade, oft Johannisbeergelee oder Himbeerkonfitüre. Immer mit Puderzucker bestäubt.
- Linzer Plätzchen - Den Spitzbuben sehr ähnlich, häufig als Synonym in Süddeutschland und Österreich verwendet.
- Hildabrötchen oder Hildaplätzchen - Ebenfalls Doppelplätzchen mit Marmeladenfüllung im Zentrum.
- Engelsaugen - Kleine Mürbeteig-Kugeln mit einer tiefen Mulde in der Mitte, die mit Marmelade gefüllt wird. Auch unter dem Namen Husarenkrapfen bekannt.
- Terrassenplätzchen - Mehrschichtige Plätzchen mit Marmelade zwischen den einzelnen Ebenen.
Mein Sohn nennt sie liebevoll Marmeladenplätzchen, und viele Kinder lieben diese Kekse wegen ihrer frischen, fruchtigen Mitte.
Grundteig und Zutaten
Der typische Grundteig für Marmeladenplätzchen ist ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und Ei. Optional kommen Vanille, Zitronenabrieb, etwas Zimt oder sogar gemahlene Mandeln hinzu, um das Aroma zu verfeinern.
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Mehl (Type 405) | 250-300 g |
| Butter (kalt, in Stückchen) | 125-200 g |
| Zucker | 100-150 g |
| Ei(er) | 1-2 |
| Vanillezucker | 1 Päckchen |
| Mandeln | 70-100 g (optional) |
| Salz | 1 Prise |
| Zitronenschale | nach Geschmack |
Alle Zutaten werden entweder mit den Händen oder mit den Knethaken der Küchenmaschine schnell zu einem glatten Teig verknetet, der idealerweise mindestens 30 Minuten, besser 1 Stunde, im Kühlschrank ruht. Mürbeteig mag es kalt - das macht ihn besonders zart und mürbe.
Optionales für das Aroma:
- Gemahlene Vanille
- Zitronenabrieb
- Zimt
- Mandeln oder Tonkabohne
Marmelade, Konfitüre oder Gelee - Die richtige Wahl
Für die Füllung eignet sich Gelee besonders gut, da er eine glatte Konsistenz besitzt und sich einfach verarbeiten lässt. Konfitüre funktioniert ebenfalls, sollte jedoch möglichst fein passiert sein (ohne Stückchen oder Kerne). Marmeladenplätzchen können je nach Geschmack - und Jahreszeit - mit Aprikosen-, Himbeer-, Johannisbeer-, Zwetschgenmarmelade und sogar Glühwein-Gelee gefüllt werden.
Lesen Sie auch: Osterhasen-Kekse ohne Zucker
Die Marmelade sollte vor dem Verarbeiten leicht erwärmt werden, damit sie schön flüssig wird und sich besser auf die Kekse auftragen lässt. Das verhindert, dass beim Backen die Marmelade ausläuft oder die Plätzchen beschädigt werden.
Tipp:
Eine kleine Schicht Marmelade in die Mulde, aber nicht zu viel - sonst läuft sie beim Backen aus. Besonders Kinder mögen Marmelade ohne Kerne und Stückchen.
Formen und Ausstechen: Klassische und kreative Varianten
Aus dem Teig werden Kugeln geformt (für Engelsaugen), oder er wird ausgerollt und mit beliebigen Ausstechern ausgestochen (für Spitzbuben und Linzer). Besondere Formen für den Deckel, wie Herzen, Sterne oder Wolken, ermöglichen einen Blick auf die Marmelade und machen die Plätzchen wunderschön.
- Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 3-5 mm dick ausrollen
- Böden und Deckel ausstechen, Deckel mit kleinerem Ausstecher mittig ein Loch einstechen
- Teigkugeln für Engelsaugen formen und mit dem Stiel eines Holzkochlöffels Mulde eindrücken
- Teig zwischen den Arbeitsschritten immer wieder kühlen - das hilft bei der Verarbeitung und verhindert das Brechen
Backen und Zusammensetzen
- Backofen auf 170-180°C Umluft oder 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Plätzchen 8-15 Minuten backen, bis die Ränder zartbraun sind (je nach Größe und Dicke).
- Kekse auf einem Kuchengitter abkühlen lassen - nicht auf dem Backblech, sonst werden sie zu weich.
- Nach dem Abkühlen Marmelade auf die Böden geben, Deckel mit Loch daraufsetzen und leicht andrücken.
- Kekse mit Puderzucker bestäuben.
Die Marmelade sorgt für einen fruchtigen Kontrast zum zarten, buttrigen Mürbeteig. Besonders schön sehen die Kekse aus, wenn sie mit etwas „Süßem Schnee“ oder Glitzerschnee bestäubt werden.
Engelsaugen: Die schnelle Variante
Für Engelsaugen wird aus dem Teig kleine Kugeln geformt, eine Mulde hineingedrückt und mit Marmelade oder Gelee gefüllt. Sie werden direkt vor dem Backen gefüllt und benötigen keine zweite Teigschicht.
Lesen Sie auch: Kinder Duo Kekse: Eine detaillierte Analyse
Engelsaugen halten in einer luftdichten Dose ca. 2-3 Wochen frisch, Spitzbuben sogar bis zu vier Wochen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Kekse mit Marmelade sind empfindlicher als trockene Kekssorten. In einer luftdicht verschlossenen Dose und kühl gelagert halten sie sich 2-4 Wochen. Tipp: Lege zwischen die Schichten Backpapier, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und die Kekse nicht aneinanderkleben.
Spitzbuben bleiben besonders weich, wenn ein Apfelschnitz in die Dose gelegt wird. Marmeladenplätzchen passen nicht nur zur Adventszeit, sondern können das ganze Jahr über gebacken werden und sind als Geschenk sehr beliebt.
Häufig gestellte Fragen zu Keksen mit Marmelade in der Mitte
- Was sind Spitzbuben? - Doppelplätzchen mit Marmelade in der Mitte, Deckel mit Loch und mit Puderzucker bestäubt.
- Welche Marmelade kann ich verwenden? - Alle Sorten, besonders Gelee oder feinpassierte Konfitüre.
- Warum sollte Marmelade erwärmt werden? - Sie lässt sich besser verstreichen, haftet optimal am Gebäck und bleibt formschön.
- Wie lange sind Marmeladenplätzchen haltbar? - 2-4 Wochen in einer luftdichten Dose, mit Backpapier dazwischen.
- Kann ich Mürbeteig vorbereiten? - Ja, mindestens 30 Minuten kühlen, besser über Nacht. Mürbeteig kann 2-3 Tage im Kühlschrank lagern oder eingefroren werden.
Tipps und Tricks
- Mürbeteig immer gut kühlen - für besonders zarte Plätzchen!
- Backzeit je nach Größe anpassen; kleine Kekse benötigen weniger Zeit als große.
- Backpapier zwischen die Schichten in der Keksdose legen.
- Für Extra-Aroma Zimt, Vanille oder Orangenschale unter den Teig kneten.
- Gelegenheiten: Perfekt für Sonntagskaffee, Adventszeit, Geburtstagsfeiern oder als Geschenk.
Spitzbuben, Engelsaugen und Linzer - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Spitzbuben, Linzer und Engelsaugen sind die bekanntesten Kekse mit Marmelade in der Mitte. Im Prinzip ist der Mürbeteig bei allen ähnlich. Der Unterschied liegt in der Form des Kekses und dem Zusammensetzen: Spitzbuben bestehen aus zwei Plätzchen (unten und oben mit Loch); Engelsaugen sind kleine Kugeln mit einer Marmeladenmulde. Linzer Plätzchen sind oft mit Mandeln verfeinert.
Auch neue, kreative Plätzchen-Ideen mit Marmelade erobern immer wieder die Herzen - zum Beispiel mit Lemon Curd, Nuss-Nougat-Creme oder Schokolade gefüllt.
Lesen Sie auch: Rezept für frische Zitronenkekse
Ein Rezept-Beispiel für klassische Spitzbuben:
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g Butter (kalt)
- 100 g feiner Zucker
- 1 Ei (Gr. M)
- 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 150 g Himbeergelee oder Marmelade nach Wahl
- Puderzucker zum Bestäuben
Teig herstellen, kühlen, ausrollen, Formen ausstechen, backen, Marmelade auftragen, zusammensetzen - und genießen!
Weitere Varianten für Marmeladen-Kekse:
- Kekse mit Mandeln im Teig
- Kugeln mit Daumenmulde und Marmeladenfüllung
- Terrassenplätzchen mit mehreren Schichten
Wer es besonders weihnachtlich mag, verfeinert den Teig mit Zimt oder Orangenschale und verwendet "weihnachtliche" Marmeladen wie Glühweingelee oder Apfel-Ingwer-Gelee.
Emotionale Erinnerungen und Familienrezepte
Viele Familien haben ihr eigenes Lieblingsrezept für Marmeladen-Kekse - oft noch aus dem handgeschriebenen Kochbuch der Mutter oder Oma. Für Kinder sind sie ein toller Einstieg ins Backen, da die Rezepte einfach und schnell sind, und das Formen und Befüllen macht richtig Spaß.
Besonders stolz sind Kinder, wenn sie selbst Kekse mitgestalten dürfen, eine kleine Schürze tragen und beim Teig kneten helfen können. Marmeladen-Kekse sind nicht nur ein Gebäck, sondern oft auch ein Stück Tradition und Familiengeschichte.
Fazit: Vielseitige Kekse mit Marmelade in der Mitte - Klassiker mit vielen Namen
Ob Spitzbuben, Linzer, Engelsaugen oder einfach Marmeladenplätzchen - sie sind die fruchtig-zarten Klassiker der Keksküche! Erlaubt ist, was gefällt: Marmeladen-Füllung nach Wahl, Formen von klassisch bis kreativ, und Teig mit individuellen Aromen. Die Aufbewahrung ist einfach, die Plätzchen halten mehrere Wochen und begeistern Groß und Klein - nicht nur zur Weihnachtszeit.
tags: #kekse #mit #marmelade #in #der #mitte


