Rezept: Kekse mit Lakritz – skandinavisch inspiriert und einfach zuzubereiten
Hej, es ist wieder Zeit für neue Rezepte auf meinem Blog, um sich das skandinavische Weihnachtsgefühl nach Hause zu holen. Damit das bei Euch etwas schneller geht mit der Weihnachtsstimmung als bei mir, habe ich wieder viel gebacken für Euch. - Draußen lässt der Schnee noch auf sich warten. Ich bin gespannt, ob wir überhaupt noch mal weiße Weihnachten in Deutschland haben werden. Aber gerade deshalb ist es noch wichtiger, dass wir unser Zuhause weihnachtlich dekorieren, Kekse backen und die Zeit mit unseren Liebsten verbringen.
Heute möchte ich Euch mal ein Rezept zeigen, was ich schon länger auf meinem Blog hatte und etwas angepasst habe und zwar mit Salmiakpulver. Dieser typische Salmiakgeschmack steht für Nordeuropa. Aber keine Sorge. Die Kekse schmecken nur ganz leicht nach Lakritz, da auch noch Vanille in den Keksen ist. Viel Spaß beim Nachbacken.
Warum Lakritz in Keksen?
Lakritz und Dänemark - sie gehören einfach zusammen. Ich möchte behaupten, dass die Dänen bzw. die Skandinavier das beste Lakritz der Welt verkaufen. Und sie sind erfinderisch, wenn es darum geht, Lakritze so oft wie möglich auch in der Küche zu verarbeiten. Da wird gebacken, gekocht oder Eis gemacht. In dänischen Supermärkten kann man sehr leckere Lakritzkekse kaufen. Lakritzkekse sind sehr speziell!
Das Lakritz bringt eben den richtigen Twist in die Rezepte. Auch bei den Cookies sorgt der Lakritz für eine feine herbe Note und dass die Cookies eben nicht so süß sind. Trotz des Zuckers und der getrockneten Kirschen (die sind alleine nämlich echt richtig süß!). Und dann kommt noch Marzipan rein - finde ich ja mit Kirsche eh immer eine tolle Kombi - und zack habt ihr die leckersten und saftigsten Cookies des Herbstes. Perfekt für ein paar hyggelige Stunden auf dem Sofa.
Grundprinzipien und Varianten
Zunächst möchte ich Dich beruhigen. Diese Kekse sind super schnell zubereitet und ganz einfach. Der Teig gelingt Dir garantiert. Es ist eigentlich der Basisteig meiner dänischen Himbeerschnitten. Das zeigt auch, wie einfach man den Teig variieren kann. Bei diesen Keksen ist nur wichtig, dass ihr einen weichen Lakritz verarbeitet. Je salziger die Lakritze, desto herber wird der Keks. Probier es einfach aus, ich bin sicher, du wirst noch Variationen finden.
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Tatsächlich konnte ich sogar ein paar Lakritzhasser_innen von diesen Keksen überzeugen. In den süßen, sandigen Mürbteigkekserln verliert die Lakritze ihre aggressive Schärfe. Die kleinen Splitter sind außerdem viel crunchiger als z.B. …und war völlig hin und weg!
Zutaten (Basisrezept, ergibt ca. 24-30 Kekse)
- 125 g weiche Butter
- 175 g Zucker (oder 180 g brauner Zucker in einer Variation)
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillezucker oder das Mark einer Vanillestange
- 1 Ei
- 200 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- Salmiak-/Lakritzpulver (Menge je nach Geschmack, z. B. 5 TL in einer kräftigeren Variante oder 1-2 TL für eine dezente Note)
- optional: Lakritzstreusel (z. B. 60 g) oder gehackte Bitterschokolade (50 g) für mehr Textur
Wichtige Hinweise zu Lakritzpulver
Wo gibt es Lakritzpulver beziehungsweise Salmiak-Pulver? Ich habe mein Pulver von einer Freundin bekommen aus dem Urlaub. Ihr könnt es aber auch online bestellen. Zum Beispiel hier auf Amazon*. Das Pulver ist von Rexim. *: Werbung, weil mir das Lakritzpulver von Lakrids by Johan Bülow kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde (bei einer anderen Inspiration).
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Die Vanillestange der Länge nach aufschneiden und das Mark herausholen und mit etwas Puderzucker mischen. Da Vanille aber immer teurer wird, kann man auch einfach Vanillearoma nutzen.
- Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Ei unterrühren.
- Danach alles mit dem restlichen Puderzucker, der Butter, dem Mehl, dem Salmiak-pulver und dem Backpulver vermischen. Der Teig sollte schön fest und trotzdem geschmeidig werden. Sollte der Teig noch zu flüssig sein, einfach etwas mehr Mehl unterrühren.
- Nach 30 Minuten ist es nun Zeit den Teig weiterzuverarbeiten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig ausrollen, etwa drei Millimeter dünn, und mit einem Glas oder einer Ausstechform runde Kekse ausstechen.
- Die runden Rohlinge kommen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und dann mit 190 Grad Celsius für acht Minuten in den vorgeheizten Ofen. Bei diesen Keksen muss man sehr gut aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden und dann anbrennen.
- Wundert Euch nicht. Wenn die Lakritzkekse abgekühlt sind, könnt Ihr sie noch optional halb in weiße Kuvertüre eintauchen.
Das habe ich gemacht, weil ich neugierig war, wie Salmiak mit weißer Schokolade schmeckt. Es ist eine leckere Kombination. Ich mag sehr den Geschmack der Schokolade und den ganz leichten Geschmack nach Lakritz. Solltest Du die Variante mit der Kuvertüre wählen, kannst Du ganz einfach diese im Wasserbad erhitzen und die Kekse daran eintauchen. Bitte aufpassen, dass kein Wasser in die Flüssigkeit kommt.
Weitere Varianten aus dem Material
- Lakritz-Streusel im Teig: Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Ei unterrühren. Mehl und Backpulver gleichmäßig unterheben. Die Lakritz Streusel unter den Teig rühren und mit einem Esslöffel auf einem mit Backpapier belegten Backblech zu runden Klumpen portionieren. Im vorgeheizten Backofen bei 150°C backen (Dauer je nach Größe).
- Lakridskrymmel / Lakritzsplitter: Mehl, Vanillezucker, Butter, Eigelb und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. Mithilfe einer Teigkarte zu Bröseln verarbeiten. Die Lakritzsplitter zugeben und alles zu einem homogenen Teig kneten. Dann den Teig zu einer Rolle formen (ca. 4 cm Durchmesser), in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank fest werden lassen. Danach 3 cm dicke Keks-Scheiben abschneiden und bei 180°C etwa 10-12 Minuten goldbraun backen.
- Gefüllte Variante mit Karamell und Lakritzstückchen: Für die Füllung Zucker goldbraun in der Pfanne karamellisieren lassen. Butter und Sahne dazu geben und kurz aufkochen lassen, dabei ständig rühren. Die vorbereiteten Lakritzstückchen hineinrühren und kalt werden lassen. Eine Hälfte der Kekse mit der noch weichen Füllung bestreichen, zweiten Keks als Deckel auflegen.
- Cookies mit Kirsche, Marzipan und Lakritz: Die getrockneten Kirschen in kleine Stückchen schneiden. Die trockenen Zutaten mischen, Marzipan grob reiben und zugeben. Butter und Ei dazugeben und gut durchkneten. Mit einem Eisportionierer 12 Portionen auf ein Backblech setzen und bei 10-13 Minuten backen bis die Ränder goldbraun sind. Lakritz-Liebhaber können mehr Pulver nehmen.
- Wer absolut kein Lakritz will: statt Lakritzpulver Kakao verwenden und statt Lakritzstreusel Schokostreusel.
Tipps und Tricks
- Der Teig sollte schön fest und trotzdem geschmeidig sein; bei zu flüssigem Teig etwas mehr Mehl unterrühren.
- Bei Verwendung von Lakritzschnecken oder -streuseln auf die Salzigkeit achten: süßes Lakritz ist kinderfreundlicher, gesalzenes Lakritz ergibt einen herberen Keks.
- Beim Eintauchen in Kuvertüre Wasser vermeiden; die Schokolade darf nicht gerinnen.
- Die Kekse sehr gut beobachten, sie werden schnell zu dunkel. Acht Minuten bei 190°C sind ein Richtwert, Temperatur und Zeit an Herd und Blechgröße anpassen.
- Wer puren Lakritzgeschmack möchte, kann mehr Pulver verwenden; wer es dezent mag, nimmt nur 1-2 TL.
Kurze Tabellarische Übersicht: Varianten auf einen Blick
| Variante | Hauptzutat | Backtemperatur | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Basis-Lakritzkekse | Salmiakpulver, Vanille | 190°C, ca. 8 Min. | feine Lakritz-Note, halb in weiße Kuvertüre tauchbar |
| Lakritzstreusel-Cookies | Lakritzstreusel | 150-160°C, 10-13 Min. | crunchige Textur durch Streusel |
| Rollen-/Scheiben-Kekse | Lakritzsplitter | 180°C, 10-12 Min. | praktisch zum Vorbereiten und Schneiden |
| Gefüllte Karamell-Lakritz | Lakritzstückchen, Karamell | variabel | reichhaltig, als Sandwich-Keks |
Ich hoffe, ihr findet genauso viel Gefallen an Lakritz wie ich! So, bevor es nächsten Sonntag das erste Mal richtig weihnachtlich hier auf dem Blog wird, gibt es heute noch einmal ein Rezept mit Lakritz. Jaja, ich hör schon wieder die Stimmen, was ich denn schon wieder mit diesem Zeug will. Ich hab ja schon ein paar Mal zum Thema „Lakritz-Liebhaber vs. Lakritz-Nicht-Liebhaber“ geschrieben. Und Rezepte veröffentlicht. Und jedes Mal war es so, dass absolute Lakritz-Hasser probiert haben, und es ihnen geschmeckt hat!
Probiert die Varianten aus, passt die Menge des Lakritzpulvers Eurem Geschmack an und genießt die Kekse zu einem heißen Getränk - fertig sind alle Voraussetzungen für ein bisschen Hygge im heimischen Wohnzimmer.
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