Omar Sy: Von "Ziemlich beste Freunde" zum Hollywood-Superstar
Omar Sy, der durch seine Rolle als Pfleger Driss in der französischen Komödie "Ziemlich beste Freunde" international bekannt wurde, hat sich zu einem gefeierten Schauspieler entwickelt, der nun auch in Hollywood Erfolge feiert.
Der Aufstieg eines Stars
Sy, der am 20. Januar 1978 in Trappes, Frankreich, geboren wurde, wuchs als Kind senegalesischer Einwanderer in einer Pariser Vorstadt auf. Seine Karriere begann im französischen Fernsehen, doch der Durchbruch gelang ihm 2011 mit "Ziemlich beste Freunde". In dem Film spielte er Driss, einen jungen Mann aus den Banlieues, der sich um den querschnittgelähmten Millionär Philippe kümmert. Seine unkonventionelle Art, mit Philippes Behinderung umzugehen, brachte frischen Wind in dessen Leben und sorgte für viele humorvolle Momente. Eine Szene, in der Driss den Witz "Keine Arme, keine Kekse" macht, wurde besonders populär.
"Ziemlich beste Freunde": Ein internationaler Erfolg
"Ziemlich beste Freunde" wurde zu einem weltweiten Erfolg und spielte über 426 Millionen Dollar ein. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den César für den besten Schauspieler für Omar Sy. Er war der erste dunkelhäutige Schauspieler, dem diese Ehre zuteil wurde. Der Film war nicht nur ein Kassenschlager, sondern regte auch Diskussionen über Inklusion, Freundschaft und die Überwindung von Vorurteilen an. Die Geschichte basierte auf wahren Begebenheiten und erzählte die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Philippe Pozzo di Borgo, einem wohlhabenden Tetraplegiker, und Abdel Sellou, seinem algerischen Pfleger.
Sprungbrett nach Hollywood
Der Erfolg von "Ziemlich beste Freunde" öffnete Omar Sy die Türen nach Hollywood. Er zog nach Los Angeles und wirkte in Blockbustern wie "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit", "Jurassic World" und "Transformers: The Last Knight" mit. Trotz seines Erfolgs in Hollywood hat Sy seine französischen Wurzeln nicht vergessen. Er lebt weiterhin mit seiner Familie in Los Angeles und pendelt regelmäßig nach Europa, um dort Filme zu drehen und an Veranstaltungen teilzunehmen.
"Plötzlich Papa": Eine neue Herausforderung
In seinem Film "Plötzlich Papa" übernahm Sy eine neue Rolle: die eines Vaters. Er spielt Samuel, einen Mann, der plötzlich Vater wird und sich der Herausforderung stellt, ein Kind allein großzuziehen. Der Film behandelt die Frage, was einen Vater ausmacht und wie wichtig bedingungslose Liebe für die Entwicklung eines Kindes ist. Sy selbst ist Vater von vier Kindern und betont immer wieder die Bedeutung der Familie in seinem Leben.
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Familie und Werte
Omar Sy ist seit über 20 Jahren mit seiner Frau Hélène verheiratet. Die beiden haben vier Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren. Sy betont, dass seine Familie für ihn an erster Stelle steht und dass er versucht, seinen Kindern die gleichen Werte zu vermitteln, die er selbst von seinen Eltern gelernt hat. Er möchte, dass seine Kinder selbstbewusst und tolerant sind und ihren eigenen Weg im Leben finden.
Engagement gegen Rassismus
Sy hat sich auch öffentlich gegen Rassismus und Diskriminierung ausgesprochen. Er selbst hat in seiner Jugend Erfahrungen mit Rassismus gemacht, als er in der Schule wegen seiner Hautfarbe gemobbt wurde. Er versucht jedoch, diese Erfahrungen nicht persönlich zu nehmen und sich stattdessen auf seine Stärken zu konzentrieren. In den USA, wo er heute lebt, sieht er sich selbst als Franzosen und hat bisher keine negativen Erfahrungen mit Rassismus gemacht.
Ein Vorbild für viele
Omar Sy ist ein Vorbild für viele Menschen, insbesondere für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Er hat bewiesen, dass man es mit Talent, harter Arbeit und Entschlossenheit schaffen kann, seine Ziele zu erreichen, unabhängig von seiner Herkunft oder Hautfarbe. Sy ist ein positiver Botschafter für Frankreich und ein Beweis dafür, dass Integration gelingen kann.
Die Bedeutung von Humor
Ein wichtiger Aspekt von Sys Erfolg ist sein Humor. Er versteht es, Menschen zum Lachen zu bringen und gleichzeitig wichtige Botschaften zu vermitteln. Sein Humor ist oft selbstironisch und respektvoll, aber auch provokant und unkonventionell. Er scheut sich nicht, Tabus zu brechen und mit Konventionen zu spielen.
Kontroverse um "Keine Arme, keine Kekse"
Die Zeile "Keine Arme, keine Kekse" aus "Ziemlich beste Freunde" sorgte für Kontroversen. Einige kritisierten den Witz als geschmacklos und diskriminierend gegenüber Menschen mit Behinderungen. Andere verteidigten ihn als Teil des unkonventionellen Humors des Films, der gerade dazu beitragen sollte, Vorurteile abzubauen. Sy selbst hat sich zu der Kontroverse nicht direkt geäußert, aber er hat betont, dass der Film insgesamt eine positive Botschaft der Inklusion und Freundschaft vermitteln soll.
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