Käsekuchen Rezept mit Quark und Puddingpulver – cremig, saftig und gelingsicher

Mich erinnert Käsekuchen ohne Boden an meine Kindheit. Denn schon meine Oma hat ihn so gebacken. Sie weiß eben, was gut ist. Das Rezept aus meiner Familie wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Ich backe den Käsekuchen ohne Boden nach Omas Rezept gern zusammen mit meiner Tochter Frieda. Und wir sind uns einig: Er hat den Titel „Weltbester” verdient.

Der Quarkkuchen ohne Boden weckt Erinnerungen an früher. Er ist ein All-Jahres-Kuchen, der immer gut ankommt. Mit den passenden Toppings kannst du ihn immer an die aktuelle Saison anpassen. Bevor du die cremige Quarkmasse in eine Backform gibst, solltest du diese mit neutralem Speiseöl oder etwas flüssiger Butter einfetten. Am Boden der Form kannst du auch ein Backpapier verwenden.

quarkkuchen ohne boden im anschnitt

Warum Puddingpulver? Bindung, Geschmack und Textur

Das untergemischte Puddingpulver sorgt für einen besonders feinen Geschmack. Puddingspulver Vanille diese Päckchen bestehen in erster Linie aus Speisestärke. Eier und Puddingpulver sorgen dabei für eine gute Stabilität im Kuchen. Zudem gibt das Vanillepuddingpulver einen leichten Vanille Geschmack an die Creme ab und der Käsekuchen schmeckt wunderbar saftig und cremig.

Theoretisch ja, denn du brauchst etwas, das die Bindung in der Quarkfüllung erhöht. Die Eier lassen die Quarkmasse zwar stocken, geben aber nicht genug Halt. Stärke bringt die richtige Bindung. Aber Omas Rezept für den Käsekuchen ohne Boden wird mit Puddingpulver zubereitet!

Welche Quark- und Zutatenwahl ist optimal?

Für den Quarkkuchen ohne Boden empfehle ich Magerquark, weil dieser trockener ist und so für eine festere Struktur sorgt. Schließlich wollen wir den Kuchen nach dem Backen auch gut schneiden können. Quark im Käsekuchen ist natürlich die Hauptzutat, er bildet die Basis für die cremige, leckere Käsemasse des Kuchens. Quark gibt es in Deutschland in der Regel mit den Fettgehalten 40%, 20% oder Magerstufe. Generell gilt, je höher der Fettanteil, desto cremiger wird auch der Kuchen. Weil hier im Rezept aber auch Öl ist, reicht der Quark in Magerstufe oder 20% Fettgehalt. Öl bringt mit seinem Fett die Cremigkeit in den Quarkkuchen. Milch bringt die notwendige Flüssigkeit mit. Ei bringt eine Bindung in die Masse. Zucker für dieses Rezept verwende ich einen normalen Rübenzucker.

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Alles kann, nichts muss. Ich persönlich gebe gerne den Saft einer kleinen unbehandelten Zitrone hinzu. Das verleiht dem Käsekuchen ohne Boden eine frische Note. Außerdem hebt die Säure der Zitrone die Süße noch mehr hervor.

Zubereitungszeit, Lagerung und Meal Prep

Da nicht noch extra ein Boden gemacht werden muss, brauchst du nur 20 Minuten Zeit für die Zubereitung. Er ist ein Meal Prep Kuchen, den du problemlos schon am Vortag zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren kannst. Er muss unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält er sich gut abgedeckt 3 bis 4 Tage. Am besten bewahrst du ihn unter einer Kuchenhaube oder in einer luftdichten Box auf, damit er keine Fremdgerüche annimmt. Im Sommer oder bei hohen Temperaturen solltest du unbedingt darauf achten, dass er nicht zu lange ungekühlt herumsteht. Mein Tipp zum Servieren: Nimm ihn etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit er wieder schön cremig wird.

Backtemperatur, Einschneiden und Tipps gegen Risse

Backe den Kuchen auf der untersten Schiene und bei niedriger Temperatur. Sonst kann es sein, dass er die Oberfläche zu schnell dunkel wird, er aber innen noch flüssig ist. Manchmal passiert es, dass die Feuchtigkeit aus der Quarkmasse zu schnell entweicht und die Oberfläche beim Backen einreißt. Um das zu verhindern, kannst du den Kuchen nach 15 bis 30 Minuten ringsherum ca. 1 cm einschneiden. Nach 20-25 Minuten Backzeit den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen und mit einem scharfen Messer rundherum ca. 1 cm tief zwischen Mürbteigrand und Käsemasse einschneiden. So verhindert ihr das Reißen der Oberfläche.

einschnitt am kuchenrand gegen risse

Grundrezept: Käsekuchen ohne Boden mit Puddingpulver (für Springform Ø 22-26 cm)

Die Grundidee: Magerquark, Eier, Zucker, Puddingpulver, etwas Sahne und Milch bzw. Öl zu einer glatten Creme verrühren und langsam backen, bis die Füllung gestockt und goldbraun ist.

Zutaten (orientierend)

  • 500 g Magerquark (oder 500 g Quark 20 % für cremigere Variante)
  • 2-3 Eier
  • 150-200 g Zucker (je nach Geschmack)
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (alternativ 50 g Speisestärke + Vanille)
  • 100-200 ml Milch und / oder 100-200 ml Sahne oder neutrales Speiseöl
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 10 g Vanillezucker
  • Saft und Abrieb einer kleinen Bio-Zitrone (optional)

Zubereitung (kondensiert aus vorhandenen Schritten)

  1. Quark mit Zucker und Eiern in einer großen Schüssel verrühren. Vanille und Zitronenabrieb zugeben.
  2. Das Puddingpulver mit etwas Milch anrühren und zusammen mit Milch, Sahne oder Öl zur Quarkmasse geben und alles kurz, aber gründlich zu einer glatten Creme verrühren.
  3. Eischnee und / oder geschlagene Sahne können für mehr Luftigkeit vorbereitet und vorsichtig untergehoben werden (optional).
  4. Die flüssige Quarkmasse in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform geben.
  5. Backofen auf 160 °C (Umluft 140 °C) vorheizen. Kuchen ca. 60-70 Minuten backen, bis er goldbraun ist und die Füllung gestockt wirkt. Nach etwa 15-30 Minuten ringsherum ca. 1 cm einschneiden, um Risse zu vermeiden.
  6. Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür langsam abkühlen lassen oder nach Anleitung kurz im Ofen stehen lassen, dann komplett auskühlen lassen und optimalerweise noch einige Stunden bis über Nacht kalt stellen.
anleitung: quarkkuchen ohne boden backen

Varianten und Extras

  • Mandarinen-Quarkkuchen ohne Boden: Für eine fruchtige Abwandlung Obst wie Mandarinen (abgetropft) unterheben oder nach dem Backen auflegen.
  • Wer lieber einen Boden möchte: Schau dir meinen klassischen Käsekuchen oder den Käsekuchen mit Streusel an. Alternativ Mürbeteig vorbacken und Quarkmasse darauf geben.
  • Für extra Vanillegeschmack: Vanillemark oder Vanillepaste verwenden statt Vanillezucker.
  • Wenn kein Puddingpulver zur Hand: 50 g Speisestärke plus Vanilleextrakt als Ersatz verwenden.
  • Für besonders fluffige Textur: Eier trennen, Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Praktische Tipps zur Verarbeitung und zum Servieren

  • Vor dem Einfüllen die Form mit neutralem Speiseöl oder Butter einfetten; Boden mit Backpapier auslegen.
  • Die Quarkmasse ist oft recht flüssig - das ist normal. Sie stockt erst im Ofen.
  • Wer schöne saubere Stücke servieren möchte: Messer vor jedem Schnitt in heißes Wasser tauchen und abwischen.
  • Der Kuchen kann problemlos am Vortag zubereitet werden und entwickelt oft über Nacht im Kühlschrank noch mehr Geschmack.

Kurze Umrechnungstabelle (Orientierung für Formgrößen)

Form Ø Quark (g) Anmerkung
18 cm ca. 250-300 g kleinere Menge, Backzeit evtl. kürzer
22 cm ca. 400-500 g Standard für kompakte Torten
26 cm ca. 500-750 g größere Springform, höhere Füllung

Feinschliff aus Familien- und Bloggerrezepten

Aus vielen einzelnen Rezepten wurde ein perfektes Rezept getüftelt: cremig, locker, aber trotzdem kompakt in der Textur. Manche schwören auf vorab gekochten Pudding, andere bevorzugen Puddingpulver direkt in der Creme. Beides führt zum Ziel - wichtig ist das richtige Verhältnis von Stärke (Puddingpulver), Quark und Flüssigkeit.

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Wenn du noch unsicher bist: Probiere das Rezept einmal wie oben beschrieben, lasse den Kuchen langsam im Ofen abkühlen oder schneide nach empfohlenem Zeitfenster den Rand ein, und du wirst sehen, dass er schön saftig, stabil und rissfrei gelingt.

Und? Wie viele Stücke davon kommen auf deinen Teller? Gefällt dir das Rezept? Dann hinterlass mir eine Bewertung.

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