Käsekuchen ohne Milch Rezept – cremig, vegan und ohne Kompromisse
Ein knuspriger Mürbeteigboden trifft auf eine cremige, milchfreie Füllung: Dieser vegane Käsekuchen beweist, dass Genuss ohne tierische Produkte wunderbar funktioniert. Gut gekühlt schmeckt der vegane Käsekuchen am besten. Viele werden sich wahrscheinlich nicht einmal vorstellen können, dass dieser Kuchen schmeckt wie sein tierisches Pendant. Besser sogar noch: Ich muss gestehen, dass ich nie der riesen Fan vom klassischen Käsekuchen war. Doch während ich das Original tunlichst vermeide, kann ich hier bedenkenlos mit großer Freude zulangen.
Warum veganer Käsekuchen funktioniert
Ein veganer Kuchen ist ein Kuchen, der ohne tierische Produkte zubereitet wird. Das heißt, es werden keine Eier, Milch, Butter oder andere tierische Zutaten verwendet. Stattdessen werden pflanzliche Alternativen verwendet. Prinzipiell kann fast jeder Kuchen auch vegan zubereitet werden. In einem veganen Kuchen wird anstelle von Eiern gerne Sojajoghurt verwendet. Er spendet Feuchtigkeit und hat eine leicht säuerliche Note, die das Backpulver aktiviert. Weitere Alternativen zum Ei sind Apfelmus oder Bananenpüree. Auch sie geben dem Kuchen Feuchtigkeit und Bindung.
Für vegane Kuchen eignen sich verschiedene Pflanzenöle. Sonnenblumen- und Rapsöl sind leicht und geschmacksneutral und werden gerne für Rührkuchen oder Muffins verwendet. Wer es etwas geschmacksintensiver mag, kann auch Kokosöl verwenden. Backpulver sorgt dafür, dass der Kuchen locker wird. Achte darauf, die richtige Menge zu verwenden und das Backpulver gleichmäßig mit dem Mehl zu vermischen. Den Teig nicht zu lange rühren. Veganer Kuchen besteht in der Regel aus Mehl, Zucker, Backpulver, pflanzlicher Milch und pflanzlichem Öl. Als Eiersatz wird meist Sojajoghurt verwendet.
Zutaten (für Springform Ø 22 cm)
- Für den veganen Mürbeteig: 250 g Weizenmehl (Type 405 | 550 oder Dinkelmehl Type 630), 150 g kalte vegane Margarine
- Alternativ-Bodenzutaten (eine Variante): 300 g Mehl, 125-150 g Pflanzen-Butter/Margarine, 80-150 g Zucker, 3 TL Backpulver, 3 EL Wasser
- Für die Füllung: 140 g vegane Margarine, 140 g Zucker, 2 Pck. Vanillepuddingpulver (oder 35-37 g Stärke), 1 kg Sojajoghurt (Vanille oder Natur)
- Zusätzlich: 2-3 EL Zitronensaft (ca. 30 g Zitronensaft) und bei Bedarf Zitronenschale
- Optional: 800 g Seidentofu + 500 g Soja-Naturjoghurt als alternative cremige Basis (bei manchen Rezeptvarianten)
Vorbereitung und Werkzeug
- Du benötigst: Springform (Ø 22 cm), eventuell Backpapier, große Schüssel, Teigrolle, kleiner Topf, Schneebesen, Teigschaber.
- Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform einfetten oder mit Backpapier auslegen.
- Falls der Teig zu warm ist, kannst du ihn luftdicht verpackt 20-30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Mürbeteig herstellen
Für den Boden alle Zutaten in eine große Schüssel geben und zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Springform ausrollen. Den Teig in die Form legen und einen 6-7 cm hohen Rand formen. Die Springform samt Mürbeteig in den Kühlschrank stellen.
Für eine 26-cm-Form: Eine Springform (26 cm) fetten und den Teig darin gleichmäßig verteilen. Hierbei einen Rand von 2-3 cm Höhe bilden. Wenn du eine größere Springform verwendest, reicht es, einen 3-4 cm hohen Rand zu formen.
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Füllung zubereiten
Für die Füllung vegane Margarine in einem kleinen Topf bei geringer Hitze zerlassen. Topf vom Herd nehmen. Zucker und Puddingpulver in einer großen Schüssel vermengen. Die Hälfte des Joghurts dazugeben und mit dem Schneebesen zu einer glatten, klümpchenfreien Masse verrühren. Den restlichen Joghurt und die geschmolzene Butter unterrühren. Mit Zitronensaft verfeinern.
Alternativ: Pflanzenbutter mit Zucker cremig rühren, Vanillepuddingpulver hinzugeben und glattrühren. Sojajoghurt hinzufügen und alles miteinander verrühren. Masse in die Springform füllen.
Backen und Abkühlen
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Die Füllung darauf verteilen und glattstreichen. Den veganen Käsekuchen im Backofen auf der mittleren Schiene 60-70 Minuten backen. Nach Ende der Backzeit den Backofen ausschalten und den Käsekuchen im geschlossenen Ofen 30-60 Minuten abkühlen lassen. Keine Sorge: Nach Ende der Backzeit ist der Käsekuchen noch relativ flüssig. Durch das Abkühlen wird er perfekt cremig & schnittfest.
Die Joghurtmasse in die Form füllen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen (180 °C Ober-/Unterhitze) ca. 60 Minuten goldgelb backen. Falls der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Den Kuchen anschließend aus dem Ofen nehmen und erst vollständig auskühlen lassen, bevor du ihn aus der Form nimmst. Am besten schmeckt er, wenn er eine Nacht im Kühlschrank durchziehen konnte.
Tipps zur Konsistenz und Stabilität
- Wenn die Füllung nach Ende der Backzeit noch relativ flüssig ist: nicht beunruhigen - durch das Abkühlen wird sie fest und schnittfest.
- Wer eine besonders cremige, puddingartige Textur möchte, kann Seidentofu mit Sojajoghurt kombinieren: Seidentofu 2-3 Minuten cremig schlagen, Zitronenschale, Joghurt, Vanille und die Zucker-Stärke-Mischung untermixen.
- Backzeit variieren: Manche Rezepte backen bei 175 °C Umluft 75 Minuten. Wenn du nicht sicher bist, verwende die Holzstäbchenprobe.
- Falls der Rand zu ungleich ist, kannst du ihn mit einem Messer gerade schneiden und die Reste an den Boden drücken - so wird kein Teig verschwendet.
Varianten und Serviervorschläge
Feine Kombination: Besonders gut zum frisch gebackenen veganen Käsekuchen passt eine traumhaft fruchtige Himbeersauce: Dafür 200 g Himbeeren, 1 EL Zucker, 1 EL Wasser und ½ EL Stärke in einem kleinen Topf verrühren und 5 Minuten auf geringer Hitze leicht köcheln lassen, bis die Himbeeren zerfallen. Wir garantieren himmlischen Genuss!
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Serviert habe ich den Kuchen mit einer fruchtigen Himbeer-Granatapfel-Sauce, die toll dazu schmeckt! Für ein wenig Abwechslung kannst du 200 g frische Himbeeren unter die Joghurtmasse heben.
Weitere Ideen
- Erdbeersoße: Der Käsekuchen schmeckt mit der fruchtigen Erdbeersoße einfach genial - probiere es aus!
- Cashew-Creme-Variante: Wer nicht auf Tofu steht, kann eine Käsefüllung aus eingeweichten Cashew-Nüssen herstellen (roh, kein Backen nötig).
- Zupfkuchen: Mit derselben Füllung wie für diesen Käsekuchen kannst du auch einen Zupfkuchen herstellen.
Praktische Hinweise zur Lagerung
Veganer Rührkuchen ist bei Zimmertemperatur in der Regel 2 bis 4 Tage haltbar. Die Aufbewahrung im Kühlschrank kann die Haltbarkeit um einige Tage verlängern. Kuchen mit Creme sollten generell gekühlt werden. Wer möchte, kann den Kuchen auch einfrieren und bis zu 3 Monate aufbewahren.
Redaktionstipp & kleine Variationen
Der Boden und Rand für diesen Käsekuchen sind relativ dünn. Wenn du es lieber dicker magst, erhöhe einfach die Zutaten-Menge für den Teig. Und falls du mutig bist, probiere doch mal aus, was passiert, wenn man lediglich den Boden aus Teig macht. Für einen saftigen Kuchen ist es vorteilhaft, wenn das Verhältnis zwischen Boden und Käsekuchenmasse zu Gunsten des Zweiteren deutlich überwiegt.
Ein veganer Kuchen darf keine tierischen Produkte enthalten. Dazu gehören neben Eiern auch alle Milchprodukte wie Milch, Butter, Sahne und Frischkäse. Auch Honig und Gelatine werden beim veganen Backen nicht verwendet. Stattdessen kannst du Pflanzenmilch, Margarine, Öl und z. B. Apfelmus oder Leinsamen als Ei-Ersatz verwenden.
Alternative Rezeptübersicht (kompakt)
| Teil | Zutaten (Beispiel) | Zeit/Temperatur |
|---|---|---|
| Boden (Ø22) | 250 g Mehl, 90-150 g Zucker, 150 g Margarine, 1 Pck. Vanillezucker, 2 TL Backpulver, Prise Salz | Ausrollen, Kühlschrank 20-30 min |
| Füllung | 140 g Margarine, 140 g Zucker, 2 Pck. Vanillepuddingpulver (oder 35 g Stärke), 1 kg Sojajoghurt, 2-3 EL Zitronensaft | 60-75 min bei 180 °C, dann 30-60 min im abgeschalteten Ofen abkühlen |
| Serviervorschlag | Himbeer- oder Erdbeersoße (200 g Beeren, 1 EL Zucker, 1 EL Wasser, ½ EL Stärke) | Kurz aufkochen, abkühlen lassen |
Ein Käsekuchen ist ein feiner Klassiker, dessen pflanzliche Varianten zeigen, dass man auch ohne Milch und Eier köstliche Torten backen kann. Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!
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