Rezept für glutenfreien Käsekuchen mit Mürbeteigboden – klassisch, cremig und garantiert gelingsicher
Ein glutenfreier Käsekuchen mit Mürbeteigboden ist die perfekte Alternative für alle, die auf Gluten verzichten müssen oder möchten, dabei aber den Genuss eines klassischen, saftigen Kuchens nicht missen wollen. Durch die Verwendung von glutenfreien Mehlmischungen gelingt der Boden garantiert und überzeugt durch Geschmack und Konsistenz. Der cremige Belag, optional mit Mandarinen oder Aprikosen, macht diesen Kuchen zu einem Highlight auf jedem Kaffeetisch - egal ob im Sommer oder Winter.
Glutenfrei backen - der Boden macht den Unterschied
Problematisch ist bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) hauptsächlich der Boden des Käsekuchens, weil dieser für gewöhnlich mit Weizenmehl gebacken wird. Weizenmehl enthält sehr viel Gluten. Dazu müssen Sie lediglich das Weizenmehl durch glutenfreies Mehl ersetzen. So gelingt das Gebäck wie gewohnt und punktet auch geschmacklich.
Wenn Sie im Freundes- oder Familienkreis Nahestehende mit Zöliakie haben, ist es sinnvoll, sich vor jedem Backen darüber zu informieren, welche Lebensmittel glutenfrei sind - und welche nicht.
Ein glutenfreier Käsekuchen wäre in diesem Fall auch möglich, wenn einfach der Boden weggelassen wird. Denn die Käsemasse enthält kein Gluten. Doch ist ein Käsekuchen ohne Boden überhaupt ein richtiger Käsekuchen? Wir möchten darauf in unserem Rezept nicht verzichten und backen den Kuchen daher trotzdem mit Boden.
Welches glutenfreie Mehl für den Mürbeteig?
- Glutenfreie Mehlmischungen für Kuchen und Kekse eignen sich hervorragend.
- Reismehl, Maismehl, gemahlene Mandeln oder Tapiokastärke können individuell kombiniert werden.
- Manche Rezepte enthalten zusätzlich Flohsamenschalen, die für eine bessere Bindung sorgen.
- Der Teig für den Boden enthält meist Butter oder Margarine, Eier, Zucker und etwas Backpulver.
Grundrezept für glutenfreien Mürbeteigboden
Kneten Sie zunächst alle Zutaten für den Boden zu einem glatten Teig und stellen Sie diesen für 30 Minuten im Kühlschrank kalt. Der Mürbeteig lässt sich kalt am besten verarbeiten!
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In der Zwischenzeit können Sie bereits die Füllung für den Käsekuchen vorbereiten.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Glutenfreie Mehlmischung | 180-220 g |
| Gemahlene Mandeln (optional) | 50-70 g |
| Butter, kalt (ggf. laktosefrei) | 120-170 g |
| Zucker | 75-100 g |
| Ei (Größe M) | 1 |
| Backpulver | 1 TL |
| Salz | 1 Prise |
| Flohsamenschalenpulver (optional) | 1 TL |
So gelingt der perfekte Boden:
- Mehl, Backpulver, Flohsamenschalenpulver und ggf. Mandeln in einer Schüssel vermengen.
- Butter kalt in kleinen Stückchen dazugeben, zusammen mit Zucker, Ei und einer Prise Salz schnell zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
- Mürbeteig flach in einen Teller drücken, abdecken und etwa 20-30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Arbeitsfläche mit Frischhaltefolie auslegen und leicht mit Mehl bestäuben. Den gekühlten Teig auf der Folie rund ausrollen, zusammen mit der Folie wenden und in die eingefettete Springform (26 cm) geben. Einen etwa 3 cm hohen Rand formen.
- Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
Extra-Tipp: Blindbacken bei besonders mürben Böden
Wer es noch krosser mag: Den Teig nach dem Ausrollen und Einlegen in die Form 10 Minuten bei 180 °C blind vorbacken. Dafür Backpapier auf den Teig legen und mit getrockneten Bohnen beschweren.
Die perfekte Käsekuchen-Füllung
Die Quarkmasse für den glutenfreien Käsekuchen enthält in der Grundvariante Magerquark, Zucker, Eier, Vanillezucker, Milch und ein wenig Stärke oder Puddingpulver (ohne Gluten!). Für besonderen Frische- und Geschmackskick sorgen Zitronenabrieb und echte Vanille.
Der Quark sollte vor Verwendung ca. 30 Minuten abtropfen, damit die Masse später nicht zu flüssig wird.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Magerquark (ggf. laktosefrei) | 500-750 g |
| Schmand/Crème fraîche (ggf. laktosefrei) | 150-400 g |
| Eier | 4-5 (Gr. M) |
| Zucker oder Puderzucker | 100-140 g |
| Maisstärke oder Vanillepuddingpulver | 40-60 g/1 Pck. |
| Milch (ggf. laktosefrei) | 150 ml |
| Vanille (Mark, Paste oder Zucker) | nach Geschmack |
| Zitronenabrieb/-saft | nach Geschmack |
| Öl (neutral, z.B. Rapsöl) | 40-50 ml |
So wird die Füllung zubereitet:
- Magerquark, Eier, Puddingpulver, Vanillezucker, Milch, Öl, Salz und Zucker in einer Schüssel miteinander verrühren - am besten nicht zu stark schlagen, damit die Masse später keine Risse bekommt.
- Den abgetropften Quark und Schmand hinzufügen und alles vorsichtig verrühren. Zuletzt die Eier unterrühren und Zitronenschale sowie Vanille dazugeben.
- Die Masse auf dem gekühlten Mürbeteigboden verteilen.
Fruchtige Varianten - Mandarinen oder Aprikosen
Durch die leckeren Mandarinen wird der Käsekuchen noch saftiger und gehört auf jeden Kaffeetisch. Etwa 20 schöne Mandarinen-Spalten zur Seite legen, die restlichen Mandarinen auf dem Mürbeteigboden verteilen. Käsekuchenmasse langsam darüber gießen, damit die Mandarinen nicht verrutschen. Zum Schluss die zur Seite gelegten Mandarinen vorsichtig auf die Quarkmasse verteilen.
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Alternativ können Sie saisonal auch Aprikosen verwenden. Etwa die Hälfte der Aprikosen auf dem Boden verteilen. Die Käsekuchenmasse daraufgeben und glatt streichen. Die übrigen Aprikosen mit der Wölbung nach oben gleichmäßig auf der Masse verteilen.
Backen und Abkühlen - So bleibt der Käsekuchen perfekt
- Im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens bei 160-180 °C (Ober-/Unterhitze) 60-70 Minuten goldgelb backen.
- Wenn der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.
- Nach Ende der Backzeit den Ofen ausschalten und die Ofentür für etwa 10 Minuten nur einen Spalt breit öffnen (Kochlöffel einklemmen), damit der Kuchen langsam auskühlen kann und keine tiefen Risse bekommt.
Vor dem Herausnehmen aus der Springform immer mit einem Messer entlang des Randes fahren, um den Kuchen vollständig zu lösen.
Käsekuchen schmeckt am nächsten Tag meist noch besser als am Vortag, denn dann ist er richtig schön durchgezogen. Nachdem der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, lagern Sie ihn am besten im Kühlschrank.
Tipps und Tricks für den perfekten glutenfreien Käsekuchen
- Kalte Butter ist für den Mürbeteig unerlässlich, damit er nicht klebrig wird.
- Puderzucker für die Quarkmasse vorher sieben, damit keine Klümpchen entstehen.
- Bio-Zitrone verwenden, da die Schale mit in den Kuchen kommt.
- Der Boden wird gleichmäßig, wenn er auf Frischhaltefolie ausgerollt und mit der Folie in die Form gelegt wird.
- Die Ofentüre nach dem Backen erst nur einen Spalt öffnen, damit der Temperaturunterschied nicht zu groß ist.
- Käsekuchenmasse beim Verrühren nicht überschlagen, damit möglichst wenig Luft eingearbeitet wird und die Oberfläche glatt bleibt.
- Mürbeteig lässt sich kalt am besten verarbeiten!
- Das Rezept ist wunderbar einfach, der Kuchen gelingt jedes Mal und schmeckt einfach köstlich!
Vegane und alternative Varianten
Der glutenfreie Mürbeteig kann auch in einer veganen Version zubereitet werden: Verwenden Sie dazu eine pflanzliche Margarine und ersetzen Sie das Ei durch entsprechende Ei-Alternativen oder Apfelmus.
Die "Käse"-Füllung auf Basis von Kokosjoghurt und Seidentofu gelingt ebenso cremig wie die Quarkfüllung, ist komplett vegan und glutenfrei. Für eine Schoko-Version einfach einen Teelöffel Backkakao zum Teig geben.
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FAQ - Häufig gestellte Fragen rund um glutenfreien Käsekuchen
- Kann ich auch andere Früchte als Mandarinen oder Aprikosen verwenden? - Ja, Beeren, Äpfel oder Rhabarber passen ebenfalls hervorragend.
- Wie bewahrt man glutenfreien Käsekuchen am besten auf? - Nach dem vollständigen Auskühlen am besten im Kühlschrank, abgedeckt, lagern - so bleibt er 2-3 Tage frisch.
- Kann ich laktosefreie Produkte verwenden? - Ja, sowohl Butter als auch Quark und Milch gibt es in laktosefreier Variante.
- Wie verhindere ich Risse in der Oberfläche? - Rühren Sie die Füllung nur schonend und lassen Sie den Kuchen langsam im Ofen abkühlen.
- Kann ich das Grundrezept weiter anpassen? - Ja, Sie können Aromen, Zitrusfrüchte, Vanille oder auch extra Fruchtpürees verwenden.
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