Kakao mit Xylit: Gesundheitliche Vorteile und Zubereitung
Wenn die Erwachsenen sich zum Kaffee treffen, gibt es für die Kinder gerne eine Trinkschokolade. Aber Achtung! In Instant-Kakaopulver steckt viel Zucker und nur wenig Kakao. Wer lieber selbst süßen möchte, der wechselt zu Kakaopulver ohne Zucker.
Warum reines Kakaopulver ohne Zucker?
Kakaopulver, lieber ohne Zucker? Ein Blick auf die Nährwerte von normaler Trinkschokolade und schon fällt auf, wie viel Zucker in den fertigen Pulvern steckt. Kein gutes Gefühl, vor allem, wenn es für die Kinder bestimmt ist. Bei Trinkschokolade mischen die Hersteller in der Regel Kakao-Pulver mit Zucker, Konservierungsstoffen und Milchpulver. Letzteres soll dafür sorgen, dass sich die fertige Mischung in Getränken oder kalter Milch leichter auflöst. Dadurch ist aber auch weniger Kakao enthalten - die Folge: ein viel schwächerer und süßerer Geschmack.
Die Alternative für den puren Genuss: Kakaopulver ohne Zucker. Hier kann man selbst bestimmen, ob und welches Süßungsmittel verwendet werden soll. Perfekt für gesündere Smoothies und das Dekorieren von Desserts und Torten. Egal welches Süßungsmittel es am Ende wird, Kakaopulver ohne Zucker ist nicht nur eine gute Idee für alle, die ihren Zuckerkonsum einschränken wollen. Durch den Verzicht auf die Extraportion Süße bekommt man letztendlich ein hochwertigeres Produkt, dass geschmacklich sowie durch gesunde Inhaltsstoffe punktet.
Herstellung und Sorten von Kakaopulver
Wie wird zuckerfreies Kakaopulver hergestellt? Kakaopulver wird genau wie Schokolade aus der Kakaobohnen gewonnen. Dazu werden sie erst fermentiert, getrocknet und geröstet, um erstmal eine Kakaomasse zu erhalten. Diese Arbeitsschritte beeinflussen bereits das Aroma des fertigen Produktes. Genauso wie die spezifische Sorte der Kakaopflanze. Ganz ähnlich wie es auch bei Kaffee der Fall ist. Anschließend wird die Masse gemahlen, bis das fertige Kakaopulver entsteht.
Backkakao unterscheidet sich vor allem in einem Punkt von normalem Kakao. Dieser Hauptunterschied liegt in der Art der Verarbeitung. Backkakao wird durch ein spezielle Verfahren hergestellt, bei dem der Backkakao noch stärker entölt wird als herkömmliches Kakaopulver. Dadurch ist das stark entölte Kakaopulver im Vergleich dunkler und meist etwas günstiger, aber auch etwas bitterer. So eignet es sich eher für Rezepte, in denen eine herb-schokoladige Note gewünscht ist oder in denen sich die Menge des Fettes nicht stark verändern darf oder soll.
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Gesundheitliche Vorteile von Kakao
Neben dem Geschmack hat Kakaopulver ohne Zucker auch viele gesundheitliche Vorteile. Es enthält viele Antioxidantien, Mineralien wie Magnesium und Eisen sowie Ballaststoffe. Kakao schützt Deine Zellen: Die enthaltenen Flavonole sind für diese antioxidative Wirkung verantwortlich. Antioxidantien sind wie ein Schutzschild Deines Körpers, denn sie bekämpfen freie Radikale, die durch einseitige Ernährung, Stress, Rauchen oder durch Schadstoffe aus der Umwelt auf Dich einwirken.
Kakao schützt Dich vor Herz-Kreislauferkrankungen: Wie verschiedenste Untersuchungen zeigen wirken sich die bioaktiven Stoffe in Kakaofrüchten positiv auf die Blutfettwerte aus. Flavanole fördern die Durchblutung, senken den Blutdruck und unterstützen die Herzgesundheit, indem sie die Gefäße erweitern und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verringern. Zudem verbessern sie die Cholesterinwerte und schützen die Zellen vor freien Radikalen.
Kakao steigert Deine Konzentration und regt Dich an: Zurückzuführen ist das auf das im Kakao enthaltene Theobromin. Diese stimulierende Substanz wirkt gemeinsam mit dem Theophyllin, ähnlich wie das Koffein im Kaffee, auf das zentrale Nervensystem. Aber nur viel, viel schwächer. Somit ist ein Kakaogetränk auch für Kinder geeignet.
Kakao hellt Deine Stimmung auf: Im Kakao ist genauso wie in Schokolade Serotonin und Dopamin enthalten. Diese beiden Neurotransmitter sind wahre Glücklichmacher. Kakao entspannt Dich: Das reichlich enthaltene Magnesium in Kakao hilft Dir in Stresssituationen wieder etwas herunterzukommen und gelassener zu sein. In einem Esslöffel Kakao stecken bereits 50 mg Magnesium. Mit dieser Menge deckst Du bereits etwa 15% Deines ganzen Tagesbedarfs ab.
Vorsicht: Schadstoffe und Nachhaltigkeit
Das Spurenelement Kadmium ist ein Nervengift und eventuell sogar krebsfördernd. Es reichert sich über die Böden in den Kakaopflanzen an und gelangt auf diesem Weg in den Kakao und in die Nachfolgeprodukte. Aus diesem Grund gibt es einen oberen Grenzwert von 0,0025 mg Kadmium/kg Körpergewicht/Woche, den Du nicht überschreiten solltest. Für einen Erwachsenen mit 70 kg bedeutet das 0,025mg/Tag. Bei einer 100 g Tafel überschreitest Du diesen Wert bereits. 30 g Schokolade sind daher also genug!
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Anbau und Arbeitsbedingungen: Für den Anbau von Kakaobäumen werden häufig Wälder gerodet. Das hat schwerwiegende Folgen für die vorherrschende Tier- und Pflanzenwelt. In der Kritik stehen zunehmend auch die geringe Entlohnung der Arbeitskräfte sowie leider immer wieder vorkommende Kinderarbeit. Wir empfehlen daher: Achten Sie beim Kauf von Kakaoprodukten auf das Fairtrade-, Bio- oder GEPA-Siegel.
Xylit (Birkenzucker) als Süßungsmittel im Kakao
Xylit ist eine natürliche Zuckerart. Chemisch gesehen ist es ein so genannter Zuckeralkohol, weshalb Xylit oft auch als Xylitol bezeichnet wird. Xylit klingt chemisch, ist aber überraschend natürlich. Ursprünglich wurde es aus der Rinde von Birken und Buchen gewonnen - daher der Name "Birkenzucker". Heute stammt es hauptsächlich aus Maiskolbenresten und wird industriell verarbeitet. Und: Das Ergebnis sieht fast genauso aus wie normaler Zucker. Was Xylit so beliebt macht: Es süßt fast wie Zucker, enthält aber rund 40 % weniger Kalorien und hat kaum Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.
Bei Trinkschokolade ist nur mit Xucker-Xylit gesüßt. Die Trinkschokolade ist nur mit Xucker-Xylit gesüßt. Zum Herstellen einer Trinkschokolade geben Sie zwei bis drei gehäufte Teelöffel Kakaopulver in eine Tasse.
Vorteile von Xylit
- Ein großer Vorteil von Xylit gegenüber Zucker ist, dass er nicht nur keine Karies verursacht, sondern sogar zu verhindern hilft.
- Xylit hat eine ähnliche Konsistenz wie normaler Haushaltszucker und schmeckt genau so süß. Daher wird das Süßungsmittel vielfältig verwendet.
- Xylit beeinflusst den Blutzucker kaum. Anders als Haushaltszucker erhöht der Genuss von Xucker den Blutzuckerspiegel nur sehr wenig, eine Insulinausschüttung wird nur schwach und verzögert ausgelöst. Xucker light erhöht den Blutzuckerspiegel gar nicht.
- Xylit eignet sich zum Süßen von Desserts, Eis, Getränken, Marmeladen, Kuchen, Torten oder Salatmarinaden.
Risiken und Nachteile von Xylit
Gefahren beim Verzehr: Wie gesund ist Xylit? Xylit wird als Süßstoff mit wenig Kalorien vermarktet. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Haushaltszucker erhöht er den Blutzucker nur leicht. Im Juni 2024 wurde eine Studie veröffentlicht, in der erforscht wurde, welche Auswirkungen Xylit auf das Herz-Kreislauf-System hat. Das Ergebnis: Das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse ist erhöht.
Dr. Marco Witkowski, Kardiologe am Deutschen Herzzentrum der Charité in Berlin, ist Erstautor der Studie. Während seines Aufenthaltes an der Cleveland Ohio Clinic in den USA hat er mit einem internationalen Forschungsteam über 3.300 Blutproben von Herzkreislauf-Patienten und -Patientinnen untersucht. Bei denjenigen, die hohe Konzentrationen von Xylit in ihrem Blut hatten, kam es wesentlich häufiger zu Herzinfarkten, Schlaganfällen oder dadurch bedingten vorzeitigen Todesfällen. Durch Experimente im Labor fanden die Wissenschaftler eine mögliche Erklärung dafür. Xylit ist wie der Zuckerersatzstoff Erythrit ein sogenannter Zuckeralkohol und fördert die Neigung der Blutplättchen (Thrombozyten), zu „verklumpen“.
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Die BfR hatte bisher eingeschätzt, dass durch den Verzehr von Xylit für gewöhnlich keine gesundheitlichen Bedenken zu erwarten sind. Aktuelle Studien weisen nun aber auf mögliche Risiken hin. Xylit hat eine blähende Wirkung: Da der Körper Zuckeralkohole nur zum Teil über den Darm in den Blutkreislauf aufnimmt, gelangt Xylit in tiefere Darmabschnitte. Die dort angesiedelten Bakterien verstoffwechseln das Süßungsmittel und produzieren dabei Gase und Wasser. In großen Mengen kann Xylit daher zu Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall führen. Lebensmittel, deren Anteil an Xylit über zehn Prozent liegt, müssen aus diesem Grund folgenden Warnhinweis tragen: „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.“
Fazit Expertenmeinung: Unsere Forschung weist auf mögliche Risiken von Xylit hin und zeigt, dass Süßstoffe nicht unbedingt die harmlose Zuckeralternative sind, für die sie oft gehalten werden. Besonders bei Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Risiken könnte der Konsum von Xylit zusätzliche Gesundheitsgefahren bergen. Es ist wichtig, dass Verbraucher sich dieser Risiken bewusst sind und ihren Konsum dieser Süßstoffe überdenken. Bei Unsicherheiten sollten sie sich an ihren Arzt oder Ernährungsberater wenden.
Andere Süßungsmittel als Alternative
Wer zwar auf Zucker, nicht aber auf Süße in seiner heißen Schokolade oder seinen Smoothies verzichten möchte, kann es mit verschiedenen alternativen Süßungsmitteln versuchen. Welche dabei am besten schmecken, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Deshalb raten wir: probieren, probieren und noch mehr probieren.
- Stevia: Ein natürliches Süßungsmittel, das aus der Stevia-Pflanze gewonnen wird. Es hat einen geringen glykämischen Index und enthält keine Kalorien.
- Erythrit: Ein kalorienfreies Zuckeralkohol, das natürlicherweise in einigen Früchten und Gemüse vorkommt. Es hat einen geringen glykämischen Index und hat einen ähnlichen Geschmack und Textur wie Zucker.
- Xylitol: Ein weiterer Zuckeralkohol, der aus Birkenholz oder Maiskolben gewonnen wird. Es hat eine ganz ähnliche Süße wie Zucker.
- Agavendicksaft, Kokosblütenzucker, Honig, Ahornsirup und Dattelzucker: natürliche Alternativen mit jeweils unterschiedlichem Geschmack, glykämischem Index und Einsatzgebieten.
Weniger Kalorien und einen geringeren Einfluss auf den Blutzucker, das versprechen Zuckerersatzprodukte. Bei diesen gibt es im Prinzip zwei Gruppen: Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe im engeren Sinne. In der Regel sind Süßstoffe im Geschmack deutlich süßer als echter Zucker. Zuckeraustauschstoffe dagegen sind weniger bis genauso süß wie Zucker.
Zubereitung: Heiße Schokolade mit Kakaopulver und Xylit
Wenn Sie auf der Suche nach einer zuckerfreien Alternative zu klassischem Kakaopulver sind, haben wir einen Tipp für Sie: Sie können Kakao ganz einfach mit purem Kakaopulver anrühren und nach Belieben süßen. So genießen Sie die Vorteile von Kakao ganz ohne Zucker und ganz nach Ihrem Geschmack.
| Zutaten für 2 Tassen | Menge |
|---|---|
| Kakaopulver (ohne Zucker) | 2-3 gehäufte TL |
| Mandel- oder Haferdrink | 500 ml |
| Xylit (nach Geschmack) | nach Bedarf |
| Vanille (gemahlen, optional) | 1/2 TL |
Zubereitungsschritte: Erwärmen: Zuerst den Pflanzendrink in einem Topf erwärmen. Unterrühren: Mit Hilfe von einem Schneebesen den Trink-Kakao unterrühren bis er sich vollständig aufgelöst hat. Verfeinern: Nun noch mit gemahlener Vanille verfeinern. Fertig zum Genießen!
Wenn Sie Kakaopulver auch in warmer Milch auflösen möchten, beachten Sie: Das funktioniert nicht immer sofort! Du erhältst Milch, auf der oben das Kakaopulver schwimmt. Gib einen Teelöffel Kakao in eine Tasse und füge nur einen kleinen Schluck Haferdrink, Sojadrink oder einen anderen pflanzlichen Drink dazu, den Du gerne trinkst. Dann verrühre das Ganze. Du wirst sehen, es bildet sich eine dicke breiige Masse. Nun erhitzt Du deinen Getreide- oder Sojadrink und rührst weiter.
Süße Varianten und Tipps
- Für kalten Kakao: Alle Zutaten am besten mit Hilfe eines Mixers vermischen, da sich das Rohkakaopulver nicht so gut auflöst.
- Für eine geschmackliche Note: Mit Ahornsirup, Dattelzucker oder einer Prise Zimt verfeinern.
- Für Energieschub: Koawach Pur mit Guarana bietet eine zuckerfreie, koffeinhaltige Alternative.
- Beim Backen: Xylit kann in vielen Rezepten 1:1 Zucker ersetzen, ist aber für Hefeteig weniger geeignet.
Empfohlene Kakaopulver ohne Zucker
Unser Favorit: Das zuckerfreie Kakaopulver von Sevenhills Wholefoods. Das Preisgekrönte Kakaopulver ohne Zucker: Sevenhills Wholefoods Kakaopulver Bio. Feinster Kakao aus Premium Bio-Kakaobohnen. Dafür steht das Kakaopulver von Sevenhills Wholefoods. So wenig verarbeitet wie möglich und frei von Zusätzen, überzeugt es mit einem kraftvollen Aroma.
Kein Zucker und pure Kakaobohnen: Organic Cacao Powder von Flügelschwinger. Das Besondere: Das Pulver wird aus einer Mischung von rohen und ungerösteten Kakaobohnen hergestellt. Außerdem wird bei der Bio-Kakao besonders schonend verarbeitet und getrocknet, damit möglichst viele der positiven Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Naturata Bio Edelkakao: Als Zutat für sein Bio-Kakaopulver wählt Naturata nur die edelsten Kakao-Bohnen aus der Dominikanischen Republik. Dabei wird nicht nur viel Wert auf den biologischen Anbau der Kakaopflanzen gelegt, sondern auch darauf, dass die Arbeitsbedingungen vor Ort gerecht sind. So kann sich das Naturata Kakaopulver sowohl mit einem Bio- als auch das Fairtrade-Siegel schmücken.
Praktische Hinweise und Empfehlungen
- Wenn Du den Zuckerkonsum reduzieren möchtest, ist Kakaopulver ohne Zucker eine sinnvolle Basis.
- Probieren Sie verschiedene Süßungsmittel in kleinen Mengen, denn nicht jede Zunge liebt dieselbe Süße.
- Beachte mögliche Nebenwirkungen von Zuckeralkoholen: Xylit kann bei ungewohnter oder hoher Zufuhr blähend und abführend wirken.
- Achte beim Kauf auf Bio- und Fairtrade-Siegel, um Umwelt- und Sozialaspekte zu unterstützen.
- Genieße Kakao in Maßen: Aufgrund von Schadstoffen wie Kadmium ist es ratsam, nicht übermäßig viele kakaohaltige Produkte zu konsumieren.
Wir von Vetox empfehlen Dir nur auf reines Kakaopulver oder fettarmen Kakao zurückzugreifen. Dieser enthält keinen zusätzlichen Zucker, wie Du ihn sonst bei Trink-Kakao oder Pulver für Trinkschokolade findest. Kakao ist einfach ein Superfood, das in der Vetox-Ernährung zur Grundausstattung gehört. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wirkt er in vielfältiger Weise positiv auf Deine Gesundheit.
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