Japanische Sojasauce- und Zucker-Saucenrezepte: Eine kulinarische Entdeckungsreise
Teriyaki-Sauce, ein Eckpfeiler der japanischen Küche, hat ihren Ursprung in Japan und hat sich zu einem globalen Favoriten entwickelt. Ihre Fähigkeit, eine Vielzahl von Gerichten zu veredeln, von gegrilltem Fleisch bis hin zu Gemüse, macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil vieler Küchen. Der Name „Teriyaki“ selbst leitet sich von den japanischen Wörtern „teri“ (Glanz) und „yaki“ (Grillen oder Braten) ab und beschreibt treffend die glänzende Oberfläche, die die Sauce den Speisen verleiht.
Ursprünge und Entwicklung der Teriyaki-Sauce
Die Geschichte der Teriyaki-Sauce reicht Jahrhunderte zurück, bis ins 17. Jahrhundert, als sie erstmals zur Konservierung und Geschmacksverbesserung von Fisch und Fleisch eingesetzt wurde. Die ursprüngliche Rezeptur basierte auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Kombination aus Sojasauce, Sake oder Mirin und Zucker. Mit der Auswanderung japanischer Einwanderer in die Vereinigten Staaten und andere Teile der Welt verbreitete sich die Teriyaki-Sauce rasch und passte sich den lokalen Geschmäckern an.
Traditionelle Zutaten und ihre Bedeutung
Die traditionelle japanische Teriyaki-Sauce zeichnet sich durch die Verwendung von nur vier Hauptzutaten aus:
- Sojasauce: Sie bildet die Grundlage der Sauce und liefert Salz und Umami. Es ist ratsam, eine japanische Sojasauce zu verwenden, da diese ein anderes Geschmacksprofil aufweist als Sojasaucen aus China, Thailand oder Korea.
- Mirin: Dieser süße japanische Reiswein verleiht der Sauce Süße und Tiefe. Alternativ kann auch Sake verwendet werden, obwohl Mirin eine intensivere Süße bietet.
- Sake: Ein japanischer Reiswein, der subtile Fruchtnoten beisteuert.
- Zucker: Er sorgt für die charakteristische Süße und den Glanz der Sauce. Die Menge des Zuckers kann je nach persönlichem Geschmack variiert werden.
Variationen der Teriyaki-Sauce
Obwohl die traditionelle Teriyaki-Sauce auf wenigen Zutaten basiert, gibt es unzählige Variationen, die durch die Zugabe von Aromen wie Knoblauch, Ingwer, Sesamöl oder Chiliflocken entstehen. Diese Variationen ermöglichen es, den Geschmack der Sauce an individuelle Vorlieben anzupassen. In westlichen Adaptionen werden oft zusätzliche Zutaten wie Reisessig oder Apfelessig, brauner Zucker, Sesamöl oder frischer Knoblauch verwendet, um den Geschmack zu intensivieren.
Herstellung von Teriyaki-Sauce: Ein einfacher Prozess
Die Herstellung von Teriyaki-Sauce ist denkbar einfach und kann sowohl zu Hause als auch industriell erfolgen.
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Hausgemachte Teriyaki-Sauce
Für die Zubereitung zu Hause werden Sojasauce, Mirin (oder Sake) und Zucker in einem Topf vermischt und erhitzt, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.Optional können Knoblauch oder Ingwer hinzugefügt werden. Das Verhältnis der Zutaten kann je nach Geschmack angepasst werden, wobei ein übliches Verhältnis drei Teile Sojasauce zu drei Teilen Mirin und einem bis zwei Teilen Zucker ist. Die Sauce wird anschließend köcheln gelassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
Industriell hergestellte Teriyaki-Sauce
Im Handel erhältliche Teriyaki-Saucen variieren in ihrer Qualität und Zusammensetzung. Einige enthalten unnötige Zutaten wie Tomatenmark oder Maisstärke. Es ist ratsam, Saucen mit einer übersichtlichen Zutatenliste zu bevorzugen, die sich an den traditionellen Zutaten orientiert.
Kulinarische Anwendungen der Teriyaki-Sauce
Die Teriyaki-Sauce ist äußerst vielseitig und kann in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden.
Klassische Anwendungen
- Marinade: Sie eignet sich hervorragend als Marinade für Fleisch, Fisch und Gemüse, um den Geschmack zu intensivieren und eine glänzende Oberfläche zu erzeugen. Fleisch, Fisch und Tofu sollten mindestens 30 Minuten in der Teriyaki-Sauce mariniert werden, während für Gemüse eine Marinierzeit von maximal 30 Minuten ausreicht.
- Glasur: Während des Grillens oder Bratens kann die Teriyaki-Sauce als Glasur verwendet werden, um dem Gargut ein glänzendes Aussehen zu verleihen.
- Dip: Sie kann als Dip für Frühlingsrollen, Gemüse oder andere Snacks serviert werden.
Moderne Anwendungen
- Burger: Sie kann als Zutat in Burgern verwendet werden, um dem Patty eine interessante Geschmacksnote zu verleihen.
- Salatdressing: Sie kann als Dressing für Salate oder Bowls verwendet werden, um frische Zutaten aufzuwerten.
- Sandwiches und Wraps: Sie kann Sandwiches oder Wraps eine unerwartete Dimension verleihen.
Rezept für traditionelle Teriyaki-Sauce
Zutaten:
- 100 ml Sojasauce
- 6 EL Zucker, braun
- 4 TL Sesamöl
- 2 TL Speisestärke (z.B. Maisstärke)
- 10 g Ingwer
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Peperoni
- 1 Schalotte
- 2 TL Weißweinessig
Zubereitung:
- Schalotte, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Peperoni waschen, entkernen und ebenfalls fein würfeln.
- Sojasauce, Speisestärke, Weißweinessig, Zucker und Sesamöl in einer Schüssel verrühren. Das klein geschnittene Gemüse dazugeben und alles gut vermengen.
- Die Sauce in einen kleinen Topf geben, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis sie eingedickt ist und einen schönen Glanz bekommen hat.
- Nach Belieben die Sauce durch ein Sieb streichen, um die Gemüsestücke zu entfernen.
Rezept für japanische Sauce mit oder ohne gerösteten Knoblauch
Zutaten:
- 4 EL Sojasauce (japanische, gute Qualität)
- 3 EL Sake
- 3 EL Mirin
- 1 EL Zucker oder Honig, nach Geschmack
- 1 Prise Salz
- 1 EL Limettensaft
- 1 EL Sesamöl (nach Belieben)
- 1 Zehe Knoblauch (in 1-2 mm dünne Würfel geschnitten, nach Belieben)
Zubereitung:
- Sojasauce, Sake, Mirin, Zucker oder Honig und Salz einmal stark aufkochen lassen, damit alle Teilchen sich gut mischen, beiseite stellen.
- Nach Belieben das Sesamöl erhitzen, dabei aufpassen, dass es nicht verdunstet. Dann die in sehr kleine Würfel geschnittene Knoblauchzehe zufügen und rösten, ohne dass der Knoblauch braun wird. Nach etwa 1 Minute das Öl mit dem Knoblauch zur Teriyaki-Sauce geben, mixen und erkalten lassen.
- Zum Schluss den Limettensaft zugeben und nochmals gut mixen.
Tipps und Tricks für die perfekte Teriyaki-Sauce
- Verwenden Sie hochwertige Zutaten, insbesondere eine gute japanische Sojasauce.
- Passen Sie die Menge des Zuckers an Ihren persönlichen Geschmack an.
- Experimentieren Sie mit verschiedenen Aromen wie Knoblauch, Ingwer, Sesamöl oder Chiliflocken.
- Lassen Sie die Sauce langsam köcheln, um sie einzudicken und die Aromen zu intensivieren.
- Lagern Sie die selbstgemachte Teriyaki-Sauce im Kühlschrank, wo sie etwa eine Woche haltbar ist.
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