Streu- und Puderzucker: Ein Vergleich für die Küche
Zucker ist nicht gleich Zucker. In der Welt des Backens und der Süßspeisen gibt es eine Vielzahl von Zuckerarten, die jeweils ihre eigenen Eigenschaften und Verwendungszwecke haben. Zwei der gängigsten Varianten sind Streu- (Kristallzucker) und Puderzucker. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen diesen beiden Zuckerarten und gibt Tipps für ihre richtige Verwendung.
Was ist Zucker?
Zucker wird hauptsächlich aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen. Der Prozess beinhaltet das Zerkleinern und Pressen der Pflanzen, das Extrahieren mit Wasser, das Verdampfen des Wassers und die anschließende Kristallisation. Das Ergebnis sind die feinen Körner, die wir als Kristallzucker kennen.
Die Unterschiede im Detail
Herstellung und Konsistenz
- Kristallzucker (Streuzucker): Entsteht durch die Kristallisation des Zuckersafts. Er hat eine grobe, körnige Struktur.
- Puderzucker: Ist fein gemahlener Kristallzucker, der oft mit Stärke vermischt wird, um ein Verklumpen zu verhindern. Er hat eine sehr feine, pudrige Konsistenz.
Verwendung in der Küche
- Kristallzucker: Vielseitig einsetzbar, z.B. zum Süßen von Getränken, zum Backen von Kuchen und Keksen oder zum Karamellisieren.
- Puderzucker: Eignet sich besonders gut für die Herstellung von Zuckerguss, da er sich leicht auflöst. Er wird auch gerne zum Bestäuben von Kuchen und Gebäck verwendet.
Austauschbarkeit
Grundsätzlich können Kristallzucker und Puderzucker gegeneinander ausgetauscht werden, jedoch mit Auswirkungen auf das Ergebnis.
- Kristallzucker statt Puderzucker: Kann verwendet werden, ist aber nicht ideal für Glasuren, da er sich nicht so leicht auflöst und eine körnige Textur hinterlassen kann.
- Puderzucker statt Kristallzucker: Funktioniert in vielen Rezepten, kann aber die Konsistenz des Teigs verändern, da Puderzucker feiner ist und Stärke enthält.
Weitere Zuckerarten und ihre Besonderheiten
Neben Kristall- und Puderzucker gibt es noch weitere Zuckerarten, die in der Küche verwendet werden:
- Sirup (Melasse): Ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung. Er ist würziger und reichhaltiger im Geschmack und wird oft in der Weihnachtszeit verwendet.
- Muscovado-Zucker: Eine Mischung aus Sirup und weißem Zucker. Er ist feuchter und aromatischer als Kristallzucker und eignet sich gut zum Karamellisieren.
Tipps zur Verwendung von Zucker
- Weißer Zucker: Der am häufigsten verwendete Zucker. Er ist vielseitig einsetzbar, aber der Austausch kann das Backergebnis beeinflussen.
- Muscovado-Zucker: Macht Gebäck weicher und eignet sich gut zum Karamellisieren. Kann leicht selbst hergestellt werden, indem man weißen Zucker mit Sirup mischt.
- Puderzucker: Ideal für cremige Texturen wie Zuckerguss und Buttercreme. Kann auch selbst hergestellt werden, indem man weißen Zucker in einer Kaffeemühle mahlt.
- Sirup: Es gibt verschiedene Sorten, von hell bis dunkel. Helle Sirupe sind milder und süßer und eignen sich gut zum Backen. Dunkle Sirupe sind herber und bitterer.
Zucker und seine Auswirkungen auf die Gesundheit
Es ist wichtig zu beachten, dass Zucker nicht zu den Grundnahrungsmitteln gehört und in Maßen konsumiert werden sollte.
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- Zuckerarten: Es gibt verschiedene Arten von Zucker, wie Glukose, Fruktose und Saccharose. Vom gesundheitlichen Standpunkt aus unterscheiden sie sich nicht wesentlich.
- "Zuckerfrei": Produkte, die als "zuckerfrei" gekennzeichnet sind, dürfen weniger als 0,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm oder 100 Milliliter enthalten.
- Kalorien: Zucker enthält weniger Kalorien als Fett. Ein Gramm Zucker hat vier Kilokalorien, während ein Gramm Fett neun Kilokalorien hat.
Mythen rund um Zucker
Es gibt viele Mythen über Zucker, die nicht alle der Wahrheit entsprechen.
- Brauner Zucker ist gesünder: Brauner Zucker sieht zwar natürlicher aus, ist aber nicht unbedingt gesünder als weißer Zucker.
- Fruchtzucker ist gesünder: Fruchtzucker kann in großen Mengen die Leber schädigen.
- Zucker raubt Kalzium: Es ist ein Mythos, dass Zucker dem Körper Kalzium entzieht.
Puderzucker als Alternative zu Kristallzucker
In vielen Rezepten kann Kristallzucker problemlos durch Puderzucker ersetzt werden. Puderzucker löst sich leichter auf und lässt sich leichter in Teige einarbeiten.
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