Ideen für Marmelade Rezepte: Vielfalt und Genuss im Glas
Marmelade selber machen ist ein Trend, der nie aus der Mode kommt. Ob als süßer Brotaufstrich zum Frühstück, als Füllung für Kuchen und Gebäck oder als kleines, persönliches Geschenk - selbstgemachte Marmelade bringt fruchtig-zuckrigen Duft in die Küche und schmeckt einfach am besten. Die Herstellung ist unglaublich einfach und umfasst nur wenige Schritte.
Die Zutaten: Vielfalt aus Obst und Gemüse
Neben den klassischen Obstsorten wie Erdbeeren, Aprikosen, Himbeeren, Ananas, Pflaumen, Kaki, Holunder und Kirschen kommen auch einige Gemüsearten als Zutaten für leckere Brotaufstriche in Frage. Fruchtgemüse wie Kürbis sind eine ideale Ergänzung zum Apfel oder zusammen mit Möhren eine tolle Rezeptidee für das Frühstück an Halloween. Wer es etwas säuerlicher mag, kann Marmeladenrezepte mit Kiwi, Rhabarber oder Orangen ausprobieren. Für eine besondere Note sorgt Ingwer, beispielsweise in Kombination mit Maracuja.
Die kreative Freiheit bei der Zubereitung von Marmeladen und Konfitüren ist wunderbar. Man kann nach Belieben verschiedene Fruchtkombinationen austesten und so seine eigenen süßen Kreationen entwickeln.
Das A und O: Sauberkeit und Hygiene
Das A und O beim Einkochen von Marmeladen ist Sauberkeit. Selbst gering verschmutzte Gläser lassen den kostbaren Inhalt schnell verderben. Daher sollten die Marmeladengläser nebst Deckeln vor dem Einfüllen in kochendem Essigwasser sterilisiert und nur einwandfreies, gut gewaschenes Obst und Gemüse verwendet werden. Nach dem Verschließen stellt man die Gläser für fünf Minuten auf den Deckel, damit die Luft entweicht.
Das Grundrezept: Einfach und variabel
Das Grundprinzip des Einkochens ist super einfach: Etwas Zucker, etwas Obst oder Früchte und bei Bedarf noch einen Spritzer Zitronensaft.
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Zutaten:
- 1 kg Obst
- 500 g Gelierzucker (2:1)
- ½ Zitrone
Zubereitung:
- Obst waschen, putzen und nach Belieben kleinschneiden. Zitrone halbieren, eine Hälfte auspressen.
- Obst, Zitronensaft und Gelierzucker in einen großen Topf geben, unter Rühren aufkochen und 5-10 Minuten köcheln lassen.
- Gelierprobe machen.
- Marmelade sofort in saubere, heiß ausgespülte Marmeladengläser füllen und verschließen.
Beim Marmelade kochen sollte man immer auf die Qualität der Zutaten achten. Überreife Früchte, Obst und Gemüse mit Druckstellen oder braunen Flecken sollte man aussortieren, um keinen Schimmel oder andere Verunreinigungen in die Marmelade einzuarbeiten. Wichtig ist auch, den Schaum beim Aufkochen abzuschöpfen.
Marmelade mit oder ohne Stückchen?
Wer es lieber stückig mag, kann die Früchte etwas gröber lassen oder Beeren im Ganzen verarbeiten. Für einen samtigen Aufstrich püriert man die Marmelade vor dem Abfüllen. Ist sie zu flüssig, lässt man sie einfach noch etwas köcheln, bis sie genug geliert ist.
Beliebte Klassiker und neue Ideen
Reife, aromatische Früchte, Gelierzucker und etwas Zitronensaft - mehr braucht man für ein klassisches Marmeladen-Rezept nicht. Auch wenn man gerne bei der Zubereitung experimentiert, kommt man am Ende immer wieder auf altbewährte Klassiker zurück, die uns fruchtig durch das Jahr begleiten.
Neben den klassischen Rezepten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, neue Geschmackserlebnisse zu kreieren. Ein Schuss Likör, Kräuter, außergewöhnliche Fruchtkombinationen, Schokolade, Marshmallows oder Tee - mit raffinierten Zutaten lassen sich Marmeladen-Klassiker ganz neu interpretieren. Wie wäre es mal mit einer Kombi aus Kaki, Orange und Ingwer oder einem feinen Vanille- und Zimt-Zusatz in der Pflaumenmarmelade?
Je nach Jahreszeit bieten sich unterschiedliche Marmeladen Rezepte und Früchte zur Verarbeitung an. Im Frühjahr geht es los mit Rhabarbermarmelade, im Sommer folgen Erdbeermarmelade, Kirsch-, Heidelbeer-, Aprikosen-, Pflaumen- und Himbeermarmelade. Im Herbst können Äpfel und Birnen zu Marmelade verarbeitet werden und im Winter schließlich Orangen und Mandarinen.
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Marmelade ohne Kochen und ohne Zucker
Bei der Zubereitung von Marmelade ohne Kochen spart man nicht nur Zeit, im Fruchtaufstrich bleiben auch viele Nährstoffe erhalten, die sonst beim Erhitzen verloren gehen. Für die Zubereitung benötigt man speziellen Gelierzucker ohne Kochen, der ohne Hitze Bindung an die Früchte bringt. Kaltgerührte Marmelade ist schnell gemacht, allerdings nur maximal 14 Tage im Kühlschrank haltbar.
Auch Marmelade ohne Zucker ist möglich. Bei den zuckerfreien Rezepten süßt man mit Dattelsirup, getrockneten Aprikosen oder anderen alternativen Süßungsmitteln und bringt die Frucht so ins Zentrum des Geschmacks. Die nötige Bindung erhält man z. B. von Chiasamen oder Agar Agar. Auch Marmelade ohne Zucker hält sich nur wenige bis maximal 14 Tage im Kühlschrank.
Marmelade selber machen mit Tiefkühlfrüchten
Eine schnelle und einfache Art, Marmelade selber zu machen, ist die Verwendung von TK-Früchten. Diese sind das ganze Jahr über erhältlich und ermöglichen es, auch außerhalb der Saison einen fruchtigen Aufstrich zu genießen. Dafür gibt man die noch gefrorenen Früchte in den Topf und verarbeitet sie wie im Grundrezept beschrieben. Da die Früchte erst auftauen müssen, sollte die Marmelade allerdings einige Minuten länger kochen.
Marmelade oder Konfitüre?
Strenggenommen werden, zum Beispiel im Handel, nur Aufstriche aus Zitrusfrüchten als Marmelade bezeichnet. Im Alltag allerdings hat sich Marmelade als Sammelbegriff für sämtliche Fruchtaufstriche durchgesetzt.
Der Begriff Marmelade stammt aus dem portugiesischen "marmelo" und bedeutet übersetzt Quitte. Die erste marmeladeähnliche Substanz wurde im Jahre 1937 bei einer Ausgrabung gefunden und auf die Zeit des alten Roms zurückdatiert. Dabei sind Tongefäße zum Vorschein gekommen, die Rückstände von Zwetschgenmus und Zuckerrohr aufwiesen. Der Vorläufer der heutigen Marmelade!
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Die Gelierprobe: So gelingt die perfekte Konsistenz
Um sicherzustellen, dass der Fruchtaufstrich am Ende die gewünschte Konsistenz hat, sollte eine Gelierprobe durchgeführt werden. Dazu gibt man einen Teelöffel der angefertigten Marmelade auf eine kalte Untertasse. Wenn die Masse innerhalb einer Minute erkaltet, ist die Probe gelungen und alles kann in schöne Gläser gefüllt werden.
Das i-Tüpfelchen: Etiketten und Geschenkideen
Wenn man seine ganze Liebe in die Marmelade steckt, dann verdient sie auch ein hübsches Etikett. Ob mit Erdbeeren, Kirschen oder ohne Zucker - die Möglichkeiten sind vielfältig.
Wer sehr viel Marmelade produziert und nicht weiß, wohin damit: In dekorative Gläser gefüllt, sind die Fruchtaufstriche eine hübsche Geschenkidee. Eine selbstgemachte Marmelade eignet sich hervorragend als kleines Mitbringsel für Freunde und Familie. Dafür die heiße Fruchtcreme einfach in schöne Einmachgläschen füllen, Schleife drum - fertig! Natürlich kann man sein Glas dann noch nach Wunsch weiter verzieren, zum Beispiel mit Packpapier, buntem Etikett, einem selbstgemalten Bildchen von den Kindern oder mit dem zusammengerollten Marmeladen Rezept.
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