Husarenkrapfen / Engelsaugen Rezept — einfach, mürbe und fruchtig

Engelsaugen gehören unbedingt auf unseren Plätzchenteller: sie sind mürbe, fruchtig und ein echter Klassiker der Weihnachtsbäckerei. Zarter Mürbeteig trifft auf eine süße Marmeladenfüllung - einfach, schnell gemacht und herrlich lecker! Die bekannteste Variante dürften Engelsaugen mit Marmelade sein.

Warum Husarenkrapfen so beliebt sind

Diese leckeren Husarenkrapfen gehören zu den Klassikern der Weihnachtsbäckerei. Sie sind perfekt für den Plätzchenteller oder zum Verschenken in der Adventszeit. Obwohl die Löcher klein sind, klappt das Füllen mit einem Teelöffel erstaunlich gut; alternativ einen Mini-Spritzbeutel verwenden. Damit im Ofen nichts überläuft, sollte man die Konfitüre allerdings nicht randvoll in die Engelsaugen geben.

Zutaten (für ca. 50-60 Stück, Mengen variieren je nach Quelle)

  • 300 g Mehl (oder 150-200 g je nach Rezeptgröße)
  • 75-100 g Puderzucker oder 60-100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb (manche Rezepte arbeiten mit 1 Eigelb und 1-2 EL Milch)
  • 150-200 g kalte Butter oder Margarine
  • 80-100 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln (optional - alternativ nur Mehl)
  • ca. 100 g Gelee oder Marmelade (Johannisbeere, Aprikose, Himbeere)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Grundrezept - Mürbeteig zubereiten

Mehl, Mandeln oder Nüsse und Puderzucker mischen. Die weiche Butter und die Eigelbe zugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten. Eidotter, Butter, Zucker, Salz, Zitronenabrieb und Vanillezucker im Mixer verbröseln. Mehl darauf sieben und flott unterarbeiten. Gib alle Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel und knete sie zu einem glatten Teig. Achte darauf, den Teig nicht zu lange zu kneten - sobald er zusammenhält, bist du fertig.

Wickle den Teig in Frischhaltefolie und leg ihn mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Den Teig in Folie gewickelt mindestens 1 Stunde kühl stellen; noch besser: drei Stunden oder über Nacht für extra mürbe Plätzchen.

Formen, Mulde drücken und Füllen

  1. Den gekühlten Teig kurz weichkneten und zu zwei bis drei Portionen teilen. Aus der ersten Teigportion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen einen langen Strang formen bzw. rollen.
  2. Mit einem scharfen Messer kleine Stücke abschneiden und mit den Händen kleine Kugeln formen; diese sollten ungefähr Kirsch- bzw. nussgroß sein und grob 10-14 g wiegen. Alternativ 1 cm breite Stücke von einer 2 cm dicken Rolle abstechen.
  3. Die Kugeln mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen.
  4. Mithilfe eines Holz-Kochlöffelstiels Mulden bzw. Löcher in die Kugeln drücken; natürlich nicht bis ganz auf den Boden, aber durchaus tief. Wenn der Teig am Kochlöffel klebt, diesen einfach in etwas Mehl tauchen.
  5. Die Marmelade erwärmen, z.B. in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf, damit sie glatt ist und sich leichter füllen lässt. Die Marmelade muss glatt und ohne Stückchen sein.
  6. Mit einem kleinen Teelöffel oder einem Mini-Spritzbeutel je etwas Marmelade in die Mulden füllen. Nicht zu voll machen! Wer mag, gibt die geschmolzene Kuvertüre nach dem Backen in die Mulden statt Marmelade.
Husarenkrapfen auf Backblech mit Mulden und Marmelade

Backen

Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Plätzchen ca. 9-15 Minuten backen - je nach Rezeptangabe 10-15 Minuten; sie sollten eher zu hell als zu dunkel gebacken sein. Die Plätzchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca.15 Minuten gebacken. Zu braun sollten die Husarenkrapfen nicht werden. Nach dem Backen vollständig auskühlen lassen.

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Tipps zum Gelingen

  • Die Butter idealerweise kalt für extra mürben Teig verwenden; in manchen Rezepten wird jedoch weiche Butter eingesetzt - beide Varianten funktionieren.
  • Nicht zu lange kneten, damit der Teig nicht zäh wird. Wenn du den Teig nicht zu lange knetest, bleibt er schön mürbe.
  • Die Mulden können beim Backen etwas „verschwinden“, besonders bei weichem Teig - nicht zu dunkel backen und, falls nötig, nach dem Backen noch ein wenig Marmelade nachspritzen.
  • Für eine feinere Nussnote gemahlene Mandeln oder Haselnüsse in den Teig geben; das macht den Geschmack feiner.
  • Wer keine Marmelade mag, füllt nach dem Backen mit geschmolzener Kuvertüre.
  • Nach dem Füllen mit etwas Puderzucker bestäuben - das gibt den winterlichen Look und verhindert, dass die Plätzchen zusammenkleben.
Husarenkrapfen mit Puderzucker und verschiedenen Marmeladenfüllungen

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Die Plätzchen dann trocknen lassen und in der Plätzchendose an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren. Die Husarenkrapfen halten sich so gut zwei bis drei Wochen. Am besten in einer Blechdose aufbewahren.

Varianten und Füllungen

  • Johannisbeergelee - fruchtig und glatt, perfekt für die Füllung.
  • Aprikosen- oder Erdbeermarmelade - meine Favoriten.
  • Himbeermarmelade, Quittengelee oder jede beliebige Marmelade je nach Geschmack.
  • Schokolade/Kuvertüre - nicht mitbacken, sondern nach dem Backen in die Mulden geben.
  • Mit oder ohne gemahlene Nüsse: die Optik verändert sich, wenn man sie mit Haselnüssen oder ungeschälten Mandeln macht; die leichte „Sprenklung“ gefällt besonders gut.
Husarenkrapfen Teig formen und Mulden drücken - Schritt-für-Schritt

Kurzanleitung (kompakt)

SchrittKurz
Teig zubereitenMehl, Nüsse, Zucker, Butter, Eigelb rasch zu Teig verarbeiten, kühl stellen
FormenRollen, Stücke schneiden, Kugeln formen
MuldeMit Kochlöffelstiel Mulde drücken
FüllenMarmelade glatt erwärmen, nicht zu voll füllen
Backen180 °C, ca. 10-15 min, hell backen
FinishAuskühlen lassen, Puderzucker, trocknen lassen

Häufige Fragen

  • Woher kommen Engelsaugen? Die Herkunft ist unklar; es gibt eine Theorie, dass sie ursprünglich aus Schweden stammen. Ähnliche Kekse heißen in anderen Ländern "Linzer Eyes" oder "Linzer Cookies".
  • Wie lange backen? Ca. 9-15 Minuten, bis sie hellgolden sind.
  • Welche Marmelade? Jede beliebige Marmelade eignet sich - Johannisbeere, Aprikose, Himbeere sind sehr beliebt.

Viel Freude beim Backen und viel Genuss beim Naschen! Wenn du den Teig nicht zu lange knetest und ihm etwas Ruhe im Kühlschrank gönnst, werden deine Husarenkrapfen besonders mürbe.

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