Gesunde Hundesnacks ohne Zucker: Rezepte und Tipps für glückliche Vierbeiner

Immer mehr Hundebesitzer legen Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung ihrer Vierbeiner. Dazu gehören auch die Snacks, die oft als Belohnung oder einfach zwischendurch gegeben werden. Viele im Handel erhältliche Hundekekse enthalten jedoch Zucker, Getreide, künstliche Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe, die für Hunde problematisch sein können. Die Lösung: Hundesnacks selber backen! So wissen Sie genau, was drin ist, und können die Zutaten an die Bedürfnisse Ihres Hundes anpassen. Dieser Artikel bietet Ihnen eine umfassende Anleitung zum Backen von gesunden und zuckerfreien Hundekeksen, inklusive verschiedener Rezepte, Tipps zur Aufbewahrung und Antworten auf häufige Fragen.

Warum zuckerfreie Hundesnacks?

Zucker hat in der Hundeernährung nichts zu suchen. Er kann zu Übergewicht, Karies, Verdauungsproblemen und sogar Diabetes führen. Zudem kann Zucker Allergien auslösen oder verstärken. Auch viele Getreidesorten sind für Hunde schwer verdaulich und können Unverträglichkeiten auslösen. Daher sind zucker- und getreidefreie Hundesnacks die ideale Wahl für eine gesunde Hundeernährung.

Vorteile selbstgemachter Hundekekse

  • Kontrolle über die Zutaten: Sie wissen genau, was in den Keks kommt, und können minderwertige oder schädliche Inhaltsstoffe vermeiden.
  • Anpassung an individuelle Bedürfnisse: Sie können die Rezepte an die Vorlieben, Unverträglichkeiten oder speziellen Ernährungsbedürfnisse Ihres Hundes anpassen.
  • Gesundheitliche Vorteile: Selbstgemachte Hundekekse können mit gesunden Zutaten wie Gemüse, Obst, Kräutern und hochwertigen Ölen angereichert werden.
  • Kostenersparnis: Selbstgemachte Hundekekse sind oft günstiger als gekaufte Produkte.
  • Freude am Backen: Das Backen von Hundekeksen kann eine schöne und kreative Beschäftigung sein.

Grundzutaten für gesunde Hundekekse

Bei der Auswahl der Zutaten für Ihre Hundekekse sollten Sie auf Qualität und Verträglichkeit achten. Hier sind einige gesunde und beliebte Zutaten:

  • Mehl: Getreidefreie Alternativen wie Kokosmehl, Buchweizenmehl, Kichererbsenmehl, Kartoffelmehl oder Mandelmehl sind ideal für Hunde mit Getreideunverträglichkeiten. Haferflocken können in manchen Fällen auch geeignet sein.
  • Gemüse: Karotten, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffeln, Spinat und Kartoffeln (immer gekocht) sind gesunde und schmackhafte Zutaten.
  • Obst: Äpfel (ohne Kerne), Bananen und Blaubeeren sind reich an Vitaminen und Antioxidantien.
  • Proteine: Eier (gekocht), mageres Fleisch (z. B. Hühnchen, Rind, Fisch), Hüttenkäse und Joghurt (natur) sind gute Proteinquellen.
  • Fette: Kokosöl, Leinöl, Olivenöl und Erdnussbutter (ungesüßt) liefern gesunde Fette.
  • Kräuter: Petersilie, Rosmarin, Thymian und Oregano können den Geschmack verbessern und gesundheitliche Vorteile bieten.
  • Nüsse: Gehackte oder gemahlene Nüsse (z. B. Mandeln, Erdnüsse, Paranüsse) sind reich an gesunden Fetten, sollten aber nur in Maßen verwendet werden.
  • Sonstige: Chiasamen, Leinsamen, Honig (in kleinen Mengen)

Zutaten, die vermieden werden sollten

Einige Lebensmittel sind für Hunde giftig oder ungesund und sollten in Hundekeksen vermieden werden:

  • Zucker: Jegliche Art von Zucker, auch Fruchtzucker.
  • Schokolade: Enthält Theobromin, das für Hunde giftig ist.
  • Zwiebeln und Knoblauch: Können zu Blutarmut führen.
  • Trauben und Rosinen: Können Nierenversagen verursachen.
  • Rohe Kartoffeln: Enthalten Solanin, das giftig ist.
  • Avocado: Enthält Persin, das für Hunde giftig sein kann.
  • Xylit: Ein Süßstoff, der für Hunde hochgiftig ist.
  • Salz: Zu viel Salz ist ungesund für Hunde.
  • Gewürze: Scharfe Gewürze wie Chili oder Pfeffer sollten vermieden werden.

Grundrezept für getreidefreie Hundekekse ohne Zucker

Dieses einfache Grundrezept kann nach Belieben mit anderen Zutaten ergänzt werden.

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Zutaten:

  • 1 Ei
  • 50 g Kokosmehl (oder 65 g entöltes Mandelmehl)
  • 60 g Apfel (gerieben, ohne Kerne) oder Karotte (gerieben)
  • 15 g Kokosöl
  • 2 EL Wasser

Zubereitung:

  1. Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Alle Zutaten zu einem festen Teig verkneten.
  3. Teig in die Mulden einer Silikonform nach Wahl drücken oder mit der Hand kleine Kekse formen.
  4. Hundekekse im vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen.
  5. Abkühlen lassen und luftdicht und kühl lagern.

Variationen des Grundrezepts

  • Käse-Leckerlis: 100 g geriebenen Käse (z. B. Gouda oder Parmesan) und 1 EL Öl hinzufügen.
  • Kräuter-Kekse: Eine Prise getrocknete Kräuter (z. B. Rosmarin, Thymian) hinzufügen.
  • Leberwurst-Kekse: 50 g Leberwurst unter den Teig mischen.
  • Süßkartoffel-Erdnussbutter-Kekse: 60 g gekochte Süßkartoffel und 20 g ungesüßte Erdnussbutter hinzufügen.

Weitere Rezepte für gesunde Hundesnacks

1. Frischkäse-Haferflocken-Stangen

Zutaten:

  • 200 g körniger Frischkäse
  • 50 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 220 g Vollkorn-Dinkelmehl

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem festen Teig verkneten.
  2. Aus dem Teig kleine Stangen formen.
  3. Die Stangen auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 180 °C Umluft ca. 20 Minuten backen.
  4. Die Stangen sollten fest und knackig sein.
  5. Auf einem Abkühlgitter vollständig auskühlen lassen.
  6. In einer luftdichten Dose ca. 2-3 Wochen haltbar.

2. Karotten-Bananen-Kugeln

Zutaten:

  • Chiasamen
  • Karotten (geraspelt)
  • Banane (geschält und klein geschnitten)
  • Dinkelmehl

Zubereitung:

  1. Die Chiasamen mit etwas Wasser quellen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Karotten raspeln und die Banane schälen und klein schneiden.
  3. Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem festen Teig verkneten. Bei Bedarf mehr Mehl hinzufügen, bis der Teig sich gut formen lässt.
  4. Aus dem Teig kleine Kugeln formen.
  5. Die Kugeln auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 180 °C Umluft ca. 20 Minuten backen.
  6. Auf einem Abkühlgitter vollständig auskühlen lassen.
  7. Wegen der hohen Feuchtigkeit sollten die Kugeln separat gelagert und innerhalb von 3-4 Tagen verbraucht werden.

3. Einfache Hundekekse mit nur zwei Zutaten

Zutaten:

  • Mehl
  • Wasser

Zubereitung:

  1. Die zwei Zutaten in einer Schüssel zu einem festen Teig verkneten.
  2. Auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.
  3. Beliebig große Kreise ausstechen.
  4. Die Taler auf ein Backblech mit Backpapier geben und bei 180 °C Umluft 20 Min. backen.
  5. Sie sollten danach richtig gut fest und knackig sein.
  6. Danach lasst ihr sie auf einem Abkühlgitter vollständig auskühlen.
  7. In einer Luftdichten Dose sind sie etwa 2-3 Wochen Haltbar.

4. Knochen-Leckerlis

Zutaten:

  • Mehl
  • Wasser

Zubereitung:

  1. Die zwei Zutaten in einer Schüssel zu einem festen Teig verkneten.
  2. Auf der Bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.
  3. Nun mit Hilfe von ausstechen kleine Knochen ausstechen.
  4. Die Knochen dann auf ein Backblech mit Backpapier geben und bei 180C° Umluft 20 Min. backen
  5. Sie sollten danach richtig gut fest und knackig sein.
  6. Danach lasst ihr sie auf einem Abkühlgitter vollständig auskühlen.
  7. In einer Luftdichten Dose sind sie etwa 2-3 Wochen Haltbar.

5. Getrocknete Fleischstreifen

Zutaten:

  • Hähnchenbrust (oder Rind/Schwein)

Zubereitung:

  1. Die Hähnchenbrust in dünne Streifen /Scheiben schneiden.
  2. Die Streifen auf ein Backgitter mit Backpapier legen. Sie sollten sich wenn möglich nicht berühren.
  3. Die Streifen werden dann bei ca. 80C° Umluft 2-3 Stunden getrocknete. Damit die Feuchtigkeit auch entwichenen kann klemmt am besten ein Kochlöffel Siel in die Backofentür.
  4. Danach lasst ihr sie auf einem Abkühlgitter vollständig auskühlen.
  5. In einer Luftdichten Dose sind sie etwa 2-3 Wochen Haltbar.

6. Vegane Hundeleckerlis

Zutaten:

  • 200 g Buchweizenmehl, ggf. etwas mehr
  • 1 Karotte
  • 1 Banane
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 EL Chiasamen

Zubereitung:

  1. Die Karotte waschen und reiben.
  2. Die Leinsamen zusammen mit dem Wasser in eine kleine Schüssel geben und für ca. 10 Minuten quellen lassen.
  3. Die Banane mit einer Gabel zerdrücken und in eine Rührschüssel geben.
  4. Die anderen Zutaten dazugeben und zu einem Teig verrühren. Sollte der Teig noch etwas zu klebrig sein, so lange Buchweizenmehl dazugeben, bis er nicht mehr so klebrig ist. Es hängt etwas von der Größe der Banane ab.
  5. Den Teig zwischen zwei Blatt Backpapier ausrollen und mit Ausstechformen (ich habe Knochenförmchen genommen) zu Hundeplätzchen ausstechen.
  6. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 15-20 Minuten backen, bis die Plätzchen braun aber nicht schwarz sind.
  7. In einem luftdichten Behälter halten sich die Leckerlis ca. 1 Woche.

7. Hunde-Weihnachtskekse

Zutaten:

  • 400 g Haferflocken
  • 100 g gehackte oder gemahlene Nüsse, z. B. Mandeln, Erdnüsse oder Paranüsse
  • 1 EL Honig
  • 2 Eier
  • 150 g Maismehl
  • 50 g geriebener Käse
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten ordentlich miteinander vermischen und dann verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  2. Ist der Teig zu fest, noch etwas Wasser hinzugeben. Ist er zu flüssig, hilft etwas Mehl.
  3. Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, ca. 1 cm dick.
  4. Mit weihnachtlichen Ausstechern Hunde-Weihnachtskekse ausstechen.
  5. Backblech mit Backpapier auslegen und Kekse darauflegen.
  6. Bei 140 °C ca. 45 Minuten backen.
  7. Hunde-Weihnachtskekse aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.
  8. In einer luftdichten Dose lagern oder in Geschenktütchen einpacken und unter den Weihnachtsbaum legen - für leuchtende Hundeaugen an Heilig Abend.

Tipps zur Zubereitung

  • Teigkonsistenz: Der Teig sollte fest und formbar sein. Ist er zu klebrig, fügen Sie mehr Mehl hinzu. Ist er zu trocken, geben Sie etwas Wasser oder Öl hinzu.
  • Backzeit: Die Backzeit kann je nach Ofen und Dicke der Kekse variieren. Achten Sie darauf, dass die Kekse nicht zu dunkel werden.
  • Formen: Sie können die Kekse in verschiedenen Formen ausstechen oder einfach kleine Kugeln oder Stangen formen.
  • Größe: Passen Sie die Größe der Kekse an die Größe Ihres Hundes an. Kleine Hunde benötigen kleinere Kekse als große Hunde.

Aufbewahrung selbstgemachter Hundekekse

Die richtige Aufbewahrung ist wichtig, damit die Hundekekse lange haltbar bleiben und nicht verderben.

  • Trocknen: Lassen Sie die Kekse nach dem Backen vollständig abkühlen und trocknen. Sie können sie auch bei niedriger Temperatur (ca. 50-100 °C) im Backofen nachtrocknen lassen. Klemmen Sie einen Kochlöffel in die Tür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Alternativ können Sie die Kekse auch auf eine warme Heizung legen oder einen Dörrautomaten verwenden.
  • Behälter: Bewahren Sie die Kekse in einem luftdichten Behälter auf. Blechdosen oder Stoffsäckchen sind besser geeignet als Plastikbehälter oder -tüten, da sie Feuchtigkeitsbildung vermeiden.
  • Haltbarkeit: Selbstgemachte Hundekekse sind in der Regel 1-3 Wochen haltbar. Kekse mit Fleisch oder Fisch sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 3-5 Tagen verfüttert werden.
  • Einfrieren: Um die Haltbarkeit zu verlängern, können Sie die Kekse portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Verwendung von Backmischungen

Wenn Sie wenig Zeit haben oder sich das Backen erleichtern möchten, können Sie auch auf fertige Backmischungen für Hundekekse zurückgreifen. Achten Sie jedoch auch hier auf die Zutatenliste und wählen Sie eine Mischung ohne Zucker, künstliche Zusatzstoffe und unnötige Füllstoffe.

Eine gute Option ist eine Backmischung aus Buchweizenschrot, Haferflocken und Maismehl. Diese Mischung können Sie dann nach Belieben mit anderen gesunden Zutaten wie Gemüse, Obst oder Kräutern ergänzen.

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