Honig schonend auftauen im Wärmeschrank: Schritt-für-Schritt-Anleitung, Temperaturen, Geräte und Praxis-Tipps

Die Honiglagerung ist ein wichtiger Teil der Imkerei. Sowohl Imker als auch Verbraucher von Honig sollten wissen, wie man Honig auftauen kann und richtig lagert, ohne seine Eigenschaften zu beeinträchtigen. Kristallisierter Honig ist ein natürlicher Prozess, der auftritt, wenn Glukose im Honig beginnt, Kristalle zu bilden.

Dieses natürliche Phänomen tritt auf, wenn Glukose, einer der drei Hauptzucker im Honig, spontan aus dem übersättigten Honig ausfällt. Die Glukose verliert Wasser und wird zu Glukosemonohydrat, welches die Form eines Kristalls annimmt. Die Kristallisation von Honig ist nicht unbedingt eine schlechte Sache.

Infografik: Kristallisation von Honig (Glukosemonohydrat, Einfluss von Temperatur und Zeit)

Grundlagen: Kristallisation, Lagerung und Einfluss der Temperatur

Niedrige Temperaturen fördern die Kristallisation des Honigs, während Hitze zur Verflüssigung des Honigs führt. Die Temperaturschwankungen zwischen heiß und kalt sind für gelagerten Honig nicht gut. Kühle Temperaturen sind ideal für die Lagerung von Honig.

Wenn möglich, vermeiden Sie es, den gelagerten Honig dem Licht - insbesondere dem Sonnenlicht - auszusetzen. Schließen Sie das Honigglas oder die Honigflasche vollständig, damit keine Luft oder Feuchtigkeit in den Behälter gelangen kann. Feuchtigkeit, die bei der Lagerung in den Behälter mit Honig gelangt, führt zur Gärung.

Natürlicher Honig kann nicht verderben, aber eine Haltbarkeit von zwei Jahren bei gekauften Produkten ist eine gute Faustregel (da Lagerbedingungen den Geschmack von Honig beeinflussen können). Gelagerter Honig wird selten schlecht und solange der Honig den richtigen Feuchtigkeitsgehalt hat, wird er nicht fermentieren.

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Honig einfrieren und wieder auftauen

Das Einfrieren von Honig ist eine der verfügbaren Methoden zur Lagerung von Honig. Es bewahrt die ernährungsphysiologischen und antimikrobiellen Eigenschaften von Honig. Gefrorener Honig kann auf unbestimmte Zeit gelagert werden.

Es ist wichtig, dass gefrorener Honig keine großen Temperaturschwankungen erfährt. Ein Gefrierschrank, der nur dem Honig gewidmet ist, ist eine gute Möglichkeit für professionelle Imker. Der Gefrierschrank sollte nur dann geöffnet werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Schonendes Auftauen im Wärmeschrank: Prinzip und Temperaturführung

Die "schonende" Erhitzung ist die gebräuchlichste Methode, um Honig zu verflüssigen. Um die Wärmeschäden an den hitzelabilen Inhibinen und an den Aromastoffen möglichst minimal zu halten, ist eine Verflüssigung bei 40°C zu empfehlen. Der Lagerbehälter kann in einen Wärmeschrank mit einem genau arbeitenden Thermostat gestellt werden.

Soll Honig aus dem Lager abgefüllt werden, so muss er ohne Einbußen an Qualität fließfähig gemacht werden. Dazu muss er auf eine höhere Temperatur gebracht werden. Dies muss vorsichtig geschehen. Zu hohe Temperaturen schädigen den Honig nachhaltig.

Honig gehört zu den Nahrungsmitteln, die komplett ohne Wärmeeinwirkung auskommen. Die magische Grenze Ab einer Temperatur von 40 Grad setzt die Zerstörung der Enzyme im Honig ein. Damit der Honig als unerhitzt gilt, darf er nur kurzzeitig bis max. 40° C erwärmt werden.

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Empfohlene Zielwerte für den Wärmeschrank

  • Eine Erwärmung auf Temperaturen von 30 bis 40 °C über 24 bis 48 Stunden reicht dazu aus.
  • Bei 35-38 °C mache ich das.
  • Also 35 bis 38 Grad um schon kristallisierten Honig abzufüllen.
  • Werde ich nächsten Donnerstag mit 36.5 Grad ausprobieren.

Ich würde auch nicht unbedingt sagen, dass Honig bei 40°C "wirklich flüssig" ist. Denn grobe Kristalle werden bei der Temperatur nicht aufgelöst. Bei dieser Temperatur werden jedoch die Glukosekristalle nicht vollständig aufgelöst. Der Honig kristallisiert dann oft grob kristallin aus.

Video-Anleitung: Honig im Wärmeschrank verflüssigen, Temperaturkontrolle und Rührmanagement

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Honig im Wärmeschrank auftauen

  1. Vorbereitung des Gebindes: Überprüfen Sie den Honigbehälter auf Verschüttungen und reinigen Sie ihn. Ein sauberes Tuch, das in warmes Wasser getaucht ist, eignet sich hervorragend zur Reinigung Ihres Honigbehälters.
  2. Verschließen: Das Behältnis muss luftdicht verschlossen sein, da Honig Wasser und Wasserdampf anzieht.
  3. Platzierung im Wärmeschrank: Der Hobbock wird mit zwei Zargen und Zargendeckel umschlossen. Auf das Holzgestell kommt der gut verschlossene Hobbock mit dem festen Honig.
  4. Thermostat einstellen: eine exakte Temperaturregelung mittels Thermostat besitzen! Am wichtigsten ist die Temperaturkontrolle!
  5. Temperaturbereich wählen: Eine Erwärmung auf Temperaturen von 30 bis 40 °C über 24 bis 48 Stunden reicht dazu aus. Bei 35-38 °C mache ich das.
  6. Kontrolle: Direkt auf dem Fass haben wir aber zur Sicherheit und zusätzlichen Kontrolle noch ein Thermometer liegen.
  7. Zeit und Geduld: Je nach Honigzusammensetzung, Wassergehalt, Gebindegröße und "Härte" des Honigs dauert es ca. 12-20 Stunden, bis er durchgerührt werden kann.
  8. Schonende Behandlung: Dies muss vorsichtig geschehen. Zu hohe Temperaturen schädigen den Honig nachhaltig.

Nun hat der Hobbyimker selten einen Wärmeschrank. Oft wird ein Wasserbad benutzt. Dabei sind zwei Dinge zu beachten: 1. Man braucht ein gutes Thermometer und muss es immer im Auge behalten. 2. Das Behältnis muss luftdicht verschlossen sein, da Honig Wasser und Wasserdampf anzieht.

Selbstgebauter Wärmeschrank: Praxisaufbau und Sicherheit

Alte Kunststoffzargen dienen bei uns aufgrund ihrer guten Isolierung sowohl als Dampfwachsschmelzer als auch wie hier als Wärmeschrank zur Honigerweichung. Ein Heizlüfter unterm Holzgestell bildet das Innenleben der untersten Zarge! In die unterste Zarge legen wir einen alten Heizlüfter, dessen Schwenkfuß abgebrochen ist, sonst aber noch gut funktioniert.

Da Wärme nach oben steigt, gehört der Heizlüfter nach unten! Der Heizlüfter muss frei die Luft anziehen und auch wieder abgeben können, so dass man ihn diagonal mit Abstand zur Zargenwand platzieren sollte. Das Kabel des Heizlüfters wird einfach unter dem Zargenturm herausgeführt.

  • Sicherheitsgründen eine Ausschaltfunktion beim Umkippen haben.
  • der für kleinste Räume geeignet ist (Bedienungsanleitung beachten!) und dessen Thermostat sich gut regeln lässt.
  • es sollte eine exakte Temperaturregelung mittels Thermostat besitzen!
  • Direkt auf dem Fass haben wir aber zur Sicherheit und zusätzlichen Kontrolle noch ein Thermometer liegen.

So kann es bspw. beim ersten Mal an die richtige Temperatur heran, da die Heizlüfter je nach Modell etwas unterschiedliche Temperaturkorridore haben, in denen sie an- und abschalten. Am wichtigsten ist die Temperaturkontrolle!

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Schematische Darstellung: Zargenturm mit Heizlüfter unten, Hobbock innen, Thermometer am Fass

Alternative DIY-Ideen

Ich habe zufällig eh einen ausgedienten Eisschrank im Keller zu stehen und mit Hilfe eines "Digital Temperaturregler WH7016C", Lüfter und einer 150W Wärme-/Heizdecke oder auch einfach nur ein paar Lampenfassungen lässt sich das sicher gut realisieren. Ich denke das man mit der "Bastellösung" sicher auch eine sehr Konstante Temperatur hinbekommen wird.

Rühren, Impfen und Konsistenz: Feincremig statt grob kristallin

Durch Rühren wird die Kristallisation feinkristallin. Honig erhält im besten Fall eine feinsteife Konsistenz, wenn er zum richtigen Zeitpunkt (evtl. mehrmals) bei der richtigen Temperatur auf die richtige Weise gerührt und rechtzeitig abgefüllt wird.

Der Honig wird im flüssigen Zustand mit feinkristallinem Honig geimpft und anschließend 1x täglich ein paar Tage lang gerührt, bis er sichtbar trüb ist (nicht nur Perlmuttschimmer). Dann lasse ich ihn im Eimer kühl stehen, damit er so richtig fest/hart werden kann. Zum Abfüllen kommt er über Nacht in meinen Wärmeschrank (bei 35-38 °C mache ich das).

Die Länge des Rührvorgangs hat einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Konsistenz er später im Glas hat (Cremig-fließfähig oder schmalzig). Danach kommt der Honig in meine Edelstahlabfüllkanne und kommt nochmal für ca. 4-6 Stunden in den Wärmeschrank, damit Luftblasen aufsteigen können.

  • Spontane Kristallisation hat den Vorteil, dass damit der feincremigste Honig erzielt wird.
  • Zum Impfen wird feincremiger Honig aus spontaner Kristallisation zugesetzt.
  • Ich setze dann ca. 7% zu.
  • Er muss nur einmal gründlich durchgemischt werden und sollte dann abgefüllt werden.

Spontane Kristallisation geht am besten mit Rapshonig. Die Lagertemperatur sollte unter 20°C liegen (bei mir sind das 17°C). Innerhalb weniger Tage wird der Rapshonig trüb und zäh und beginnt beim Rühren perlmuttartig zu glänzen. Dann ist er reif zum Abfüllen.

Infografik: Prozesskette Impfen - Rühren - Wärmeschrank - Abfüllen - Auskristallisieren

Temperaturen und Zeiten im Überblick

Schritt Temperatur Zeitspanne Hinweis
Schonendes Verflüssigen im Wärmeschrank 30-40 °C 24-48 h nicht über 40 °C; Thermostat/Temperaturkontrolle
Vorerwärmen zum Rühren 35-38 °C 12-20 h bis rührfähig; Luftblasen später aufsteigen lassen
Abfüllbereitschaft ca. 36,5 °C abhängig vom Honig „Also 35 bis 38 Grad um schon kristallisierten Honig abzufüllen.”
Kurzzeitige Klarverflüssigung (Geräte) 55-60 °C kurzzeitig Gefahr von Überhitzung; nur mit Durchfluss (Melitherm/Spitzsieb)

Gerätevergleich: Wärmeschrank und Alternativen

1. Funktionsweise: Ein Wärmeschrank ist ein temperaturgesteuerter Schrank, der speziell für die schonende Erwärmung von Honig entwickelt wurde. Imker können Gläser, Eimer oder Fässer mit kristallisiertem Honig in den Wärmeschrank stellen, wo sie über Stunden oder Tage langsam und gleichmäßig erwärmt werden. Große Kapazität: Wärmeschränke sind ideal für Imkereien, die große Mengen Honig verarbeiten müssen.

2. Funktionsweise: Wärmeboxen sind kleinere, tragbare Versionen von Wärmeschränken. Sie bieten ebenfalls eine konstante und regulierbare Temperatur, die es ermöglicht, Honig langsam und schonend zu erwärmen.

3. Funktionsweise: Tauchwärmer sind Heizstäbe, die direkt in den Honigbehälter eingeführt werden, um den Honig von innen heraus zu erwärmen. Wird der Tauchwärmer bei nur 40°C betrieben wird der Honig nicht klarflüssig sondern nur flüssig kristallin. Bei höheren Temperaturen gibt es die Gefahr der Überhitzung.

5. Funktionsweise: Wärmeschlangen sind lange, flexible Heizdrähte oder Heizbänder, die um große Honigbehälter oder -fässer gelegt werden. Diese Heizbänder leiten gleichmäßige Wärme in den Behälter, um den Honig im Inneren langsam zu erwärmen.

Honig verflüssigen mit Melitherm Das Melitherm arbeitet in umgekehrter Weise wie der Tauchwärmer. Die Temperatur des Heizgerätes ist ca. 55-60°C. Wichtig ist, dass der Honig nach dem Verflüssigen von der Heizwendel schnell abfließen kann.

Gerätevergleich: Wärmeschrank, Wärmebox, Tauchwärmer, Melitherm - Einsatz und Temperaturbereiche

Wasserbad, Heizung, Mikrowelle: Was ist zu beachten?

Wasser nur auf 35° bis 40° C erwärmen und etwas Geduld aufbringen, wobei ggf. Keinesfalls soll Honig in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmt werden! Honig wird im Wasserbad in kochendem Wasser schnell wieder flüssig, verliert aber seine Nährstoffe.

Eine einfach Möglichkeit, Honig wieder flüssig zu bekommen, ist die Heizung. Einfach das Glas auf eine Heizung stellen und nach ein paar Tagen ist der Honig wieder schön flüssig, es dauert nur eben seine Zeit. Das Glas vorsichtig auftauen, um die Beschädigung des Honigs zu vermeiden.

Das Wasserbad hingegen ist äußerst schonend und lässt sich super kontrollieren. Es muss beachtet werden, dass das Honiggefäss wasserdicht verschlossen ist. Die Verflüssigung bei 40° C dauert doppelt so lang wie beim Wasserbad.

Praxisfälle: Konsistenzziele, Kundenwünsche und Grenzen

Viele Kunden wünschen den Honig wieder flüssig. Besser ist es, sich an kandierten natürlichen Honig zu gewöhnen und ihn z.B. mit einem Messer durch schnelle schabende Bewegungen (wie bei harter Kühlschrankbutter) aus dem Glas zu kratzen. Imker hat auch nichts dagegen, wenn der Honig in dickeren Stücken auf das Brötchen gelegt wird.

Feinsteif geht so nur, wenn ein genügend großer Teil so verflüssigt ist, das der Honig später im Glas nochmal 'fest' wird. Eher kenne ich es so, zumindest bei einer Methode, dass man den Honig auf eine Temperatur, die irgendwo zwischen 30 und 40°C liegt erwärmt, dann durchrührt, evtl. nochmal abschäumen lässt, dann abfüllt.

Die Länge des Rührvorgangs hat einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Konsistenz er später im Glas hat (Cremig-fließfähig oder schmalzig). Der Honig wird im Glas sehr schön schmalzig fest, sodass er gut mit dem Messer entnehmbar und streichbar auf dem Brot ist und ohne, dass Kristalle auf der Zunge spürbar sind.

Foto: Cremig gerührter Honig, schmalzige Konsistenz im Glas

Fehler vermeiden: Überhitzung, Mikrowelle und Etiketten

  • Zu hohe Temperaturen schädigen den Honig nachhaltig.
  • Keinesfalls soll Honig in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmt werden!
  • Leider löst sich bei dieser Prozedur das Etikett an.
  • Wird der Tauchwärmer bei nur 40°C betrieben wird der Honig nicht klarflüssig sondern nur flüssig kristallin.
  • Am wichtigsten ist die Temperaturkontrolle!

Sonderfall: Reparatur vermurkster Chargen

Mit einer Spitzsiebheizung oder ähnlichem kurzzeitig auf 50-60°C erhitzen, damit die Keime komplett aufgelöst werden. Wichtig ist, dass der Honig nach dem Verflüssigen von der Heizwendel schnell abfließen kann. Spitzsiebheizungen mit Temperaturregelungen gibt es im Imkerbedarf und die sind nicht so teuer wie die professionellen Lösungen zum Verflüssigen.

Zusätzliche Hinweise für seltene Honignutzer

Wer nicht viel Honig in seinem Haus verbraucht, kennt es, wenn sich Kristalle im Glas entwickeln, bevor man die Chance hat alles aufzubrauchen. Zusätzliche Hinweise: Honig kann eingefroren werden. Wenn Honig nicht zu den beliebtesten Brotaufstrichen in Ihrer Speisekammer zählt und nur unregelmäßig verzehrt wird, versuchen Sie ihn in kleinen Chargen einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen.

Nach dem Schmelzen verschwindet das Granulat für eine Weile, kehrt aber irgendwann zurück, wenn der Honig nicht schnell genug verzehrt wurde. Das Glas vorsichtig auftauen, um die Beschädigung des Honigs zu vermeiden. Den Topf mit warmem Wasser stellen, die Hitze auf mittel bis niedrig stellen und rühren, bis sich die Kristalle auflösen.

Schrittbilder: Kleines Honigglas im Wasserbad, Thermometer 38-40 °C, rühren

Häufige Fragen aus der Praxis

Hallo zusammen,ich werde nächste Woche das erste Mal Honig im selbstgebauten Wärmeschrank auftauen und will diesen danach gleich in Gläser füllen. Dabei stellt sich mir die Frage, welche Temperatur ich einstellen muss, damit der Honig seine feinsteife Konsistenz behält, aber dennoch so flüssig ist, dass er ohne zu klumpen vom Eimer in den Abfüllkübel und von dort ins Glas fließt.

Irgendwie über 30 °C, auf jeden Fall unter 40 °C. Wobei er bei 40 ° C schon wirklich Flüssig zu sein scheint. Also lieber auf knapp 40 °C erhitzen ? Und das Rüren weglassen? Ja genau. Also 35 bis 38 Grad um schon kristallisierten Honig abzufüllen.

Wenn du freincremigen Honig mit schmalziger Konsistenz haben möchtest, kann ich dir gerne "mein Rezept" mitteilen. Dann kommen die Gläser für 2 Wochen in den Kühlschrank. Das habe ich auch schon so gemacht (nur ohne den Kühlschrank-Part), weil es ein einfaches Vorgehen ist.

Spontane Kristallisation geht auch mit Frühjahrshonig ohne Raps, es dauert nur länger. Hier wird der Honig einmal pro Woche für 1min gerührt, bis er sich trübt. Dann wird er einmal pro Tag gerührt, bis er zäh wird und den Perlmuttglanz aufweist.

Praxis-FAQ: Rühren vs. Impfen, Temperaturfenster 35-40 °C, Konsistenzsteuerung

Sicherheit, Qualität und Kennzeichnung

Damit der Honig als unerhitzt gilt, darf er nur kurzzeitig bis max. 40° C erwärmt werden. 40°C erwärmt werden darf, um den Honig nicht zu schädigen. Sonst hätte man gleich billigen Backhonig kaufen können.

Anders als bei der Honiggewinnung oder Honigabfüllung wird hier nur mit dem gut geschlossenen Fass hantiert, so dass keine übertriebenen Hygieneauflagen erfüllt werden müssen. Er schmeckt hervorragend und seine Nährstoffe bleiben erhalten. Die Kristallisation von Honig ist nicht unbedingt eine schlechte Sache.

Checkliste: Temperaturgrenzen, Verschluss, Hygiene, Geräteprüfung

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