Hefeteilchen mit Pudding und Obst — Rezept und Zubereitung für Puddingblumen
Frage mich schon den ganzen Tag: Nenne ich es ein supersoftes Puddingtaler Rezept im Blumenformat mit Hefeteig oder handelt es sich um Hefeblumen mit Puddingfüllung? Oder Puddingblumen? Das findet dann aber niemand im Internetz, oder ist mir das auch einfach egal? Was zählt ist doch: Jedwede Zusammenkünfte von flauschigem Hefegebäck und Pudding sind zu feiern.
Und da ja angeblich Frühling sein soll, erhielt meine Puddingschnecken-Variante heute ein florales Outfit. Zu klären wäre noch die Frage, ob man die leckeren Teilchen zuletzt mit Puderzucker beschneit oder aber mit Zuckerguss krönt. Kann mich selber nicht entscheiden, das bleibt demnach euch überlassen, solltet ihr heute Lust auf fluffiges Puddingstück zum Nachmittagskäffchen haben.
Warum dieses Rezept?
Hefeteig gehört zu unseren Lieblingsteigen. Hefeteig per se ist an sich gar nicht schwer und mit ein paar Kniffen, gelingt er Euch gewiss. Die Kombi aus fluffigem Hefeteig und cremigem Vanillepudding ist einfach großartig. Wer wattigen Hefeteig mag, wird diesen Pudding-Schneckenkuchen lieben!
Zutaten (für Puddingblumen / ca. 6-12 Teilchen, je nach Variante)
- Für die Puddingfüllung: 200 ml Milch, 1/2 Päckchen Vanillepudding zum Kochen, 25 g Zucker (Hinweis: Wir benötigen nur eine halbe Puddingportion und weniger Milch als angegeben, denn der Pudding sollte etwas dicker werden, um als Füllung zu fungieren.)
- Für den Hefeteig: 150-220 ml lauwarme Milch (je nach Rezeptvariante), 1 Päckchen Trockenhefe (oder 7 g Trockenhefe / 25 g frische Hefe), 40-60 g Zucker, 1/2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, 100-80 g geschmolzene, lauwarm abgekühlte Butter, 280-375 g Mehl, 1 Eigelb (zum Bestreichen), 1 Prise Salz
- zudem: Obst nach Wahl (Blaubeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Pfirsiche u. a.), Puderzucker oder Zuckerguss zum Bestreichen
Vorarbeit: Pudding zubereiten
Zunächst den Pudding zubereiten, denn dieser sollte Zeit haben, abzukühlen. Den Pudding nach Packungsanweisung kochen, aber dran denken: Wir benötigen nur eine halbe Puddingportion und weniger Milch als angegeben, denn der Pudding sollte etwas dicker werden, um als Füllung zu fungieren. Auf 1/2 Päckchen kommen in unserem Falle also nur 200ml Milch. Ist er fertig gekocht, einfach in eine kleine Schale füllen und eng an der Oberfläche mit Frischhaltefolie belegen, damit keine Puddinghaut entsteht. Abkühlen lassen.
Hefeteig ansetzen
Unterdessen den Hefeteig ansetzen. Hierfür die Milch kurz lauwarm erwärmen, sie sollte wirklich nur handwarm werden und keinesfalls heiß, sonst geht die Hefe flöten. Die Milch sodann mit einem Teelöffel des abgewogenen Zuckers sowie der Hefe in einer kleinen Schale vermengen und 10 Minuten lang abgedeckt ganze Vorarbeit leisten lassen. Nun in einer großen Rührschüssel Mehl, restlichen Zucker sowie Vanillezucker verrühren.
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Zunächst die Hefemilch, dann die geschmolzene, abgekühlte Butter dazu geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine (etwa 5 Minuten) oder aber per Hand (sehr sehr viele Minuten) zu einem glatten, geschmeidigen und elastischen Teig verkneten. Die so entstandene Teigkugel in einer mit Frischhaltefolie sowie einem Geschirrtuch bedeckten Schale an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen und zwar etwa 45 Minuten lang. Er sollte sich dann deutlich vergrößert haben.
Teig portionieren und vorbereiten
Aus der aufgegangenen Teigkugel sechs gleich große Stücke entnehmen (bei mir wog jedes 94g), zu einer glatten Kugel walken und auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Dann erneut für 10 Minuten unter Frischhaltefolie gehen lassen. Die Teigkugeln mit der Hand leicht flach drücken und mithilfe eines kleinen Bechers, Glases, irgendetwas rundem eben, welches man zuvor in Mehl dippt, eine mittige tiefe Mulde in den Teigling formen.
Blütenform schneiden
Mit einem Teigschaber, scharfen glatten Messer oder Pizzaschneider in jeden Teigkreis von außen bis zur Mulde sechs Schlitze einschneiden, man erhält so die einzelnen Blüten der Hefeblume. Diese Blüten gerne sachte mit den Fingern an den Ecken rundlich formen. Als hättet ihr es geahnt: Es geht erneut in den Wartebereich unter der Frischhaltefolie, diesmal für 20 Minuten.
Der Hefeteig geht wieder auf, die Mulden in der Mitte leider oftmals ebenso. Diese also gerne noch mal vertiefen, die Blüten eventuell erneut etwas trennen, und mit dem Pudding füllen, den Teig um die Puddingfüllung herum dann mit dem verquirlten Ei bestreichen.
Backen
Ab in den Backofen mit Blech numero uno und zwar im unteren Ofendrittel für 16-20 Minuten. Die Teilchen sollten schön gebräunt sein und sich hohl anhören, wenn man anklopft. Gegen Ende des Teiggehens den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
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Mit Obst kombinieren und Varianten
Ich habe euch heute ein super easy peasy Rezept für feine Puddingschnecken mit Johannisbeeren mitgebracht. Füllen könnt ihr die saftigen Puddingschnecken natürlich auch mit anderem Obst. Pfirsiche, Himbeeren, Nektarinen, Äpfel. Hier könnt ihr wirklich so gut wie alles verwenden. Die Puddingfüllung für das Hefegebäck kann man schon am Vortag zubereiten und dann im Kühlschrank lagern.
Hefeteilchen mit Pudding und Blaubeeren in Blütenform: Frühling auf dem Teller - den Pudding jeweils in die Mitte geben, ca. 1-2 EL pro Teilchen. Zum Schluss einen Teelöffel Blaubeeren (ca. 4-6, je nach Größe) auf den Pudding geben. Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen und servieren.
Tipps, Tricks und Varianten aus dem Material
- Lasst euch bitte nicht von der langen Liste an Arbeitsschritten abschrecken. Hefeteig mag es schön angenehm warm, aber nicht hot.
- Sollte der Teig recht klebrig sein, kann man gerne noch ganz ganz wenig Mehl beim Kneten dazu geben, aber wirklich nur wenig.
- Ja, man könnte statt des Teigeinschneidens, um Blüten zu kreieren, auch sechs kleine Teigkugeln statt einer großen verwenden können. Jedoch müsste man dann büschn schummeln und in der Mitte zusammenquetschen, was die Teigkügelchen hergeben, denn die Puddingfüllung hätte keinen Teiguntergrund.
- Hefeteiggebäck bleibt ja leider nicht dolle lange weich und fluffig. Am besten also am Tag des Verzehrs backen.
- Den Pudding nach dem Kochen eng an der Oberfläche mit Frischhaltefolie belegen, damit keine Puddinghaut entsteht.
- Wer keinen Pudding mag, kann auch eine Cheesecake- oder Quark-Creme anrühren oder den Pudding mit Rum, Eierlikör oder Nüssen verfeinern.
- Wenn ihr die Teilchen einfrieren wollt: nur kurz vorbacken (~12 Minuten), auskühlen lassen, gut verpackt einfrieren, antauen und bei 160 °C Umluft 5-10 Minuten aufbacken.
- Zum Aufbacken der Hefeteilchen einfach alle mit etwas Wasser einpinseln oder beträufeln und bei 160 °C Umluft fünf bis zehn Minuten aufbacken.
Alternative Formen und größere Varianten
Ihr seht, ich habe euch nicht zu viel versprochen. Die Optik durch das schöne Muster ist außergewöhnlicher als bei einfachen Rohrnudeln, das Rezept im Grunde wirklich unkompliziert. Wer statt Blüten lieber Puddingschnecken oder einen Pudding-Schneckenkuchen machen möchte, rollt den Teig aus, bestreicht ihn mit Pudding, rollt auf und schneidet Scheiben - die Grundlage bleibt der weiche Hefeteig und die cremige Puddingfüllung.
Schnelle Übersicht: Basis-Schritte
- Pudding kochen, mit Frischhaltefolie abdecken, abkühlen lassen.
- Hefemilch ansetzen (Milch lauwarm, Hefe + Zucker kurz quellen lassen).
- Teig kneten, gehen lassen (ca. 45-120 Minuten je nach Rezept).
- Teig portionieren, Mulde formen, Blüten einschneiden oder Kugel-Variante formen.
- Pudding einfüllen, mit Ei bestreichen, backen (180 °C, 15-20 Minuten je nach Größe).
- Mit Puderzucker oder Zuckerguss verzieren, frisch servieren.
Kurze Einkaufsliste
| Zutat | Menge (ca.) |
|---|---|
| Mehl | 280-375 g |
| Milch | 200-400 ml (je nach Puddingmenge) |
| Hefe | 7 g Trockenhefe / 25 g frisch |
| Zucker | 40-60 g + 25 g für Pudding |
| Butter | 80-100 g (geschmolzen / weich) |
| Vanillepuddingpulver | 1/2 bis 1 Päckchen |
| Obst | nach Wahl (Blaubeeren, Erdbeeren, Kirschen) |
Ich habe mich daher also für die Teigeinritzvariante entschieden. Zunächst den Pudding zubereiten, den Hefeteig ansetzen, Teig formen und backen - und dann: Naschen. Am besten direkt aus dem Ofen, so schmeckt Hefeteig am besten.
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