Haselnussplätzchen mit Marmelade Rezept

Advent, Advent ein Lichtlein brennt… Und ich bin mal wieder viel zu spät dran mit der Weihnachtsbäckerei. Es ist wie jedes Jahr - man weiß, dass Weihnachten ins Haus steht, man sieht den Dezember kommen und trotzdem schaffe ich es nicht, frühzeitig mit der Plätzchenbäckerei anzufangen. Für all diejenigen unter euch, denen es genau so geht wie mir: Glück gehabt, ich habe nämlich noch drei ganz wunderbare Plätzchenrezepte für euch in petto. Und den Anfang machen diese Haselnuss-Zimt-Plätzchen mit Marmelade.

Warum diese Haselnussplätzchen?

Diese Plätzchen mit Haselnüssen sind wunderbar zart und einfach gemacht. Die Kombination aus Haselnuss-Teig und Aprikosenmarmelade macht sie perfekt für die Weihnachtszeit. Das Besondere an diesen Haselnuss Plätzchen mit Marmelade ist der feine Teig aus gemahlenen Haselnüssen, der in Kombination mit fruchtiger Aprikosenkonfitüre einfach himmlisch schmeckt. Die knusprigen Ränder und die weiche Marmeladenfüllung verleihen den Plätzchen eine tolle Textur.

Haselnussplätzchen auf Holzbrett mit Puderzucker bestäubt

Zutaten (für das Grundrezept Haselnuss‑Zimt‑Plätzchen mit Marmelade)

  • 200 g Weizenmehl
  • 60-150 g gemahlene Haselnüsse (je nach Variante; im Text finden sich mehrere Mengenangaben)
  • ¼ TL Zimt (optional für Haselnuss‑Zimt‑Variante)
  • 100 g Zucker oder 80 g Puderzucker (je nach Rezeptvariante)
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei (M) oder Eigelbe (je nach Rezeptvariante)
  • 175-210 g kalte Butter
  • 250-400 g Marmelade (Aprikose, Quitte, Himbeere, Johannisbeere o.ä.)
  • 3-4 EL Puderzucker zum Bestäuben

Varianten und kleine Änderungen

  • Statt Aprikosenmarmelade kannst du Himbeer-, Quitten- oder Johannisbeer‑Konfitüre verwenden. Quitten- oder Aprikosengelee verlaufen beim Backen am wenigsten.
  • Für vegane Haselnussplätzchen kann vegane Butter oder feste Margarine verwendet werden; Kichererbsenmehl wird vereinzelt als Bindemittel eingesetzt.
  • Wer Nougat mag: halbieren, Nougatkreis aufs Plätzchen, Loch mit Aprikosenmarmelade füllen und nach dem Kleben mit Kuvertüre verzieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Teig zubereiten

Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mithilfe der Küchenmaschine oder von Hand rasch zu einem Teig verkneten. Vermische Mehl, Haselnüsse, Puderzucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in einer Schüssel. Gib die Eigelbe und die Butter in Stücken dazu und verknete alles zu einem glatten Teig.

Den Teig nun in Frischhaltefolie einschlagen und für etwa 30-60 Minuten im Kühlschrank kühlen. Wickele den Teig in Folie und stelle ihn etwa 30 Minuten kühl. Das Kühlen ist wichtig für die Konsistenz der Haselnussplätzchen.

2. Ausrollen und ausstechen

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier versehen. Den Teig nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 3 mm dünn ausrollen (am besten klappt das mit Ausrollhölzern) und anschließend mit einem runden Ausstecher von 4 cm Kreise ausstechen. Diese vorsichtig auf die Backbleche verteilen. Früher habe ich das immer frei Schnauze gemacht, inzwischen verwende ich dafür aber Ausrollhölzer. So ist der Teig gleichmäßig dick und die Plätzchen backen alle mehr oder minder gleichmäßig.

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Bei der Hälfte der Plätzchen ein kleines Herz/einen kleinen Stern ausstechen. Damit die ausgestochenen Plätzchen möglichst rund bleiben und ich dennoch nicht zu viel Mehl zum Ausrollen verwenden muss, benutze ich eine kleine Winkelpalette um die Plätzchen von der Arbeitsplatte aufs Backblech zu heben. Generell ist diese kleine Palette in meiner Küche kaum wegzudenken und eine absolute Kaufempfehlung.

3. Backen

Die Bleche nun nacheinander für etwa 7-9 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Die Plätzchen sollten am Rand anfangen zu bräunen. Aus dem Ofen nehmen, etwas auf dem Blech abkühlen lassen und anschließend auf Abkühlgitter geben. Die Plätzchen aus weiteren Rezeptvarianten werden bei 200°C für 12-15 Minuten bzw. bei 180°C Umluft 10-15 Minuten gebacken, bis sie leicht goldbraun sind.

4. Füllen und fertigstellen

Zum Füllen die Marmelade in eine Schüssel geben und glatt rühren. Anschließend in einen kleinen Spritzsack geben. Auf die geschlossenen Plätzchen einen Klecks Marmelade spritzen. Die Plätzchen mit ausgestochenem Herz/Stern nebeneinander auf ein Backpapier legen, den Puderzucker darüber sieben und anschließend auf die Marmelade setzen. Leicht andrücken. Die Marmelade etwas fest werden lassen, dann in luftdichten Plätzchendosen aufbewahren.

Alternativ: Forme aus dem Teig kleine Kugeln und setze sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Drücke in jede Kugel eine Mulde - das geht am besten mit dem Stiel eines Kochlöffels, den du zwischendurch in Mehl tauchst. Fülle die Mulden anschließend mit der Aprikosen‑Konfitüre.

Detailaufnahme: Marmelade wird in Spritzbeutel gefüllt

Tipps für das perfekte Ergebnis

  • Die Marmelade etwas erwärmen, so dass sie leichter spritzbar ist; besonders bei Nougat‑Aprikosen‑Kombinationen hilft leicht erwärmtes Nougat und Marmelade beim Verarbeiten.
  • Willst du andere Marmeladen wie Himbeer- oder Kirschkonfitüre verwenden, backe die Plätzchen kurz vor und befülle sie anschließend erst mit Marmelade, damit sie nicht zu stark verlaufen.
  • Die Marmelade sollte ziemlich feucht, fast flüssig sein, damit die Plätzchen etwas von der Feuchtigkeit aufsaugen können. Dadurch werden sie sehr mürbe und weich.
  • Plätzchen lassen sich gut im Voraus backen und einige Tage (oder Wochen) in einer luftdichten Dose verpackt aufbewahren. So bleiben sie frisch und können dann bei Gelegenheit gefüllt werden.

Varianten in Kürze

  • Haselnuss‑Zimt‑Ausführung: etwas Zimt in den Teig geben - für einen weihnachtlich warmen Geschmack.
  • Gefüllte Version mit Nougat: Auf die Hälfte der Plätzchen einen Kreis aus Nougat spritzen, Loch mit Aprikosenmarmelade füllen, zusammenkleben und mit Kuvertüre verzieren.
  • Vegane Variante: Vegane Butter, gegebenenfalls Kichererbsenmehl als Bindemittel, und die Marmelade wie gehabt verwenden.
  • Klassische Engelsaugen‑Form: Kugeln formen, Mulde mit Kochlöffelstiel drücken und Marmelade einfüllen.
Variation: gefüllte Haselnussplätzchen mit Nougat, Aprikose und Schokoladenglasur

Praktische Mengenangaben (Auswahl aus dem Material)

Zutat Menge (häufig verwendet)
Mehl 160-300 g (je nach Rezeptvariante)
Gemahlene Haselnüsse 60-250 g
Butter 175-210 g
Zucker / Puderzucker 75-100 g
Marmelade 250-400 g

Backzeit & Lagerung

Backe die ausgestochenen Plätzchen 7-15 Minuten je nach Dicke und Ofentemperatur, bis sie am Rand anfangen zu bräunen oder leicht goldbraun sind. Die Plätzchen lassen sich super in einer Keksdose aufbewahren und halten so lange frisch - vorausgesetzt ihr nascht nicht vorher schon alle auf. In luftdichten Dosen bleiben sie mehrere Tage bis Wochen haltbar.

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Video: Haselnussplätzchen mit Marmelade füllen und verzieren

Serviervorschläge und Anlässe

  • Perfekt als Gebäck zum Tee oder Kaffee, aber auch auf dem Plätzchenteller zur Adventszeit.
  • Ideal als Mitbringsel, in Geschenk‑Plätzchendosen oder auf Weihnachtsbuffets.
  • Backen mit Kindern macht Spaß: Kugeln formen, Mulden drücken und Marmelade füllen.

Noch ein letzter Ansporn

Probiert es unbedingt aus, ihr werdet es sicher nicht bereuen. So wirklich gut sind sie aber erst, wenn sie gefüllt sind. Die Plätzchen habe ich vor fast vier Jahren schonmal gebacken und fotografiert. Heute habe ich einen absoluten Geniestreich für Euch - meine neuste Weihnachtsplätzchen Kreation: gefüllte Haselnussplätzchen mit Nougat und Aprikosenmarmelade.

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