Hessentorte: Ein Klassiker der hessischen Backkunst

Die Hessische Küche ist bekannt für ihre deftigen Blechkuchen und süßen Köstlichkeiten. Neben Frankfurter Bethmännchen, Frankfurter Pudding, Speckkuchen und Handkäs-Taschen hat sich der Frankfurter Kranz einen Kultstatus erarbeitet. Ein weiteres Highlight ist die Hessentorte, die mit ihrer Cremigkeit und dem Krokantüberzug jeden Kuchenliebhaber begeistert.

Zutaten für eine authentische Hessentorte

Für den perfekten Genuss braucht es natürlich die richtigen Zutaten. Hier eine Übersicht:

Zutaten für den Teig:

  • 100 g Mehl
  • 80 g Speisestärke
  • 185 g Butter
  • 185 g Zucker
  • 6 Eier
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • Eine Prise Salz

Zutaten für die Creme und Garnierung:

  • 100 g Zucker
  • 250 g Butter
  • ½ Liter Milch
  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 2 EL brauner Rum (oder Aroma)
  • 200 g rotes Gelee (Himbeere, Kirsche etc.)
  • 150 g Krokant
  • 1 Päckchen kandierte Kirschen

Zubereitung Schritt für Schritt

Die Zubereitung der Hessentorte erfordert etwas Zeit und Geduld, aber das Ergebnis ist jede Mühe wert.

Der Teig - die Basis für den Genuss

  1. Die Butter mit dem Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale schaumig schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  2. Die Eier nach und nach dazugeben und die Masse weiterschlagen, bis sie schaumig ist.
  3. Mehl, Backpulver, Salz und Speisestärke in einer separaten Schüssel gut vermischen.
  4. Die Mehlmischung nach und nach langsam unter die Butter-Zucker-Ei-Masse rühren, bis ein luftiger Teig entsteht.
  5. Eine Kranzform mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben.
  6. Den Teig in die Form gießen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 40 Minuten backen.
  7. Den Kuchen anschließend 15 Minuten abkühlen lassen und aus der Form stürzen.

Die Creme - das Herzstück der Torte

  1. Das Puddingpulver mit Zucker und 4 EL Milch glatt rühren.
  2. Die restliche Milch kurz aufkochen lassen und die Puddingmischung langsam einrühren.
  3. Den Pudding kalt stellen.
  4. Die Butter schaumig schlagen und mit dem Vanillepudding und dem Rum (oder Aroma) zu einer Creme verrühren.

Vollendung

  1. Den Kranz nun quer in drei Böden teilen.
  2. Die beiden unteren Böden zuerst mit Gelee und dann mit etwa der Hälfte der Creme bestreichen und wieder aufeinandersetzen.
  3. Den gesamten Kranz mit der restlichen Creme bestreichen.
  4. Den Krokant an den Rand und auf die Oberfläche der Torte streuen.
  5. Die Torte mit kandierten Kirschen verzieren.

Variationen und Tipps für die perfekte Hessentorte

  • Gelee: Statt rotem Gelee können Sie auch Aprikosenmarmelade oder Quittengelee verwenden.
  • Rum: Wer keinen Rum mag, kann diesen durch Rumaroma oder einen Schuss Amaretto ersetzen.
  • Krokant: Selbstgemachter Krokant schmeckt besonders gut. Dazu Zucker in einer Pfanne karamellisieren, Mandeln hinzufügen und auf einem Backpapier auskühlen lassen. Anschließend grob hacken.
  • Frische Früchte: Anstelle von kandierten Kirschen können Sie die Torte auch mit frischen Früchten der Saison dekorieren.
  • Schokoladenüberzug: Für Schokoladenliebhaber kann die Torte zusätzlich mit einem Schokoladenüberzug versehen werden.

Die Hessentorte im Kontext der hessischen Küche

Die Hessentorte ist ein fester Bestandteil der hessischen Kaffeetafel. Sie reiht sich ein in eine Vielzahl von traditionellen Kuchen und Torten, die in Hessen gerne gebacken und gegessen werden.

Apfelwein und Apfelkuchen: Eine typisch hessische Kombination

Äpfel spielen in der hessischen Küche eine große Rolle, insbesondere in Form von Apfelwein (Äppelwoi). Was liegt also näher, als Apfelwein auch zum Backen zu verwenden? Ein Rezept für einen Apfelweinkuchen zeigt, wie man die Aromen von Apfel und Wein in einem Kuchen vereinen kann.

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Zutaten:

  • Mürbeteig (aus Butter, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Ei)
  • Äpfel
  • Zucker
  • Vanillezucker
  • Apfelwein
  • Puddingpulver
  • Zimt
  • Rum oder Calvados
  • Sahne

Zubereitung:

  1. Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig kneten und kühl stellen.
  2. Den Teig ausrollen und in eine Springform geben.
  3. Die Äpfel schälen, in Scheiben schneiden und mit Zucker, Vanillezucker und Apfelwein kurz aufkochen.
  4. Das angerührte Puddingpulver einrühren und nochmals kurz kochen lassen.
  5. Mit Zimt und Rum oder Calvados abschmecken.
  6. Die Apfelmasse in die Springform auf den Mürbeteig geben und im vorgeheizten Backofen backen.
  7. Nach dem Auskühlen mit Sahne verzieren und mit Zimt und Puderzucker bestreuen.

Blatz: Ein deftiger Apfelkuchen mit Speck

Wer es lieber deftig mag, sollte den hessischen Apfelblatz probieren. Dieser Kuchen wird mit Äpfeln und Speck gebacken und ist eine herzhafte Köstlichkeit.

Zutaten:

  • Äpfel
  • Brotteig
  • Butter oder Speckfett
  • Schmand
  • Zucker

Zubereitung:

  1. Ein Backblech mit Butter oder Speckfett einfetten und mit Apfelstücken belegen.
  2. Den Brotteig ausrollen und auf die Äpfel legen.
  3. Butter flüssig machen und den Brotteig damit bestreichen.
  4. Ebenso mit dem Schmand verfahren.
  5. Zuletzt dick mit Zucker bestreuen.
  6. In Stücke schneiden und an einem warmen Ort eine Stunde ruhen lassen.
  7. Im vorgeheizten Ofen backen.

Weitere Spezialitäten der hessischen Backstube

Neben den bereits genannten Kuchen und Torten gibt es in Hessen noch viele weitere regionale Spezialitäten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Waldecker Käsewähe: Ein einfacher und schnell zubereiteter Kuchen mit Käse.
  • Schmandkuchen: Ein Kuchen mit Schmand und Zucker, der auf einem Hefeteig gebacken wird.
  • Quarkbällchen: Kleine, frittierte Teigbällchen mit Quark.

Fazit: Die Hessentorte - ein Stück hessische Tradition

Die Hessentorte ist mehr als nur ein Kuchen. Sie ist ein Stück hessische Tradition, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Mit ihren vielfältigen Zutaten und Variationen bietet sie für jeden Geschmack das Richtige. Ob als festlicher Kuchen für besondere Anlässe oder als süße Leckerei für zwischendurch - die Hessentorte ist immer eine gute Wahl.

Tipps für den perfekten Teig

Ein guter Teig ist das A und O für jeden Kuchen. Hier ein paar Tipps, damit der Teig für Ihre Hessentorte perfekt gelingt:

  • Mürbeteig: Verwenden Sie kalte Butter und kalte Zutaten, um einen bröseligen Teig zu erhalten. Kneten Sie den Teig nur kurz, damit er nicht zäh wird.
  • Hefeteig: Achten Sie darauf, dass die Hefe frisch ist und die Milch bzw. das Wasser lauwarm ist. Lassen Sie den Teig an einem warmen Ort gehen, bis er sich verdoppelt hat.
  • Allgemein: Sparen Sie nie am Fett oder Zucker beim Backen. Diese Zutaten sind wichtig für den Geschmack und die Konsistenz des Kuchens.

Die richtige Lagerung

Damit Ihre Hessentorte lange frisch bleibt, sollten Sie sie richtig lagern:

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  • Im Kühlschrank: Die Torte hält sich im Kühlschrank etwa 2-3 Tage.
  • Einfrieren: Sie können die Torte auch einfrieren. Wickeln Sie sie dazu gut in Frischhaltefolie ein und frieren Sie sie ein. Im Gefrierschrank hält sie sich etwa 2-3 Monate.

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