Gurken einlegen ohne Zucker – Rezepte, Techniken und Tipps für knackige Essiggurken

Essiggurken ohne Zucker und Süßstoffe selbst zu machen, ist so einfach und geht blitzschnell. Wer viele Gurken aus dem Garten hat oder preiswerte Salatgurken gekauft hat, kann sie mit einfachen Methoden haltbar machen. Ob Einlegegurken, Minigurken, Freilandgurken oder Gewächshausgurken - all diese Gurken lassen sich perfekt konservieren.

Welche Gurken eignen sich zum Einlegen?

Ob Feldgurke, Minigurke, Freilandgurke, Gewächshausgurke oder die klassischen Einlege- oder Salatgurken - all diese Gurken lassen sich perfekt konservieren. Im Prinzip sind Einlegegurken nur kleine Salatgurken und werden eben speziell für das Einlegen gezüchtet bzw. angebaut. Dennoch lassen sich auch Salatgurken haltbar machen - das macht also keinen Unterschied. Habt ihr auch Gurken im Garten? Dann erntet gerne die kleinen, die noch fest sind, weil sie knackiger bleiben. Für die großen Gurken empfehlen wir euch unseren schnellen asiatischen Gurkensalat oder ihr schneidet größere Landgurken vom Markt in Scheiben oder Spalten ein.

Grundregeln und Vorbereitung

  • Gurken waschen und gründlich kontrollieren, dass sie keine Schadstellen haben. Gurken mit Schadstelle aussortieren und zum Beispiel als Gurkensalat oder in gekochtem Zustand verwerten.
  • Waschen Sie die Gurken und schneiden Sie die Enden ab, da diese Bitterstoffe enthalten können.
  • Die Gurken gründlich unter fließendem Wasser putzen, bei Bedarf eine Gemüsebürste zu Hilfe nehmen.
  • Auch sollten die Gurken eine feste und knackige Konsistenz haben, sind sie schon etwas weich oder lapprig, sollten sie nicht verwendet werden.
  • Einmachgläser sterilisieren: Die Einmachgläser und Deckel mit heißem Wasser ausspülen oder in kochendem Wasser 10-15 Minuten sterilisieren. Die Einmachgläser sterilisieren, indem sie für 10 Minuten mit Deckel ausgekocht werden oder bei 150 Grad im Ofen gebacken werden. Plastikteile wie Gummiringe bitte nur kochen und nicht backen!

Grundrezept: Essiggurken ohne Zucker (süßstofffrei)

Essiggurken brauchen als Grundzutaten nur kleine Einlegegurken und Essig. Salz ist bei diesem Rezept nicht nur Geschmacksgeber, sondern sorgt auch für eine längere Haltbarkeit der Gurken im Glas.

Zutaten (ca. 3 Gläser)

  • 1 kg Salatgurken oder Einlegegurken
  • 500 ml Wasser
  • 250 ml Apfelessig oder Weißweinessig (Essig mit 5 % Säure kann 1:1 mit Wasser gemischt werden)
  • 1 EL Salz
  • 2 TL Senfsaat
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten (optional)
  • 1 Bund frischer Dill (grob gehackt oder als ganze Zweige)
  • 2 Schalotten oder 1 Zwiebel (optional)

Zubereitung

  1. Gurken vorbereiten: Die Gurken gründlich waschen und in dünne Scheiben schneiden (ca. 3-5 mm dick) oder in Spalten belassen.
  2. Einmachgläser sterilisieren: Die Einmachgläser und Deckel mit heißem Wasser ausspülen oder in kochendem Wasser 10 Minuten sterilisieren.
  3. Sud zubereiten: Weißweinessig und Wasser, 1 TL Salz und die Gewürze in einen Topf geben und aufkochen lassen. Pfefferkörner, Senfsaat und optional Dill-Samen hinzufügen. 5 Minuten leise köcheln lassen, damit die Gewürze ihr Aroma an den Essigsud abgeben.
  4. Gurken einlegen: Die vorbereiteten Gurkenscheiben mit dem geschnittenen Knoblauch und dem frischen Dill in die sterilisierten Gläser schichten. Den heißen Sud darüber gießen, bis die Gurken vollständig bedeckt sind.
  5. Gläser verschließen & ziehen lassen: Die Gläser sofort fest verschließen und kopfüber auf ein Küchentuch stellen. Nach dem Abkühlen an einem dunklen, kühlen Ort mindestens 48 Stunden ziehen lassen - besser jedoch 2-4 Wochen, damit sich das Aroma entfaltet.

Die eingelegten Gurken halten sich ungeöffnet mehrere Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2-3 Wochen verbrauchen.

gläser mit eingelegten gurken

Varianten und kleine Anpassungen (ohne Zucker)

  • Wer es würziger mag, kann noch eine kleine Chili oder etwas Meerrettich hinzufügen.
  • Statt Apfelessig kann auch milder Weißweinessig verwendet werden.
  • Die Gurken sind glutenfrei, vegan und ein echter Klassiker der Vorratsküche - ideal für alle, die bewusst essen wollen.
  • Für eine schnelle Version: dünne Gurkenscheiben sind schon nach 2-3 Tagen durchgezogen und daher besonders gut für den schnellen Genuss geeignet.
  • Essig kann teilweise mit kochendem Wasser gestreckt werden, wenn der Sud nicht für alle Gläser reicht.

Fermentieren: Salzgurken ohne Essig

Vielleicht haben Sie bei unseren Einlege-Rezepten die beliebten Salzgurken vermisst. Das war kein Versehen, sondern Absicht. Denn wenn Sie Gurken in Salzlake einlegen, dann nennt man das auch Fermentieren. Salzgurken werden mit einer Salzlake angesetzt und fermentieren milchsauer.

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  1. Bereiten Sie die Salzlake zu. Dabei wird das Salz im Wasser aufgelöst.
  2. Achten Sie darauf, dass sich die Gurken vollständig unter der Salzlake befinden. Sollten sie nicht tauchen, zusätzlich beschweren.
  3. Lassen Sie die Gurken bei Raumtemperatur (18 bis 22 Grad) für 5 bis 10 Tage fermentieren. Je nach Temperatur und gewünschtem Geschmack kann die Fermentation länger oder kürzer ausfallen.
  4. Sollten sich während dieser Zeit Bläschen bzw. weißer Schaum an der Oberfläche bilden, ist dies sogenannte Kahmhefe.

Einkochen vs. Einlegen

Oftmals wird nicht zwischen Einkochen und Einlegen unterschieden - dennoch gibt es einen Unterschied. Beim Einlegen wird wie oben verfahren: der heiße Sud wird über die Gurken gegeben und das Glas anschließend verschlossen. Genauso funktioniert das Einkochen, wobei hier noch ein Zusatzschritt erfolgt: Die verschlossenen Gläser werden nämlich in einem Wasserbad für ca. 15 bis 30 Minuten (je nach Rezept und Glasgröße) eingekocht. Kocht ihr die Gläser zusätzlich bei 90 °C im Wasserbad im Ofen 30 Minuten ein, verlängert sich die Haltbarkeit auf über ein Jahr.

Alternative Konservierungsmethoden

  • Einlegen in Öl: Statt Essig kann Öl verwendet werden. Dann sind die Gurken zwar nicht ganz so lange haltbar, dafür entfalten sie andere Geschmacksnuancen. Gießen Sie das Öl in das Glas, die Gurken müssen vollständig bedeckt werden. Gläser fest verschließen und kühl und dunkel lagern.
  • Trocknen: Gurken waschen und in dünne Scheiben (ca. 3 mm) schneiden. Damit der Trocknungsprozess schneller geht, können die Gurken vorab mit Salz entwässert werden. Im Dörrautomaten bei 50-55 °C 8-12 Stunden trocknen, im Backofen bei 50-60 °C mit leicht geöffneter Tür 6-8 Stunden.
  • Einfrieren: Viele Gemüsesorten lassen sich problemlos einfrieren - bei Gurken ist das nur bedingt möglich. Aufgrund des hohen Wassergehalts werden sie beim Auftauen matschig. Wenn Sie jedoch Schmorgurken oder Gurkengemüse daraus machen möchten, ist das Einfrieren möglich: Gurken waschen, schälen, entkernen und in Scheiben oder Stücke schneiden, dann in Gefrierbeutel geben.
verschiedene konservierungsmethoden gurken

Praktische Tipps aus der Küche

  • Als erstes werden die Gurken mit einer Nähnadel mehrmals rundum eingestochen und in eine Schüssel mit dem Salzwasser gegeben. Über Nacht kühl stellen und ziehen lassen, dann das Wasser abgießen. Das Einlegen der Gurken in Salzwasser dient zwei wichtigen Faktoren: Zum einen dringt das Salzwasser über Nacht in die Gurken ein und verhindert im Innern, dass sich Keime dort einnisten. Zum anderen entzieht das Salzwasser den Gurken einen Teil ihres eigenen Wassers, dadurch bleiben die eingelegten Gurken knackig und fest.
  • Dill grob zerkleinern. Stiele nicht wegwerfen, sondern dran lassen, sie werden mit verwertet.
  • Tipp: Das heiße Ausspülen der Gläser dient zum einen der Sterilisation, zum anderen sorgt es dafür, dass die Gläser bereits heiß sind und der Sud beim Einfüllen nicht zu schnell abkühlt.
  • Fachwissen: Bei sauberer Zubereitung und entsprechender Lagerung sind die Gurken monatelang haltbar, oft sogar bis zur nächsten Saison.
  • Tipp: Eine fertige Mischung für Einmachgewürze erhält man im Onlineshop, so lassen sich Einlegearbeiten leichter planen.

Rezeptbeispiel: Schnelle süß-saure Gurkenscheiben (optional ohne Zucker)

Ihr Lieben, manchmal passiert’s einfach: Der Kühlschrank ist voll mit Salatgurken - so ging’s mir letzte Woche. Und was hab ich gemacht? Ich hab’s einfach ausprobiert: süß-saure Gurkenscheiben selbst einlegen. Und was soll ich sagen? Es war nicht nur super einfach, sondern das Ergebnis war phänomenal lecker.

  1. Gläser desinfizieren mit kochendem Wasser oder in der Spülmaschine bei hoher Temperatur.
  2. Gurken gründlich waschen, Enden abschneiden und in dünne Scheiben schneiden (3-5 mm).
  3. Wasser, Essig, Salz (bei Wunsch Zucker weglassen) und Gewürze in einem Topf zum Kochen bringen, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Pfefferkörner, Senfsaat und optional Dill-Samen hinzufügen.
  4. Gurkenscheiben in die sterilisierten Gläser schichten, eventuell mit Knoblauch und frischem Dill ergänzen.
  5. Den heißen Sud darüber gießen, Gläser sofort fest verschließen und kopfüber stellen. Nach dem Abkühlen an einem dunklen, kühlen Ort mindestens 48 Stunden ziehen lassen - besser eine Woche.
video: eingelegte gurken rezept ohne zucker

Warum ohne Zucker?

Während sich in gekauften Konserven oft Zucker versteckt, könnt ihr selbst entscheiden, ob und wie viel Zucker ihr verwendet. Zucker hilft beim Haltbarmachen und beim Geschmack, aber es geht auch ohne. Viele Rezepte funktionieren genauso gut ohne Zucker, wenn stattdessen mehr Kräuter und Gewürze eingesetzt werden.

Serviervorschläge und Verwendung

  • Essiggurken sind perfekt als Beilage zur Brotzeit, auf Sandwiches, Burgern oder zum Grillen.
  • Selbstgemachte eingelegte Gurken sind zudem ein tolles Mitbringsel und ein Highlight in der Küche.
  • Weitere eingelegte Gemüseideen: Senfgurken, eingelegte rote Zwiebeln, süß-saure Rote Bete oder eingelegte Zucchini.

Haltbarkeit und Lagerung

  • Die Säure des Essigs sorgt dafür, dass ihr die Gurken über mehrere Wochen hinweg genießen könnt.
  • Bei sauberer Zubereitung und entsprechender Lagerung sind die Essiggurken ungeöffnet monatelang haltbar, oft bis zur nächsten Saison.
  • Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2-3 Wochen verbrauchen.

Noch ein paar persönliche Tipps

Ich habe Apfelessig verwendet, aber auch Weißweinessig funktioniert wunderbar, wenn ihr es etwas milder mögt. Wer es gerne etwas schärfer mag: Einfach eine kleine Chili mit ins Glas geben. Die Gurken sind glutenfrei, vegan und ideal für alle, die bewusst essen wollen. Wenn ihr also auch zu viele Gurken im Haus habt - probiert’s aus. Ich kann euch nur warnen: Die Gläser sind schneller leer, als ihr „Vorratshaltung“ sagen könnt.

Zutat Menge Funktion
Gurken 1 kg Basis
Wasser 500 ml Verdünnung/Sud
Apfelessig/Weißweinessig 250 ml Säure, Konservierung
Salz 1 EL Geschmack, Haltbarkeit
Senfsaat, Pfeffer nach Geschmack Würze
Dill 1 Bund Aroma

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