Grapefruit mit Zucker: Gesundheitsvorteile und was Sie beachten sollten
Pampelmusen und Grapefruits, die großen Geschwister von Orangen und Mandarinen, gehören zur Familie der Zitrusfrüchte und sind besonders in der Winterzeit von November bis Ende April in großer Auswahl verfügbar. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch dieser gelben Früchte liegt in Deutschland bei etwa drei Kilogramm pro Jahr. Doch was unterscheidet diese Zitrusfrüchte eigentlich, und welche gesundheitlichen Vorteile bieten sie?
Herkunft und Unterscheidung
Die Pampelmuse stammt ursprünglich aus Thailand und Malaysia, während die Grapefruit erst im 18. Jahrhundert auf der Insel Barbados entdeckt wurde. Grapefruits sind eine Kreuzung aus Pampelmusen und Orangen. Im Handel werden häufig Pomelos angeboten, die eine Züchtung aus Grapefruit und Pampelmuse sind und ursprünglich aus China stammen.
Unterscheidungsmerkmale:
- Pampelmusen: Die größten der Zitrusfrüchte, bis zu zwei Kilogramm schwer, meist birnenförmig mit hellgrüner bis gelber, glatter oder feinporiger Schale.
- Grapefruits: Runder als Pampelmusen, ähneln Orangen mit gelber Schale.
- Pomelos: Ähneln äußerlich eher der Pampelmuse, haben gelbes bis rosafarbenes Fruchtfleisch und eine grün-gelbe Schale.
Nährwerte und Inhaltsstoffe
Oft wird angenommen, dass Grapefruits und Pampelmusen kaum Zucker enthalten und daher besonders für Diabetiker geeignet sind. Dies ist jedoch nicht ganz richtig, da sie wie andere Zitrusfrüchte natürlichen Fruchtzucker enthalten, der den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Eine geschälte, 350 Gramm schwere Pampelmuse oder Grapefruit hat einen überschaubaren Energiegehalt von etwa 160 kcal. Der Ballaststoffgehalt ist im Vergleich zu Beerenfrüchten eher gering.
Enthaltene Vitalstoffe:
- Kalium
- Calcium
- Chrom
- Selen
- Folsäure
- Vitamin C (deckt 163 % des Tagesbedarfs mit einer Portion)
Frische Früchte zeichnen sich durch eine elastisch-feste Schale und einen dezenten Zitrusduft aus. Das leicht herb-bittere Fruchtfleisch eignet sich gut für Obstsalate oder Desserts.
Zubereitung und Verzehr
Pampelmusen und Grapefruits lassen sich leicht schälen, indem man Ober- und Unterseite abschneidet und die Schale längs in Segmente schneidet. Grapefruits können auch halbiert und ausgelöffelt werden. Wer es süßer mag, kann etwas Erythrit oder Süßstoff-Granulat hinzufügen.
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Gesundheitliche Vorteile
Grapefruits gelten als gesund, da sie viele Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe enthalten. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C, der das Immunsystem stärkt.
Weitere gesundheitliche Aspekte:
- Lycopin: Ein Carotinoid, das in roten Grapefruits vorkommt und antioxidative Eigenschaften hat. Es kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern und möglicherweise vor Prostatakrebs schützen.
- Pektin: Ein Ballaststoff, der in der Schale und im Fruchtfleisch enthalten ist. Er kann den Blutzuckerspiegel senken und zur Gewichtsabnahme beitragen.
- Naringin: Ein Flavonoid, das den bitteren Geschmack verursacht. Es wirkt sättigend, kann die Verdauung anregen und den Blutzuckerspiegel senken. Studien haben gezeigt, dass Naringin den Insulinlevel innerhalb von zwei Stunden nach einer Mahlzeit senken kann, was die Grapefruit zu einer geeigneten Frucht für Diabetiker macht.
- Gewichtsabnahme: Studien deuten darauf hin, dass der Verzehr von Grapefruit die Gewichtsabnahme unterstützen kann. Mexikanische Wissenschaftler haben in einem Review zusammengefasst, dass Grapefruits den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise senken.
- Weitere positive Effekte: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Grapefruits bei oxidativem Stress, bei der Knochenregeneration und bei Erkrankungen des Zentralnervensystems wie Alzheimer und Epilepsie helfen könnten.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Der Bitterstoff Naringin in Grapefruits und Pampelmusen kann die Wirkung verschiedener Arzneimittel stören.
Betroffene Medikamentengruppen:
- Antibabypille
- Cholesterinsenker (Statine wie Lovastatin)
- Blutdrucksenker bzw. Herzmedikamente (Kalziumkanalblocker)
Schuld daran sind Furocumarine, die ein Enzym im Körper hemmen, das Medikamentenwirkstoffe abbaut. Dies kann zu erhöhten Wirkstoffkonzentrationen im Blut und unerwünschten Nebenwirkungen führen. Kanadische Forscher identifizierten in einem Review insgesamt 85 Medikamente, bei denen regelmäßig Wechselwirkungen mit der Grapefruit auftreten.
Wichtige Hinweise:
- Überprüfen Sie die Packungsbeilage Ihrer Medikamente auf Hinweise zur Interaktion mit Grapefruit oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- Die Wechselwirkungen können von der verzehrten Menge an Grapefruits oder Grapefruitsaft abhängen.
- Bei manchen Medikamenten kann bereits eine Grapefruit ausreichen, um eine Wechselwirkung auszulösen.
Grapefruit in der Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie in der Schwangerschaft keine Medikamente einnehmen, sind Grapefruits und Grapefruitsaft unbedenklich. In der Stillzeit sollte man aufmerksam sein, ob das Baby Anzeichen einer Reaktion zeigt, wie z.B. einen wunden Po. Da das Baby die Ernährungsgewohnheiten der Mutter bereits aus der Schwangerschaft kennt, sind Probleme jedoch eher unwahrscheinlich.
Grapefruit bei Gicht
Bei Gicht sammelt sich zu viel Harnsäure im Blut an, was zur Bildung von Harnsäurekristallen in den Gelenken führen kann. Grapefruits enthalten jedoch nur wenig Purine (5 mg pro 100 g), weshalb die Warnung vor Grapefruit bei Gicht vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass Gichtpatienten häufig Medikamente wie Colchicin einnehmen, mit denen es zu Wechselwirkungen kommen kann.
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Pestizidbelastung
Analysen haben gezeigt, dass konventionell angebaute Grapefruits Rückstände von Pestiziden enthalten können. Eine Probe aus Spanien überschritt sogar den zulässigen Höchstgehalt. Bio-Grapefruits wiesen dagegen keine Rückstände auf. Achten Sie daher beim Kauf auf Bio-Qualität.
Lagerung und Verarbeitung
Grapefruits mögen es kühl und trocken. Bei Zimmertemperatur sind sie bis zu zwei Wochen haltbar, bei Lagerung im Kühlschrank sogar mehrere Monate.
Verarbeitungstipps:
- Halbieren Sie die Grapefruit und schneiden Sie die einzelnen Segmente entlang der weißen Häute ein, um sie einfach herauszulöffeln.
- Schälen Sie die Grapefruit wie eine Orange und schneiden Sie die Filets entlang der Häutchen heraus. Fangen Sie den Saft auf, um ihn zu trinken oder weiterzuverarbeiten.
- Grapefruits können auch eingefroren werden, obwohl frische Früchte besser schmecken.
Verwendung in der Küche
Grapefruitsaft ist erfrischend und kann pur oder in Mischgetränken genossen werden. Grapefruit-Filets eignen sich für Salate und Desserts.
Grapefruitbaum im Kübel
Ein Grapefruitbaum kann auch in unseren Breitengraden im Kübel auf dem Balkon oder im Wintergarten gepflegt werden. Da er keinen Frost verträgt, benötigt er ein geeignetes Winterquartier.
Grapefruit zur Blutzuckersenkung
Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann ein erstes Anzeichen für Diabetes sein. Grapefruits können aufgrund des enthaltenen Naringenins helfen, den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise zu senken. Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von Grapefruit vor den Mahlzeiten den Blutzuckerspiegel senken und die Insulinausschüttung reduzieren kann.
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Weitere blutzuckersenkende Lebensmittel:
- Chillis
- Haferflocken
- Ingwer
- Heidelbeeren
Weitere gesundheitliche Vorteile im Überblick
- Immunsystem: Der hohe Vitamin-C-Gehalt stärkt das Immunsystem.
- Fettverbrennung: Vitamin C unterstützt die Fettverbrennung, indem es die Bildung von Carnitin fördert.
- Haarpflege: Grapefruit wirkt antistatisch und feuchtigkeitsspendend und kann zur Optimierung von Haarshampoos verwendet werden.
- Hautpflege: Grapefruitkernextrakt kann äußerlich angewendet werden, um Infektionen zu behandeln und Hautreizungen zu lindern.
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