Dubai Schokolade: Herkunft, Rezeptur und rechtliche Besonderheiten

Die Dubai-Schokolade hat sich binnen kurzer Zeit von einer lokalen Neuheit zu einem globalen Phänomen entwickelt: Viral verbreitet in sozialen Medien, begehrt in Feinkostläden und Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Dieser Artikel fasst Ursprung, Zusammensetzung, Zubereitung, Marktverhalten und die wichtigsten Gerichtsentscheidungen zusammen, die klären, ob die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ als Herkunftsangabe oder als Gattungsbegriff zu verstehen ist.

Was ist „Dubai-Schokolade“ und wie schmeckt sie?

Dubai-Schokolade ist eine verführerische Kreation, die durch die Kombination von zarter Vollmilchschokolade, knusprigem Kadayif und einer cremigen Pistazienfüllung besticht. Die originale Dubai-Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade, in die eine dicke Schicht Pistaziencreme gemischt mit Sesampaste und Kadayif (Engelshaar) eingelassen ist. Stellen Sie sich das vor: Knuspriges Kadayif, cremiges Tahini und jede Menge Pistazien in einer Schokoladentafel... Außerdem ist die Außenseite mit einer flüssigen belgischen Schokolade überzogen. Eine Geschmacksexplosion auf dem Gaumen beim ersten Biss!

Dubai-Schokolade mit Pistazien und Kadayif

Ursprung und Erfinder

Die Erfindung wurde im Jahr 2021 von Sarah Hamouda, einer in Dubai lebenden britischen Unternehmerin ägyptischer Herkunft, und dem philippinischen Koch Nouel Catis Omamalin umgesetzt. Die Erfinder der Dubai-Schokolade sind Sarah Hamouda, eine britische Unternehmerin ägyptischer Herkunft, und der philippinische Küchenchef Nouel Catis Omamalin. Als Erfinderin der „Dubai-Schokolade“, wie wir sie heute kennen, gilt die Unternehmerin Sarah Hamouda. Mit ihrer kleinen Schokoladen-Manufaktur „FIX Dessert Chocolatier“ entwickelte sie die Kreation aus Vollmilchschokolade und Pistaziencreme. Eines dieser Produkte nannte sie „Can’t Get Knafeh Of It“. Dahinter verbirgt sich der Prototyp der Dubai-Schokolade. Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus dem Englischen „Can’t get enough of it“ und „Knafeh“, einer orientalischen Süßspeise mit den Kadayif-Teigfäden.

Warum „Dubai“-Bezeichnung?

Kurzversion: Dubai-Schokolade heißt Dubai-Schokolade, weil das Rezept von einer Schokoladenmanufaktur aus Dubai stammt. Dubai war schon immer als Zentrum für Luxus und innovative Produkte bekannt. Die Tatsache, dass diese Schokolade nach Dubai benannt ist, spiegelt das Markenprestige der Stadt wider und macht die Süßspeise zu einem globalen Phänomen. Dubai ist bekannt als eine Stadt, die die Eleganz des modernen Lebens mit den tief verwurzelten Aromen der traditionellen Kultur verbindet. Diese Schokoladentafel spiegelt diese doppelte Natur Dubais wider.

Zusammensetzung und Herstellung

Die Dubai-Schokolade besteht aus einer Kombination aus Vollmilchschokolade, Pistaziencreme und Kadayif. Als Schokolade wird meist Vollmilchschokolade verwendet, alternativ Bitterschokolade. Die originale Dubai-Schokolade wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert. Die Zubereitung beginnt mit dem Schmelzen hochwertiger Schokolade, die als Basis und Hülle für die köstliche Füllung dient. In einer separaten Pfanne wird das Kadayif in buttergoldenem Glanz geröstet und anschließend mit einer aromatischen Pistaziencreme vermischt. Danach kommen Pistazien-Creme und Tahini dazu. Die Füllung hinzufügen: Geben Sie die vorbereitete Kadayıf-Füllung auf die geschmolzene Schokolade. Abschließend überzieht eine weitere Schicht geschmolzener Schokolade die Füllung, bevor das Ganze im Kühlschrank zur endgültigen Festigkeit gelangt.

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Praktische Anleitung (Kurzform)

  • Die Hälfte der geschmolzenen Schokolade gleichmäßig in eine Form geben.
  • Das Kadayıf in Butter anbraten, klein schneiden und mit Pistaziencreme und Tahini mischen.
  • Füllung auf die Schokolade geben, abkühlen lassen und mit einer Deckschicht Schokolade verschließen.
  • Kühlen: Stellen Sie die Formen für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank.
Schritt-für-Schritt Zubereitung Dubai-Schokolade

Warum wurde die Dubai-Schokolade so beliebt?

Die Beliebtheit der Dubai-Schokolade beruht auf der perfekten Kombination von traditionellen Aromen aus dem Nahen Osten mit moderner Schokoladenkunst. Die Dubai-Schokolade verdankt ihre Popularität vor allem den Plattformen der sozialen Medien. Die Dubai-Schokolade erregte in kurzer Zeit große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. Die Schokolade ist nicht nur ein Dessert, sondern ein Beispiel für Kreativität, kulturellen Reichtum und Innovation in der modernen Welt. Die Zutat, für die die Hersteller besonders tief in die Tasche greifen müssten, sei die Pistazien-Creme. Für den hohen Preis seien Handarbeit und relativ teure Rohstoffe wie Pistazien und Fair-Trade-Schokolade verantwortlich.

Influencer testet Dubai-Schokolade viral

Marktreaktionen, Preise und Nachahmungen

Sie ist heiß begehrt, kostet aber ein kleines Vermögen: Die Rede ist von Dubai-Schokolade. Der Preis ist mit rund 15 Euro hoch, die Nachfrage aber höher. Online sind die mit Pistazien-Creme und Teigfäden gefüllten Tafeln schnell vergriffen, der Run auf die wenigen Konditoreien und Supermärkte (etwa einige Rewe-Filialen), die sie anbieten, ist groß. In Dubai kostet die Schokolade umgerechnet knapp 17 Euro. Die Schokolade wurde in den sozialen Medien gehypt; das Video einer Influencerin aus den USA, die die Dubai-Schokolade testet, wird mehr als 80 Millionen Mal aufgerufen. Manche Anbieter verlangen deutlich höhere Preise; die Stiftung Warentest und andere Medien berichteten über Testkäufe und Laboruntersuchungen.

Lebensmittelsicherheit und Qualität

In einer Untersuchung der Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg wurden acht Proben „Dubai-Schokolade“ analysiert: Fünf Proben stammten von einem Hersteller aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), drei aus der Türkei. Dabei wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter in den VAE-Proben beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt. In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten.

Markenschutz, Markenanmeldungen und Abmahnungen

Den Angaben des Deutschen Patent- und Markenamts zufolge gab es in Deutschland zum Stand 4. Dezember 2024 insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen. In Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen für Schokolade registriert. Im Dezember 2024 mahnte ein Importeur andere Hersteller ab, da deren Dubai-Schokolade nicht in Dubai produziert wird. Trotz der Abmahnungen vertreiben zahlreiche Hersteller weiter unter der Bezeichnung Dubai-Schokolade. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen.

Wichtige Gerichtsentscheidungen und ihre Bedeutung

Das Thema, ob geografische Begriffe zwangsläufig auf eine bestimmte Herkunft hinweisen oder auch für eine Rezeptur stehen können, beschäftigt Gerichte immer wieder. Aktuelle Gerichtsbeschlüsse zeigen: Die Frage, ob die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ auf eine Herkunft aus Dubai oder auf eine spezielle Zusammensetzung hinweist, ist nicht leicht zu beantworten. Das Landgericht (LG) Köln hatte im Dezember 2024 und Januar 2025 drei Eilanträge zu klären, die sich gegen die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“, „Dubai Chocolate“ und „Aylan Dubai Handmade Chocolate“ richteten. In allen drei Fällen entschied das Gericht, dass die Verpackung der Schokolade den Eindruck erwecke, dass die Schokolade aus Dubai stammt.

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Das Frankfurter Gericht wies den Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Dubai-Schokolade eines Discounters ab. Laut den Richtern handelt es sich bei Dubai-Schokolade nicht um einen Rohstoff, sondern um ein Lebensmittel aus mehreren Zutaten. Das Gericht schränkt zwar ein, dass mit „Dubai“ gekennzeichnete Schokolade in der Vergangenheit durchaus als Herkunftsangabe verstanden worden sei. Zum Zeitpunkt der Entscheidung Ende Januar 2025 hat sich der Begriff „Dubai-Schokolade“ nach Auffassung des Gerichts zu einem Gattungsbegriff gewandelt. Denn inzwischen gebe es am Markt ganz unterschiedliche Produkte, die mit „Dubai“ bezeichnet würden, beispielsweise Eis oder Kaffeegetränke. Gemeinsam sei die Verwendung von bestimmten Zutaten wie Pistazien und Engelshaar. Zudem sei der vorliegende Fall anders gelagert als die drei Eilverfahren aus Köln.

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln (Urteile vom 27.06.2025) hat später entschieden: Die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ wird (noch) als geografischer Herkunftshinweis verstanden - und ist damit irreführend und unzulässig, wenn das Produkt nicht aus Dubai stammt (§ 127 Abs. 1 MarkenG). Maßgeblich für das OLG Köln war, dass der Ausgangspunkt des Hypes Produkte gewesen seien, die tatsächlich in Dubai hergestellt worden seien. Das OLG leitet das Ergebnis, dass es eine Herkunftsangabe sei, zunächst her aus dem Wort „Dubai“, was „grundsätzlich so lange als Ursprungsbezeichnung anzusehen“ sei, als nicht zweifelsfrei ihre Bestimmung lediglich als von der (örtlichen) Herkunft losgelöste Beschaffenheitsangabe oder reine Fantasiebezeichnung feststeht.

Rechtliche Kernfragen

  • Ob „Dubai“ als Herkunftsangabe verstanden wird oder als Hinweis auf eine Rezeptur - das ist entscheidend für die Zulässigkeit.
  • Ob ein Bedeutungswandel zu einer Gattungsbezeichnung bereits eingetreten ist: die Gerichte sehen hier je nach Einzelfall unterschiedliche Ergebnisse.
  • Die Verkehrsauffassung des Durchschnittsverbrauchers ist zentral, aber empirisch schwer zu bestimmen.

Das Thema ist komplex: Ein „Wiener Schnitzel“ weist beispielsweise nicht auf ein Schnitzel aus Wien hin, sondern ist der Begriff für ein paniertes Kalbsschnitzel. Auch ein „Wiener Würstchen“ muss nicht aus Wien stammen. Diese Beispiele zeigen, dass geografische Begriffe auch als Gattungsbezeichnungen fungieren können - doch das Recht verlangt strenge Kriterien für einen solchen Bedeutungswandel.

Qualitäts- und Verbrauchertipps

  • Achten Sie auf Zutatenangaben: Wie viel Pistaziencreme ist enthalten? Ist Kakaobutter oder Palmöl verwendet worden?
  • Bei Allergien: Prüfen Sie, ob Sesam (Tahini) deklariert ist - in Testproben wurde undeklarierter Sesam nachgewiesen.
  • Preis vs. Inhalt: Hoher Preis erklärt sich oft durch Handarbeit und teure Rohstoffe wie Pistazien, aber prüfen Sie das Verhältnis von Füllung zu Schokolade.
  • Vertrauen Sie auf Labortests und Verbraucherberichte bei Unsicherheit über Qualität und Lebensmittelsicherheit.

Ausblick: Markt und Recht

Der Hype um Dubai-Schokolade hat eine breite Nachfrage ausgelöst und gleichzeitig rechtliche sowie qualitätsbezogene Fragen sichtbar gemacht. Marktreaktionen zeigen bereits eine Verlagerung zu „Dubai Style“-Bezeichnungen, während Gerichte weiterhin im Einzelfall beurteilen, ob „Dubai“ als Herkunftshinweis zu verstehen ist oder nicht. Deutsche Gerichte sollen auch das EU-weite Verkehrsverständnis berücksichtigen, was die Rechtsfindung zusätzlich kompliziert.

Die Dubai-Schokolade bleibt damit sowohl kulinarisch als auch juristisch spannend: Für Verbraucher ist sie ein sinnliches Erlebnis, für Produzenten eine Chance - und für Juristen ein Prüfstein, wie geografische Bezeichnungen in einer globalisierten, trendgetriebenen Lebensmittelwelt zu bewerten sind.

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