Gefrorener Blechkuchen backen: Eine umfassende Anleitung
Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zum Backen von gefrorenem Blechkuchen, wobei verschiedene Aspekte von der Vorbereitung des Teigs bis zum Auftauen des fertigen Kuchens behandelt werden. Egal, ob Sie ein erfahrener Bäcker oder ein Anfänger sind, hier finden Sie wertvolle Tipps und Tricks, um einen köstlichen Kuchen zu zaubern.
Einleitung
Blechkuchen sind eine beliebte Wahl für größere Gruppen oder Familienfeiern, da sie einfach zuzubereiten und vielseitig sind. Durch das Einfrieren von Blechkuchen können Sie Zeit sparen und sicherstellen, dass Sie immer einen Kuchen für unerwarteten Besuch oder besondere Anlässe zur Hand haben. Dieser Artikel konzentriert sich auf das Backen von gefrorenem Blechkuchen, insbesondere auf Rührteigbasis mit verschiedenen Fruchtbelägen.
Johannisbeerkuchen vom Blech: Ein Rezept-Klassiker
Ein besonders beliebtes Rezept ist der Johannisbeerkuchen vom Blech. Dieser Kuchen zeichnet sich durch seinen lockeren Rührteig und die fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren aus. Er ist sowohl mit frischen als auch mit gefrorenen Johannisbeeren zubereitbar und somit das ganze Jahr über eine gute Wahl.
Zutaten für den Johannisbeerkuchen
Für den Teig benötigen Sie:
- 250 g weiche Butter
- 200 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 5 Eier (Größe M)
- 350 g Mehl (helles Weizen- oder Dinkelmehl Type 630)
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 TL abgeriebene Zitronenschale (von einer Bio-Zitrone)
- 100 ml Milch (Zimmertemperatur)
Für den Belag:
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- 500-600 g rote Johannisbeeren (frisch oder TK)
- ca. 2 EL Zucker zum Bestreuen
Zubereitung des Johannisbeerkuchens
- Vorbereitung: Waschen Sie frische Johannisbeeren und streifen Sie sie von den Rispen. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus. Stellen Sie sicher, dass Butter, Eier und Milch Zimmertemperatur haben.
- Teig zubereiten: Schlagen Sie Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit einem Handmixer oder in der Küchenmaschine ca. 5 Minuten cremig auf, bis die Masse hell und luftig ist. Geben Sie die Eier einzeln hinzu und rühren Sie jedes Ei ca. 30 Sekunden unter. Mischen Sie Mehl und Backpulver, sieben Sie die Mischung und vermengen Sie sie mit dem Zitronenabrieb. Rühren Sie die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch kurz und vorsichtig unter.
- Belegen und backen: Verstreichen Sie den Teig gleichmäßig auf dem Backblech. Streuen Sie die Johannisbeeren darüber. Wenn Sie TK-Beeren verwenden, geben Sie diese unaufgetaut auf den Teig. Bestreuen Sie die Beeren mit ca. 2 EL Zucker. Schieben Sie das Blech auf die mittlere Schiene in den Ofen und backen Sie den Kuchen ca. 30 Minuten goldgelb. Machen Sie rechtzeitig eine Stäbchenprobe.
- Abkühlen und servieren: Lassen Sie den Johannisbeerkuchen abkühlen, schneiden Sie ihn in Stücke und bestäuben Sie ihn nach Wunsch mit Puderzucker.
Tipps für den perfekten Rührteig
- Zimmertemperatur: Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, besonders die Butter muss sehr weich, aber nicht flüssig sein.
- Eier einzeln einrühren: Geben Sie die Eier einzeln zum Teig und rühren Sie jedes Ei gut ein, um den Teig luftig zu machen.
- Mehl kurz unterrühren: Rühren Sie Mehl und Backpulver nur kurz unter, da der Teig sonst zäh wird.
Variationen des Blechkuchens: Alternative Fruchtbeläge
Der Rührteig für Blechkuchen ist vielseitig und lässt sich gut mit anderen Früchten kombinieren. Hier einige Vorschläge:
- Himbeeren: Süß-säuerlich, passen super ohne große Vorbereitung.
- Blaubeeren (Heidelbeeren): Machen den Kuchen schön saftig.
- Stachelbeeren: Ähnlich säuerlich wie Johannisbeeren.
- Kirschen: Entsteint, gut abgetropft (frisch oder aus dem Glas).
- Pflaumen oder Zwetschgen: In Spalten geschnitten, leicht mit Zimt bestreuen.
- Rhabarber: Geschält und klein geschnitten, evtl. etwas gezuckert.
- Äpfel oder Birnen: In dünne Spalten geschnitten, leicht mit Zitronensaft beträufeln.
Wichtiger Hinweis: Verwenden Sie TK-Früchte immer unaufgetaut, damit sie den Teig nicht verwässern. Sehr saftige TK-Früchte (z. B. Kirschen) können Sie eventuell in etwas Speisestärke wenden, damit sie nicht auf den Boden sinken.
Blechkuchen einfrieren: So geht's richtig
Das Einfrieren von Blechkuchen ist eine praktische Möglichkeit, um Kuchen haltbar zu machen und bei Bedarf zur Hand zu haben. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihren Blechkuchen richtig einfrieren:
- Vollständig abkühlen lassen: Lassen Sie den Kuchen nach dem Backen vollständig abkühlen, bevor Sie ihn einfrieren.
- In Stücke schneiden: Schneiden Sie den Kuchen in einzelne Stücke. Dies erleichtert das spätere Auftauen und Portionieren.
- Verpackung: Wickeln Sie die Kuchenstücke einzeln in Frischhaltefolie ein. Anschließend geben Sie die eingewickelten Stücke in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose. Achten Sie darauf, so viel Luft wie möglich aus dem Beutel zu entfernen, um Gefrierbrand zu vermeiden.
- Beschriftung: Beschriften Sie den Gefrierbeutel oder die Gefrierdose mit dem Namen des Kuchens und dem Datum des Einfrierens.
- Lagerung: Lagern Sie den Kuchen im Gefrierschrank bei -18°C. Bei dieser Temperatur ist der Kuchen mehrere Monate haltbar (bis zu 3 Monate).
Gefrorenen Blechkuchen backen: Auftauanleitung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, gefrorenen Blechkuchen aufzutauen:
Auftauen im Backofen
Der Backofen eignet sich gut, um gefrorene Kuchen schnell und gleichmäßig aufzutauen.
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- Vorgehensweise: Heizen Sie den Backofen auf ca. 160 Grad vor. Geben Sie den gefrorenen Kuchen für etwa 10 Minuten in den Ofen, um ihn leicht anzuwärmen. Schneiden Sie den Kuchen dann in Stücke und lassen Sie ihn entweder weitere 15 Minuten im Ofen oder 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen.
Diese Methode eignet sich besonders gut für Blechkuchen mit einem festen Teig, wie z.B. Marmorkuchen.
Auftauen in der Mikrowelle
Wenn es schnell gehen muss, können Sie den Kuchen auch in der Mikrowelle auftauen.
- Vorgehensweise: Schneiden Sie den gefrorenen Kuchen in Stücke und legen Sie diese auf einen Teller. Decken Sie den Teller mit einem mikrowellengeeigneten Deckel oder einer Folie ab. Erwärmen Sie den Kuchen bei niedriger Wattzahl (ca. 360 Watt) für etwa 5 Minuten. Lassen Sie den Kuchen anschließend 10 Minuten abkühlen.
Diese Methode eignet sich besonders gut für Trockenkuchen wie Marmorkuchen.
Auftauen bei Zimmertemperatur
Die schonendste Methode ist das Auftauen bei Zimmertemperatur.
- Vorgehensweise: Nehmen Sie den gefrorenen Kuchen aus dem Gefrierschrank und legen Sie ihn auf ein Kuchengitter. Lassen Sie den Kuchen bei Zimmertemperatur 4-6 Stunden auftauen. Decken Sie den Kuchen während des Auftauens nicht ab, da dies zu Kondenswasserbildung führen kann.
Diese Methode eignet sich für alle Arten von Blechkuchen und bewahrt den Geschmack und die Textur des Kuchens am besten.
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Zusätzliche Tipps zum Auftauen
- Nicht erneut einfrieren: Einmal aufgetaute Kuchen sollten nicht erneut eingefroren werden, da dies die Qualität mindert.
- Kochlöffel-Trick: Wenn Sie TK-Früchte im Kuchen haben, können Sie während des Backens die Backofentür einen Spalt öffnen und einen Holzlöffel einklemmen, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.
Apfelkuchen backen und einfrieren
Apfelkuchen ist eine weitere beliebte Variante des Blechkuchens, die sich gut einfrieren lässt. Hier sind einige zusätzliche Tipps speziell für Apfelkuchen:
- Vor dem Einfrieren: Backen Sie den Apfelkuchen wie gewohnt. Lassen Sie ihn vollständig abkühlen, bevor Sie ihn in Stücke schneiden und einfrieren.
- Auftauen: Sie können den gefrorenen Apfelkuchen entweder im Backofen, in der Mikrowelle oder bei Zimmertemperatur auftauen.
- Aufbacken: Für ein besonders frisches Geschmackserlebnis können Sie den aufgetauten Apfelkuchen kurz im Ofen aufbacken, bis er leicht golden ist.
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