Füllungen für Wiener Tortenboden: Rezepte und Ideen
Der Wiener Boden ist ein saftiger und stabiler Tortenboden aus einem hellen Teig oder der dunklen Variante mit Kakao-Anteil, der dem Biskuitteig ähnelt. Dafür stellt man eine sogenannte Wiener Masse her. Wie das geht, zeigen wir dir in diesem Grundrezept.
Zubereitung des Wiener Bodens - Grundrezept
Zubereitungszeit: 60 Min. Niveau: einfach
- 1Eier, Zucker und Salz über einem Wasserbad auf ca. 40-45 °C mit dem Schneebesen schlagen. Eiermasse vom Wasserbad nehmen, mit dem Schneebesen ca. 8 Minuten aufschlagen, bis sie auf ca. 20 °C abgekühlt und dabei fest-cremig geworden ist.
- Mehl über die Eiermasse sieben und nach und nach mit dem Schneebesen vorsichtig unterheben. Für einen dunklen Wiener Boden Backkakao über die Masse sieben und unterheben. Butter zerlassen und kurz unter die Eiermasse rühren.
- Boden einer Springform (28 cm Ø) mit Backpapier auslegen. Springformrand einspannen. Masse in die Springform füllen, glatt streichen im vorgeheizten Backofen bei 190 °C 40-45 Minuten backen. Ca. 2 Stunden auskühlen lassen.
- Boden mit einem Messer vom Rand der Form lösen, Springformrand entfernen. Mit einem langen Sägemesser zunächst rundherum einige Zentimeter tief in den Rand des Wiener Bodens schneiden, zum Schluss mittig durch den Boden schneiden.
Nährwerte pro Stück: 2444 kcal, 71 g Eiweiß, 110 g Fett, 290 g Kohlenhydrate.
Die richtige Ausrüstung
Mit den richtigen Küchenhelfern wird das Backen von Wiener Boden zum Kinderspiel. Ein Handmixer für die perfekt schaumige Eiermasse, eine passende Backform, Tortenschneider und Co. gehören in deinen Back-Kit. Die besten Handrührgeräte findest du in unserem Handmixer-Test.
Extra-Tipps für perfekten Wiener Boden
- Eier gut aufschlagen: Eier, Zucker und Salz lange zu einer dicken, schaumigen Masse schlagen.
- Vorsichtig unterheben: Mehl behutsam einarbeiten, um die Luftigkeit zu bewahren.
- Backofen geschlossen halten: Den Ofen während des Backens nicht öffnen.
- Genau auf die Zeit achten: Backzeit nicht unterschreiten - sonst fällt der Boden zusammen.
Was kann ich mit einem Wiener Boden machen?
Ein Wiener Boden ist wunderbar vielseitig und eignet sich als Basis für alle Torten, insbesondere für mehrstöckige Sahnetorten, fruchtige Obstkuchen, cremige Schichtdesserts oder festliche Geburtstagstorten. Einfach aufschneiden, füllen und stapeln. Mit hübscher Tortendeko wird aus dem Boden ein echter Hingucker.
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Häufig gestellte Fragen zum Backen von Wiener Boden
Warum fällt mein Wiener Boden zusammen?
Der häufigste Grund: Der Boden durfte nicht lange genug im Ofen bleiben. Dann macht's plopp - und er fällt in sich zusammen. Auch zu starkes Rühren beim Zugeben von Mehl schadet der luftigen Struktur. Unser Tipp: Auf die genaue Backzeit achten und den Ofen erst öffnen, wenn der Boden richtig durchgebacken ist.
Was ist der Unterschied zwischen einem Wiener Boden und einem Biskuitboden?
Wiener Boden ähnelt einem Biskuitboden, es gibt jedoch feine Unterschiede in der Zubereitung: Für die Wiener Masse werden Eier, Zucker und eine Prise Salz erst über einem Wasserbad cremig aufgeschlagen und dann unter Rühren langsam wieder abgekühlt. Unter den aufgeschlagenen Teig wird dann zusätzlich noch zerlassene Butter, selten auch Pflanzenfett, gegeben. Das sorgt für ein kompakteres und feinporigeres Backergebnis und verleiht dem Wiener Boden eine besonders gute Stabilität.
Kann ich Wiener Boden vorher backen?
Du kannst Wiener Boden problemlos 1-2 Tage vorher backen. Wichtig ist, dass er nach dem Auskühlen gut in Frischhaltefolie gewickelt und kühl gelagert wird. So bleibt er saftig und lässt sich später prima weiterverarbeiten. Vorsicht: Nur nicht im Kühlschrank aufbewahren, da wird er schnell trocken. Möchtest du ihn länger aufbewahren, kannst du ihn einfrieren. Hierfür den vollständig ausgekühlten Boden vorschneiden, in Frischhaltefolie wickeln und in einen luftdichten Gefrierbeutel oder eine Dose geben.
Grundrezept Wiener Boden - kompakt
- Für hellen Boden: Butter schmelzen, abkühlen lassen. Zunächst Eischnee: Eier, Zucker, Salz über dem Wasserbad erhitzen und dann schaumig aufschlagen. Zitronenabrieb hinzufügen (falls hell). Danach Mehl und eventuell Stärke unterheben. Butter unterheben.
- Für dunklen Boden: Mehl, Stärke und Kakao mischen und unterheben. Butter wie oben verfahren.
- Teig in eine gefettete Springform geben, bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 10 Minuten vorbacken, dann Temperatur auf 160 °C reduzieren und weitere 25-30 Minuten fertigbacken. Stäbchenprobe durchführen, Boden auskühlen lassen.
Variationen und Füllungen für Wiener Tortenboden
Der Wiener Boden bietet eine stabile Basis für verschiedene Füllungen. Beliebt sind Sahnefüllungen, Obst, Mascarpone-Crèmes oder Fruchtpürees. Durch den feinen Butteranteil bleibt der Boden kompakt und lässt sich auch in mehreren Stockwerken sauber stapeln. Für festliche Torten bietet sich eine mehrschichtige Füllung mit Sahne, Früchten und einer leichten Frischkäse- oder Mascarpone-Creme an.
Praktische Tipps zur Weiterverarbeitung
- Der Wiener Boden lässt sich gut einfrieren; vorher in Scheiben schneiden, einzeln einfrieren und später portionsweise verwenden.
- Für das saubere Zuschneiden empfiehlt sich eine Tortensäge oder ein sehr scharfes Messer.
- Bei mehrschichtigen Torten mit Sahnefüllungen die Böden vor dem Belegen gut abkühlen lassen, damit die Creme nicht schmilzt.
Beispiele für Fillings nach dem Grundrezept
- Schichtdesserts mit Vanille-Sahne, Beeren und Gelatine.
- Obsttorten mit leichter Quark- oder Mascarpone-Creme.
- Schokoladen-Frucht-Kreationen durch Kakao-Variante des Bodens.
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