Frühlingspralinen selber machen: Rezept und ausführliche Anleitung

Pralinen selber machen ist ganz einfach! Pralinen selber machen, macht viel Spass und zum Verschenken erst recht. Pralinen kann man auch sehr gut am Baum hängen, oder? Pralinen sind das ideale kleine Geschenk.

Was du brauchst - Zutaten und Equipment

Für die Hohlkörper:

  • 200 g Zartbitterkuvertüre (oder Menge nach Pralinenform)
  • Pralinenhohlkörper aus Silikon oder Polycarbonat (z. B. 15 Mulden)

Für die weiße Ganache-Füllung:

  • 80 g Sahne
  • ½ Vanilleschote
  • 140 g weiße Kuvertüre
  • Butter in Stücken (Menge nach Rezept)

Für Biskuit-Kugeln (Alternative oder Ergänzung):

  • 100 g Löffelbiskuits
  • 50 g Puderzucker
  • 50 g weiche Butter
  • ½ Fläschchen Rumaroma
  • Backkakao zum Wälzen

Equipment: Schüssel, Gefrierbeutel, Nudelholz, Sieb, Spritzbeutel, Palette, Mikrowelle oder Wasserbad, ggf. Tiefkühlfach.

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Kurz zu Kuvertüre vs. Schokolade

Der Anteil an Kakaobutter macht den Unterschied zwischen Kuvertüre und Schokolade: Laut Kakaoverordnung muss Kuvertüre aus mindestens 31 Prozent Kakaobutter bestehen, Schokolade aus mindestens 18 Prozent. Der höhere Fettgehalt in der Kuvertüre sorgt dafür, dass sie bei richtigem Temperieren glänzender, flüssiger und geschmeidiger wird und sich so besser verarbeiten lässt.

Temperieren der Schokolade - die Basis für glänzende Hohlkörper

Für die Hohlkörper die Zartbitterkuvertüre über einem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle langsam schmelzen: Zunächst auf 46 Grad, dann auf 28 Grad abkühlen lassen, um dann erneut auf 31-33 Grad zu erwärmen. Das ist die perfekte Temperatur, um die Hohlkörper zu gießen.

Schmelzen in der Mikrowelle: Wenn du die Kuvertüre in der Mikrowelle schmilzt, achte auf kurze Zeiten: Die Schokolade sollte nicht zu schnell zu heiß werden. Beim Schokolade schmelzen musst du aufpassen, dass das Wasser nicht zu heiß ist, da die Schokolade sich sonst zersetzt und brüchig wird. Dadurch lässt sie sich nicht weiterverarbeiten. Am besten verwendest du zum Schokolade schmelzen eine Glas- oder Metallschüssel.

Hohlkörper gießen - Schritt für Schritt

  1. Die temperierte Schokolade komplett in eine Silikonform für Pralinen (15 Mulden) füllen. Die gefüllte Form mehrmals auf den Tisch klopfen, damit Luftbläschen entweichen können und du später keine Löcher in den Pralinen hast.
  2. 5 Minuten ruhen lassen.
  3. Nach der Ruhezeit die überschüssige Schokolade in eine Schüssel abgießen und beiseite stellen. Mit einer Palette die Formen glätten. Die Pralinenhohlkörper für 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Für dickere Hohlkörper: Wenn dir der Hohlkörper zu dünn ist, kannst du diesen Vorgang einfach nochmal wiederholen. Prüfe vor dem Einfüllen nochmal, ob die Schokolade noch die optimale Temperatur von 31-33 Grad hat.

Die beste Empfehlung, die ich Euch geben kann, ist: Schaut erst in euren Schränken, was vorrätig ist. Für jede Pralinenform gibt es eine Schokoladen-Menge für die Schalen und eine Menge für die Füllung.

Pralinenhohlkörper in Silikonform

Weiße Ganache-Füllung zubereiten

  1. Inzwischen für die Füllung Sahne in einen kleinen Topf geben, die Vanilleschote einschneiden, Vanillemark auskratzen, zur Sahne geben und alles einmal aufkochen.
  2. Weiße Schokolade fein hacken und in eine Schüssel geben. Die heiße Sahne in kleinen Portionen über die Schokolade gießen, immer wieder umrühren.
  3. Butter in Stücken zur Schoko-Sahne geben und die Füllung für einige Minuten mit dem Pürierstab mixen.
  4. In einen Spritzbeutel füllen und die Pralinenhohlkörper bis kurz unter den Rand damit befüllen. Für 3 Stunden fest werden lassen.

Die Pralinen hohlkörper für 30 Minuten ruhen lassen. Die Füllungen (Canache) empfiehlt sich die Verwendung hochwertiger Kuvertüren, mit denen die Pralinen auch umhüllt werden.

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Weiße Ganache in Schüssel mit Vanilleschote

Pralinen verschließen und ausformen

  1. Die übrige Schokolade, wie in Schritt 1 beschrieben, nochmal temperieren.
  2. Die Schokolade auf die Form gießen und mit Hilfe einer Palette verstreichen, um die Pralinen zu verschließen.
  3. Sobald die Schokolade fest ist, die Form für 2 Minuten ins Tiefkühlfach stellen. So lassen sich die Pralinen besser aus der Form lösen.

1- Die Schokolade schmelzen (je nach Temperatur Kurve, hier bitte die Produktbeschreibung lesen). Wir schmelzen sie langsam und nie auf einem kochenden Wasserbad. 3- Die restliche Schokolade auf die Mulden geben, um den Boden von den Pralinen zu verschließen. Abkühlen lassen und aus den Pralinenformen nehmen. Et voilà! Das Rezept ergibt 15 gefüllte Pralinen.

Geschlossene Pralinenform und gelöste Pralinen

Alternative Füllung: Löffelbiskuit-Pralinen (kleine Kugeln)

  1. Die Löffelbiskuits von Hand klein brechen und in einen Gefrierbeutel geben. Mit dem Wellholz klein arbeiten, bis kleine feine Krümel entstanden sind.
  2. Puderzucker sieben, mit der weichen Butter zusammen mischen. Biskuitbrösel einarbeiten, mit Rumaroma mischen und zuletzt die Kuvertüre untermischen, bis eine homogene Masse entstanden ist.
  3. Die Masse für 30 Minuten kühl stellen.
  4. Mit 2 Teelöffeln kleine Portionen aus der Masse stechen und in der Hand zu Kugeln formen. Backkakao in eine Schüssel geben und jede Kugel darin wälzen.

Lass dir die Pralinen schmecken!

Verzierungen und besondere Details

Für das besondere Etwas: Vergolde deine gefüllten Pralinen. Du kannst die Silikonform vor dem Füllen ganz einfach mit farbigem Lebensmittelfarbpuder auspinseln. Selbstgemachte Pralinés wie vom Confiseur erhalten ihren letzten Schliff durch einen Überzug aus samtig glänzender Schokolade-Couverture, der oft noch weiter verziert wird, z. B. mit essbarer Goldfarbe, winzigen Silberkügelchen oder Schokoladestreuseln.

Praline mit goldener Verzierung

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Pralinen schmecken je frischer, desto besser. Generell sollten Pralinés, ob selbst gemacht oder nicht, bei einer Zimmertemperatur von 18 bis 20 Grad aufbewahrt werden. Im Sommer darf man sie in luftdichten Boxen in den Kühlschrank stellen. Die Haltbarkeit hängt von den verwendeten Zutaten ab.

Tipps & Tricks für erfolgreiche Pralinen

  • Wenn Ihr aber euch die Zeit nehmt und die Schokolade gut Temperieren (schmelzen, abkühlen und wieder kurz erwärmen), dann könnt Ihr die festen Pralinenformen aus Kunststoff nehmen.
  • Die gefüllte Form mehrmals auf den Tisch klopfen, damit Luftbläschen entweichen können und du später keine Löcher in den Pralinen hast.
  • Sobald die Schokolade fest ist, die Form für 2 Minuten ins Tiefkühlfach stellen. So lassen sich die Pralinen besser aus der Form lösen.
  • Für die Füllungen empfiehlt sich die Verwendung hochwertiger Kuvertüren, mit denen die Pralinen auch umhüllt werden.
  • Pralinen selbst herzustellen, eignet sich als gemeinsame Aktivität mit der Familie, Freunden und Kindern.
Demonstration: Hohlkörper gießen und Pralinen füllen

Grundrezept für Pralinenmasse (für ca. 30 Stück)

Zutat Menge
Zartbitterkuvertüre 200 g
Vollmilchkuvertüre 100 g
Sahne 100 g
Kokosfett 20 g

Und so geht’s: Zartbitter- und Vollmilchkuvertüre grob hacken. Sahne erhitzen, Kuvertüre und Kokosfett darin schmelzen. Ganache in einen hohen Rührbecher geben, mit Folie bedecken und für 2-3 Stunden kühl stellen. Anschließend mit dem Schneebesen kurz aufschlagen. Die Grundmasse kannst du mit löslichem Espressopulver, getrockneten Früchten, Spirituosen oder gerösteten Nüssen verfeinern und zwischen den Händen zu Kugeln formen. Anschließend die Pralinen pudern (in Kakaopulver wälzen) oder mit gehackten Nüssen garnieren.

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Warum Pralinen selber machen?

Die Pralinenherstellung ist meist einfacher als allgemein angenommen und Pralinen können vorab zubereitet werden, bevor sie als selbst gemachte Geschenke an Freunde und Bekannte überreicht werden. Es bedarf nur der Freude etwas Neues auszuprobieren und die ersten Erfolge stellen sich alsbald ein. Wer sich unter Anleitung an dieses Thema herantasten möchte, findet vielleicht auf unserer Pralinenkursseite einen Kursanbieter ganz in seiner Nähe. Viele Tipps und Tricks rund um die Pralinenherstellung finden sich auch im regelmäßig erscheinenden Pralinenmagazin von Frau Dr. Wiebalck-Zahn.

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