Tortenformen Arten und Größen Übersicht

Wer kennt das nicht? Man hat ein Rezept für eine 26 cm Springform, aber nur eine Form mit 20 oder 22 cm Durchmesser zu Hause - oder umgekehrt. Vielleicht möchtest du deinen Rührkuchen lieber in einer Kastenform statt in der runden Springform backen. Damit du in solchen Situationen nicht ratlos bist, haben wir eine umfangreiche Umrechnungstabelle entwickelt. Diese berücksichtigt verschiedene Backformen, einschließlich runder Springformen, Kastenformen (z.B. 11 x 25 cm, 11 x 30 cm, 11 x 35 cm) und Backbleche (ca. 26 x 34 cm bis 34 x 38 cm).

Die Tabelle ist einfach anzuwenden: In der oberen waagerechten Zeile findest du die Backformgröße laut Rezept. Darunter kannst du dann bequem deine vorhandene Formgröße ablesen und erhältst den Faktor zur Mengenanpassung. Die Werte sind auf die erste Dezimalstelle auf- bzw. abgerundet.

Verschiedene Backformen gestapelt zur Veranschaulichung der Größenunterschiede

Häufige Backformen und ihre Verwendung

Springformen

Die Springform ist eine der bekanntesten und beliebtesten Backformen und besteht aus zwei Teilen: einem Boden und einem abnehmbaren Rand, der durch ein Scharnier befestigt wird. Sie ist klassischerweise rund und misst meist zwischen 26 und 28 cm Durchmesser, es gibt sie aber auch wesentlich kleiner, z.B. mit 10 cm. Dank ihres flexiblen Designs eignet sie sich für viele Kuchenarten wie Rührkuchen, Käsekuchen oder Zupfkuchen.

Kastenformen

Kastenformen sind rechteckig mit hohen Wänden und eignen sich hervorragend für Rührkuchen, Hefekuchen und Brote. Die gängigsten Größen sind 25 x 11 cm und 30 x 11 cm. Sie bieten eine feste Gestalt und ermöglichen eine gleichmäßige Backentwicklung. Besonders kleine Kastenformen sind zudem ideal für Kindergeburtstage.

Gugelhupfformen

Diese runden Formen haben ein charakteristisches Loch in der Mitte und sind ideal für spezielle Kuchen wie Gugelhupfkuchen. Durch die zentrale Öffnung wird der Teig gleichmäßiger erhitzt und die Backzeit kann sich leicht reduzieren. Die Teigmenge ist etwas geringer als bei ähnlich großen Springformen - etwa 5 bis 10 % weniger.

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Tarteformen

Tarteformen haben meist einen losen Boden und einen flachen, geriffelten Rand. Mit einem Durchmesser von ca. 26 cm sind sie bestens geeignet für Quiches oder Obsttorten. Dank des losen Bodens lassen sich empfindliche Teige leicht herauslösen.

Backbleche und Brownie-Formen

Flache Backbleche sind Standardausstattung in vielen Backöfen und wunderbar für Blechkuchen oder Pizza geeignet. Brownies werden oft in speziellen, quadratischen Aluminiumformen gebacken - Standardgröße ist 20 x 20 oder 23 x 23 cm, um besonders saftige und gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen.

Muffin- und Cupcake-Formen

Diese Formen bestehen aus mehreren kleinen Vertiefungen (meist 6 oder 12), in die oft Papierförmchen eingesetzt werden. Sie sorgen für ein gleichmäßiges Backen von Muffins und Cupcakes.

Motivbackformen

Für besondere Anlässe gibt es Motivbackformen, die als 3D-Abbildungen oder Reliefs gestaltet sind. Beispiele sind Formen für das Osterlamm, Fußball- oder Pony-Backformen.

Übersicht verschiedener Kuchenformen: Springform, Kastenform, Gugelhupfform und Muffinblech

Umrechnung von Backformen: Warum und wie?

Backrezepte sind meist auf eine bestimmte Backform abgestimmt, um den Teig optimal aufzunehmen, gleichmäßig durchzubacken und saftig zu halten. Wenn du die Form wechselst, ändert sich das Verhältnis von Teigmenge zu Backfläche. Das kann die Höhe des Kuchens, die Backzeit und die Konsistenz beeinflussen.

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Beim Umrechnen von Backformen ist die Backfläche entscheidend:

  • Für runde Formen berechnest du die Fläche mit der Formel: π × Radius².
  • Für eckige Formen multiplizierst du Länge und Breite.

Indem du die Fläche deiner vorhandenen Form mit der Fläche der Rezeptform vergleichst, erhältst du den Umrechnungsfaktor für die Zutatenmenge.

Beispiel für die Umrechnung

Eine Springform mit 26 cm Durchmesser hat eine Fläche von ca. 531 cm², eine mit 24 cm Durchmesser etwa 452 cm². Um ein Rezept für die 26-cm-Form in die 24-cm-Form umzurechnen, teilst du 452 durch 531, was 0,85 ergibt. Das bedeutet, dass du ca. 85 % der Zutatenmenge verwenden solltest.

Weitere wichtige Tipps zur Umrechnung:

  • Befülle die Form maximal zu zwei Dritteln mit Teig, bei sehr flüssigen Massen nur bis zur Hälfte.
  • Je höher der Teig gefüllt ist, desto länger ist die Backzeit.
  • Bäckst du in mehreren kleinen Formen, reduziert sich die Backzeit deutlich.

Prüfe Backfortschritte stets mit der Stäbchenprobe, um den optimalen Zeitpunkt zum Herausnehmen zu bestimmen.

Besonderheiten bei verschiedenen Formtypen

Vom runden zum eckigen Backform umrechnen

Runde Springformen verteilen den Teig höher, während eckige Formen ihn breiter auslegen. Hier solltest du besonders auf die Teighöhe achten, um die Backzeit anzupassen. Häufig werden eckige Formen dadurch schneller durchgebacken.

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Kastenform vs. Springform

Kastenformen sind deutlich tiefer als Springformen. Neben der Umrechnung der Zutaten muß meist auch die Backtemperatur etwas gesenkt und die Backzeit verlängert werden, damit die Hitze gleichmäßig in den Teig eindringt.

Gugelhupfform

Der Innenring in der Gugelhupfform verringert die effektive Teigmenge und sorgt für gleichmäßiges Backen. Du benötigst etwa 5-10 % weniger Teig als bei einer Springform ähnlicher Größe.

Kleine und Mini-Backformen

Werden mehrere kleine Formen parallel befüllt, verkürzt sich die Backzeit erheblich. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, schon einige Minuten vor Ende der vorgegebenen Backzeit eine Stäbchenprobe zu machen.

Diagramm: Umrechnung von Backformen anhand der Flächenberechnung

Backzeiten anpassen beim Formenwechsel

Die Backzeit ist beim Formenwechsel oft anders, da sich die Teighöhe ändert:

  • Flachere Teige (z. B. Wechsel von Springform zu Backblech): Kürzere Backzeit (ca. 10-20 %) und eventuell leicht erhöhte Temperatur, damit die Oberfläche nicht blass bleibt.
  • Höhere Teige (z. B. kleinere Springform oder Kastenform): Längere Backzeit (10-25 %) und niedrigere Temperatur, um gleichmäßiges Durchbacken zu ermöglichen und Ränder nicht zu dunkel werden zu lassen.

Die Stäbchenprobe ist der beste Indikator für den optimalen Backzeitpunkt.

Materialien und Pflege von Backformen

Backformen bestehen häufig aus Metall, beispielsweise Aluminium oder Stahl, aber auch Silikon ist sehr beliebt. Jedes Material hat Vor- und Nachteile:

  • Metallformen sind langlebig und sorgen für eine gute Wärmeleitung, sollten aber nicht in der Spülmaschine gereinigt werden, da sie rosten können.
  • Silikonformen sind flexibel, antihaftbeschichtet und leicht zu säubern, eignen sich jedoch nicht für alle Backwaren.

Zum Reinigen von eingebrannten Backformen empfiehlt sich das Einweichen in heißem Wasser mit Spülmittel. Kratzer, die beispielsweise durch zu heftiges Schrubben mit harten Bürsten entstehen, sollten vermieden werden.

Nachdem die Form gereinigt wurde, sollte sie gut abgetrocknet werden, um Rost oder andere Beschädigungen zu vermeiden.

Standardgrößen von Backformen im Überblick

Form Maße Typische Verwendung
Springform rund Ø 20-28 cm (Standard 26 cm) Kuchen, Torten, Käsekuchen
Kastenform 25 x 11 cm, 30 x 11 cm Rührkuchen, Hefekuchen, Brot
Gugelhupfform Ø 22 cm, 24 cm Gugelhupf, Rührkuchen mit Loch
Tarteform rund Ø 26 cm (kleiner 10 cm) Quiche, Tartes
Brownieform quadratisch 20 x 20 cm, 23 x 23 cm Brownies, dichte Rührkuchen
Backblech ca. 28 x 38 cm (verschiedene Größen) Blechkuchen, Pizza

Besondere Hinweise für das Umrechnen

Die Umrechnung von Backformen ist auf den ersten Blick kompliziert, aber mit einer einfachen Formel und Tabellen sehr gut zu bewältigen. Beim Umgang mit Zutaten wie Eiern, die sich nicht einfach halbieren lassen, ist gesunder Menschenverstand gefragt: Bei 3,6 Eiern kannst du entweder auf 4 Eier aufrunden oder 3 Eier nehmen und bei Bedarf die Flüssigkeitsmenge erhöhen.

Außerdem ist es sinnvoll, die Backzeit etwas anzupassen. Kleinere Formen benötigen meist weniger Zeit, größere Formen manchmal mehr. Achte beim Wechsel auf Backblech und Springform also stets auf die Konsistenz und das Backverhalten deines Gebäcks.

Video: Praktische Anleitung zum Umrechnen von Backformgrößen und Backzeiten

Kaufempfehlung für Backanfänger

Für den Einstieg empfehlen wir ein Standard-Backformset mit einer Springform (26 cm), einer Kastenform (ca. 25 x 11 cm) und einer Gugelhupfform. Kleinere Haushalte, beispielsweise mit zwei Personen, können sich auch kleinere Formen wie eine 20-cm-Springform anschaffen. So lässt sich mit wenigen Formen eine Vielfalt an leckerem Gebäck backen, ohne großen Aufwand mit Umrechnungen.

Wer regelmäßig backt, sollte seine Sammlung mit Spezialformen, wie quadratischen Cake Pans für Würfelkuchen, Tartes oder Motivformen ergänzen. Hochwertige Marken wie PME, Wilton oder Patisse bieten zahlreiche Optionen für kreative und professionelle Backideen.

Collage verschiedener Backformen von Top-Marken wie PME und Wilton

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