Fettarme Weihnachtskekse: Rezepte, Tipps und gesunde Varianten

Weihnachtszeit ist Plätzchen‑Zeit. Doch müssen es immer die kalorienreichen Klassiker sein? Gesunde Rezepte für Plätzchen kommen mit weniger Mehl, Butter oder Zucker aus. Auch vegan kann man lecker weihnachtlich schlemmen. Hier erfahren Sie, wie Sie fast jedes Rezept mit Alternativen für Zucker, Mehl oder Butter in gesündere Naschereien verwandeln können.

Warum fettarme Weihnachtskekse?

Plätzchen machen dick? Das muss nicht sein! Damit Sie die Vorweihnachtszeit mit gutem Gewissen und der einen oder anderen süßen Leckerei genießen können, haben wir sieben kalorienarme Weihnachtsplätzchen für Sie zusammengestellt. Unsere Rezept‑Ideen helfen Ihnen dabei, sich ausgewogen zu ernähren und ein gesundes Körpergewicht zu halten.

Grundprinzipien für fettarme Kekse

  • Die Basis der meisten Weihnachtsplätzchen sind Zucker, Butter und Weizenmehl. Diese Zutaten stehen für viele Kalorien, viel Fett und leere Kohlenhydrate.
  • Plätzchen können aber auch gesund UND lecker sein. Zum Beispiel, indem du einfach weniger Zucker, Butter und Weizenmehl verwendest.
  • Oder du nutzt unsere Tauschbörse und ersetzt einige Zutaten: Vollkornmehl statt Weißmehl, Pflanzenmargarine statt Butter, süßes Obst oder Agavendicksaft statt zugesetztem Zucker, echter Vanille statt Vanillezucker, Zartbitterschokolade statt Vollmilchschokolade, Leinsamen und gehackte Nüsse statt Streuseln.
  • Um für den typischen Plätzchenduft im Haus und den leckeren Geschmack zu sorgen, dürfen weihnachtliche Gewürze nicht fehlen: Zimt, Vanille, Muskatnuss, Kardamom, Nelken, Piment, geriebene Zitronenschale, Kakao und Co.

Ersatzstoffe für Fett und Zucker: wann was funktioniert

Viel Fett, aber verdammt lecker: Butter ist in den meisten Rezepten für Kekse und Plätzchen eine Basiszutat. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten, zu tricksen.

  • Mit Halbfettbutter können Sie bei vielen Keksen Kalorien sparen.
  • Etwas anspruchsvoller ist es, Apfelmus statt Butter zu verwenden. Das sorgt für einen geschmeidigen Teig und hat beim Backen wenig Eigengeschmack, aber eine eigene Süße. Daher können Sie gleichzeitig auch weniger Zucker als im Original‑Rezept verwenden.
  • Fortgeschrittene verzichten ganz auf Butter und setzen nur auf Apfelmus. Auch eine zerdrückte Banane kann einen Teil des Fettes im Rezept ersetzen.
  • Leichter ist es bei Kuchen aus Rührteig. Hier können Sie auch Quark oder Joghurt verwenden. Oder flüssiges Pflanzenöl.

Am einfachsten ist es, weniger Zucker zu verwenden als im Original‑Rezept angegeben. Gerade süße Weihnachts‑Plätzchen werden meist mit sehr viel Zucker gebacken.

  • Kalorien sparen lässt sich auch mit Zuckeralternativen. Viele lassen zudem den Blutzuckerspiegel langsamer steigen und enthalten mehr Spurenelemente oder sekundäre Pflanzenstoffe als raffinierter Zucker.
  • Mögliche Alternativen zu Haushaltszucker sind Kokosblütenzucker oder der Birkenzucker Xylit. Dazu kann man die angegebene Zuckermenge einfach eins zu eins austauschen.
  • Bei Stevia muss man etwas vorsichtiger sein. Denn es ist wesentlich süßer als Zucker und kann in zu großen Mengen bitter schmecken.
  • Auch Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup eignen sich zum Backen. Wenn man diese Zutaten verwendet, sollte man aber darauf achten, dass der Teig nicht zu flüssig wird.

Welche Zuckeralternative ist am gesündesten?

  • Xylit oder Birkenzucker ist ein Zuckeralkohol. Er liefert circa 40 Prozent weniger Kalorien als Haushaltszucker und kann sogar Karies reduzieren.
  • Agavensirup besteht anders als Haushaltszucker vor allem aus Fruktose. Die führt im Vergleich zu Glukose zu einer geringeren Insulinausschüttung, kann aber in großen Mengen der Leber schaden.
  • Als reines Naturprodukt enthält Ahornsirup im Gegensatz zum Haushaltszucker wertvolle Mineralstoffe. Allerdings stimuliert er die Insulinausschüttung genauso stark wie normaler Zucker.
  • Der kristalline Nektar der Kokosblüte soll den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lassen als weißer Zucker - das ist allerdings nicht vollständig wissenschaftlich belegt. Er enthält außerdem etwas mehr Nährstoffe, ist dafür aber fast genauso kalorienreich.
  • Stevia ist bis zu 300‑mal so süß wie Haushaltszucker, aber fast ohne Kalorien. Es gibt allerdings noch keine Langzeitstudien über mögliche Nebenwirkungen.

Mehl‑Alternativen und Low‑Carb‑Ansätze

Wer weniger leere Kohlenhydrate in seiner Weihnachtsbäckerei haben will, kann klassisches Weizenmehl auf verschiedene Art umgehen.

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  • Weizen‑ oder Dinkelvollkornmehl kann man normalerweise eins zu eins statt weißem Mehl verwenden. Dinkelvollkornmehl schmeckt leicht nussig und passt daher hervorragend zu Nuss‑Plätzchen.
  • Inzwischen sind die Supermarktregale auch voll mit Kokosmehl, Maismehl, Mandelmehl und anderen Low‑Carb‑Varianten.
  • Low‑Carb‑Rezepte nutzen häufig gemahlene Nüsse (Mandelmehl, Haselnuss) als Basis und Erythrit oder Xylit als Süße.
Infografik Ersatzstoffe: Butter → Apfelmus/Banane/Quark; Zucker → Xylit/Erythrit/Agavendicksaft; Mehl → Vollkorn/Mandel/Kokos

Rezeptideen für fettarme und kalorienreduzierte Weihnachtskekse

1. Apfel‑Zimt‑Kugeln (Mürbteig ohne Butter - Low Fat Versuch)

Für den Plätzchenteig zunächst Ei mit Zucker und Vanille verquirlen, Apfelmus dazu, nach und nach Mehl mit Backpulver unterrühren. Auf keinen Fall mehr Apfelmus nehmen, da der Teig sonst zu flüssig bzw. feucht wird.

Rosinen und Gewürz unter den Teig kneten. Teig eine halbe Stunde bis Stunde kühl stellen, geht aber auch ohne. Ofen auf 180 Grad Ober‑ und Unterhitze vorheizen. Keksteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche bzw. einer passenden Backunterlagen auswellen. Entweder Plätzchen ausstechen oder kleine Teigkugeln formen, jeweils ein Apfelstückchen auf die Kugel geben, mit Teig umhüllen, nochmals zu einer Kugel rollen und auf ein Blech legen. Kekse bzw. Kugeln 15 bis 20 Minuten backen (die normalen Kekse mit Butter brauchen kürzer, etwa 10 Minuten).

Ergebnis des Tests: Die mit Apfel gefüllten Kugeln sind wirklich toll! Saftig, lecker, durch die Gewürze leicht weihnachtlich. Die normalen ausgestochenen Apfel‑Zimt‑Kekse in Stern‑ oder Herzform waren etwas langweilig und trocken. Mein Fazit: Wenn man fettarme Plätzchen nicht mit normalen Keksen vergleicht, sind die frisch gebackenen Apfel‑Kugeln zum Sofort‑Essen recht gut. Aufheben sollte man das Gebäck allerdings nicht lange.

2. Low‑Carb‑Zimtsterne (kalorienarm, 55 kcal pro Stück - klassischer Geschmack)

Zimtsterne sind ein echter Klassiker und vom Plätzchenteller nicht wegzudenken. Das Beste: Die zarten Kekse belasten das Kalorienkonto mit nur 55 kcal pro Stück nicht zu sehr.

30 Stück: 1 Bio‑Zitrone, 2 Eiweiß, 80 g Puderzuckerersatz aus Erythrit, 1 Vanilleschote, 200 g gemahlene Mandelkerne, 3 TL Zimtpulver. Die Zitrone heiß abwaschen, trockenreiben und die Schale fein abreiben. Dann den Saft auspressen. In einer Schüssel das Eiweiß steif schlagen. Dabei nach und nach Erythrit‑Puderzuckerersatz einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee cremig glänzt. 1 TL Zitronensaft unterrühren. 3 EL Eiweiß für die Glasur abnehmen und beiseitestellen. Vanillemark, gemahlene Mandeln, Zimt sowie Zitronenschale unter das Eiweiß heben und alles vermischen, bis ein homogener Teig entsteht.

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Den Backofen auf 140 °C Umluft vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie geben und mit einem Nudelholz ca. 5 mm dick ausrollen. Aus dem Teig Sterne ausstechen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Sterne dünn mit dem restlichen Eiweiß bestreichen. Die Teiglinge für 10 bis 12 Minuten im heißen Ofen backen. Herausnehmen, auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

3. Low‑Fat Vanillekipferl (Low‑Carb‑Variante)

Ein klassisches Teegebäck, das aber auch traditionell auf dem Weihnachtsplätzchenteller nicht fehlen darf: Vanillekipferl. Vanillekipferl in Low‑Carb‑Version mit gemahlenen Mandeln überzeugen durch nussigen Geschmack.

1 Blech: 130 g gemahlene Mandeln, 100 g Butter, 2 EL Puderzuckerersatz aus Erythrit, 2 Eigelb, 1 Päckchen Backpulver, das Mark 1/2 Vanilleschote. Mandeln, Butter, Erythrit, Eigelb, Backpulver und das Mark einer halben Vanilleschote zu einem Teig verkneten und diesen 30 Minuten kaltstellen. Backofen auf 160 °C Ober‑ und Unterhitze vorheizen. Teig ausrollen, in ca. 4 cm lange Streifen schneiden und diese zu Kipferl formen. Im heißen Backofen ca. 10 Minuten backen. Kipferl auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

Vanillekipferl auf Teller

4. Low‑Carb‑Spritzgebäck (ohne schlechtes Gewissen)

Spritzgebäck ist nicht nur zu Weihnachten beliebt. Dank diesem Low‑Carb‑Rezept sogar ganz ohne schlechtes Gewissen.

1 Blech: 120 g Butter, 110 g Puderzuckerersatz aus Erythrit, 1/2 TL Vanille‑Extrakt, 1/2 TL Mandel‑Extrakt, 2 Eier, 210 g weißes Mandelmehl, 1/2 TL Backpulver. Erythrit‑Puderzuckerersatz und Butter mit einem Handrührer cremig rühren. Nach und nach Eier sowie Vanille‑ und Mandel‑Extrakt dazugeben, alles verrühren. Mandelmehl und Backpulver dazugeben und alles zu einem Teig vermengen. Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und Kringel auf das Backblech spritzen. Im Ofen ca. 8 Minuten goldgelb backen. Kekse auf einem Gitter auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

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5. Linzer Sterne nach Low‑Carb‑Rezept

Linzer Sterne oder Spitzbuben sind ein beliebtes Weihnachtsgebäck. Weiche Butter, Vanillearoma und Eier hinzugeben und mit einem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Arbeitsfläche mit etwas Mandelmehl bestreuen und den Teig etwa 3 Millimeter dünn mit einem Nudelholz ausrollen. Mit einer runden Form die Plätzchen ausstechen, dabei in die Hälfte der Plätzchen mit einer kleinen Sternchen‑Form ein Loch in der Mitte ausstechen. Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 10 Minuten im vorgeheizten Backofen goldgelb backen. Plätzchen ohne Loch mit einer dünnen Schicht zuckerfreier Marmelade bestreichen. Die Plätzchen mit Loch durch ein feines Sieb mit Erythrit‑Puderzuckerersatz bestäuben, auf das mit Marmelade bestrichene Plätzchen legen und etwas andrücken.

6. Kokosmakronen (vegan & glutenfrei)

Für Kokosmakronen mal anders: Anstelle des klassischen Rezepts auf Oblaten gibt es dieses Jahr vegane Makronen mit Trockenfrüchten und Amaranth. Die Trockenfrüchte hacken und mit den Kokosflocken mischen. Dazu ein bis zwei Esslöffel Zitronensaft geben.

Vanilleschote aufschneiden und auskratzen, Margarine und Xylit mit dem Handmixer schaumig rühren. Dann die Banane zerdrücken und mit dem Vanillemark dazugeben. Nun den Backofen auf 170 Grad Ober‑ und Unterhitze vorheizen, währenddessen aus dem Teig Nocken formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Kokosmakronen ca. 20 Minuten im heißen Ofen backen, dann herausnehmen, auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

7. Low‑Carb‑Nussecken ohne Zucker

Nüsse sind nicht nur gesund und lecker: In der Low‑Carb‑Ernährung spielen sie aufgrund ihres hohen Gehalts an Eiweiß und gesunden Fetten eine tragende Rolle. Nussecken sind daher ein beliebtes Low‑Carb‑Rezept.

Für den Teig Butter, Mandelmehl, Erythrit, Vanillemark, Orangenschale und Eier zügig verkneten. Dann den Teig in Klarsichtfolie wickeln und ca. 30 Minuten kaltstellen. Das Topping: Butter, Erythrit und gemahlene Haselnüsse vermischen, Mandelblättchen untermengen. Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auf Blechgröße ausrollen, das Nusstopping gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Teig ca. 30 Minuten backen, bis die Nussmischung goldbraun ist. Ausgekühlten Teig mit einem Messer in die typische Form schneiden. Schokolade über einem heißen Wasserbad schmelzen, Nussecken mit der Unterseite oder den Ecken in die Schokolade tunken. Trocknen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

Video: Schritt‑für‑Schritt Low‑Carb Zimtsterne backen

Praktische Tipps für fettarmes Backen

  1. Achte auf die Konsistenz: Wenn du flüssigere Süßungsmittel (Honig, Agavendicksaft) verwendest, benötigst du eventuell mehr Mehl oder feste Zutaten.
  2. Bei Zuckeralternativen: Erythrit ist praktisch, da es ähnlich wie Zucker verarbeitet werden kann. Xylit ist ebenfalls gut geeignet, während Stevia sparsam eingesetzt werden sollte.
  3. Halte dich bei Experimenten an kleine Testchargen: Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viele geschmackliche Einbußen er in Kauf nehmen will, um „gesünderes“ Gebäck zu erhalten.
  4. Viele fettarme Varianten halten sich nicht so lange frisch wie klassische Plätzchen - frisch genießen!
  5. Wer auf tierische Produkte und Gluten verzichten will, sollte Frucht‑Kokos‑Makronen ausprobieren.

Kurze Tabelle: Austauschempfehlungen

Zutat (klassisch) Fettarme/gesündere Alternative
Butter Halbfettbutter, Apfelmus, zerdrückte Banane, Quark, pflanzliche Margarine
Weißes Mehl Vollkornmehl, Dinkelvollkorn, Mandelmehl, Kokosmehl
Haushaltszucker Erythrit, Xylit, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft, Ahornsirup, Stevia (sparsam)
Streusel / Vollmilchschokolade gehackte Nüsse, Zartbitterschokolade, Kakaonibs

Noch ein paar Ideen zum Ausprobieren

  • Versuchen Sie Engelsaugen mit Haselnüssen, Vollkornmehl und Kirschmarmelade.
  • Elisenlebkuchen mit Kokosblütenzucker bietet eine alternative Süße.
  • Low‑Carb‑Vanillekipferl aus Mandelmehl sind eine tolle Alternative für klassische Kipferl.
  • Das Muster macht’s: Schwarz‑Weiß‑Gebäck mal anders - mit Mandelmehl und Kakao ergibt es ein dekoratives Ergebnis.

Viel Spaß beim gesunden Kekse backen! Egal ob Zuckerfrei, vegan, glutenfrei oder kalorienarm - mit kleinen Tricks gelingen leckere, festliche Plätzchen, die das Kalorienkonto weniger belasten und trotzdem Freude bereiten.

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