Ferrero Rocher Dubai Schokolade Herkunft und Besonderheiten
Mittlerweile dürfte wohl fast jeder Mensch in Deutschland von der Dubai-Schokolade gehört haben. Die Dubai-Schokolade besteht aus einer Kombination aus Vollmilchschokolade, Pistaziencreme und Kadayif. Aber was hat sie nun mit Dubai zu tun? Die Frage nach Herkunft, Rezeptur und rechtlicher Bewertung beschäftigt Verbraucher, Hersteller und Gerichte gleichermaßen.
Ursprung und Erfinderinnen
Als Erfinderin der „Dubai-Schokolade“, wie wir sie heute kennen, gilt die Unternehmerin Sarah Hamouda. „Can’t Get Knafeh Of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Mit ihrer kleinen Schokoladen-Manufaktur „FIX Dessert Chocolatier“ entwickelte sie die Kreation aus Vollmilchschokolade und Pistaziencreme.
Die Erfinder der Dubai-Schokolade sind Sarah Hamouda, eine britische Unternehmerin ägyptischer Herkunft, und der philippinische Küchenchef Nouel Catis Omamalin. Bei der Umsetzung ihrer süßen Idee half Sarah Hamouda der aus den Philippinen stammende Koch Nouel Catis Omamalin. Die Idee dahinter: Textur und Geschmack des in Dubai beliebten Künefe-Desserts sollten in einer modernen Schokolade Ausdruck finden.
Rezeptur und typische Zutaten
Die originale Dubai-Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade, in die eine dicke Schicht Pistaziencreme gemischt mit Sesampaste und Kadayif (Engelshaar) eingelassen ist. Als Schokolade wird meist Vollmilchschokolade verwendet, alternativ Bitterschokolade. Die Füllung besteht aus geröstetem und gehacktem Kadaifi („Engelshaar“), gehackten Pistazien bzw. Sesampaste (Tahini).
Was die Dubai-Schokolade so besonders macht, sind ihre reichhaltigen und harmonischen Zutaten. Knuspriges Kadayif, Pistazienpaste, Tahini und hochwertige Schokolade sind die wichtigsten Zutaten für diese Süßspeise. Die einzigartige Kombination aus Pistazienmus, cremigem Tahini und knusprigen Teigfäden verschafft Dubai-Schokolade ein Alleinstellungsmerkmal.
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Entstehungsgeschichte und Hype
Anlass dafür waren nach eigenen Aussagen ihre Schwangerschaftsgelüste, die sich mit bestehenden Produkten nicht stillen ließen. Und so stellte sie kurzerhand ihre eigenen Schokotafeln her, die sich besonders durch ihre Reichhaltigkeit auszeichnen. Bei der Umsetzung entstand der Prototyp „Can’t Get Knafeh Of It“.
Die Dubai-Schokolade erlebte 2024 und Anfang 2025 einen Hype in den sozialen Medien. Angefacht durch soziale Medien hatte sich in Deutschland ein regelrechter Hype um die sogenannte Dubai-Schokolade entwickelt. Vor Geschäften bildeten sich zum Verkaufsstart Ende des vergangenen Jahres lange Schlangen, teils harrten Menschen stundenlang aus. Die Beliebtheit der Dubai-Schokolade beruht auf der perfekten Kombination von traditionellen Aromen aus dem Nahen Osten mit moderner Schokoladenkunst.
Warum heißt sie „Dubai“-Schokolade?
Kurzversion: Dubai-Schokolade heißt Dubai-Schokolade, weil das Rezept von einer Schokoladenmanufaktur aus Dubai stammt. Obwohl das Original einen anderen Namen trägt, hat sich „Dubai-Schokolade“ aufgrund der Herkunft als Name eingebürgert. Dubai ist bekannt als ein Ort der Gegensätze. Die Schokoladentafel spiegelt diese Vielschichtigkeit wider. Hier kommen die traditionellen Aromen des Nahen Ostens mit moderner Handwerkskunst des Westens zusammen.
Dubai war schon immer als Zentrum für Luxus und innovative Produkte bekannt. Die Tatsache, dass diese Schokolade nach Dubai benannt ist, spiegelt das Markenprestige der Stadt wider und macht die Süßspeise zu einem globalen Phänomen. Der Hype habe außerdem seinen Ursprung in Dubai genommen, wobei die Bekanntheit in Deutschland durch Influencer ihren Lauf genommen habe, die die Schokolade in Dubai probiert hätten.
Rechtliche Auseinandersetzungen: Herkunftsangabe vs. Gattungsbegriff
Dubai-Schokolade darf nur so genannt werden, wenn sie auch tatsächlich in Dubai produziert wurde. Das Oberlandesgericht Köln hat entschieden: Die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ wird (noch) als geografischer Herkunftshinweis verstanden - und ist damit irreführend und unzulässig, wenn das Produkt nicht aus Dubai stammt (§ 127 Abs. 1 MarkenG). Das Gericht gab damit in vier Fällen den Antragstellern statt, die jeweils gegen Anbieter von "Dubai-Schokolade" auf Unterlassung geklagt hatten, weil die Schokolade nicht in Dubai hergestellt war.
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In einem der vier Fälle hatte das Landgericht Köln bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Anbieter erlassen. Das Gericht entschied in jenem Fall, dass Dubai-Schokolade "einen Bezug zu Dubai haben" müsse. Das Oberlandesgericht entschied nun, dass der Vertrieb der fraglichen Produkte in allen vier Fällen unzulässig war. Bei dem "Hype" um die Schokolade in den vergangenen Monaten sei es vor allem um deren Herkunft aus dem arabischen Emirat gegangen, erklärte das Gericht. Daher müsse die Schokolade auch dort herstammen.
Demgegenüber argumentierten Anbieter, etwa aus der Türkei, dass Dubai-Schokolade eine Gattungsbezeichnung für ein Produkt mit besonderer Rezeptur sei, unabhängig vom Ort der Herstellung. Das Landgericht Frankfurt am Main sah dies genau so und wies im Januar 2025 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück. „Dubai“ habe sich mittlerweile zu einer Gattungsbezeichnung gewandelt, heißt es in dem Beschluss.
Die Gerichte sind geteilter Meinung: An die Umwandlung einer geografischen Herkunftsangabe in eine Gattungsbezeichnung werden strenge Anforderungen gestellt. Die Umwandlung liegt erst vor, wenn ein nur noch ganz unbeachtlicher Teil der Verkehrskreise in der Angabe einen Hinweis auf die geografische Herkunft sieht. Das OLG Köln nannte als Richtschnur, dass es bereits ausreiche, "dass etwa 15 bis 20 Prozent der angesprochenen Verbraucher mit dem Begriff noch die Vorstellung einer bestimmten geografischen Herkunft verbinden".
Praxisbeispiele und Folgen
- Verkaufsverbot für Aldis Dubai-Schokolade: Aldi Süd darf seine „Alyan Dubai Homemade Chocolate“ nicht mehr verkaufen, da sie in der Türkei produziert wird.
- Viele Hersteller vertreiben jedoch weiterhin Produkte unter der Bezeichnung Dubai-Schokolade.
- Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen.
Lebensmittelsicherheit und Qualitätsfragen
In Dezember 2024 führte die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg eine Untersuchung von acht Proben „Dubai-Schokolade“ durch: Fünf Proben waren unterschiedliche Chargen eines Herstellers aus den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), drei stammten von verschiedenen Produzenten aus der Türkei. Dabei wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter in den VAE-Proben beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt.
In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten. Die Lebensmittelaufsicht warnte vor importierter Dubai-Schokolade.
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Herstellung außerhalb Dubais und Markenanmeldungen
Die Schokolade des Originals wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert. Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt gab es in Deutschland zum Stand 4. Dezember 2024 insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen. In Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen für Schokolade registriert. Seit August 2024 sind ca. 63 Markenanmeldungen mit dem Markenbestandteil „Dubai“ für Schokolade beim DPMA eingegangen.
Die Bezeichnung als "Dubai-Schokolade" könnte auch als eine spezielle Rezeptur verstanden werden - ähnlich wie "Wiener Schnitzel" oder "Italienischer Salat". Ob die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ zulässig ist, wird letztlich von der Verkehrsauffassung abhängen. Entscheidend ist, ob die durchschnittlichen Verbraucher annehmen, dass das Produkt tatsächlich aus Dubai stammt.
Tipps: Dubai-Schokolade selbst herstellen
Ist es möglich, ein so beliebtes Dessert zu Hause zuzubereiten? Natürlich ist es möglich! Knusprig wird es, wenn die Teigfäden vorher angebraten werden. Nicht gespart werden sollte an Pistaziencreme. Die Mischung wird mit im Wasserbad geschmolzener Schokolade überzogen. Bereiten Sie das Kadayıf vor: Braten Sie das Kadayıf in Butter an, um eine knusprige Konsistenz zu erhalten. Die Schokolade schmelzen: Eine hochwertige belgische Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Füllung hinzufügen: Geben Sie die vorbereitete Kadayıf-Füllung auf die geschmolzene Schokolade. Kühlen: Stellen Sie die Formen für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank.
Warum die Dubai-Schokolade kulinarisch relevant ist
Die Dubai-Schokolade ist nicht einfach nur ein Dessert, sondern ein Kunstwerk, das durch seine reiche kulturelle Textur und den Einfluss der modernen Welt entstanden ist. Die Dubai-Schokolade verdankt ihre Popularität vor allem den Plattformen der sozialen Medien. Diese Schokolade besticht nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch ihren optischen Reiz. Jeder Bissen bietet ein einzigartiges Erlebnis, sowohl was die Textur als auch was den Geschmack betrifft.
Die Dubai-Schokolade hat in der Welt der Desserts wie ein Stern geleuchtet, aber woher kommt diese Geschmacksrichtung eigentlich? Die Inspiration für die Dubai-Schokolade ist die Neuinterpretation kultureller Geschmacksrichtungen mit einer modernen Note. Ihre Geschichte inspiriert nicht nur Dessertliebhaber, sondern auch kreative Unternehmer und Köche.
Tabelle: Typische Zutaten und ihre Funktion
| Zutat | Funktion |
|---|---|
| Vollmilchschokolade | Außenhülle, liefert süße Schokoladenbasis |
| Pistaziencreme | Dominierender Geschmack, cremig |
| Tahini (Sesampaste) | Verstärkt nussige Tiefe |
| Kadayif (Engelshaar) | Knusprige Textur, Crunch |
| Gehackte Pistazien | Zusätzlicher Biss und Aroma |
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