Rezept für extrem cremigen Käsekuchen

Frühling liegt in der Luft - und auf dem Kuchenteller! Endlich ist er da, der Frühling! Überall sprießen die ersten Frühlingsblumen, die Vögel zwitschern um die Wette, und ich kann es kaum erwarten, das Haus mit Tulpen, Narzissen und Ranunkeln zu schmücken. Was wäre der Frühling ohne ein richtig gutes Kuchenrezept? Und ich verspreche euch: Dieser Käsekuchen ist der cremigste, den ihr je gegessen habt!

Warum dieses Rezept besonders cremig gelingt

Durch die Zugabe von Mascarpone wird er unglaublich zart und schmilzt förmlich auf der Zunge. Magerquark macht den Käsekuchen cremig und gleichzeitig leichter als viele andere Rezepte. Einen Teil des Quarks durch Schmand oder Mascarpone ersetzen, das macht ihn noch cremiger. Die zweite Basis für unseren Käsekuchen - neben Quark - ist Pudding. Ein ganz simpler Pudding aus Sahne, Vanille und Maisstärke (Mondamin). Der Pudding darf richtig dickflüssig werden, er sorgt für die ultimative Cremigkeit und Bindung - durch das Fett der Sahne und die Bindekraft aufquellender Stärkekörnchen.

Quark hat einen vergleichsweise hohen Eiweiß-Anteil. Um einen herausragenden Käsekuchen zu backen, müssen wir also den Eiweißgehalt (und damit auch den Quarkgehalt) der Masse senken und gleichzeitig den Fettgehalt erhöhen. Wir haben uns also an die maximale Fettmenge herangetastet, um die maximale Cremigkeit zu erzeugen, bei gerade noch gewährleisteter Stabilität und ausreichend intensivem Quark-Aroma.

Zutaten (für eine Springform 26-28 cm)

  • Für den Mürbeteig: 200-225 g Weizen- oder Dinkelmehl, 100-150 g kalte Butter oder Margarine, 70-100 g Zucker, 1 Ei, 1 mittelgroßes Eigelb (je nach Variante), 1 Prise Salz, 2 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale (optional)
  • Für die Quark-/Käsefüllung: 750 g Quark (20% oder 40% Fett), alternativ 750 g Speisequark; 250 g Frischkäse oder 200-250 g Mascarpone/Schmand optional; 3-4 Eier (zimmerwarm), 175-200 g Zucker, 1 TL Vanillepaste oder 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver oder 50 g Speisestärke, 80-120 ml Sonnenblumenöl, 120-250 ml Milch oder Sahne, Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • Optional: eine kleine feuerfeste Form mit Wasser für den Ofen

Vorbereitung des Mürbeteigs

Für den Teig Mehl, Speisestärke/Mehl, Backpulver (wenn verwendet), Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Die Eier und die kalte Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Knethaken sowie am Schluss mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, plattdrücken, in Frischhaltefolie wickeln und rund 30 Minuten kühlstellen. Die Butter sollte wirklich kalt sein, damit der Teig schön mürbe und knusprig wird. Verknete alles zügig und stelle den Teig danach kurz kalt.

Teig teilen: zwei Drittel für den Boden, ein Drittel für den Rand. Den Mürbeteig mit einem Nudelholz ausrollen. Den Boden der Springform mit Teig auslegen und einen Rand hochziehen. Dafür entweder die Teigplatte so groß ausrollen, dass sie für einen 4-5 cm hohen Rand mitreicht. Oder aus einem Teil des Teigs eine Rolle formen, diese auf den Mürbteigboden an den Rand der Form legen und mit den Fingern einen Rand hochziehen.

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Foto: Ausgerollter Mürbeteig in Springform

Den Mürbeteigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form inkl. Teig kühlstellen, während ihr die Creme vorbereitet.

Die perfekte Quarkmasse

Für die Käsekuchenmasse zunächst den Quark abtropfen lassen bzw. eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Quark unterrühren. Erst Zitronenschale und Vanillepuddingpulver, dann Öl und Milch ebenfalls gut unterrühren, sodass keine Stücken mehr zu sehen sind. Die Masse ist recht flüssig.

Für die Pudding-Variante: Löst zunächst eure Maisstärke in einem kleinen Teil der Sahnemenge auf. Jetzt kocht ihr die gesamte restliche Sahne zusammen mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt auf und gebt - sobald die Sahne kocht - die aufgerührte Maisstärke dazu. Dabei immer kräftig rühren, die Masse dickt dann sofort ein. Kurz beiseite stellen und leicht abkühlen lassen. In einer großen Schüssel den Quark, Creme Fraiche und den leicht abgekühlten Pudding glattrühren. Drei Eigelbe hinzufügen und ebenfalls mit der Masse vermengen.

Wichtig: Nicht zu lange mixen! Je weniger Luft du einarbeitest, desto schöner wird später die Oberfläche. Lasse die gefüllte Form einige Minuten ruhig stehen, damit Luftblasen nach oben steigen können. Dann klopfe die Springform mehrmals kräftig auf die Arbeitsplatte. Die Creme sollte fast mit dem Mürbeteigrand abschließen.

Backen - temperatur- und zeitangepasst

Den Ofen auf 160-170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine Schale mit Wasser auf den Ofenboden stellen; das Wasser sorgt für Feuchtigkeit im Ofen und verhindert Risse. Schiebe den Kuchen auf die zweite Schiene von unten.

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Kuchen etwa 60-80 Minuten backen; die Stunde Backzeit ist zur groben Orientierung. In der Mitte darf der Kuchen noch leicht weich sein, denn die Quarkcreme wird beim Abkühlen ohnehin fester. Lieber etwas weniger Temperatur und längere Backzeit, so bleibt er schön hell.

Schema: Backzeit und Temperatur

Trick gegen Risse und Einfallen

Backt den Kuchen nicht am Stück, sondern in mehreren Etappen. Nach 25 Minuten Backzeit den Kuchen aus dem Ofen holen und den Mürbeteigrand mit einem scharfen Messer vorsichtig vom Springformrand lösen. Außerdem mit dem Messer leicht zwischen die noch weiche Käsekuchenfüllung und den Teigrand ritzen. Kuchen wieder in den Ofen stellen und weitere ca. 35-55 Minuten backen.

Wenn die Backzeit zuende ist, bleibt der Kuchen noch im Ofen stehen. Die Tür ist dabei einen Spalt breit geöffnet, etwa mit einem Holzkochlöffel. Schalte den Ofen aus und öffne die Tür nur einen Spalt. Lasse den Kuchen noch 20 bis 30 Minuten im Ofen stehen. Am besten zunächst im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür, dann bei Zimmertemperatur und gerne später noch im Kühlschrank. Dort wird die Quarkmasse schön cremig-fest und gut schneidbar.

Abkühlen, Ruhen und Servieren

Vor dem Anschneiden komplett abkühlen lassen. Vollständig auskühlen lassen und erst dann den Rand lösen. Danach mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank. Den Kuchen besser nicht aus der Form nehmen, bis er bei Zimmertemperatur vollständig erkaltet ist. Wer möchte, kann ihn danach zusätzlich für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dann ist der Kuchen auf jeden Fall stabil genug, um ihn aus der Form zu lösen und anzuschneiden.

Tauche dein Messer vor dem Anschneiden in heißes Wasser und trockne es ab. So gleitet das heiße Messer einfach durch die Quarkmasse und den Boden. Den ausgekühlten Kuchen mit einem nassen Messer anschneiden und servieren. Vor dem Servieren gut durchziehen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, sodass er beim Servieren besonders aromatisch schmeckt.

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Foto: Perfekt angeschnittener, cremiger Käsekuchen

Variationen und Toppings

  • Fruchtig: Mandarinen, Himbeeren oder Kirschen in die Creme geben oder nach dem Backen mit Mandarinen, Beeren oder einem Fruchtspiegel toppen.
  • Streusel: Streusel-Topping aus Mürbeteigresten oder als Crumble nach meinem Beeren-Crumble-Rezept.
  • Schokoladig: Zwei EL Backkakao in den Mürbeteig kneten für eine Schokoladennote.
  • Gewürze: Eine Prise Zimt oder Tonkabohne für winterliche Wärme.
  • Böden: Statt Mürbeteig einen Boden aus Butterkeksen oder Lotus-Keksen verwenden.

Tipp für Abwandlungen: Wenn ihr Abwechslung mögt, schaut euch unbedingt auch die große Übersicht der besten Käsekuchen-Rezepte an. Darin sollte für jeden etwas dabei sein, z. B. Käsekuchen ohne Boden, Käse-Streusel-Kuchen vom Blech oder Muffins.

Aufbewahrung

Entweder gut abgedeckt im Kühlschrank, wo er gut 3-4 Tage stehen bleiben kann. Oder ihr friert ihn in einzelnen Stückchen ein. Eingefroren (in Folie gewickelt) 2-3 Monate. Auftauen über Nacht im Kühlschrank.

Häufige Probleme und Lösungen

Der Käsekuchen wird zu schnell braun: Den Kuchen mit Backpapier bzw. Alufolie abzudecken oder den Ofen auf Unterhitze umstellen. Kuchen reißt beim Backen immer? Mit ein paar Tricks könnt ihr das Problem wunderbar umgehen: Creme nicht zu lange aufschlagen, Luftblasen vor dem Backen durch Klopfen entfernen und langsam bei niedriger Temperatur backen.

Warum fällt der Käsekuchen zusammen? Sehr quarkhaltige Käsekuchen enthalten auch relativ viel Wasser. Beim Backen verdunstet ein Teil des Wassers und „bläht“ den Käsekuchen auf. Wird die Ofentür nach dem Backen sofort geöffnet, fällt die Temperatur im Ofen sofort ab und die winzigen, mit Dampf gefüllten Kammern, stürzen umgehend in sich zusammen. Um das zu vermeiden, sind zwei Herangehensweisen ratsam: der Kuchen wird bereits während des Backvorgangs immer wieder heruntergekühlt (Backpausen) und der Käsekuchen langsam im Ofen auskühlen lassen.

Das Besondere an diesem Rezept

Mein Käsekuchen-Rezept mit Mürbeteigboden ist ein echter Klassiker und kommt immer gut an. Buttriger Boden, eine herrlich cremige Quarkfüllung und ein feiner Hauch Zitrone - genau so, wie ein guter Käsekuchen sein soll. Der Kuchen bleibt relativ hell, weil er nur bei niedriger Temperatur gebacken wird. Dieses langsame Backen sorgt dafür, dass der Kuchen nicht einreißt. Außerdem bleibt er schön hell, bekommt keine Risse und hat eine glatte Oberfläche.

Video: Schritt-für-Schritt Anleitung für den cremigsten Käsekuchen

Praktische Übersicht - Mengen & Zeiten (Kurztable)

SchrittZutaten/MengeZeit/Temperatur
Mürbeteig kneten200-225 g Mehl, 100-150 g Butter, 70-100 g Zucker, 1 Ei30 Min kühlen
Füllung vorbereiten750 g Quark, 3 Eier, 175-200 g Zucker, Pudding/Stärke, Sahne/Milchca. 15-20 Min
BackenForm 26-28 cm, Wasserschale optional160-170 °C, 60-80 Min
AbkühlenOfen mit leicht geöffneter Tür20-30 Min im Ofen, dann 4 Std-über Nacht im Kühlschrank

Letzte Tipps

  • Die Eier am besten bei Zimmertemperatur verwenden; sie binden die Creme beim Backen.
  • Die Butter für den Teig wirklich kalt verwenden und den Teig zügig verarbeiten.
  • Gib den Kuchen Zeit zum Auskühlen - das ist das Erfolgsgeheimnis.
  • Wenn der Kuchen zu fest wirkt, wurde er vermutlich zu lange gebacken.

Dieser Käsekuchen ist unglaublich cremig, mega lecker und sieht einfach perfekt aus. Mit ein paar Tricks gelingt dir der weltbeste Käsekuchen wie von Oma. Probiere das Rezept aus und schreibe mir in den Kommentaren, wie er dir gelungen ist.

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