Englische Marmelade im EDEKA-Sortiment: Sorten, Herstellung und Tradition

Bei THE BRITISH SHOP erhalten Sie gleich mehrere Zitrusmarmeladen zur Auswahl. Je nachdem, wie bitter Sie die Marmelade mögen, haben wir feine und weniger fein geschnittene Orangenkonfitüren im Angebot. Darüber hinaus bieten wir Ihnen eine Auswahl Einzel- oder Mehrfrucht-Sorten an.

Was unterscheidet englische Marmelade von Konfitüre?

Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern des Inhalts. Nur Fruchtaufstriche aus Zitrusfrüchten Orangen, Zitronen, Grapefruits oder Mandarinen dürfen sich Marmelade nennen. Alle anderen Sorten (Erdbeer-, Kirsch-, Ingwer-, Aprikosen- und Blaubeer-Konfitüre) dürfen sich leider nicht Marmelade nennen.

Die EU hält sich in ihrer Konfitürenverordnung wiederum an die britische Idee, wonach eine Marmelade grundsätzlich aus 20 Prozent Zitrusfrüchten bestehen muss, während Konfitüre als Überbegriff für alle anderen Fruchtsorten gilt. In Deutschland ist alles Marmelade, was aus Fruchtmus und Zucker gekocht wird, während Fruchtaufstriche mit Stücken als Konfitüre bezeichnet werden. Gelee besteht wiederum ausschließlich aus Fruchtsaft.

Das Geschmacksgeheimnis der englischen Orangenmarmelade

Wer glaubt, jede Marmelade schmecke gleich, der hat noch keine echt englische Orangenmarmelade aus Sevilla-Orangen probiert. Die meisten kontinentalen Brotaufstriche sind schlicht zu süß. Original englische Marmelade verwendet Sevilla-Orangen eine Bitterorangensorte, die für den Frischverzehr völlig ungeeignet ist. Die dicke, pektinreiche Schale erzeugt das charakteristische Bitter-Süß-Profil, das Kenner suchen. Marmelade ist keine echte Marmelade ohne diesen wunderbaren bittersüßen Geschmack mehr bitter als süß.

Der entscheidende Faktor ist der sogenannte Shred: der Schnitt der Orangenschale. Grober Schnitt (Thick Cut) liefert mehr Bitterkeit und Textur, feiner Schnitt (Fine Cut oder Thin Cut) ein milderes, süßeres Profil. Wer keine Schale möchte, greift zur schalenfreien Variante. Alle Varianten sind natürlich bei THE BRITISH SHOP erhältlich.

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Sevilla-Orangen und grob geschnittene Marmelade

Traditionelle Hersteller im Sortiment: Tiptree, Frank Cooper's, Mackays, Mrs Bridges

Bei THE BRITISH SHOP finden Sie Brotaufstriche von namhaften englischen Herstellern, die ihre Rezepturen seit Jahrzehnten nicht verwässert haben: weder in Kriegszeiten noch auf Druck des Marktes. Die größte Auswahl bietet dabei die klassische Marke Tiptree, die vom Hoflieferanten Wilkin & Sons seit 1911 hergestellt wird.

Die Oxford-Marmelade von Frank Cooper wird seit 1874 nach demselben Rezept aus Sevilla-Orangen hergestellt. Frank Cooper's Marmelade kommt einer selbst gekochten Orangenmarmelade geschmacklich sehr nah mit klar erkennbaren Orangenschalenstücken und ausgeprägter Bitterkeit.

Eine ähnlich lange Tradition kann Wilkin & Sons mit seinen Tiptree-Konfitüren vorweisen. Seit 1885 produziert Wilkin & Sons auf der Tiptree Farm in Essex Fruchtaufstriche und hält seit 1911 ununterbrochen den Royal Warrant als Hoflieferant, zuletzt bestätigt durch König Charles III. Was Tiptree von seinen Wettbewerbern unterscheidet? Das Unternehmen baut einen Großteil seiner Früchte auf rund 203 Hektar eigenem Land an. Darunter auch die seltenen Walderdbeeren. Die Tiptree Farm ist seit 2002 nach dem LEAF-Standard (Linking Environment And Farming) zertifiziert. Schädlingsbekämpfung erfolgt primär biologisch durch Nützlinge; Pflanzenschutzmittel kommen nur als letztes Mittel zum Einsatz.

Gekocht wird in kleinen Chargen in traditionellen Töpfen mit Kupferboden. Die hohe Wärmeleitfähigkeit des Kupfers verhindert lokale Hitze-Hotspots, bewahrt die Integrität der Fruchtstücke und minimiert übermäßige Karamellisierung. Das Ergebnis ist eine leuchtende Farbe und ein klarer, unverfälschter Fruchtgeschmack.

Tiptree Farm: Felder und Kupferkessel

Mackays & Mrs Bridges: Das Erbe der Dundee-Marmelade

Die Stadt Dundee gilt als Geburtsort der modernen Orangenmarmelade: Hier entstand die Idee, nicht nur Fruchtfleisch und Saft, sondern auch die dicke Sevilla-Orangenschale in groben Stücken mitzukochen. Mackays, gegründet 1938 und heute einer der größten Konfitürenproduzenten Schottlands, hat sich dem Erbe der klassischen Dundee-Marmelade verpflichtet.

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Produziert wird in Arbroath im Osten Schottlands in einer Anlage mit 22 dampfbeheizten, offenen Kupferpfannen, die lokal in der Nähe von Dundee gefertigt werden. Die hohe Temperatur bricht die Zellstrukturen der Früchte auf, setzt pflanzeneigene Pektine und Aromaöle frei und erzeugt durch leichte Karamellisierung des reinen Rohrzuckers die charakteristische tiefe Farbe und komplexe Geschmacksnote, ganz ohne Farbstoffe oder künstliche Aromen.

Die Rohstoffe kommen überwiegend aus der Region Arbroath und dem östlichen Schottland: Erdbeeren, Himbeeren und schwarze Johannisbeeren von Landwirten im Osten Schottlands. Das kühlere schottische Klima sorgt für eine längere Reifezeit und damit für eine höhere Konzentration an fruchtimmanenten Säuren, Pektinen und Aromastoffen als bei Beeren aus südeuropäischen Treibhäusern. Verarbeitet werden ausschließlich ganze Beeren, keine Konzentrate.

Dampfbeheizte Kupferpfannen in Arbroath

Herstellung: Traditionelle Techniken und moderne Standards

Traditionell im Kupferkessel gekocht und der Tradition der klassisch schottischen Konfitüren aus Dundee verpflichtet: die Premium-Konfitüren von Mackays. Gekocht wird in kleinen Chargen in traditionellen Töpfen mit Kupferboden. Die hohe Wärmeleitfähigkeit des Kupfers verhindert lokale Hitze-Hotspots, bewahrt die Integrität der Fruchtstücke und minimiert übermäßige Karamellisierung.

Die hohe Temperatur bricht die Zellstrukturen der Früchte auf, setzt pflanzeneigene Pektine und Aromaöle frei und erzeugt durch leichte Karamellisierung des reinen Rohrzuckers die charakteristische tiefe Farbe und komplexe Geschmacksnote, ganz ohne Farbstoffe oder künstliche Aromen.

Rohwaren und Saisonwahl

Original englische Marmelade verwendet Sevilla-Orangen, eine Bitterorangensorte, die für den Frischverzehr völlig ungeeignet ist. Die dicke, pektinreiche Schale erzeugt das charakteristische Bitter-Süß-Profil. Das Unternehmen baut einen Großteil seiner Früchte auf eigenem Land an und bezieht Rohstoffe aus regionalen Lieferketten, etwa Mackays aus dem östlichen Schottland.

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Rezepte und Verwendung: Von Toast bis Torte

Der kleine, aber feine Unterschied ist in Großbritannien tief im Frühstücksritual verankert: Die Orangenmarmelade kommt auf den Toast, die Strawberry Jam auf die Scones. Wenn du unsere Orangenmarmelade kochst, interessieren dich derlei Begriffsproblematiken natürlich eher weniger. Egal, aus welcher Perspektive: Orangenmarmelade bleibt Marmelade. Eine unglaublich leckere noch dazu.

Denn neben Frucht und Gelierzucker mischst du dem Aufstrich Sternanis sowie Zimt unter. So schmeckt unsere Orangenmarmelade fast etwas weihnachtlich. Magst du den leicht herben, fast säuerlichen Geschmack der Orangenmarmelade, solltest du auch unbedingt unser Rezept für Hagebuttenmarmelade ausprobieren!

Toast mit englischer Orangenmarmelade

Backrezepte mit Marmelade

Die Marmeladen eignen sich vielfältig zum Backen: Ob Orangenmarmeladen-Rezept mit Zimt und Sternanis, Zimtschnecken mit Marmeladenfüllung oder klassische Kekse gefüllt mit Chivers Ginger Jam. Vanilleschote halbieren, das Mark herauskratzen, Zitrone heiß waschen, trocknen und Schale abreiben; diese Zutaten verwandeln Marmeladen in vielfältige Cremes und Füllungen.

Ein praktischer Tipp: Jede Variante, nicht nur unsere Orangenmarmelade, lagerst du am besten in einem sterilisierten Einmachglas. Dafür füllst du es mit kochendem Wasser und wartest eine Minute. Danach lässt du das Glas an der Luft trocknen, ehe du es mit dem köstlichen Fruchtaufstrich befüllst.

Typische Sorten im EDEKA-/British-Shop-Sortiment

Marke Typische Sorte Charakteristik
Tiptree (Wilkin & Sons) Orangenmarmelade, Little Scarlet Traditionell, in Kupferkesseln, eigene Früchte, LEAF-zertifiziert
Frank Cooper's Oxford Marmalade Klassisch, klare Schalenstücke, ausgeprägte Bitterkeit
Mackays Dundee-Style Marmalade, Beerenkonfitüren Dampfbeheizte Kupferpfannen, regionale Rohstoffe, volle Beeren
Mrs Bridges / Chivers Lemon Curd, Olde English Traditionelle Rezepturen, Hoflieferanten-Herkunft
Herstellung von Dundee-Marmelade in Kupferkesseln

Geschichten und Anekdoten

Die Geschichte um die Schöpfung eines der wohl britischsten Produkte liest sich wie ein Roman: Ein spanisches Handelsschiff, voll beladen mit Bitterorangen, wird von der stürmischen See in den Hafen von Dundee gezwungen. Um die kostbaren Früchte vor dem Verderben zu retten, wurden sie kleingeschnitten und mit einer guten Portion Zucker eingekocht. Was damals in Schottland aus der Not heraus entstand, wurde im 19. Jahrhundert zum typischen englischen Produkt: die Orangen-Marmelade.

Den Grundstein für den Erfolg der englischen Marke legte John Chivers im Jahre 1805, als er in Cambridge seine ersten Früchteplantagen anlegte. Die positive Resonanz bei den lokalen Konfitüren-Herstellern bedingten schließlich erste eigene Chivers-Konfitüren. 1911 wurde Chivers aufgrund seiner hohen Qualitätsstandards zum ständigen Hoflieferanten der königlichen Familie ernannt und erhielt den Royal Warrant.

Praktische Hinweise beim Kauf und Eigenherstellung

Anders als das englische Original ist unsere Orangenmarmelade nicht bitter. Das liegt an der Fruchtauswahl. Denn die auf den Britischen Inseln so beliebte Afternoon-Tea-Begleitung besteht aus Bitterorangen. Für unsere Orangenmarmelade verwendest du dagegen handelsübliche Früchte, ebenso übrigens wie für unsere Ostermarmelade mit Karotten. So gelingt unsere Variante angenehm süßlich, aber natürlich schwingt auch hier eine leicht säuerliche Note mit. Außerdem bereitest du unsere Orangenmarmelade mit Schale zu, was ihr zusätzliches Zitrusaroma verleiht.

Suchen Sie im Sortiment nach Angaben zu Shred (Thick Cut, Fine Cut), Herkunft der Früchte und Herstellungsverfahren (Kupferkessel, kleine Chargen), wenn Sie wirklich authentische englische Marmelade möchten. Produkte mit Royal Warrant, LEAF-Zertifizierung oder regionaler Rohstoffangabe weisen oft auf traditionelle Fertigung und nachhaltige Produktion hin.

Serviervorschläge

  • Auf Toast zum Frühstück - klassisch englisch.
  • Als Füllung für Kekse, Zimtschnecken oder Torten (z. B. Lemon Curd-Torte).
  • Als Glasur oder Topping für Frischkäsecremes und Overnight Oats.
  • Als Vinaigrette-Basis: Limettenabrieb, Lemon Curd, Olivenöl und Gewürze mischen.

Ob für Marmelade oder andere Leckereien: Bei uns findest du jede Menge weitere Rezeptideen mit Orangen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer fruchtig-cremigen Aperol-Spritz-Torte?

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