Rezept: Quarkkuchen ohne Boden – einfach und gelingsicher

Ein einfacher Käsekuchen ohne Boden gehört wahrscheinlich zu den meist gebackenen Rezepten meiner Großmutter. Denn wenn es mal schnell gehen musste, kramte sie immer die Zutaten für diesen fluffigen Kuchen hervor. Quark, Eier, Mehl, Butter und Zucker. Das war alles, was sie dafür benötigte. Selbst Quark konnte man in Omis Kühlschrank immer finden.

Selbstgemacht und super lecker. Heutzutage, in meiner Küche, ist das anders. Ich glaube, dass ich noch nie Quark selber hergestellt habe und aus diesem Grund wird er auch nur gekauft, wenn ich ihn für den einfachen Käsekuchen ohne Boden benötige. Allerdings auch vom Biohof um die Ecke.

Das Besondere an diesem Rezept

Dieses Top-Rezept ist ideal, wenn du Käsekuchen am liebsten besonders cremig und ohne Boden magst. Wenige Zutaten, nur 10 Minuten Vorbereitung und der Quarkteil steht ganz im Mittelpunkt. Der wichtigste Kniff aus dem CHEFKOCH Check: Die Quarkmasse nur kurz verrühren und den Kuchen nach dem Backen im ausgeschalteten Ofen langsam abkühlen lassen. So wird er glatt, locker und zitronig-frisch, ohne unnötigen Aufwand.

Quarkkuchen ohne Boden, Stück auf Teller

Zutaten (für eine Springform Ø 26 cm)

  • 1 kg Quark (Magerquark oder 20 % Fett)
  • 4-6 Eier (je nach Rezeptvariante; typische Angaben: 4 Eier oder 6 Eier)
  • 100-150 g Mehl bzw. 40 g Speisestärke
  • 225-250 g weiche Butter oder Margarine
  • 200-250 g Zucker
  • 1/2 Päckchen Backpulver (optional) oder 1 Pck. Vanillepuddingpulver
  • Vanillezucker, Zitronenabrieb oder Zitronensaft nach Geschmack
  • etwas Fett für die Form, ggf. Backpapier

Schritt-für-Schritt: So backst du den Quarkkuchen ohne Boden

  1. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Springform am Boden mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten. Fettet eure Backform ein.
  3. Alle Zutaten in eine große Schüssel vorsichtig verrühren. Das funktioniert mit einem Schneebesen oder auf niedriger Stufe mit dem Handrührgerät. Ein Ei nach dem Anderen unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.
  4. Die 5 Zutaten kommen zusammen in eine Schüssel, werden verrührt, in die Form gegeben und gebacken. Die Masse in die Springform füllen und glattstreichen.
  5. Den Teig in eine Springform (26 cm Durchmesser) geben und auf der zweiten Stufe von unten für 60 Minuten bei 170 °C Ober-/Unterhitze backen. Backt den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten für 50-60 Minuten. Oben sollte er schön braun sein und noch leicht wackeln.
  6. Den Backofen während des Backvorgangs nicht öffnen. Nach der Backzeit die Backofentür für die ersten 5 Minuten nur einen Spalt öffnen, danach 15 Minuten ganz geöffnet lassen, bevor du den Kuchen aus dem Ofen holst. Schaltet den Ofen aus und lasst den Kuchen weitere 30 Minuten darin stehen.
  7. Nach dem Backen den Käsekuchen im Ofen abkühlen lassen, damit er nicht zusammenfällt. Sobald der Käsekuchen abgekühlt ist, aus der Form lösen. Nehmt ihn heraus und lasst ihn bei Zimmertemperatur vollständig abkühlen. Löst ihn am besten nach der Zeit im Ofen direkt vom Rand der Springform.
  8. Vor dem Servieren habe ich ihn mit etwas Puderzucker bestäubt und mit ein paar frischen Beeren dekoriert. Mit etwas Puderzucker und frischen Beeren kannst du den leckeren Kuchen nach dem Backen dekorieren.

Praktische Tipps und häufige Fehler

Um den schnellen Käsekuchen ohne Boden besonders fluffig zu bekommen, gibt es zwei altbewährte Tricks. Zum einen ist es das sanfte Backen. Käsekuchen sollten nie zu heiß gebacken werden, sodass der Teig langsam aufgehen kann. So wird er cremig im Geschmack und locker in der Konsistenz. Der zweite Trick ist hier das Backpulver. Bei vielen Käsekuchen Rezepten muss der Eischnee vorher steif geschlagen werden oder es werden Stärke bzw. Puddingpulver verwendet. Das funktioniert natürlich prima. Allerdings wollen wir heute einen absolut gelingsicheren, einfachen und schnellen Käsekuchen ohne Boden backen. Also helfen wir für die Luftigkeit im Teig einfach mit ein wenig Backpulver nach.

  • Das Abkühlen im Ofen entscheidet zwischen einem gelungenen Kuchen und einem, der reißt. Diesen Schritt bloß nicht unterschätzen!
  • Die Quarkmasse nur so lange verrühren, bis sich gerade alle Zutaten verbunden haben. So wird keine Luft in die Masse eingeschlagen, die nach dem Backen entweicht und den Kuchen zusammenfallen oder reißen lässt.
  • Risse entstehen meistens durch zu hohe Hitze oder zu schnelles Abkühlen. Backe den Quarkkuchen deshalb nicht zu heiß und lasse ihn nach der Backzeit langsam im ausgeschalteten Ofen abkühlen.
  • Zu trocken wird Quarkkuchen meistens, wenn er zu lange gebacken wurde oder der Quark sehr trocken ist. Magerquark funktioniert gut, macht den Kuchen aber etwas fester. Mit Quark in einer höheren Fettstufe wird er cremiger.
  • Wichtig ist außerdem das vollständige Abkühlen. Direkt nach dem Backen ist der Kuchen noch weich und wackelt leicht. Erst beim Abkühlen wird die Quarkmasse fester und bekommt ihre endgültige Konsistenz.

Warum wird Quarkkuchen ohne Boden fest?

Bei einem Quarkkuchen ohne Boden muss die Quarkmasse selbst genug Halt bekommen. Anders als bei klassischem Käsekuchen gibt es keinen Mürbeteigrand, der die Füllung stützt. Deshalb sind Eier und Speisestärke in diesem Rezept besonders wichtig. Die Eier sorgen dafür, dass die Quarkmasse beim Backen stockt. Die Speisestärke bindet zusätzlich Flüssigkeit und macht den Kuchen schnittfest, ohne ihn schwer zu machen.

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Tipps zur Zutatenwahl

Speisequark: Ich nutze für diesen Quarkkuchen Magerquark. Er ist etwas trockener und gibt dem Kuchen ohne Boden mehr Stabilität. Wenn du ihn cremiger und vollmundiger möchtest, kannst du Quark mit 20 Prozent Fett verwenden oder einen Teil des Magerquarks ersetzen.

Vanillezucker und Zitronenabrieb: Sie sorgen für den perfekten frischen und aromatischen Geschmack. Statt Margarine könnt ihr auch weiche Butter verwenden, das sorgt für eine leckere buttrige Note. Eine Prise Salz im Kuchenteig erhöht außerdem die Geschmackstiefe.

Zutaten für Quarkkuchen: Quark, Eier, Butter, Zucker

Varianten und Serviervorschläge

Wenn Euch ein purer Käsekuchen „nicht genug“ ist, könnt Ihr ihn auch noch mit Obst der Saison toppen. Wie wäre es gerade mit Erdbeeren? Die könnt Ihr entweder dazu reichen oder auf den Kuchen geben und mit etwas Tortenguss zum Halten bringen. Mandarinen oder Aprikosen passen auch sehr gut zu diesem Rezept. Oder wie wäre es mit einer Himbeer- oder Erdbeersauce?

Mit einem Blick auf die Zutatenliste wirst du erkennen, dass der Quarkkuchen ohne Boden auch für eine glutenfreie Ernährung bestens geeignet ist. Der Quarkkuchen ohne Boden schmeckt am besten mit Puderzucker bestäubt! Dazu passen Schlagsahne, frische Beeren oder Fruchtkompott.

Wie ich den Quarkkuchen ohne Boden backe - Schritt für Schritt

Häufige Fragen aus der Praxis

  • Kann ich Heißluft verwenden? Ich backe immer nur mit Ober-/Unterhitze. Mit Heißluft habe ich keine große Erfahrung bei Käsekuchen.
  • Warum fällt der Kuchen zusammen? Etwas sackt jeder Käsekuchen zusammen. Das ist normal, weil die Masse beim Abkühlen wieder etwas nachgibt.
  • Was tun, wenn die Oberfläche reißt? Kleine Risse stören geschmacklich nicht; du kannst sie mit Puderzucker, frischen Beeren oder Fruchtkompott kaschieren.

Kurzrezept (schnell)

ZutatMenge (Beispiel)
Quark1 kg
Eier4-6
Butter/Margarine225-250 g
Zucker200-250 g
Speisestärke/Mehl40-100 g
Backpulver / Vanillepuddingpulver½-1 Pck.

Probiert den Quarkkuchen doch direkt aus! Lasst euch jedes Stückchen auf der Zunge zergehen.

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