Dubai-Schokolade: Verfügbarkeit, Streit um Bezeichnung und Angebote bei Lidl, Aldi, Rewe & Co.
Der Hype um die Dubai-Schokolade ist in den deutschen Supermärkten und Discountern angekommen. Die begehrte Schokoladentafeln sind jetzt auch in den deutschen Supermärkten erhältlich. Viele möchten eine Tafel der einzigartigen Schokolade haben, um herauszufinden, was es damit auf sich hat.
Was ist die Dubai-Schokolade und warum ist sie so begehrt?
Das Besondere an der gefüllten Schokoladentafel ist die Mischung aus Pistazien-Creme, Sesammus und Engelshaar. Durch die Füllung kostet die Trend-Schokolade bis zu 15 Euro pro Tafel. In ihren Anfangszeiten gab es die gehypte Dubai-Schokolade nur bei ausgewählten Chocolatiers, und das hatte seinen (hohen) Preis.
Doch nach und nach sprangen Discounter wie Aldi, Lidl und Netto auf den süßen Zug auf und bieten mittlerweile die Trend-Süßigkeit deutlich günstiger an. Von teuren Online-Bestellungen und dem langen Anstehen vor Läden können die Fans der Schokolade sich verabschieden. Immer mehr Supermärkte und Discounter nutzen den Trend und nehmen die Dubai-Schokolade in ihr Sortiment auf oder bieten ihren Kunden passende Aktionen an.
Wo kann man die Dubai-Schokolade in Deutschland kaufen?
Eine Übersicht der Angebote verrät, wo sie die Schokolade finden. Rewe hat bereits seit Längerem die begehrte Schokolade im Sortiment aufgenommen. Kunden können in den Filialen des Supermarktes unter anderem die „Orient Delight Dubai Chocolate 200 g“ für 8,99 Euro oder die „ALYAN Dubai Schokolade - mit Pistazie & Kadayif 100 g“ für ungefähr 6,99 Euro kaufen. Ähnlich sieht es bei Edeka aus.
Bei Netto gibt es im Online-Shop die „Viral Knafeh Vollmilch Schokolade im Dubai Style“ in der 100-Gramm-Packung für 6,99 Euro. Der Discounter gibt für die Bestellung jedoch eine Mindestbestellmenge von drei Stück vor. Bei einigen Angeboten befindet sich das Produkt oft an der Kasse, weil es wegen vermehrten Diebstählen häufig nur dort verkauft wird.
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Angebote und Aktionen bei Discountern
Der Discounter Lidl teilt mit, dass es ab Mitte Dezember eine Dubai-Schokolade der Lidl-Eigenmarke „Deluxe“ geben soll. Die Schokolade ist dann in Vollmilch und Zartbitter erhältlich. Bei dem Angebot handelt es sich jedoch um eine limitierte Aktion mit 10.000 Tafeln in ausgewählten Filialen in Deutschland. Der Preis für die Discounter-Schokolade ist noch unbekannt.
Bei Lidl bahnt sich vor Weihnachten ein wahrer Kundenansturm an. Am 13. Dezember startet der Discounter mit dem Verkauf von Dubai-Schokolade seiner Premium-Eigenmarke Deluxe in 20 ausgewählten Filialen. Insgesamt bringt Lidl 10.000 Tafeln in die Läden und ruft einen Preis von 3,29 Euro für die 85-Gramm-Tafel (Grundpreis: 38,71 Euro/Kilogramm) auf. Dieser Preis gelte jedoch nur für Nutzer der App Lidl Plus. Der reguläre Preis betrage 5,99 Euro. App-Nutzer können somit 45 Prozent sparen.
Die Dubai-Schokolade der Marke Deluxe wird in zwei Varianten angeboten werden: Zartbitter und Vollmilch. Mit dieser Aktion reagiere Lidl nicht nur auf einen Social-Media-Hype, sondern verknüpfe diesen auch mit dem eigenen Loyalitätsprogramm sowie dem lukrativen Weihnachtsgeschäft, bei dem die Marke Deluxe traditionell eine Rolle spielt.
Auch Konkurrent Aldi hat sich zu dem Trend-Thema ein Angebot überlegt. Der Discounter verkauft zwar keine fertige Dubai-Schokolade, bietet den Kunden jedoch eine Alternative an, erklärt der Discounter. Ab Montag, dem 25. November 2024, ist die Pistazien-Creme von GUT BIO als Aktionsartikel in allen 2.200 Märkten von Aldi Nord erhältlich. So können Kunden zusammen mit einer Tafelschokolade und weiteren Zutaten die Dubai-Schokolade preisgünstig zu Hause nachmachen.
Zudem ruft Lidl einen niedrigeren Kilopreis auf als Aldi Süd, dessen Kunden für 100 Gramm Schokolade ab dem 16. Dezember einen Preis von 4,29 Euro zahlen müssten. Innerhalb kürzester Zeit habe man den Trend aufgegriffen und es geschafft, unter der Eigenmarke Deluxe ein ausgezeichnetes Produkt zum gewohnt günstigen Lidl-Preis auf den Markt zu bringen, sagte Christoph Graf, Geschäftsleiter Ware der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG.
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Preis-Leistungs-Test und Bewertungen
In einer Blind-Verkostung wurden die drei Discounter-Schokoladen sowie ein teures Chocolatier-Exemplar mit einem Schoko-Experten ganz genau unter die Lupe genommen. Welche Schokolade schmeckt den Test-Essern in Köln am besten, welche Tafel kann Chocolatier Markus Weber überzeugen? Bei welcher Dubai-Schokolade das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, erfahrt ihr in diversen Tests und Videos. Günstig - aber auch gut?
Rechtsstreit um die Bezeichnung "Dubai-Schokolade"
Der Rechtsstreit um die Dubai-Schokolade geht weiter. Geklagt hatte der Süßwarenimporteur Andreas Wilmers, der in Dubai hergestellte Schokolade der Marke Fex in Deutschland verkauft. Wenn "Dubai-Schokolade" draufsteht, müsse sie auch von dort kommen, argumentiert der Unternehmer. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Verbraucherinnen und Verbraucher irregeführt werden könnten.
Bisher gibt es zwar einige Anmeldungen, um die Marke schützen zu lassen, eine markenrechtliche Eintragung gibt es allerdings noch nicht. Auch handelt es sich bei der Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ um keine geschützte geografische Angabe. Der Importeur Andreas Wilmers ist der Auffassung, dass die Bezeichnung Dubai-Schokolade eine Verbrauchertäuschung darstellt. Wilmers kritisiert, dass der Name Dubai-Schokolade suggeriert, dass die Schokolade tatsächlich in Dubai hergestellt wird.
Bisher hatte das Landgericht Köln entschieden, dass ein Produkt in Deutschland nur dann als "Dubai-Schokolade" bezeichnet werden darf, wenn es in Dubai hergestellt wurde oder einen sonstigen geografischen Bezug zu Dubai habe. Aldi Süd hatte in seinen Filialen die "Alyan Dubai Handmade Chocolate" angeboten. Auf der Verpackung befanden sich mehrere Sprachen. In der Werbung hatte Aldi Süd die Schokolade angepriesen mit "Taste of Dubai". Aus Sicht des Kölner Landgerichts genügte dieser Hinweis nicht.
Über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Verkauf der Dubai-Schokolade von Lidl hat jetzt das Landgericht Frankfurt anders entschieden (Aktenzeichen 2-06 O 18/25). Es hat den Antrag zurückgewiesen. Eine Irreführung der Verbraucher sah das Landgericht Frankfurt folglich nicht als gegeben an. Die Verpackungsgestaltung deute nicht auf eine Herkunft aus Dubai hin. Lidl weise auch darauf hin, dass es sich bei dem Produkt um eine "Qualitäts-Eigenmarke" handele.
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Das Frankfurter Gericht entschied nun anders als das Kölner. Der Gebrauch des Zusatzes "Dubai" habe sich mittlerweile zu einem Gattungsbegriff gewandelt, heißt es in dem Beschluss. Kunden würden bei der Lidl-Schokolade demnach nicht zwingend davon ausgehen, dass die Einzelbestandteile aus Dubai stammten oder das Gesamtprodukt dort hergestellt worden sei. Die Lidl-Schokolade trage in diesem Fall eine durchgehend in deutscher Sprache verfasste Aufschrift. Anders als bei den Produkten von Aldi Süd fehlten Gestaltungsmerkmale, die auf eine Herkunft aus Dubai hindeuteten. Die Lidl-Werbung weise zudem auf eine "Qualitäts-Eigenmarke" hin. Dies wirke dem Eindruck entgegen, dass das Produkt oder seine Zutaten wirklich aus Dubai stammten.
Die Entscheidung des LG Frankfurt ist nicht rechtskräftig. Süßwarenimporteur Wilmers kann Beschwerde dagegen einlegen. Aldi Süd hat bereits angekündigt, gegen den Beschluss des Landgerichts Köln Widerspruch einlegen zu wollen. Je nachdem, wie sich der Rechtsstreit in beiden Fällen entwickelt, wäre es sogar denkbar, dass die Fälle irgendwann beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe landen. Das höchste deutsche Zivilgericht hatte sich in der Vergangenheit schon häufiger mit Lebensmitteln und deren Herkunftsangaben befasst.
Auswirkungen auf Händler, Verbraucher und Markt
Der Streit um die Dubai-Schokolade geht in eine neue Runde und sorgt im Lebensmittelhandel weiter für Turbulenzen: Während Aldi Süd sie aus dem Sortiment nehmen musste, darf sie beim Discounter Lidl aus Bad Wimpfen weiterhin in den Regalen stehen. Damit haben die Frankfurter Richter anders entschieden als in einem früheren Rechtsstreit um die Bezeichnung "Dubai-Schokolade".
Die Produkte von Aldi Süd sollen zudem noch weitere problematische Merkmale aufweisen. Die Abbildung einer Silhouette eines bekannten Wahrzeichens der Stadt Dubai soll bei Verbraucher:innen verstärkt den Eindruck erwecken, das Produkt sei tatsächlich aus Dubai. Der Importeur ist der Ansicht: Wenn "Dubai-Schokolade" draufsteht, dann muss die Schokolade auch von dort kommen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Verbraucher irregeführt werden könnten.
In der Praxis bedeutet das für Verbraucher: Die Verfügbarkeit und die Preisgestaltung unterscheiden sich je nach Händler und Aktion. Bei manchen Discountern sind die Tafeln limitiert und nur in ausgewählten Filialen erhältlich, bei anderen Händlern sind sie regulär im Sortiment. Da die Läden von einzelnen Kaufleuten geführt werden, dürfen diese unabhängig voneinander über das eigene Sortiment entscheiden. Verbraucher sollten sich daher an den Werbungen online oder in Prospekten orientieren.
Lokale Hersteller und nachhaltige Perspektive
Bei Schell-Schokoladen in Gundelsheim (Kreis Heilbronn) gibt es die hauseigene Dubai-Schokolade seit Mitte November. Die Nachfrage nach der Schokolade und den Dubai-Pralinen sei immer noch da, aber nicht mehr so sehr wie vor Weihnachten, sagt Inhaberin Annette Schell. Vor Weihnachten hätten viele Menschen die Schokolade als Weihnachtsgeschenk gekauft. Viele seien damals auch noch neugierig gewesen und wollten die Schokolade selbst probieren. Es läuft nicht mehr in der Menge, wie es vor Weihnachten gelaufen ist.
Annette Schell denkt trotzdem, dass es die Dubai-Schokolade dauerhaft geben wird, "aber nicht als Dauerbrenner" und "dass das jetzt tolle Umsatzzahlen macht". Auch an Ostern werde es Schokoeier im Dubai-Style bei Schell geben. Man müsse den Markt einfach beobachten und könne dann flexibel reagieren.
Tabelle: Wo erhältlich - Beispiele und Preise
| Händler | Produkt / Marke | Packungsgröße | Preis (Beispiel) | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Lidl | Deluxe Dubai-Schokolade (Vollmilch, Zartbitter) | 85 g | 3,29 € (Lidl Plus), regulär 5,99 € | Limitierte Aktion, 10.000 Tafeln, App-Rabatt |
| Aldi Nord | GUT BIO Pistazien-Creme (Aktionsartikel) | Glas (Aktionsware) | Aktion | Ermöglicht Selbermachen der Dubai-Variante |
| Aldi Süd | Alyan Dubai Handmade Chocolate | 100 g (Beispiel) | 4,29 € / 100 g (ab 16.12.) | Wurde in Verfahren vor LG Köln untersagt |
| Rewe | Orient Delight Dubai Chocolate, ALYAN Dubai Schokolade | 200 g / 100 g | 8,99 € / ~6,99 € | Produkt oft an der Kasse aufgrund Diebstahlrisiko |
| Netto (Online) | Viral Knafeh Vollmilch Schokolade im Dubai Style | 100 g | 6,99 € (Mindestbestellmenge 3 Stück) | Online-Mindestbestellmenge |
Was Verbraucher beachten sollten
- Informieren Sie sich vor dem Kauf über Herkunftsangaben auf der Verpackung; einige Produkte weisen Hinweise wie "mit Schokolade, Pistazien und Kadayif aus EU-/Nicht-EU" auf.
- Beachten Sie Aktionszeiträume und Limitierungen - viele Discount-Angebote sind zeit- oder filiallimitiert.
- Bei besonders begehrten Artikeln kann Diebstahl ein Thema sein; manche Händler platzieren die Ware daher nur an der Kasse.
- Wer sparsam sein will, prüft Loyalitätsprogramme wie Lidl Plus für Rabatte.
- Wenn Sie Wert auf Herkunft legen, achten Sie darauf, ob die Verpackung konkrete geografische Angaben oder Hinweise auf eine Qualitäts-Eigenmarke enthält.
Der Trend ist jedoch nicht nur im legalen Handel angekommen, auch Schmuggler haben das Geschäft mit der Schokolade für sich entdeckt und wurden auf Weg nach Dortmund vom Zoll gestoppt. Bei dem weiteren Rechtsstreit bleibt abzuwarten, wie Gerichte in den Instanzen entscheiden und ob sich langfristig eine einheitliche Rechtsprechung zur Verwendung des Begriffs "Dubai-Schokolade" herausbildet.
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