Dubai Schokolade: Herkunft, Zutaten und Rezept zum Nachmachen
Die Dubai-Schokolade ist eine gefüllte Schokoladentafel mit einer cremigen Pistaziencreme und knusprigem, geröstetem Kadayıf (sehr feine Teigfäden, auch „Engelshaar" genannt). Sie ist 2024 zu einem der größten Food-Trends der Welt geworden und 2026 nicht mehr aus Supermarkt-Regalen und Confiserien wegzudenken. Was die Schokolade besonders macht, ist der Kontrast: außen zarte, schmelzende Schokolade, innen eine samtige Pistaziencreme - und mittendrin das markante Knuspern des gerösteten Kadayıf.
Herkunft und Entstehung des Hypes
Der Name „Dubai Schokolade“ deutet darauf hin, dass sie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, insbesondere in Dubai, ihren Ursprung hat. Erfunden wurde die Dubai-Schokolade von der Confiserie Fix Dessert Chocolatier in Dubai. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Als die erste Tafel Dubai-Schoko kreiert war, hielten ihre Macher sie für ein süßes Experiment. Zunächst blieb die Schoko ein lokaler Hype. Im Dezember 2023 war es dann soweit: Als das Video viral ging, war der Siegeszug der Süßigkeit nicht mehr aufzuhalten.
Die Dubai-Schokolade, benannt nach ihrem Herkunftsort, wurde zu einem internationalen Phänomen, nachdem sie auf den sozialen Medien die Runde gemacht hatte. Influencer wie Sarah Hamouda haben dazu beigetragen, das Rezept zu verbreiten und zu popularisieren. Die Popularität ist vor allem den sozialen Medien zuzuschreiben. Schnell wurde klar: Nicht nur der Geschmack macht diese Süßigkeit aus. Sie ist auch optisch ein Hingucker.
Typische Zutaten und ihre Rolle
Die Zutatenliste der Dubai-Schokolade ist überraschend überschaubar, besteht jedoch aus Komponenten, die zusammen das typische Geschmacks- und Texturprofil liefern:
- Schokoladenhülle: Meist Vollmilchschokolade, gelegentlich dunkle oder weiße Schokolade. Sie bildet die schmelzende Außenschicht und hält die Füllung zusammen.
- Pistaziencreme: Das Herzstück ist eine streichfähige Paste aus gemahlenen Pistazien. Der Pistazienanteil bestimmt maßgeblich Qualität und Preis.
- Kadayıf / Engelshaar: Sehr feine, fadenartige Teigstränge, die in Butter goldbraun geröstet werden und im Mund für den Crunch sorgen.
- Tahini (Sesammus): Verleiht der Füllung Tiefe und einen leicht nussigen, vollmundigen Geschmack; bei vielen Nachahmern fehlt die Zutat jedoch.
- Butter, Meersalz, gehackte Pistazien: Ergänzen die Füllung, sorgen für Aroma, Textur und Ausgewogenheit.
Warum diese Kombination besonders wirkt
Die einzigartige Kombination aus Pistazienmus, cremigem Tahini und knusprigen Teigfäden verschafft Dubai-Schokolade ein Alleinstellungsmerkmal. Während Schokolade und Pistaziencreme im Mund schmelzen, liefert das geröstete Kadayıf einen anhaltenden, feinen Crunch. Viele sehen die Süßigkeit als kulturelle Brücke zwischen Ost und West: traditionelle Aromen des Nahen Ostens treffen auf moderne Handwerkskunst.
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Original vs. Nachahmungen: Markenrecht und Qualität
Die Frage nach der Dubai-Schokolade-Herkunft führt uns zu Firmenchefin Sarah Hamouda. Die echte Schokolade wird weiterhin nur von „Fix Dessert Chocolatier“ in Dubai verkauft. Die Firma hat einen Online-Lieferdienst eingerichtet. Der Begriff „Dubai-Schokolade“ ist jedoch nicht rechtlich geschützt. Daher spricht nichts dagegen, wenn das Original Nachahmer findet oder kreative Naschkatzen sich ihre eigene Dubai-Schoki herstellen.
Zum Stand 4. Dezember 2024 gab es in Deutschland insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen; in Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen registriert. Im Dezember 2024 mahnte ein Importeur andere Hersteller ab, da deren Dubai-Schokolade nicht in Dubai produziert wird. Trotz der Abmahnungen vertreiben zahlreiche Hersteller weiter unter der Bezeichnung Dubai-Schokolade. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen.
Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz
Untersuchungen der Lebensmittelüberwachung haben gezeigt, dass nicht alle Produkte, die als Dubai-Schokolade angeboten werden, denselben Qualitätsstandard erfüllen. In Baden-Württemberg wurden acht Proben untersucht: Fünf Proben stammten aus den VAE, drei aus der Türkei. In den VAE-Proben wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt dann nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen. In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten.
Warum Dubai-Schokolade oft teuer ist
Original-Tafeln und hochwertige Dubai-Schokolade liegen preislich oft deutlich über klassischer Tafelschokolade. Die Besonderheit spiegelt sich auch im Preis wider. Gerade die anfängliche Knappheit befeuerte den Hype zusätzlich. Der Pistazienanteil, die Qualität der Schokolade und die handwerkliche Verarbeitung beeinflussen besonders stark den Preis.
Variationen und kreative Spielräume
Es gibt keine einzige, offizielle Rezeptur für die Dubai-Schokolade. Jeder Konditor oder Hobbykoch kann seine eigene Version mit verschiedenen Schokoladenarten, Nüssen und weiteren Zutaten kreieren. Von Vollmilch über Bitterschokolade bis hin zu weißer Schokolade - Experimentieren mit Schokoladensorten und Nüssen schafft zahlreiche Variationen. Besonders gut harmoniert weiße Schokolade mit Pistazien.
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Praktisches Rezept: Dubai-Schokolade selbst herstellen
Wenn du die Dubai-Schokolade selbst herstellen möchtest, findest du hier eine aus dem Material zusammengesetzte und praxistaugliche Anleitung. Du kannst die Formen aus Silikon nutzen - alternativ Kastenformen, Muffinformen oder kleine Pralinenformen.
Zutaten (für eine Tafel, Mengen variieren je nach Formgröße)
- 150 g Vollmilch- oder Zartbitterschokolade (plus evtl. zusätzliche Schokolade zum Dekorieren)
- 100 g Engelshaar (Kadayıf)
- 30 g Butter
- 125 g Pistaziencreme
- 1 TL Tahini
- Meersalz, gehackte Pistazien nach Geschmack
- weiße Schokolade und Lebensmittelfarbe zum Dekorieren (optional)
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
- Die Schokolade mit einem Messer grob hacken. In einem Schmelztopf über einem Wasserbad beide Sorten Schokolade langsam schmelzen, bis sie glatt und flüssig sind.
- Die Schokolade in die Schokoladenform gießen und glattstreichen. Die Form kurz ins Kühlfach geben, bis die Schokolade fest wird (Kühldauer: 15 Minuten).
- Das Engelshaar (Kadayıf) in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und das Kadayıf darin goldbraun und knusprig anrösten. Anschließend die Pfanne vom Herd nehmen und die Pistaziencreme sowie das Tahini einrühren. Nach Geschmack Meersalz und gehackte Pistazien zugeben.
- Die fest gewordene Schokoladenschicht aus dem Kühlfach nehmen und die Pistazienfüllung gleichmäßig darauf verteilen. Achte darauf, die Ränder der Form freizulassen. Die Form erneut ins Kühlfach geben (Kühldauer: 15 Minuten).
- In der Zwischenzeit die restliche Schokolade erneut schmelzen. Die Form aus dem Kühlfach nehmen und die restliche Schokolade gleichmäßig über der Pistazienfüllung verteilen. Alles glattstreichen und erneut ins Kühlfach stellen, bis die gesamte Schokolade fest geworden ist (jeweils ca. 30 Minuten empfohlen).
- Nach dem Festwerden kannst du die Tafel aus der Form lösen und optional mit weißer, eingefärbter Schokolade dekorieren.
Das Geheimnis für eine glänzende und knackige Schokolade liegt im richtigen Temperieren: Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf 40 °C erhitzen, danach bis 28 °C abkühlen lassen und nochmal bis 29,5 °C im Wasserbad erwärmen. Jetzt in die Form gießen. 5 Minuten ruhen lassen und dann für 30 Minuten in den Kühlschrank. Füllung dazu, wieder 30 Minuten kühlen, dann deckeln und erneut 30 Minuten kühlen.
Tipps von Profis
- Nicht an der Pistaziencreme sparen - sie bestimmt maßgeblich Geschmack und Preis.
- Knusprig wird es, wenn die Teigfäden vorher angebraten werden.
- Experimentiere mit verschiedenen Schokoladensorten: weiße Schokolade harmoniert exzellent mit Pistazien.
- Thermometer verwenden: Temperieren ist wichtig für Glanz und Crunch.
- Reste: Übrig gebliebene Schokolade und Kadayıf können weiterverwendet oder verfeinert werden.
Vertrieb, Markt und Einfluss auf die Süßwarenindustrie
Was als viraler Online-Trend begann, ist 2026 fester Bestandteil des Sortiments im Lebensmittel-Einzelhandel, Foodservice und Convenience. Mit Los Bubos bietet VOVAN Global eine Dubai-Style Schokolade für den B2B-Großhandel an. Viele Unternehmen und Konditoreien haben ihre eigene Version entwickelt und verkaufen sie weltweit. In Deutschland erregte der Hype großen Medienrummel; die echte Schokolade ist aber nach wie vor eng mit Dubai verbunden.
Risiken und Regulierung
Untersuchungen zeigten Qualitätsunterschiede und Verbraucherrisiken: Palmöl statt Kakaobutter, nicht deklarierter Sesam oder künstliche Farbstoffe fanden sich in Proben. Verbraucher sollten auf Zutatenangaben achten und bei Allergien besonders vorsichtig sein.
Fazit für Genießer
Die Dubai-Schokolade ist mehr als nur ein süßes Vergnügen - sie ist eine kleine Reise in den Orient. Der knusprige Kadayıf, der an orientalische Süßspeisen erinnert, gibt der Schokolade eine ganz besondere Textur und einen tollen Crunch. Wer nach einer günstigeren Alternative sucht, kann die Schokolade auch selbst herstellen und mit eigenen Variationen experimentieren. Die Dubai-Schokolade bleibt ein modernes Phänomen, das traditionelle Aromen und neue Genussideen verbindet.
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