Donauwelle mit knackiger Schokoglasur aus Kokosfett – Detailliertes Rezept und Hintergrund
Heute gibt es einen Beitrag, auf den viele schon sehnsüchtig warten, seitdem ich den Kuchen auf Instagram gezeigt habe: Meine Donauwelle (zu meinem Instagram Kanal kommt Ihr übrigens HIER). Ja, schon seit Ewigkeiten wollte ich endlich mal wieder eine Donauwelle backen, das hatte ich nämlich schon Jahre nicht mehr getan. Bei meinem Donauwelle Rezept wird die Schokokruste auf der Donauwelle richtig schön knackig.
Herkunft und Name der Donauwelle
Die Donauwelle trägt den Ursprung ihres Namens in Ihrem Namen und in Ihrer Form. Denn das Gebäck hat seinen Namen von dem Fluß Donau. Die verschiedenfarbigen Teige, die sich mit den Kirschen vermischen und so Wellen ergeben, sollen den Wellengang der Donau darstellen. Das ist zumindest die offizielle Version. Die romantische Version mit dem verliebten Bäcker besagt, dass dieser, während er den Kuchen gebacken hat, den Walzer „An der schönen blauen Donau“ gehört hat. Das hat ihn inspiriert, die Form so wellig zu machen. Es lässt sich aber offiziell nicht belegen, warum ausgerechnet die Donau der Namensgeber war. Es gibt eine ziemlich süße Geschichte oder Legende aus Österreich, die besagt, dass ein verliebter Bäcker die Donauwelle erfunden hat, und zwar, um damit eine Frau zu beeindrucken, in die er verliebt war. Wenn das mal nicht mindestens genauso süß ist wie die Donauwell selber, oder?
Varianten und Bezeichnungen
Die Donauwelle wird auch Schneewittchenkuchen oder Schnewittchentorte genannt. Die Donauwelle ist ein Kuchenklassiker, der auf einem Blech gebacken und als Schnitte serviert wird. Wenn man die Torte anschneidet, wird an der Schnittkante die wellenartige Struktur sichtbar, die durch das Eindrücken der Kirschen in den Teig entsteht.
Zutaten (für ca. 20 Portionen / Blechgröße Hinweise)
- Sandmasse / Rührteig: Eier, Zucker, Vanillin-Zucker, weiche Butter, Mehl, Backpulver, Öl, Wasser
- Kakaoteig: Backkakao und etwas Milch
- Belegung: ca. 720 g abgetropfte Kompottsauerkirschen oder Schattenmorellen; alternativ frische entsteinte Kirschen
- Buttercreme: Pudding (Puddingpulver Vanille), Milch, Zucker, 100-250 g weiche Butter, Zitronensaft, Zitronenabrieb (oder Aroma)
- Glasur / Schokokruste: 100 g Kokosfett, ca. 200 g gehackte Zartbitter- und/oder Vollmilchkuvertüre (je nach Rezept), alternativ Zartbitterkuvertüre allein
Vorbereitung und Backhinweise
Den Backofen auf 160 °C Umluft (180 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder eine eckige Form (z. B. ca. 25 × 25 cm für hohe Donauwelle oder 30 × 35 cm für größere, flachere Schnitten) fetten bzw. mit Backpapier auslegen. Für ein Stück Donauwellen mit 100 g Butteranteil in der Buttercreme und mit Kakao -Schokoladenguss, ca. 310 kcal (als Orientierung).
Zubereitung - Schritt für Schritt
Teig
- Die Eier trennen und das Eiweiß mit 50 g vom Zucker steifschlagen.
- Das Eigelb mit dem Öl, dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Anschließend Mehl, Backpulver und Wasser dazugeben und alles zu einem cremigen Teig schlagen. Die Eier einzeln einrühren (bei Varianten).
- Den Teig halbieren und bei einer Hälfte das Kakaopulver und die Milch unterrühren. Die Hälfte der Masse mit Kakao verrühren.
- Das steifgeschlagene Eiweiß nun hälftig unter den hellen und den dunklen Teig heben, damit beide Teige schön fluffig werden.
- Den hellen Teig in den Backrahmen oder die vorbereitete Backform füllen. Nun den dunklen Teig klecksweise auf dem hellen Teig verteilen.
- Die Schattenmorellen abtropfen lassen und auf dem Teig verteilen (alternativ die frischen, entsteinten Kirschen). Die Sauerkirschen abseihen und auf der Teigmasse verteilen.
- Die Donauwelle ca. 30-45 Minuten backen (Backzeit variiert je nach Größe der Backform etwas). Um sicherzugehen, dass der Teig durchgebacken ist, einfach einen Stäbchentest machen.
- Anschließend gut auskühlen lassen; der gebackene Boden sollte gut abgekühlt sein, bevor die Creme und die Kakaoglasur aufgetragen werden.
Creme
Für die Creme das Schlemmercremepulver mit der Sahne einige Minuten rühren bis alles schön cremig ist. Dann gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und verstreichen. Für die klassische Variante Puddingpulver mit Milch und Zucker unter Rühren zu einem Pudding kochen. Den Pudding auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Die Butter mit dem Handmixer cremig aufschlagen und Zitronensaft und -schale einrühren. Den Pudding löffelweise unterrühren. Die Creme auf dem Kuchen verteilen und glattstreichen. Den Kuchen kalt stellen.
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Schokokruste mit Kokosfett (knackig und glänzend)
Für die Schokokruste die Zartbitter-Kuvertüre oder Schokolade kleinhacken und zusammen mit dem Kokosfett auf einem Wasserbad oder in der Mikrowelle bei sehr geringer Wattzahl langsam schmelzen. Gut durchrühren und dann auf der Cremeschicht verteilen. Das Kokosfett schmelzen und gut unter den Kakaoguss unterrühren, was den Guss dann wieder etwas mehr verdünnt, ihm Glanz verleiht und dennoch noch fest und einigermaßen streichfähig sein sollte. Leicht abkühlen lassen und den Kuchen damit gleichmäßig überziehen. Auskühlen lassen und frisch servieren.
Tipps für die perfekte Glasur
- Wer eine weichere, aber schnittfeste Glasur möchte, kann Kuvertüre mit etwas süßer Sahne erwärmen und dann ein Stück gekühlte Butter einrühren (z. B. 200 g Schokolade mit 6 EL Wasser bei geringer Hitze schmelzen, 3 EL süße Sahne dazugeben und 1 EL gekühlte Butter unterrühren).
- Für den klassischen samtigen, aber schnittfesten Überzug hat sich die Kombination Schokolade + Kokosfett bewährt: sie lässt sich super auftragen, glänzt und bleibt schnittfest.
- Wenn die Glasur nicht zu hart werden soll, lieber wenig Kokosfett verwenden oder ein Teil Vollmilchkuvertüre nehmen, statt nur Zartbitter.
- Alternativ kann man Kuvertüre mit einer schnittfesten Nougat-Masse mischen (z. B. 50/50), um Schnittfestigkeit und Geschmeidigkeit zu kombinieren.
Aufbewahrung und Einfrieren
Hier müsst Ihr natürlich aufpassen, wegen der Buttercreme-Füllung. Das heißt, die Donauwelle sollte sich nicht lange in Zimmertemperatur aufhalten. Wenn ihr sie aufbewahren wollt, dann ab in den Kühlschrank mit ihr. Dort hält sie sich maximal 2-3 Tage. Es ist immer am besten, die Donauwelle im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter aufzubewahren. Wenn Ihr den leckeren Kuchen mal für eine längere Zeit aufbewahren wollt, könnt ihr die Donauwelle ohne Probleme einfrieren. Dazu würde ich euch empfehlen, den Kuchen in Stücke zu schneiden und in Gefrierbeutel zu packen. Im Tiefkühler hält sich der Kuchen ca. 3 Monate. Beim Auftauen bitte beachten, dass Ihr die Donauwelle vom Tiefkühler zuerst in den Kühlschrank legt und dann erst bei Zimmertemperatur weiter aufwärmt.
Praktische Hinweise und Varianten
- Für die Donauwelle könnt Ihr frische Kirschen, aber selbstverständlich auch Kirschen aus dem Glas verwenden, Schattenmorellen aus dem Glas eignen sich sogar ganz hervorragend für diesen Kuchen.
- Die Rührteigbasis ist schnell und einfach herzustellen und auch die Creme ist im Nu gemacht, denn dafür kann man auch eine Fertigmischung für Tortencreme mit Vanillegeschmack verwenden. Ganz schnell und einfach, und dennoch einen guten Geschmack der Buttercreme erzielt man mit einer Fertigmischung.
- Wer eine flachere Donauwelle möchte, nimmt eine größere Backform; sollte dann aber auch eine größere Menge an Creme in Betracht ziehen.
- Für zwei Donauwellen kann man ruhig verschiedene Glasuren probieren, einmal mit Sahne und einmal mit Joghurt (aber Achtung: Joghurt vermischt sich nicht gut mit Glasur - besser ist süße Sahne).
Beispiel-Tabelle: Mengenangaben (orientierend)
| Komponente | Menge (Orientierung) |
|---|---|
| Mehl | 300-350 g (je nach Rezept) |
| Butter | 100-250 g (Buttercreme-Anteil variiert) |
| Eier | 5-6 Stück |
| Sauerkirschen | 720 g abgetropft (für großes Blech) |
| Kuvertüre | 200-300 g (für Glasur) |
| Kokosfett | 50-100 g (für geschmeidige Glasur) |
Weitere Hinweise aus Erfahrung
Die fertige Schokoglasur mit Kokosfett reicht aus, um einen Kuchen oder eine Torte mit einem Durchmesser von 26 cm zu glasieren. Die Schokoglasur mit Kokosfett schmückt deine Kuchen, Torten und Plätzchen. Dabei ist sie besonders geschmeidig und schmilzt auf der Zunge. Mit dem enthaltenen Kokosfett lässt sich die Glasur super auftragen, glänzt und wird schön schnittfest. Überzeugt? Dann mache sie mit unserem Rezept ruckzuck selbst! Für die Glasur Kokosfett mit Schokoladen über Dampf (Wasserbad) erwärmen, glattrühren und auf den Kuchen streichen. Ich nutze den nur noch für Donauwellen.
Die Donauwelle ist ein vielseitiger Blechkuchen-Klassiker, der sowohl mit traditioneller weicher Kuvertüre als auch mit einer knackigen Schokokruste aus Kokosfett überzeugt. Probiert aus, welche Glasur euch am besten gefällt - schnittfest, knackig oder etwas weicher mit Sahnezusatz.
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